Posted on 19 November 2010 by jrobes
Mobile Learning ist ein florierendes Forschungs- und Betätigungsfeld, dem ich neugierig und abwartend zugleich gegenüberstehe. Auf der einen Seite bin ich überzeugt, dass man die immer weiter verbreiteten Mobile-Technologien, dass man “ubiquitious computing” in die Entwicklung von Lernumgebungen integrieren sollte, wo immer es “passt”. Auf der anderen Seite bin ich noch etwas skeptisch gegenüber Initiativen, die “mobile” und Smartphones in das Zentrum ihrer Überlegungen stellen - abgesehen von Konzepten wie z.B. “augmented reality”, die sich über solche Technologien definieren. Denn Smartphones nehmen zwar im Alltag einen immer breiteren Raum ein, liegen aber bei vielen Zielgruppen heute neben Rechner, Notebook und Netbook. Graham Attwell gibt in jedem Fall eine hilfreiche Übersicht über den Stand der Überlegungen zu Mobile Learning: Definitionen, Konzepte und Perspektiven sowie viele Referenzen zum Weiterlesen.
Graham Attwell, Pontydysgu, 19. November 2010
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Posted on 15 June 2010 by jrobes
Graham Attwell hat einige Gedanken zum Stichwort “Personal Learning Environments” hier noch einmal zu Papier gebracht. Zuerst beklagt auch er das gegenwärtige “‘industrial’ schooling system”, um dann die neuen, durch Social Media ermöglichten Ausdrucksformen einer “participatory culture” zu beschreiben. Das führt konsequent zu PLEs, die, so Attwell, vor allem eine Idee und erst dann eine konkrete technologische Umsetzung sind.
“Based on these ideas of collaborative learning and social networks within communities of practice, the notion of Personal Learning Environments is being put forward as a new approach to the development of e-learning tools (Wilson et al, 2006) that are no longer focused on integrated learning platforms such as VLEs or course management systems. In contrast, these PLEs are made-up of a collection of loosely coupled tools, including Web 2.0 technologies, used for working, learning, reflection and collaboration with others.”
Graham Attwell, Pontydysgu, 3. Juni 2010
Nachtrag: Dazu passt auch diese Übersicht von Ilona Buchem: “Definitions of Personal Learning Environment (PLE)”.
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Posted on 29 October 2009 by jrobes
Es gibt zwar inzwischen eine Reihe von Präsentationen zum Thema “Persönliche Lernumgebungen” (”Personal Learning Environments”/ PLE), aber nur wenige Artikel, die sich systematisch mit diesem Konzept auseinandersetzen. Zu diesen wenigen Artikeln gehört der vorliegende, der zwar schon im Januar 2009 erschienen, mir aber erst vor wenigen Tagen via Wikipedia aufgefallen ist. Sandra Schaffert und Marco Kalz halten hier einleitend noch einmal fest, dass es sich bei PLEs um ein “vorrangig technologisches Konzept” handelt, das untrennbar mit den Instrumenten und Tools verbunden ist, die als Social Software bezeichnet werden. In ihrer Einleitung schreiben sie: “Im Fokus der »Persönlichen Lernumgebung« steht der Lernende, der sich selbst Webinhalte, Lernressourcen und Lernwerkzeuge so arrangiert und sie so nutzt, dass sie sein persönliches Wissensmanagement und Lernen unterstützen.” Das rückt die PLE natürlich in die Nähe weiterer Konzepte wie z.B. e-Portfolios, die auch auf der Idee des selbstorganisierten Lernens aufbauen.
Die Autoren sprechen im Artikel mögliche Realisierungen einer Persönlichen Lernumgebung an: von der “Service-Integration in vorhandene Lernumgebungen”, über “integrierte Oberflächen” á la iGoogle und Netvibes bis zu Konzepten, die Interessierten Frameworks zur individuellen Umsetzung anbieten. Trotzdem wird das Konzept der PLE aus Sicht der Autoren erst greifbar, wenn man es den Learning Management Systemen gegenüberstellt, die heute das institutionalisierte Lernen im Netz abbilden. Und hier werden auch im vorliegenden Artikel die Formulierungen vorsichtig: Wird es einen Wechsel der Konzepte geben? Ein Nebeneinander? Ein Miteinander gar? Und wenn Letzteres, wie wird dieses Miteinander aussehen?
Sandra Schaffert und Marco Kalz in: Hohenstein, Andreas/Wilbers, Karl (Hrsg.): Handbuch E-Learning, Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), Köln, 27. Erg.-Lfg., Januar 2009 (pdf)
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Posted on 03 June 2009 by jrobes
Es gibt vier gute Gründe, sich diesen Abschlussbericht näher anzuschauen: Erstens findet man einige Hinweise zur Frage, was denn eine E-Portfolio-Software ist (mit Referenzen an Serge Ravet und Graham Attwell). Zweitens lässt sich das Bewertungsverfahren der “Qualitativen Gewichtung und Summierung” gut auf andere Software-Systeme übertragen. Drittens schließt die Evaluation mit kurzen Steckbriefen der 12 Produkte der Shortlist. Und viertens gibt es für Eilige den Bericht auch als … Poster!
“Ist MySpace ein E-Portfolio? Oder 43things? Oder XING? E-Portfolios sind ein neuer Softwaretypus und es ist derzeit noch relativ unklar, welche Funktionen obligatorisch - also die charakteristischen Eigenschaften ausmachen - und welche Funktionen bloß fakultativ („nice to have”) sind.”
Der Bericht ist im Frühjahr 2008 im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung als Entscheidungshilfe für die Implementierung von E-Portfolios an (österreichischen) Hochschulen entstanden. Weitere Informationen zum Projekt auf den Seiten von Peter Baumgartner.
Klaus Himpsl und Peter Baumgartner, Teil III des BMWF-Abschlussberichts “E-Portfolio an Hochschulen”. Krems 2009 (pdf)
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Posted on 15 April 2009 by jrobes
Edupunk … da war doch etwas? Richtig, letztes Jahr um diese Zeit tauchte dieser schräge Begriff auf, drehte einige rasante Runden in den einschlägigen Communities und schaffte es gerade noch zum Saisonende in die Buzzword-Glossare von Wired und New York Times. Dann wurde es etwas ruhiger. Jetzt gab es vor einigen Tagen ein Online Round Table, das mit der Schlagzeile “Edupunk - Befreit das Bildungssystem!” warb. Dazu zwei Vorträge von Martin Ebner und Steven Wheeler und einen Chronisten, Graham Attwell, der zugehört, die Slides der Referenten verlinkt und ausführlich zusammengefasst hat. Einige seiner Stichworte: “do it yourself”, die Idee einer persönlichen Lernumgebung und die Frage, inwieweit diese Idee mit bestehenden, institutionellen Lernumgebungen zusammengehen kann.
Was bleibt? Eine sympathische Provokation, die noch in der akademischen Nische steckt.
Graham Attwell, Pontydysgu, 13. April 2009
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Posted on 26 September 2007 by jrobes
“How can we support informal learning?”, hat Graham Attwell gefragt und einige interessante Antworten erhalten. Nein, keine fertigen How-To-Listen, eher kurze Statements, z.B.:
“By giving them licence to use more (any type of) social networking.” (David Wheeler)
“a) Making it easy to find useful resources for anyone in the organization
b) Making it easy to make connections among people in the organization and sharing their knowledge
c) Encouraging everyone to learn what he needs or likes most in their job.” (David Delgado)
Graham Attwell, the wales-wide web, 17 September 2007
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