Archive | Wikis

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Wie man ein Firmen-Wiki zum Laufen bringt

Posted on 28 August 2008 by jrobes

“Die Einführung einer firmeninternen Wissensbörse ist mühsam.” Wie es trotzdem gelingen kann, beschreibt dieser Artikel, indem er die Geschichte der Fraport und ihres Skywikis erzählt. Was lernen wir hieraus? Sicher hilft es, dass hinter dem Projekt erfahrene Wissensmanager stehen, die das Thema einschätzen und vorantreiben können. Dann fallen Stichworte wie Technik-Auswahl, Pilotierung, Marketing sowie Mitarbeiter-Schulungen. Interessant auch der immer wieder zu hörende Hinweis, dass Nutzer in einem Wiki Orientierung in Form von Strukturen und Kategorien suchen. Doch: “Jeden Montag ist Redaktionssitzung.” Aber auch: “Wer will, kann sich mit eigenem Namen beteiligen, aber es geht genauso anonym. … Jedenfalls nimmt rund die Hälfte der User das Incognito-Angebot an.” Und schließlich eine Frage, die ich anders als das Fraport-Team beantworten würde:

“Noch diskutiert wird die Frage, wie mit einem anderen, eigentlich positiven Feedback umgegangen wird: Manche Abteilungen wünschen sich nun ein eigenes Wiki für den Wissensaustausch. Doch ist hier ein Wiki wirklich die beste Lösung? Widerspricht das nicht der Grundphilosophie? Manche Anfrage wurde bereits abgelehnt, weil sich beispielsweise ein elektronisches Projektablagesystem als besser erwies.” (siehe auch Tim Schlotfeldt)
Elisabeth Wagner, computerwoche.de, 4 Juli 2008

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Ein Unternehmen, das auf Wikis aufgebaut ist: SYNAXON AG

Posted on 12 August 2008 by jrobes

Nur wenige Unternehmen sind so weit gegangen wie die SYNAXON AG. Das war vor Jahresfrist brandeins schon einen Artikel wert und über fehlende Aufmerksamkeit kann sich Frank Roebers, der Vorstandsvorsitzende, seitdem sicher nicht beklagen. In Zürich hat er kürzlich auf einem Seminar des Learning Centers (Uni St. Gallen) präsentiert und Andrea Back hat das zum Anlass genommen, ihn für ein längeres Interview vor die Kamera zu bitten. Die ersten Ausschnitte sind jetzt online (deshalb Achtung: der Link führt nur auf das Intro der Vlog-Reihe!). Hier spricht Frank Roebers darüber, wie “dehnbar” ein Wiki ist und welche Folgen eine Begegnung mit Jimmy Wales haben kann.
Andrea Back, Interview mit Frank Roebers, Business 2.0, 23 Juli 2008

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KoopTech: Argumente für und gegen Wikis in Organisationen

Posted on 16 May 2008 by jrobes

Tim Schlotfeldt verweist hier auf das Projekt “Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” (KoopTech) sowie auf eine Sammlung von Pro- und Kontra-Argumenten, was den Einsatz von Wikis in Unternehmen betrifft. 662 Aufrufe dieses Beitrags und 12 Kommentare sind bis heute zu verzeichnen. Fast 50 Teilnehmer (Achtung: Überleitung!) gab es beim gestrigen Wissensmanagement-Stammtisch der GfWM am Frankfurter Flughafen. Eine selten erreichte Zahl! Aber es ging auch um Wikis bei der Lufthansa, und das machte natürlich neugierig.

Zuerst stellte ein Teamleiter der Lufthansa Systems Aeronautics seine Wiki-Projekte der letzten Jahre vor. Drei Anläufe, drei begrenzte Zielgruppen, drei unterschiedliche Erfahrungen, zuletzt aber eine rundherum positive. Wikis aus der bottom up-Perspektive. Dann folgte die Konzernsicht. Denn die Lufthansa Systems plant, ihr Intranet (eBase) um eine Web 2.0-Suite zu erweitern. Und das heißt: Web 2.0-Einführung als IT-Großprojekt. Definition von Anforderungen, Auswahl von Anbietern bzw. Tools (Microsoft, Novel, Lotus, Clearspace), Start erster Piloten, Abstimmungen mit dem Betriebsrat, etc. Das bekannte Szenario.

Der Reiz des Abends lag aus meiner Sicht nicht nur in der dargestellten Konsequenz, in der die Lufthansa auf diesen Weg und seine Möglichkeiten setzt. Denn wenn sie ihn zu Ende gehen, werden sie eines der ersten “enterprise 2.0″-Unternehmen in Deutschland sein (das nicht aus der IT-Branche kommt). Nein, der Reiz lag auch in der Gegenüberstellung beider Herangehensweisen des Unternehmens! Was passiert letzten Endes mit den kleinen, anarchistischen Web 2.0- und Wiki-Lösungen? Werden sie einer Corporate Policy zum Opfer fallen, oder wird man beide Wege gelten lassen?

Es gab natürlich weitere Fragen an die Referenten, und jetzt bin ich wieder nah am Beitrag von Tim Schlotfeldt. Wie sieht denn der Business Case für die Web 2.0-Einführung aus, wollte ein Teilnehmer wissen. Braucht es kommerzielle Lösungen nicht auch, weil die Usability bestehender Wiki-Tools die Mehrheit der Mitarbeiter überfordert? Und wie steht es um die Sicherheit? Und was meinen eigentlich die Mitarbeiter? Werden sie mitmachen? Kann man überhaupt von Kollaboration sprechen, wenn viele konsumieren, aber nur wenige aktiv beitragen?

Einiges blieb natürlich offen, “schwebendes Verfahren” sozusagen, aber ich kann nur hoffen, dass am Ende des Tages etwas Leichtigkeit und Neugierde übrig bleiben.
Tim Schlotfeldt, E-Learning-Blog, 5 Mai 2008

Nachtrag (01.06.2008): Weitere Informationen über den GfWM-Stammtisch bei der Lufthansa gibt es im GfWM-Newsletter (Mai/ Juni - hier) .

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The battle for Wikipedia’s soul

Posted on 10 March 2008 by jrobes

Wohin geht die Reise für Wikipedia? Dieser Artikel berichtet von zwei Lagern und den Fragen, die sich aus ihren Positionen ergeben: “These two conflicting visions are at the heart of a bitter struggle inside Wikipedia between “inclusionists”, who believe that applying strict editorial criteria will dampen contributors’ enthusiasm for the project, and “deletionists” who argue that Wikipedia should be more cautious and selective about its entries.”Wem es noch nicht bewußt war oder wer vor einigen Tagen den Selbstversuch von Helge Städtler verpasst hat, wird hier noch einmal daran erinnert, dass Wikipedia auch heute bereits kein Projekt ist, bei dem jeder tun und lassen kann, was er will. Doch wie viele Regeln und Strukturen verträgt Wikipedia, ohne alte und neue Autoren abzuschrecken?
The Economist, 6 März 2008

Nachtrag (11.3.): Ein wunderschöner Artikel von Nicholson Baker findet sich in der aktuellen The New York Review of Books: “The Charms of Wikipedia”. Und ich zitiere die Stelle, die auch dem Perlentaucher gefallen hat. “It’s a game. Wikipedians see vandalism as a problem, and it certainly can be, but a Diogenes-minded observer would submit that Wikipedia would never have been the prodigious success it has been without its demons.” (Eigentlich ist der Artikel eine Book Review und verweist immer wieder mal auf “Wikipedia: The Missing Manual” von John Broughton.)

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„Nicht jeder Vogel verlässt den Käfig, wenn die Tür offen ist“

Posted on 11 February 2008 by jrobes

Ein interessantes Interview beginnt auf Seite 6 dieses Newsletters: Wieland Stützel, verantwortlich für das Thema Wissensmanagement bei der Fraport AG, berichtet über das firmeneigene Skywiki:

Wieland Stützel: Mit Unterstützung unseres IT-Bereichs haben wir im Sommer letzten Jahres ein firmeneigenes Wiki - unser “Skywiki” - eingeführt. Alle Fraport-Beschäftigten können hier, wenn gewünscht auch anonym, Artikel vorschlagen, schreiben oder verbessern.
Stefan Zillich: Beteiligen sich die Mitarbeiter daran?
Wieland Stützel: Momentan, also Anfang 2008, haben wir fast 1.000 Artikel in der Fraport-Wissensdatenbank. Mehr als 300 MitarbeiterInnen haben sich als Nutzer registriert, die Zahl der Seitenaufrufe liegt bei 114.000. Und um die Beteiligung an unserem Wiki hochzuhalten, zeichnen wir regelmäßig “exzellente Artikel” aus und berichten in den Fraport-Medien.

Das macht neugierig auf mehr! Auch die weiteren Antworten geben interessante Einsichten in die Agenda des Programms “Wissensmanagement” und das Selbstverständnis des/r Verantwortlichen. Wie viele Großunternehmen in Deutschland leisten sich eigentlich derzeit solche Stabsstellen oder Programme?
Stefan Zillich, Interview mit Wieland Stützel, Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), Nr.1/ 2008 (pdf)

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Ein Eintrag in der Enzyklopädie Wikipedia: Wie geht das eigentlich?

Posted on 23 January 2008 by jrobes

Von der Theorie zur Praxis: Helge Städtler hat sich dieser Frage gestellt, einen Beitrag in Wikipedia zum Stichwort “Educast” geschrieben und beobachtet, wie die “Wiki-Maschinerie” ins Rollen kommt. Ich finde es vor allem erstaunlich, wie schnell hier selbst bei einem exklusiven Thema reagiert wird!

“Nein, mich interessierte, was passiert eigentlich genau, wenn ich einen niegelnagelneuen Eintrag in Wikipedia einstelle? Muss ich dafür eine Lizenz bekommen? Muss ich in den Kreis der Autoren durch fiese Initiationsriten aufgenommen werden (z.B. erstmal 50 Artikel korrigieren bevor ich reinschreiben darf)? Kann ich jeden Blödsinn reinschreiben? Wer macht die Redaktion, wenn ich nicht mehr weiter weiß??? Fragen über Fragen. Zeit zu handeln!”
Helge Städtler, Thetawelle, 22 Januar 2008

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Wikis: 5 ways to improve corporate use

Posted on 19 December 2007 by jrobes

Epic, mit 150 Mitarbeitern und nach eigener Auskunft “the UK market leader in e-learning, blended learning and knowledge solutions”, setzt auch in-house auf das Wiki-Prinzip. Experten der University of Sussex haben ihnen dabei über die Schulter geschaut und fünf Ratschläge gegeben:
“1. Trust your employees – allow the community to moderate and own content
2. Administer the wiki effectively to improve structure
3. Promote the wiki to your staff
4. Improve the search functionality
5. Celebrate and encourage locally”

Struktur und Offenheit sind aus meiner Sicht zentrale Punkte. Wieviel Struktur braucht ein Wiki, um Orientierung zu geben und Informationen zu steuern? Wieviel Offenheit, um Dinge nach persönlichen Bedürfnissen zu organisieren, spontan und flexibel? Und wie kann eine intelligente Suche hier eine Brücke schlagen.
Katherine Laux, Epic Blog, 21 November 2007

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Proceedings der WikiSym 2007

Posted on 07 November 2007 by jrobes

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Vom 21.-23. Oktober fand in Montreal das 2007 International Symposium on Wikis statt. Gefallen hat mir gleich das Eingangsstatement auf der Homepage der Veranstaltung: “If you wonder about the significance of wikis for commerce and enterprises, we like to cite Shashi Seth, Sr. Product Manager at Google: “This company runs on wikis.” Jetzt sind auch die Beiträge der Konferenz online, insgesamt 19 an der Zahl - von “Building Collaborative Capacities in Learners: The M/Cyclopedia Project, Revisited” bis “On-line Collaborative Software Development via Wiki”.

Ich habe mir das Papier von Marija Cubric durchgelesen, in dem sie von zwei aufeinander aufbauenden Studien an der University of Hertfordshire Business School berichtet (”Wiki-based Framework for Blended Learning”). Diese Erfahrungen hat sie anschließend in einem “wiki-based blended-learning process” zusammengefasst. Viele interessante Details, hilfreiche Screenshots der entwickelten Wikiseiten - und eine Erfahrung, die sicher leicht auf andere Zusammenhänge übertragen werden kann:
“Students’ engagement with wiki-based learning activities is directly proportional to the quality and frequency of tutor’s feedback, clarity of the underlying learning and teaching process and weight of the activities in the formal (“summative”) assessment.”
WikiSym 2007, 21.-23. Oktober 2007

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Weblogs, Wikis, Podcasts & Co.

Posted on 26 October 2007 by jrobes

Gerade bin ich wieder aus Berlin zurück, wo gestern die Neuauflage einer Veranstaltung aus dem Frühjahr stattfand. Andrea Back vom Learning Center der Uni St. Gallen hatte wieder eingeladen und über 50 Teilnehmer waren gekommen. Mehr als ich erwartet hatte! An den Präsentationen hatten wir nichts Grundlegendes geändert, es war also wieder eine Mischung aus Überblick und Praxiserfahrungen. Am Ende des Tages waren wir uns aber einig, dass man die Vorstellung der Web 2.0-Dienste zukünftig sicher kürzer fassen kann. Viele wissen heute, was Weblogs, Wikis und soziale Netze sind, so dass man sich mehr auf Wirkmechanismen von Web 2.0 - den “long tail”, die “strength of weak ties,”, “push & pull” usw. - konzentrieren kann. Neben den Praxiserfahrungen selbstverständlich!

Eine interessante Folie aus dem Vortrag von Peter Schütt (IBM) will ich nicht vorenthalten. Sie unterstreicht noch einmal, dass es nicht nur die “Millennials” gibt, sondern dass mit jeder Generation ganz bestimmte Herausforderungen verbunden sind:

Universität St. Gallen, Institut für Wirtschaftsinformatik, Learning Center, 25 Oktober 2007

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Das Wikipedia-Phänomen

Posted on 21 September 2007 by jrobes

“Oft scheitern Wiki-Seiten, denn es reicht meist nicht nur die Idee und die Software, damit sich eine Community entwickeln kann, die ein Wiki benötigt, um nachhaltig zu funktionieren. Genau wie der Erfolg Wikipedias nicht vorhergesagt werden konnte, ist es bislang unmöglich, Erfolgsaussichten und die dafür entscheidenden Bedingungen hinsichtlich anderer ähnlich komplexer Wiki-Projekte zu prognostizieren.”

Dem ersten Satz stimme ich zu, der zweite kann leicht missverstanden werden. Denn sowohl erste Analysen der Wikipedia-Entwicklung als auch die jahrelange Beschäftigung mit Communities haben uns eine Reihe von Einsichten und Erkenntnisse über die Dynamik realer wie virtueller Gemeinschaften gebracht. Auf ihnen können wir aufbauen.

Doch das steht nicht im Mittelpunkt dieses Artikels. Hier bewertet der Autor kurz rückblickend drei Haupteinwände, die gegen Wikipedia vorgebracht wurden, und weist auf die nächte anstehende Herausforderung hin: Experten für eine Mitarbeit zu gewinnen und dafür ein effektives Qualitätsmanagement zu entwickeln.
Ingo Frost, community-of-knowledge, 17 August 2007
[Kategorien: Wikis]

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Studieren 2.0

Posted on 20 September 2007 by jrobes

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle nur einen kurzen Hinweis auf die Online-Dokumentation der gemeinsamen Tagung von GMW und Campus Innovation 2007 bringen. Aber dann bin ich - Gott sei Dank! - bei der Keynote von Norbert Bolz hängengeblieben. Thema sind das Web und die Logik der Netzwerke: Diese, so Bolz bewundernd, steckt in “the strengths of weak ties” (Mark Granovetter) und im “long tail” (Chris Anderson). Dann erwähnt er Brechts “Radiotheorie”, um an das Versprechen zu erinnern, das Blogs und Wikis offensichtlich einlösen. Authentizität tritt hier an die Stelle von “Objektivität”, der Markt der Meinungen an die Stelle von “Wahrheit”. Die Selbstorganisation des Laienwissens, wie wir sie am Beispiel von Wikipedia erleben, fordert Experten und Autoritäten heraus. Und warum uns die unterschiedliche Qualität der Wikipedia-Artikel keine Sorgen bereiten muss, hat bestimmt noch niemand schöner als Norbert Bolz erklärt:
“Warum ist der Artikel über die Stubenfliege so phantastisch und der über Norbert Bolz schrecklich? Weil sich kein Mensch für Nobert Bolz interessiert, aber fast alle für die Stubenfliege!”
Nobert Bolz, podcampus, 19 September 2007

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Ein Wiki-Lexikon für Bildungsthemen

Posted on 15 August 2007 by jrobes

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Die Nachricht stammt aus dem Mai dieses Jahres. Damals berichtete die Redaktion des Deutschen Bildungsservers vom Start eines “BildungsWikis”: “Das Wiki-Lexikon wendet sich als so genannte Wikipedia-Fork speziell an die “Community” des Bildungsservers: an die Akteure des Bildungswesens und an die an Bildungsthemen interessierte Öffentlichkeit. Das BildungsWiki startet mit einem Grundbestand von etwa 500 Artikeln, die –in Abstimmung mit Wikipedia- aus der Artikelkollektion von Wikipedia ausgewählt, importiert und bearbeitet wurden.”

Ein “BildungsWiki” neben Wikipedia? Macht das Sinn, fragte kürzlich Michael Kerres und schwärmte von der einen, “universalen ‘Bibliothek von Alexandria’ im Netz”. Was spricht dagegen, war meine Reaktion, ist doch auch die Wikipedia entstanden, um die Wissensmonopole der Lexika-Redaktionen aufzubrechen. Andere äußerten sich, oft mit Blick auf ihr eigenes Nutzungsverhalten, skeptisch. Dann legte auch Axel Kühnlenz von der Geschäftsstelle des Deutschen Bildungsservers noch einmal nach und beschrieb, warum er die Administration des Wikis lieber in eigenen als in den Händen von Wikipedia sieht. Ein kurzes Interview mit Axel Kühnlenz zum Thema findet sich inzwischen auch auf den Seiten von e-teaching.org, wo er sich, auch mit Blick auf die laufende Diskussion in der Blogging-Community, zufrieden mit der Resonanz auf das BildungsWiki zeigt.
BildungsWiki, Deutscher Bildungsserver, Mai - August 2007
[Kategorien: Wikis, Social Software, Weiterbildung allgemein]

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HBS Cases: How Wikipedia Works (or Doesn’t)

Posted on 24 July 2007 by jrobes

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Harvard-Professor Andy McAfee hat sich Wikipedia im Selbstversuch genähert. Er hat “seinen” Begriff “Enterprise 2.0″ aktiv über einen längeren Editionsprozess hinweg begleitet und seine Erfahrungen anschließend in einer Harvard-Case Study zusammengefasst. Der vorliegende Artikel berichtet über diese Geschichte und seine wichtigste Botschaft lautet: Auch wenn Wikipedia auf den ersten Blick chaotisch und offen scheint, im Hintergrund sorgen eine Reihe von Spielregeln dafür, dass alles funktioniert. Genauso wichtig: Diese Regeln sind transparent und flexibel.

Im zweiten Teil stellen sich Andy McAfee und Karim Lakhani der Frage, ob und wie Wikis als Web 2.0-Technologien in Unternehmen funktionieren. Sein Rat: “Look, if you want to activate this Web 2.0-style energy inside your company, management is going to make all the difference. And if you manage it the old-fashioned way, or if you don’t manage it and you just have the if-we-build-it-they-will-come philosophy, you’re probably going to be disappointed.”
Sean Silverthorne, HBS Working Knowledge, 23 Juli 2007
[Kategorien: Web 2.0, Wikis]

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Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen

Posted on 19 July 2007 by jrobes

Wikis haben Konjunktur. Wikipedia kennt (fast) jeder, aber was lässt sich vom Erfolgsmodell auf die Praxis in Bildungseinrichtungen, in Organisationen und Betrieben übertragen? Im Editorial der aktuellen Sonderausgabe von kommunikation&gesellschaft mit Schwerpunkt “Wikis” sprechen die Herausgeber einige Fallen der aktuellen Diskussion an. Sie weisen vor allem darauf hin, dass der Erfolg von Wikipedia oft vorschnell mit der Wiki-Technik verknüpft wird. In der Folge sucht man nach Anwendungen für diese spannende und benutzerfreundliche Software, ohne sich in Ruhe zu fragen, was die Nutzer von Wikipedia (oder eines anderen Wikis) eigentlich treibt. Viele der Beiträge dieser Sonderausgabe - die Titel lassen es zumindest vermuten - sind gerade diesen sozialen Faktoren von Wiki-Communities auf der Spur.

Bestätigen kann ich es für den Beitrag von Christoph Koenig, Antje Müller und Julia Neumann. Die Autoren berichten vom Einsatz eines Wikis an der TU Darmstadt. In ihrer Untersuchung orientieren sie sich an der Dynamik von Wikis in Open Source-Projekten und beschreiben sehr anschaulich, was davon unter den Bedingungen universitärer Lehre bleibt. Ein Fazit: “Aufgrund unserer Erfahrungen können wir sagen, dass in einem Wiki, das versucht, eine ähnliche Dynamik wie in Open Source Projekten anzuregen, eine aufgabenbasierte Didaktik nicht funktioniert.”

Ganz andere Rahmenbedingungen wiederum setzt die betriebliche Praxis. Aber auf den ersten Blick habe ich keine Artikel oder Praxisberichte entdecken können, die sich entsprechenden Einsatzszenarien zuwenden.
kommunikation&gesellschaft. Journal für alte und neue Medien aus soziologischer, kulturanthropologischer und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive, 8. Jg., 2007
[Kategorien: Wikis]

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Wiki Pedagogy

Posted on 13 July 2007 by jrobes

Der Artikel liegt schon seit einigen Tagen auf meinem Tisch. Eine wirklich umfassende Darstellung des Phänomens Wiki mit Antworten auf einfache, aber wiederkehrende Fragen, z.B. “What is the difference between a wiki and a blog?”, sowie vielen hilfreichen Übersichten, z.B.
- den vier “Wiki Essences” (Brian Lamb),
- dem pädagogischen Potenzial von Wikis (von “Wikis maximize interplay” bis “Wikis endorse particular ways of writing”),
- den “Guidelines for wiki work”,
- einer “How to wiki”-Anleitung sowie
- Hinweisen auf Wiki-Research and Evaluationen. (via Tim Schlotfeldt)
Renée Fountain, profetic/ dossiers technopédagogiques, 2007
[Kategorien: Wikis]

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Social Networking in Plain English

Posted on 05 July 2007 by jrobes

Was man in 1:47 über Social Networking sagen kann …

Wer mehr will: Commoncraft hat auch kleine Lehrfilmchen über Wikis und RSS gedreht! (via Stephen Downes)
Lee LeFever, YouTube, 3 Juli 2007

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Wikipedia

Posted on 08 February 2007 by jrobes

Mal etwas Harvard-Luft schnuppern? In dieser Case-Study geht es um Wikipedia. Die Autoren beschreiben seine Anfänge und einzelne Entwicklungsschritte, stellen die zentralen Guidelines (”five pillars of Wikipedia”) sowie das aktuelle Rollenkonzept von Wikipedia vor. Dann beschreiben sie wiederkehrende Diskussionspunkte. Stichworte: “Accuracy”, “Expertise, Authority, and Anti-Elitism”, “Bureaucracy” sowie “Inclusionists vs. Deletionists”. Der Case wiederum kreist um den “Enterprise 2.0″-Eintrag und die Frage, ob er gelöscht werden soll (”articles-for-deletion-process”). Gerade mit Blick auf den aktuellen Start des Citizendiums-Projekts von Wikipedia-Mitbegründer Larry Sanger ein interessantes Dokument.
Karim R. Lakhani und Andrew P. McAfee, Harvard Business School, Dezember 2006
[Kategorien: Web 2.0, Wikis]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
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