Posted on 09 August 2010 by jrobes
Das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung hat auch 2010 wieder 65 E-Learning-Experten aus dem deutschsprachigen Raum gefragt, welche Trends die Weiterbildung in Unternehmen morgen bestimmen werden. Einige interessante Ergebnisse: Wenn es darum geht, die wichtigsten Lernformen und -technologien zu identifizieren, wird unverändert an erster Stelle “Blended Learning” (91 Prozent) genannt, gefolgt von “Lerner-Communities/ Social Networks allgemein” (84%) und “Web-Based Trainings” (82%). Da es sich bereits um das fünfte Learning Delphi handelt, sind dabei auch interessante Entwicklungen zu beobachten: So ist der Kurs von “Lerner-Communities/ Social Networks” deutlich, der von “Simulationen” etwas gestiegen, während vor allem “Open Educational Resources” und “Weblogs” - als Lerntechnologien in Unternehmen! - unter den Experten weiter an Wertschätzung verloren haben.
Das MMB hat auch wieder nach den drei wichtigsten E-Learning-Trends gefragt: Hier stehen “Mobile Learning” (36%), “Rapid Learning/ Micro-Learning” (27%) und “Blended Learning” (24%) auf den ersten Plätzen. Auch das von den meisten Experten favorisierte Bildungsszenario geht in diese Richtung: “Die Mehrheit der Experten (83%) geht davon aus, dass bis 2013 „Mikro-Learning“, also die Nutzung kleinster Lernmodule zur Problemlösung am Arbeitsplatz, eine wichtige Rolle spielen wird.”
Sehr schön ist auch die Idee, nach den wichtigsten Messen und Kongressen für die E-Learning-Branche zu fragen. Hier bekamen “LEARNTEC” und “Zukunft Personal” die meisten Stimmen, während es das “EduCamp”-Format noch nicht in die Aufzählung geschafft hat. Das “Learning Delphi 2010″ enthält noch weitere Informationen über den E-Learning-Markt, Lerntechnologien und Zielgruppen. Nicht repräsentativ, aber ein interessantes Blitzlicht.
Disclaimer: Ich war einer der 65 befragten E-Learning-Experten.
MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung, MMB-Trendmonitor II/2010 (pdf)
Popularity: 20% [?]
Posted on 29 June 2010 by jrobes
Eine kurze Momentaufnahme in der aktuellen Ausgabe des Economist: Das Wachstum der Blogging-Community stagniert, vor allem Facebook und Twitter, so die Autoren, haben sich als Alternativen fürs “schnelle Schreiben” etabliert, so dass nur der Weg in die “special-interest”-Nische bleibt. Vielleicht ist da ja etwas dran …
Economist, 24. Juni 2010
Popularity: 15% [?]
Posted on 16 April 2010 by jrobes
Ich hatte mich schon gewundert, warum es diese Woche in den deutschen Feuilletons so viel übers Bloggen gab. Dann viel mir ein, dass ja in Berlin die “Blogger-Konferenz” re:publica stattfindet. Und als ich gestern Abend gefragt wurde, ob ich denn das lange Dossier in der FAZ gelesen hätte, habe ich nachgegeben und etwas Pflichtlektüre nachgeholt. Obwohl, nein, es ist keine Pflichtlektüre, eigentlich sind es ein Dutzend Home-Stories über prominente Blogger in Deutschland, in denen es um Befindlichkeiten, Sehnsüchte, das Alter und Ähnliches geht. Dahinter steckende Umbrüche, eine andere Art, zu arbeiten, zu kommunizieren oder zu lernen, neue Netzwerke - all diese Dinge verschwinden als Randnotizen hinter den Stories. Wenn man wenigstens “deutsche Blogger” vorgestellt hätte, die niemand kennt, die über Exotisches schreiben …
Marcus Jauer, FAZ, 14. April 2010
Popularity: 14% [?]
Posted on 24 March 2010 by jrobes
Eine Liste mit 55 Artikeln rund um Twitter, gesammelt von Tony Karrer: “In a recent conversation, I was asked what I thought about twitter as a learning tool. Over the course of the past few years I’ve moved from saying “I don’t get it” – to feeling like it’s a good addition to my Learning Tool Set.” (via Stephen Downes)
Tony Karrer, eLearning Technology, 24. März 2010
Popularity: 14% [?]
Posted on 17 March 2010 by jrobes
Welche Rolle spielen Blogs in Corporate Learning bzw. der betrieblichen Weiterbildung? Wie ist das Verhältnis von Blogs und Fachzeitschriften? Erhalten Blog-Autoren und ihre Beiträge die Aufmerksamkeit, die sie verdienen? Janet Clarey bezieht in einem längeren Artikel eine klare Position:
“Among corporate L&D types, I think reading blogs is still new. … However, in L&D periodicals, I do think there’s the same “marginalization of blogging” … I often get the feeling that when something is written on a blog (vs. within an article) it’s not taken seriously.”
Ich selbst bin an dieser Stelle hin- und hergerissen. An vielen Stellen ist die “Welt” heute und hierzulande sehr durchlässig geworden. Es gibt Überschneidungen und wechselseitiges Wahrnehmen, und gerade Fachzeitschriften können an vielen Stellen gar nicht anders, als aktuelle Entwicklungen wie z.B. das Bloggen aufzunehmen. Es gibt aber auch in der Weiterbildung eine institutionalisierte Fachöffentlichkeit, in der Social Media und Blogs keine Rolle spielen. Ob man das “Marginalisierung des Bloggens” nennen möchte, ist eine andere Frage.
Janet Clarey, … spinning the social web, 14. März 2010
Popularity: 13% [?]
Posted on 26 February 2010 by jrobes
Scott McLeod hat mit dieser Frage schon eine kleine Flut von Kommentaren losgetreten (42 bis jetzt). Einige der interessanten und unterhaltsamen Antworten:
“…
“what’s RIGHT with the edublogosphere”Dangerously Irrelevant, 25 Februar 2010
Popularity: 27% [?]
Posted on 17 February 2010 by jrobes
Ich weiß nicht, ob hier eine unsichtbare Hand gerade die Fäden zusammenführt, aber Luis Suarez (jener IBM-Mitarbeiter, der vor einigen Monaten seinen Email-Kanal abschaltete) hat sich auch Gedanken über den Wert von Blog-Kommentaren gemacht. Nicht empirisch, sondern, indem er über Ziele und Motive von Bloggern laut nachdenkt. Wie auch immer, für Luis Suarez ist die Kommentar-Funktion elementar, unabhängig davon, ob und wie oft sie von Lesern genutzt wird. Agree, wenn ich auch überrascht bin, wie eng die Diskussion hier bei einer Funktion einer Social Media-Anwendung bleibt …
Luis Suarez, elsua.net, 8. Februar 2010
Popularity: 17% [?]
Posted on 16 February 2010 by jrobes
Nur wenige Tage, nachdem sein Artikel über die “Kommentarkultur in Weblogs” die Runde machte, hat Rolf Schulmeister ausführlich Stellung genommen. Dabei bezieht er sich auf die offene Gemeinschaftsrezension auf Etherpad. “Zufrieden zurücklehnen? Neeee, nu wirds ernst: Ich möchte einige Behauptungen der Rezension nicht so stehen lassen und einige Missverständnisse aufklären”, schreibt er. Die Punkte, die er zurechtrückt, sind nachvollziehbar und für mich (auch) ein Grund, mich nicht an dieser Gemeinschaftsarbeit zu beteiligen.
Einen wichtigen Punkt, der an verschiedenen Stellen angemerkt wurde, spart er jedoch aus. Rolf Schulmeister schreibt in seiner Replik: “Es geht um die Prüfung der Hypothese, die Kommentare könnten einen Diskurs generieren.” Es ist für mich und andere nicht nachvollziehbar, warum sich dieser Diskurs - ob durch die Blog-Posts oder die Kommentare ausgelöst - in den Kommentaren widerspiegeln muss? Und um eine Rückfrage gleich vorwegzunehmen: Ich sehe nicht, dass sich durch “dieses Feature [Kommentare, J.R.] Weblogs von Websites” unterscheiden, sondern durch ihre Einbettung in einen durch Social Media geprägten Lebenszusammenhang. Konkret: Ich habe Zweifel am Sinn der Hypothese, nicht an ihrer empirisch-methodologischen Umsetzung.
Rolf Schulmeister, Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung, Universität Hamburg, Februar 2010 (pdf)
Popularity: 18% [?]
Posted on 12 February 2010 by jrobes
“Huch, ich werde beforscht”, twitterte gestern Joachim Wedekind, als er Rolf Schulmeisters Analyse der Kommentarkultur in Weblogs vor sich liegen hatte. Mir geht es genauso, aber nachdem ich meine Neugierde befriedigt habe, will ich - aller Befangenheit zum Trotz - eine kurze Einschätzung versuchen. Auf eine Zusammenfassung des Artikels verzichte ich an dieser Stelle, es sind nur ca. 20 Seiten! Continue Reading
Popularity: 34% [?]
Posted on 01 December 2009 by jrobes
Am besten hat mir gefallen, wie die Beteiligten ein bestehendes didaktisches Konzept aufgebrochen und neu zusammengesetzt haben. Dabei wurden die Studierenden und Teilnehmer dieser Vorlesung an der Universität Graz in vier Gruppen aufgeteilt: die Mitglieder der ersten Gruppe mussten zwei Essays schreiben, die der zweiten Gruppe vier Reviews dieser Essays; dann schrieb eine Gruppe regelmäßige Blogposts und die letzte betrieb Microblogging und kommentierte die Blogeinträge. Ein interessantes, sicher nicht einfaches Szenario. Dem Artikel ist zu entnehmen, dass nicht alle Ziele erreicht wurden, aber dass vor allem die Beiträge der Blogger und Microblogger sehr persönlich waren und im Verlauf der Veranstaltung zunehmend reflektierter wurden. Und mit Blick auf die Campus Innovation: Das sind doch Szenarien und Lehr-/Lernversuche, die man auch im Rahmen eines E-Learning-Tracks diskutieren könnte!
Martin Ebner und Hermann Maurer, in: Future Internet 2009, No. 1, S. 47-58

Popularity: 14% [?]
Posted on 24 November 2009 by jrobes
Diesen Vortrag habe ich heute im Rahmen der Online-Konferenz von time4you gehalten. Da ich mir das Thema aussuchen durfte, habe ich - fast etwas antizyklisch - über Blogs, mein Bloggen und mein persönliches Wissensmanagement gesprochen und abschließend noch einige allgemeine Hinweise zum Bloggen in der Weiterbildung gegeben. Der Kern meiner Gliederung:
Mein Weblog
- ist Logbuch, Archiv und Anlass zur Reflexion.
- ist ein Kommunikationsangebot.
- ist Teil meiner digitalen Identität.
- ist mein ePortfolio.
- ist Teil der Blogging-Community.
Jochen Robes, Slideshare, 24. November 2009
Popularity: 16% [?]
Posted on 02 November 2009 by jrobes
Ich muss zugeben, dass mir die absoluten Zahlen nichts sagen: “26,4 Millionen aktive Nutzer pro Monat”?? Weitere Erklärungen zum “aktiven Nutzer” gibt uns der BITKOM nicht. Interessanter ist deshalb die Reihenfolge, was die Beliebtheit der einzelnen Netzwerke in Deutschland betrifft: StudiVZ Gruppe vor Wer-kennt-wen und Facebook. Alle mit großen Zuwächsen und Twitter mit den größten, aber noch auf Platz 10. Dann heißt es in der Pressemitteilung: “Auch im beruflichen Umfeld werden Communitys immer wichtiger.” Und hier wüßte man ja doch gerne, woran das festgemacht wurde. Leider Fehlanzeige.
Auch Technorati war wieder aktiv und hat erste Informationen seines jährlichen “State of the Blogosphere” veröffentlicht. Es liest sich fast wie ein traditioneller Branchenbericht. Immer wieder wird betont, dass Bloggen Teil der Medienlandschaft geworden ist, Blogger immer professioneller werden und die Frage, ob man mit Bloggen seinen Lebensunterhalt verdienen kann, wird mehrmals und ganz selbstverständlich gestellt. Interessant ist vielleicht die enge Verquickung von Bloggen und Twittern: “73% of all bloggers use Twitter vs 14% of the general population.” Wie auch immer, ich nutze diese Zahlen als Hintergrundmaterial für Präsentationen und Artikel, aber sonst ….
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), 28. Oktober 2009
Popularity: 15% [?]
Posted on 28 October 2009 by jrobes
Es soll ja immer noch den einen oder anderen Bildungsexperten geben, an dem Twitter bis heute vorbeigegangen ist. Für diese Bildungsexperten wäre dieser Guide ideal (wenn sie denn wenigstens Blogs lesen würden …). Anyway, auch wo keine Überzeugungsarbeit mehr notwendig ist, kann man wahrscheinlich von dem einen oder anderen Tipp profitieren. Zum Beispiel, wenn es darum geht, die Zahl derer, denen man folgt, zu organisieren (”How to Effectively Tweet”). Hinzu kommen viele Hinweise auf Tools und Erweiterungen, die einem das Twittern erleichtern (”Twitter Apps and Bots You Should Know About”). Und warum das alles?
“In my opinion, Twitter is an excellent site to get involved with because of its ability to provide real time information from real people.”
Mark O’Neill, makeuseof.com, Oktober 2009
Popularity: 15% [?]
Posted on 20 October 2009 by jrobes
“Afrigator” führte im Juli 2009 über 10.500 afrikanische Blogs auf, vor allem aus Südafrika, aber auch Nigeria, Kenia und Ägypten. Diese Community, vor allem ihr aktiver, politischer Kern ist durchaus lebendig, wie die vielen Beispiele in diesem Artikel zeigen. Bloggen im Kontext der Präsidentschaftswahlen im Dezember 2007 in Kenia, Facebook als zentrale Vernetzungsplattform für politische Kampagnen und Twitter als Protestmedium gegen die Inhaftung eines Bloggers in Ägypten, dazu eine Vielzahl von länderübergreifenden Projekten und Initiativen.
“Gerade das Vorgehen gegen die neuen Medien und die afrikanischen Bloggerinnen und Blogger zeigen deren gewachsene Bedeutung für Demokratie und Meinungsfreiheit in den jeweiligen Staaten auf. Den unabhängigen Bloggern kommt nicht nur eine wichtige Funktion bei der Verbreitung aktueller lokaler Informationen zu. Mit Hilfe der neuen Medien schaffen sie auch einen Raum für gesellschaftliche Debatten und politische Mobilisierung. Der Kampf der afrikanischen Blogger-Community steht dabei erst am Anfang. Aber die Anfänge lassen hoffen, dass gerade die politische Bedeutung der noch jungen und aktiven Blogger-Community weiter wachsen wird.”
Geraldine de Bastion, Blätter für deutsche und internationale Politik, 10/2009, S. 109-115
Popularity: 15% [?]
Posted on 13 October 2009 by jrobes
Am treffendsten finde ich Slide 6, auf dem sich eine Mitarbeiterin - um sie herum die Optionen “Public Twitter”, “Intranet-Wiki” und “Internal Microblog” - die Frage stellt: “… where should I write this up?” Weil es für viele Anforderungen immer mehr Lösungen gibt, müssen sich Mitarbeiter und Teams immer häufiger für einen Weg entscheiden. Oder es bleiben alle Wege offen und man organisiert die Integration der verstreuten Informationen. Darauf weist jedenfalls auch Dirk Röhrborn (Communardo) in seinem Vortrag hin, den er auf dem KnowledgeCamp in Karlsruhe gehalten hat. Und um für die Option “Internal Microblog” zu werben, nutzt er das bekannte SECI-Modell von Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi.
Dirk Röhrborn, human network competence, 10. Oktober 2009
Popularity: 12% [?]
Posted on 04 September 2009 by jrobes
Nachdem ich Twitter erfolgreich im Programm von KnowTech und LEARNTEC untergebracht habe, ist natürlich das Stichwort Microblogging automatisch auf meinem Radar. Diese kurze Fallstudie beschreibt die Einführung eines selbst entwickelten Microblogging-Systems in einem Unternehmen mit 150 Mitarbeitern, der Communardo Software GmbH in Dresden. Die Studie ist interessant, weil sie Theorie und Praxis kurz und anschaulich verbindet. Zum einen verknüpfen die Autoren Microblogging mit einem Awareness-Konzept, weisen auf die Bedeutung intrinsisch motivierter Mitarbeiter hin und scheuen auch nicht vor einer Definition von “Enterprise Microblogging” zurück. Und zum anderen werden Einführung und Einsatz des Systems (”Communote”) seit September 2008 beschrieben und ausgewertet (via Idea Lounge)
Martin Böhringer, Alexander Richter und Michael Koch, in: Information - Wissenschaft & Praxis, 60 (2009)3 (pdf)
Popularity: 13% [?]
Posted on 25 August 2009 by jrobes
Seth Godin: “Wenn niemand deinen Blog liest, es spielt keine Rolle! Viel wichtiger ist darüber nachzudenken, was man tut und sagt, wie man sich darstellt, ganz egal, ob es für einen Kollegen oder deine Katze ist. Sich in einigen Absätzen darüber Rechenschaft abzulegen, warum man etwas getan hat.” Tom Peters: “Meinen ersten Post habe ich im August 2004 geschrieben und keine andere Sache in den letzten 15 Jahren ist beruflich für mich wichtiger gewesen als das Bloggen.” 1:39 Minuten und der, wie ich finde, wichtige Hinweis, dass Bloggen in erster Linie Nachdenken und Reflektieren bedeutet und erst dann kommt das Publizieren mit all seinen Rückkopplungs- und Netzwerkeffekten. Und vielleicht ist es genau diese Reihenfolge, die sich bei Twitter eher umkehrt.
Seth Godin & Tom Peters, YouTube, April 2009
Popularity: 11% [?]
Posted on 30 July 2009 by jrobes
Die Karawane ist zum Teil schon weitergezogen, so dass Artikel zum Corporate Blogging derzeit seltener anzutreffen sind. Doch es gibt sie noch. Im vorliegenden stellt Gabi Reinmann Bloggen als eine Methode der Organisationsentwicklung vor und liefert notwendige Einschränkungen gleich mit: “Blogs sind keine genuinen Methoden für Organisationsentwicklung. Sie können infolge ihrer Merkmale aber Veränderungsprojekte begleiten und unter bestimmten Bedingungen Funktionen übernehmen, die der Organisationsentwicklung dienen.” Vor diesem Hintergrund unterscheidet sie zwischen individuellen Blogs, Gruppenblogs sowie Corporate Blogs und beschreibt deren Möglichkeiten wie auch deren Fallstricke. Der Artikel (geschrieben für die Zeitschrift Organisationsentwicklung, 4/09) liest sich etwas “sperrig”, weil Gabi Reinmann zum einen auf den Kontext von “enterprise 2.0″ verzichtet und es lieber offen lässt, welche Art von Organisationsentwicklungsprozessen Weblogs unterstützen können; zum anderen, weil ihr Weblogs im unternehmensinternen Einsatz wohl schlicht nicht ganz geheuer sind.
Gabi Reinmann, E-Denkarium, 27. Juli 2009
Popularity: 42% [?]
Posted on 17 July 2009 by jrobes
Dieser Arbeitsbericht, der an der Universität St. Gallen im Rahmen des Competence Network Business 2.0 von Andrea Back entstanden ist, “ist allen, für die das Bloggen mehr als nur ein Hobby ist, eine Handreichung, wie sie den Erfolg des Blogs im Auge behalten können”. Dabei haben die Autoren, Damian Amherd und Stefanie Hain, sich zuerst mit bestehenden Web-Analytics-Systemen auseinandergesetzt, ihre Schwächen beschrieben, um dann ein eigenes Analyse-System zu entwickeln, das den Bedürfnissen des (Fach-/Themen-)Bloggers besser gerecht wird. Eine wichtige Voraussetzung eines solchen Performance Measurement-Systems: Man sollte sich systematisch mit seinen Zielen als Blogger auseinandersetzen! Hier empfehlen die Autoren ein Vorgehen, das sich an der Balanced Scorecard von Kaplan/ Norton orientiert. Dieses Vorgehen führt einen schrittweise zur Verbindung von Zielen und Messgrößen, und hier findet man in diesem Arbeitsbericht ganz praktische Ratschläge, was man sinnvollerweise messen kann und woher man entsprechende Daten bekommt. Zwei kurze Fallstudien runden das Dokument ab.
Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieser Bericht (wieder) motiviert, einige Entwicklungen etwas systematischer und in Zahlen ausgedrückt zu verfolgen. Ich sage ganz bewußt “einige Entwicklungen”, weil für mich ein Blog nur ein Baustein eines größeren Portfolios ist, das untrennbar mit Aktivitäten auf anderen Plattformen wie Twitter und Slideshare, mit Kontakten in Netzwerken wie Xing sowie mit Präsenzen auf Kongressen und Messen verbunden ist. Aber die Idee eines Excel-basierten Dashboards, um hier verschiedene Entwicklungen einmal festzuhalten und im Zeitverlauf zu beobachten, ist äußerst charmant! (via Business 2.0)
Damian Amherd und Stefanie Hain, Universität St. Gallen, Projektberichte Business 2.0 IWI-HSG - forschungsorientierte Abschlussarbeiten, Nr. 1/2009
Popularity: 14% [?]
Posted on 14 July 2009 by jrobes
Wo wir gerade beim Stichwort Bloggen sind: In einem Beitrag zur aktuellen Ausgabe von Participatory Learning and Action gibt Christian Kreutz nicht nur einen Überblick über die Blogosphere (was nicht sonderlich originell wäre), er versucht zugleich das Bloggen in einen Nord-Süd-Entwicklungskontext zu stellen - und zwar nicht als Baustein der politischen Krisenkommunikation, sondern als Instrument der alltäglichen Kollaboration und Vernetzung. Sein Urteil: “Few bloggers focus on development, and the existing development blogs are still loosely linked. … In my opinion we are still at a very early stage in this whole movement.” Mit einigen Beispielen und Links.
Christian Kreutz, Participatory Learning and Action 59, Juni 2009 (via crisscrossed, pdf)
Popularity: 10% [?]