Ein kurzer Artikel, der uns daran erinnert, dass es a) noch Blogs gibt und dass b) die Blogosphäre aus vielen, kleinen Teil-Communities besteht. Dazu gehört auch eine Gruppe von ca. 60 Lehrern und Lehrerinnen, die sich mit dem Internet näher angefreundet hat. Gerade mal zwei davon werden hier vorgestellt. Sehr feuilletonistisch, aber, okay, es ist die Süddeutsche. Johann Osel, Süddeutsche.de, 26. Januar 2012
Man könnte natürlich viel übers Bloggen sagen, heute, 14 Jahre, nachdem Jorn Barger den Begriff in die Welt setzte, nachdem Blogs schon mehrmals verabschiedet wurden und jedes soziale Netzwerk inzwischen auch ein Blogging-Tool ist. Aber hier geht es um die Grundlagen: also die Funktionen, Arten und Einsatzgebiete von Weblogs, auch im Unternehmenskontext. Eine Flaschenpost für die Web 1.0-Welt. Cogneon-Akademie, 26. September 2011
Ich habe gar nicht mitbekommen, dass Sven Regener (”Herr Lehmann”) in den letzten Jahren immer wieder mal gebloggt hat. Hat er aber. Und dafür sogar ein Alter Ego erfunden, Hamburg-Heiner, mit dem er bloggend regelmäßig Zwiegespräche geführt hat. Doch was heißt “bloggen”, bei einem Autor, der prinzipiell keine Kommentare liest?
“Und das war’s dann mal. Aus die Maus. Blog vorbei. Ist sicher auch besser so, ich habe das meiste ja bis jetzt noch nicht kapiert. Was ist ein Template, geschweige denn ein Template-Katalog? Was ist ein Favicon? Wie macht man die Schose hier fett oder wie macht man den Link hier rein? Was ist überhaupt ein Blog? So jetzt mal im Grunde und so? Was soll das?” Sven Regener, YouTube, 2011
Auf Luis Suarez verweise ich ungefähr einmal in der Woche. Entweder im Zusammenhang mit seinem Projekt “A World Without Email” oder weil er seine Aufgabe als “Community Builder & Social Computing Evangelist” bei IBM mit Hingabe ausfüllt, wie an seinen regelmäßigen Beiträgen unschwer abzulesen ist. Hier bricht er eine Lanze für das Bloggen. Mit der Popularität von Twitter und Facebook ist das Ur-Medium der Web 2.0-Bewegung ja schon mehrmals verabschiedet worden. Zu Unrecht, wie Luis Suarez in seinem Appell meint. Was er durch eine Reihe von Referenzen und Quellen stützt, wie z.B. den Artikel von Susan Adams in Forbes, “Personal Blogging at Work Increases Productivity”.
“No! Blogging is not dead! It wasn’t in 2007 and it won’t be in 2011, nor in 2015! At least, for yours truly. I still see lots of value on corporate blogging, whether internal or external, and I am happy to see I am not the only one either.” Luis Suarez, elsua.net, 9. März 2011
Diese Lektüre, eine Meta-Analyse, habe ich mir gegönnt. Die Autoren haben Untersuchungen ausgewertet, die sich in den Jahren 2002 bis 2009 mit Blogs beschäftigt haben. Ihr Ergebnis in der gebotenen Kürze: “In sum, a typical blog research article is a sociological or psychological, empirical study that use and carefully describe a quantitative method. It is aimed at the organizational level of study and focuses on blogs or bloggers as the sole units of analysis.”
In der Darlegung ihres Forschungsansatzes verweisen die schwedischen Autoren auf das interessante Modell von Roger D. Wimmer/ Joseph R. Dominick, in dem dargelegt wird, dass sich die Wissenschaft ihrem Gegenstand in bestimmten, wiederkehrenden Phasen und Fragestellungen nähert. Und in ihren “Suggestions for future research” werfen sie die Frage auf, ob Blogs für sich oder im Zusammenhang mit anderen Technologien und Medien betrachtet werden sollen bzw. müssen. Ein wichtiger und guter Punkt, den ich schon bei Rolf Schulmeisters Blog-Analyse angemerkt hatte: Es muss heute schon gute Gründe im Forschungsdesign geben, wenn man Blogs aus den Kommunikationsnetzwerken isoliert, in die sie im Alltag eingebunden sind! Oder anders herum: Die meisten Kommentare auf meine Blog-Artikel erhalte ich heute auf Facebook und Twitter. Anders Olof Larsson und Stefan Hrastinsk, Vol. 16, Number 3, 7. März 2011
Der Autor hat sich in der bloggenden HR-Szene umgeschaut. Sein Eindruck ist so verwirrend, wie es der Titel vermuten lässt: a) Für alle, die etwas zu sagen haben, gibt es keine Einstiegshürden mehr. Blogs sind längst ein “Medium für jedermann” geworden; b) Was auch dazu führt, dass “die Szene … ihre Unschuld verloren” hat. So hat der Autor Seiten mit Werbebannern entdeckt, Schreiber, die für ihre Bücher werben, und, noch schlimmer, Blogger, die sich bezahlen lassen, “um Meinungen von Unternehmen, Verbänden oder Parteien ins Netz zu schleusen”; c) Dagegen hinkt gerade das HR-Management noch zurück, wenn es um die Integration von Social Media und Blogs in ihr Tageswerk geht.
Als zwölfter Blog ist der Weiterbildungsblog aufgeführt (”Weiterbildung pur” heißt es - besten Dank dafür!). Die Auswahl der internationalen Blogs ist schwer (und damit nicht) zu diskutieren. “National” habe ich spontan Johannes Thönneßen (Der MWonline-Blog) und Nicole Bußmann (managerSeminare/ Newsblog) vermisst. Wobei sich natürlich gerade mit den Stichworten “HR, Social Media & Enterprise 2.0″ ein weites Feld neuer Kandidaten öffnet. Deshalb: Für Ergänzungen gibt es hier die Kommentarfunktion … Christoph Stehr, Personalführung, 12/ 2010
Brent Schlenker bricht hier eine Lanze fürs Bloggen, fürs Bloggen als Lernprozess, eben “blearning”. Dabei weist er darauf hin, dass zum Bloggen mehr noch als das Schreiben das Lesen gehört. Genau! Wer regelmäßig bloggt, macht es zur Routine, sich über “sein” Thema auf dem Laufenden zu halten und sich in den entsprechenden Netzwerken zu bewegen. Aber Brent Schlenker bringt das viel prosaischer herüber:
“The process of self-motivated learning is what blogging is all about. Its the magic of personal publishing that powers my blearning. I consume the content of others and then act upon that content. It’s my acting upon the content I consume that is so powerful. I can simply post a short comment and be a peripheral part of their conversation, or I can use their post as the inspiration for my own. In either case, we’ve made a connection with each other. And that connection in and of itself is even more powerful and longer lasting than the content of a simple blog post that brought us together. Blearning is about self-motivated learners connecting and collaborating with others around a shared topic or theme. The technology simply facilitates the actions required.” Brent Schlenker, Corporate ELearning Strategies and Development, 12. Oktober 2010
Das Open Journal of Knowledge Management hat in seiner zweiten Ausgabe einige Beiträge der Community of Knowledge-Plattform noch einmal zusammengefasst. Auf die meisten Beiträge habe ich bereits bei Erscheinen hingewiesen (hier, hier und hier). Neu ist z.B. der Artikel von Alexander Stocker (”Wissensmanagement mit Web 2.0 …”), der eine Weblog-Fallstudie aus der Unternehmenspraxis darstellt - wobei allerdings, gewollt oder ungewollt, auch in der Schilderung des Autors selbst die Spannungen in der Sache sichtbar werden: “Eine Vorgabe seitens der Geschäftsführung zum selbstorganisierten Bloggen besagt …”. Dafür braucht es den Begriff Enterprise 2.0 wohl noch nicht. Ansonsten bilden die Stichworte Web 2.0, Wikis, Weblogs und Twitter den roten Faden dieser Ausgabe. Open Journal of Knowledge Management, II/2010, 4. Oktober 2010
Das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung hat auch 2010 wieder 65 E-Learning-Experten aus dem deutschsprachigen Raum gefragt, welche Trends die Weiterbildung in Unternehmen morgen bestimmen werden. Einige interessante Ergebnisse: Wenn es darum geht, die wichtigsten Lernformen und -technologien zu identifizieren, wird unverändert an erster Stelle “Blended Learning” (91 Prozent) genannt, gefolgt von “Lerner-Communities/ Social Networks allgemein” (84%) und “Web-Based Trainings” (82%). Da es sich bereits um das fünfte Learning Delphi handelt, sind dabei auch interessante Entwicklungen zu beobachten: So ist der Kurs von “Lerner-Communities/ Social Networks” deutlich, der von “Simulationen” etwas gestiegen, während vor allem “Open Educational Resources” und “Weblogs” - als Lerntechnologien in Unternehmen! - unter den Experten weiter an Wertschätzung verloren haben.
Das MMB hat auch wieder nach den drei wichtigsten E-Learning-Trends gefragt: Hier stehen “Mobile Learning” (36%), “Rapid Learning/ Micro-Learning” (27%) und “Blended Learning” (24%) auf den ersten Plätzen. Auch das von den meisten Experten favorisierte Bildungsszenario geht in diese Richtung: “Die Mehrheit der Experten (83%) geht davon aus, dass bis 2013 „Mikro-Learning“, also die Nutzung kleinster Lernmodule zur Problemlösung am Arbeitsplatz, eine wichtige Rolle spielen wird.”
Sehr schön ist auch die Idee, nach den wichtigsten Messen und Kongressen für die E-Learning-Branche zu fragen. Hier bekamen “LEARNTEC” und “Zukunft Personal” die meisten Stimmen, während es das “EduCamp”-Format noch nicht in die Aufzählung geschafft hat. Das “Learning Delphi 2010″ enthält noch weitere Informationen über den E-Learning-Markt, Lerntechnologien und Zielgruppen. Nicht repräsentativ, aber ein interessantes Blitzlicht.
Disclaimer: Ich war einer der 65 befragten E-Learning-Experten. MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung, MMB-Trendmonitor II/2010 (pdf)
Eine kurze Momentaufnahme in der aktuellen Ausgabe des Economist: Das Wachstum der Blogging-Community stagniert, vor allem Facebook und Twitter, so die Autoren, haben sich als Alternativen fürs “schnelle Schreiben” etabliert, so dass nur der Weg in die “special-interest”-Nische bleibt. Vielleicht ist da ja etwas dran … Economist, 24. Juni 2010
Ich hatte mich schon gewundert, warum es diese Woche in den deutschen Feuilletons so viel übers Bloggen gab. Dann viel mir ein, dass ja in Berlin die “Blogger-Konferenz” re:publica stattfindet. Und als ich gestern Abend gefragt wurde, ob ich denn das lange Dossier in der FAZ gelesen hätte, habe ich nachgegeben und etwas Pflichtlektüre nachgeholt. Obwohl, nein, es ist keine Pflichtlektüre, eigentlich sind es ein Dutzend Home-Stories über prominente Blogger in Deutschland, in denen es um Befindlichkeiten, Sehnsüchte, das Alter und Ähnliches geht. Dahinter steckende Umbrüche, eine andere Art, zu arbeiten, zu kommunizieren oder zu lernen, neue Netzwerke - all diese Dinge verschwinden als Randnotizen hinter den Stories. Wenn man wenigstens “deutsche Blogger” vorgestellt hätte, die niemand kennt, die über Exotisches schreiben … Marcus Jauer, FAZ, 14. April 2010
Eine Liste mit 55 Artikeln rund um Twitter, gesammelt von Tony Karrer: “In a recent conversation, I was asked what I thought about twitter as a learning tool. Over the course of the past few years I’ve moved from saying “I don’t get it” – to feeling like it’s a good addition to my Learning Tool Set.” (via Stephen Downes) Tony Karrer, eLearning Technology, 24. März 2010
Welche Rolle spielen Blogs in Corporate Learning bzw. der betrieblichen Weiterbildung? Wie ist das Verhältnis von Blogs und Fachzeitschriften? Erhalten Blog-Autoren und ihre Beiträge die Aufmerksamkeit, die sie verdienen? Janet Clarey bezieht in einem längeren Artikel eine klare Position:
“Among corporate L&D types, I think reading blogs is still new. … However, in L&D periodicals, I do think there’s the same “marginalization of blogging” … I often get the feeling that when something is written on a blog (vs. within an article) it’s not taken seriously.”
Ich selbst bin an dieser Stelle hin- und hergerissen. An vielen Stellen ist die “Welt” heute und hierzulande sehr durchlässig geworden. Es gibt Überschneidungen und wechselseitiges Wahrnehmen, und gerade Fachzeitschriften können an vielen Stellen gar nicht anders, als aktuelle Entwicklungen wie z.B. das Bloggen aufzunehmen. Es gibt aber auch in der Weiterbildung eine institutionalisierte Fachöffentlichkeit, in der Social Media und Blogs keine Rolle spielen. Ob man das “Marginalisierung des Bloggens” nennen möchte, ist eine andere Frage. Janet Clarey, … spinning the social web, 14. März 2010
Scott McLeod hat mit dieser Frage schon eine kleine Flut von Kommentaren losgetreten (42 bis jetzt). Einige der interessanten und unterhaltsamen Antworten:
“… people who “uncork” because they feel they are anonymous …”
- “Sometimes I think that all these edubloggers are just talking to each other …”
- “The edublogasphere is just too small. Too few people writing blogs, too few people leaving comments and too few even reading blogs.”
- “The problem as I see it, the edublogosphere is dominated by the those who are seen as the Mothers and Fathers of education, leaving little room for those regular folk with great ideas to gain any readership.”
- “The biggest problem is that those that are on the front lines (teachers, others working directly with students every day) are also the ones with the least amount of time to contribute to the discussion.”
- “Twitter seems to keep many bloggers from posting.”
Ich weiß nicht, ob hier eine unsichtbare Hand gerade die Fäden zusammenführt, aber Luis Suarez (jener IBM-Mitarbeiter, der vor einigen Monaten seinen Email-Kanal abschaltete) hat sich auch Gedanken über den Wert von Blog-Kommentaren gemacht. Nicht empirisch, sondern, indem er über Ziele und Motive von Bloggern laut nachdenkt. Wie auch immer, für Luis Suarez ist die Kommentar-Funktion elementar, unabhängig davon, ob und wie oft sie von Lesern genutzt wird. Agree, wenn ich auch überrascht bin, wie eng die Diskussion hier bei einer Funktion einer Social Media-Anwendung bleibt … Luis Suarez, elsua.net, 8. Februar 2010
Nur wenige Tage, nachdem sein Artikel über die “Kommentarkultur in Weblogs” die Runde machte, hat Rolf Schulmeister ausführlich Stellung genommen. Dabei bezieht er sich auf die offene Gemeinschaftsrezension auf Etherpad. “Zufrieden zurücklehnen? Neeee, nu wirds ernst: Ich möchte einige Behauptungen der Rezension nicht so stehen lassen und einige Missverständnisse aufklären”, schreibt er. Die Punkte, die er zurechtrückt, sind nachvollziehbar und für mich (auch) ein Grund, mich nicht an dieser Gemeinschaftsarbeit zu beteiligen.
Einen wichtigen Punkt, der an verschiedenen Stellen angemerkt wurde, spart er jedoch aus. Rolf Schulmeister schreibt in seiner Replik: “Es geht um die Prüfung der Hypothese, die Kommentare könnten einen Diskurs generieren.” Es ist für mich und andere nicht nachvollziehbar, warum sich dieser Diskurs - ob durch die Blog-Posts oder die Kommentare ausgelöst - in den Kommentaren widerspiegeln muss? Und um eine Rückfrage gleich vorwegzunehmen: Ich sehe nicht, dass sich durch “dieses Feature [Kommentare, J.R.] Weblogs von Websites” unterscheiden, sondern durch ihre Einbettung in einen durch Social Media geprägten Lebenszusammenhang. Konkret: Ich habe Zweifel am Sinn der Hypothese, nicht an ihrer empirisch-methodologischen Umsetzung. Rolf Schulmeister, Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung, Universität Hamburg, Februar 2010 (pdf)
“Huch, ich werde beforscht”, twitterte gestern Joachim Wedekind, als er Rolf Schulmeisters Analyse der Kommentarkultur in Weblogs vor sich liegen hatte. Mir geht es genauso, aber nachdem ich meine Neugierde befriedigt habe, will ich - aller Befangenheit zum Trotz - eine kurze Einschätzung versuchen. Auf eine Zusammenfassung des Artikels verzichte ich an dieser Stelle, es sind nur ca. 20 Seiten! Continue Reading
Am besten hat mir gefallen, wie die Beteiligten ein bestehendes didaktisches Konzept aufgebrochen und neu zusammengesetzt haben. Dabei wurden die Studierenden und Teilnehmer dieser Vorlesung an der Universität Graz in vier Gruppen aufgeteilt: die Mitglieder der ersten Gruppe mussten zwei Essays schreiben, die der zweiten Gruppe vier Reviews dieser Essays; dann schrieb eine Gruppe regelmäßige Blogposts und die letzte betrieb Microblogging und kommentierte die Blogeinträge. Ein interessantes, sicher nicht einfaches Szenario. Dem Artikel ist zu entnehmen, dass nicht alle Ziele erreicht wurden, aber dass vor allem die Beiträge der Blogger und Microblogger sehr persönlich waren und im Verlauf der Veranstaltung zunehmend reflektierter wurden. Und mit Blick auf die Campus Innovation: Das sind doch Szenarien und Lehr-/Lernversuche, die man auch im Rahmen eines E-Learning-Tracks diskutieren könnte! Martin Ebner und Hermann Maurer, in: Future Internet 2009, No. 1, S. 47-58
Diesen Vortrag habe ich heute im Rahmen der Online-Konferenz von time4you gehalten. Da ich mir das Thema aussuchen durfte, habe ich - fast etwas antizyklisch - über Blogs, mein Bloggen und mein persönliches Wissensmanagement gesprochen und abschließend noch einige allgemeine Hinweise zum Bloggen in der Weiterbildung gegeben. Der Kern meiner Gliederung:
Mein Weblog
- ist Logbuch, Archiv und Anlass zur Reflexion.
- ist ein Kommunikationsangebot.
- ist Teil meiner digitalen Identität.
- ist mein ePortfolio.
- ist Teil der Blogging-Community. Jochen Robes, Slideshare, 24. November 2009
Ich muss zugeben, dass mir die absoluten Zahlen nichts sagen: “26,4 Millionen aktive Nutzer pro Monat”?? Weitere Erklärungen zum “aktiven Nutzer” gibt uns der BITKOM nicht. Interessanter ist deshalb die Reihenfolge, was die Beliebtheit der einzelnen Netzwerke in Deutschland betrifft: StudiVZ Gruppe vor Wer-kennt-wen und Facebook. Alle mit großen Zuwächsen und Twitter mit den größten, aber noch auf Platz 10. Dann heißt es in der Pressemitteilung: “Auch im beruflichen Umfeld werden Communitys immer wichtiger.” Und hier wüßte man ja doch gerne, woran das festgemacht wurde. Leider Fehlanzeige.
Auch Technorati war wieder aktiv und hat erste Informationen seines jährlichen “State of the Blogosphere” veröffentlicht. Es liest sich fast wie ein traditioneller Branchenbericht. Immer wieder wird betont, dass Bloggen Teil der Medienlandschaft geworden ist, Blogger immer professioneller werden und die Frage, ob man mit Bloggen seinen Lebensunterhalt verdienen kann, wird mehrmals und ganz selbstverständlich gestellt. Interessant ist vielleicht die enge Verquickung von Bloggen und Twittern: “73% of all bloggers use Twitter vs 14% of the general population.” Wie auch immer, ich nutze diese Zahlen als Hintergrundmaterial für Präsentationen und Artikel, aber sonst …. Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), 28. Oktober 2009