Archive | Web 2.0

CeBIT 2010: Wandel im E-Learning Markt?

Posted on 10 March 2010 by jrobes

Martina Göhring war auch auf der CeBIT und hat sich mit Viola Ploski über ihre Eindrücke unterhalten. Gerade mit Blick auf Web 2.0 stellt sie “einen Wandel bei den Anwenderunternehmen und ihrem Bedarf” fest, während die Anbieter die Diskussion um Web 2.0 “für übertrieben” und “einen überschätzten Hype” halten. Die Kunden, so Martina Göhring, wünschen immer häufiger eine längerfristige Prozess-Begleitung, werden aber von ihren Anbietern oft mit diesem Wunsch allein gelassen.

Ich will an dieser Stelle nicht darauf eingehen, wer sich hier zu langsam oder zu wenig bewegt, sondern meinen Eindruck ergänzen: In Unternehmen, in der betrieblichen Weiterbildung und den Anbietern, die sich hier platzieren, geht es nach wie vor um formale Qualifizierung. Es geht um Seminare, Workshops und WBTs, also um punktuelle Lernereignisse und um strukturierte Lerninhalte. Die Prozesse, Geschäftsmodelle sowie Kompetenzen der Beteiligten auf beiden Seiten sind darauf ausgerichtet. An diese Tür klopfen jetzt seit einiger Zeit Web 2.0, Social Networking und informelles Lernen. Wie geht man mit ihnen um? Continue Reading

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Web 2.0 Strategy

Posted on 25 February 2010 by jrobes

Da sich die wenigsten von uns den ASTD State of the Industry Report for 2009 leisten werden, verlinke ich hier auf die untenstehende Grafik. Ist sie realistisch? Oder zu “amerikanisch”, weil man dort immer ein paar Jahre voraus ist? Na ja, die Vorhersage ist sehr weich formuliert … Janet Clarey leitet aus den Zahlen noch einige strategische Überlegungen ab. Und verlinkt am Ende auf ein kurzes “Learning 2.0″-Paper, das jeden Leser in der Fußzeile warnt: “Do not reproduce”! Klar.
Janet Clarey, A Brandon Hall Research blog, 9. Februar 2010

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Education 2.0? Designing the web for teaching and learning

Posted on 23 February 2010 by jrobes

Dieser Report oder “Commentary”, wie die Autoren ihn nennen, kommt aus London und ist eine Arbeit des Teaching and Learning Research Programmes. Er besteht aus zwei Teilen, die einen Überblick über das Thema “Web 2.0 und Bildung” geben. Im ersten Teil werden die Charakterstika des Web 2.0 beschrieben und zwei Spielfelder, Virtual Worlds und Social Networking, etwas näher beleuchtet. Im zweiten Teil wird der Blick nach vorne geworfen. Dabei unterscheiden die Autoren explizit zwischen Web 2.0-Technologien (die heute da sind) und Lerntechnologien, die es auf der Grundlage der Web 2.0-Prinzipien noch zu entwickeln gilt:

“Discussion of web 2.0 and learning needs to move beyond asking whether web 2.0 applications ‘work’ in education or enhance learning. Instead, educational technologists need to consider how web 2.0 can be shaped and designed along educational lines, and how education can be re-imagined in the light of new technologies. Educators should now be striving to work with technologists to shape the learning technologies of the near future.” (S. 26) (via mebner)
Technology Enhanced Learning phase of the Teaching and Learning Research Programme, Februar 2010

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Ansichten zur Kommentarkultur in Weblogs

Posted on 12 February 2010 by jrobes

“Huch, ich werde beforscht”, twitterte gestern Joachim Wedekind, als er Rolf Schulmeisters Analyse der Kommentarkultur in Weblogs vor sich liegen hatte. Mir geht es genauso, aber nachdem ich meine Neugierde befriedigt habe, will ich - aller Befangenheit zum Trotz - eine kurze Einschätzung versuchen. Auf eine Zusammenfassung des Artikels verzichte ich an dieser Stelle, es sind nur ca. 20 Seiten! Continue Reading

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The social Web in 2010: The emerging standards and technologies to watch

Posted on 28 January 2010 by jrobes

Neben Andrew McAfee ist Dion Hinchcliffe wohl der eifrigste Beobachter und Analyst der Schnittstelle von “social computing” und “enterprises”. Unter dem Stichwort “Social Web Challenges of 2010: A List” hat er einige Bruchstellen in der aktuellen Entwicklung festgehalten. Es sind Dinge, die, so Hinchcliffe, eng mit dem Erfolg des Social Web verbunden sind. Da ist zum Beispiel das, was er “fragmentation of conversation” nennt. Viele Aktivitäten auf unzähligen Kanälen, denen zu folgen manchmal schwer fällt. Damit hängt auch ein anderer Punkt eng zusammen, den Hinchcliffe mit “Difficulty of coherently engaging in social activity across many channel” beschreibt. Sehr gut beobachtet auch dieser Punkt: “Coping with and getting value from the expanding information volume of social media”. Selbst wer Aggregatoren und Filter nutzt, sucht permanent nach Strategien, um mit der Fülle an Informationen umzugehen, um Wichtiges von Unwichtigem und Gutes vom Durchschnitt zu trennen. Lesenswert!
Dion Hinchcliffe, ZDNet, 20. Januar 2010

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Branchenwissen auf einen Klick

Posted on 28 January 2010 by jrobes

Vor fast genau einem Jahr durfte ich als Gastreferent an der KickOff-Veranstaltung der “Mediencommunity 2.0″, einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Pilotprojekt, teilnehmen. Seit Oktober 2009 ist das integrierte Branchenportal der Druck- und Medienindustrie online und will vor allem die Beschäftigten kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) zum selbstorganisierten Lernen motivieren. In der aktuellen Personalführung wird jetzt ausführlich über die Ziele des Projekts, die Angebote der Community und erste Erfahrungen berichtet. Wer keinen Zugriff auf den Artikel hat, kann sich im Netz ein eigenes Bild von der “Mediencommunity 2.0″ machen. Spannend ist vor allem, wie konsequent hier Web 2.0-Instrumente und -Funktionen eingesetzt werden, um die Angebote der Community (”Wissen + Nachschlagen”, “Vernetzen + Mitmachen”, “Lernen + Lehren”) zu unterstützen und, wenn alles gut läuft, mit dem Input der Nutzer weiterzuentwickeln.

“Die Mediencommunity will alle verfügbaren fachspezifischen Informationen an einem Ort bündeln. Sie will zugleich die Wikipedia, das Xing und die Akademie.de der Branche sein.”
Anne König, Ulrike Schraps, Lutz Goertz, in: Personalführung, 2/2010, S. 50-56

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Nachdenkliches zu Web 2.0 im Hochschulunterricht

Posted on 20 January 2010 by jrobes

Ich freue mich schon auf das EduCamp in Hamburg, das am 5./6. Februar meine Konferenzwoche abschließen wird. Auch weil für Samstag eine Podiumsdiskussion zum Thema “Das Internet – ein Bildungsraum?” angesetzt ist. Rolf Schulmeister, einer der Podiumsteilnehmer, hat vorab 14 Thesen in die Runde geworfen. In diesen Thesen wirft er einen gewohnt kritischen Blick auf die Web 2.0-Nutzung der Studierenden und warnt vor übertriebenen Erwartungen. Und er stellt in den Raum, dass Web 2.0-Methoden sich nicht für alle Arten des Lernens eignen. Dort, wo es ernst wird, wo es um “Prüfungen und Benotung von Leistungen” geht, wo “die Hochschule ihrer Aufgabe der Bewertung und Selektion der Studierenden nachkommen” muss, hört der Spaß mit Web 2.0 und der “freiwilligen Partizipation” auf.

Ich finde, das sind spannende Thesen! In denen übrigens das Verhältnis der Hochschullehrer zum Web 2.0 etwas zu kurz kommt, aber das nur am Rande. Wer sich auf Hamburg einstimmen will, wirft am besten hier einen Blick auf die laufende Debatte.
Rolf Schulmeister, Januar 2010 (pdf)

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Your Year in 2009 on SlideShare

Posted on 15 January 2010 by jrobes

Ich habe irgendwann in 2006 begonnen, meine (öffentlichen) Präsentationen auf SlideShare abzulegen (www.slideshare.net/jrobes). Inzwischen haben sich dort 29 angesammelt. In den ersten Jahren habe ich nur aus dem Augenwinkel auf die Resonanz geachtet, seit etwas über einem Jahr scheint SlideShare aber in einer größeren Community “angekommen” zu sein, denn die Zahl der “views”, “favs” und “embeds” steigt und auch SlideShare selbst unterstützt die Kommunikation mit netten Reportings:

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Moodle und Web 2.0: Diskurs Ralf Hilgenstock - Peter Baumgartner

Posted on 19 December 2009 by jrobes

Wie steht Moodle als Lernplattform eigentlich zum Web 2.0? Ist das Ganze nicht ein Widerspruch? Das Web 2.0, wie wir es nutzen und schätzen gelernt haben, so Peter Baumgartner, ist ein offener Raum, in dem wir Menschen mit gleichen Interessen und Vorlieben begegnen können, die wir heute noch nicht kennen. Web 2.0 in diesem Sinne kann eine Lernplattform nicht abbilden. Will sie auch gar nicht, entgegnet Ralf Hilgenstock. Eine Lernplattform ist ein geschlossener, geschützter Raum, eine Umgebung, in der sich Lehrende und Lernende treffen. Hier wird nicht Web 2.0 gespielt, sondern es werden Web 2.0-Instrumente wie Wikis, Blogs und RSS-Feeds in konkreten Lernszenarien eingesetzt.

Im Grunde genommen geht es in der Diskussion nicht um Moodle und Web 2.0, sondern um Praxiserfahrungen. Irgendwann muss der Schüler, muss der Student, der Lernende “raus”. Früher nannte man es Praktikum, heute ist das Netz ein Praktikumsplatz. Die ersten Schritte können noch in Lernräumen erprobt werden, die mit Hilfe von Moodle und dort integrierten Instrumenten gestaltet werden. Doch irgendwann geht es nicht mehr um Moodle, sondern Lehrende und Lerner verabreden sich im Web, drehen ein Video und veröffentlichen es auf YouTube, schreiben gemeinsam einen Wikipedia-Eintrag und warten gespannt auf die Reaktion der Community, testen das Publizieren eines Blogs, usw. Hier verwaltet Moodle vielleicht noch den Kurs und stellt Räume der Reflektion zur Verfügung, aber die neuen sozialen Kompetenzen werden im Netz erworben.
Ralf Hilgenstock, Moodle-Blog, 19. Dezember 2009

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Blogs und Weiterbildung

Posted on 24 November 2009 by jrobes

Diesen Vortrag habe ich heute im Rahmen der Online-Konferenz von time4you gehalten. Da ich mir das Thema aussuchen durfte, habe ich - fast etwas antizyklisch - über Blogs, mein Bloggen und mein persönliches Wissensmanagement gesprochen und abschließend noch einige allgemeine Hinweise zum Bloggen in der Weiterbildung gegeben. Der Kern meiner Gliederung:

Mein Weblog
- ist Logbuch, Archiv und Anlass zur Reflexion.
- ist ein Kommunikationsangebot.
- ist Teil meiner digitalen Identität.
- ist mein ePortfolio.
- ist Teil der Blogging-Community.
Jochen Robes, Slideshare, 24. November 2009

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Kompetenzentwicklung mit Web 2.0

Posted on 30 September 2009 by jrobes

Der Arbeitsbericht fasst einige “good practices” aus Unternehmen zusammen, wie es im Untertitel heißt: Web 2.0-Technologien bei HP, kurze Videos der HELIOS Akademie, Wikis und Blogs zur Unterstützung der Projektmanagement-Ausbildung bei Bayer Business Services, Video-Interviews bei der Credit Suisse, Social Software bei Continental Automotive Switzerland AG und Wikis bei der Robert Bosch GmbH. Die präsentierten Beispiele sind vielfältig, tastend und bunt, vermitteln aber möglicherweise ein treffendes Bild, was den aktuellen Stand des Einsatzes von Web 2.0 in der Aus- und Weiterbildung betrifft: Nicht überall steckt wirklich Web 2.0 drin. Manchmal geht es einfach darum, kurze, praxisnahe und aktuelle Lernangebote zu entwickeln. Und ob diese Angebote in irgendeiner Form erfolgreich sind, kann heute nur vermutet werden. Gerade was das selbstorganisierte Lernen mit Hilfe von Web 2.0 betrifft, hat man nach der Lektüre das Gefühl, dass da noch viel Luft “nach oben” ist.

In der Einführung versuchen die Autorinnen, Kompetenzentwicklung, Web 2.0 und informelles Lernen unter einen Hut zu bringen. Das ist, abgesehen von einem längeren Exkurs zur Netzgeneration, etwas oberflächlich geraten. Die abschließende Zusammenfassung unter dem Stichwort “didaktisches Design” ist praxisorientierter und enthält sicher für den einen oder anderen Leser hilfreiche Hinweise. Und Referenzen wie die auf das Evaluationsmodell von Kirkpatrick (S. 103), von dem ich annahm, dass es mittlerweile auch die letzte Bildungsabteilung ins hinterste Regal gepackt hat, kann man ja einfach überlesen.

“Der Hype um Web 2.0-Technologien scheint allmählich, insbesondere in nicht- wissenschaftlichen Zeitungen und Zeitschriften, im Vergleich zu früheren Jahren etwas abzuflauen (vgl. Brahm, 2007). Die Frage danach, wie diese Tools sinnvoll für die Aus- und Weiterbildung genutzt werden können, bleibt aber weitgehend unbeantwortet. Vereinzelte Ansätze versuchen den Einsatz einzelner Technologien zu erklären oder zielen darauf, neue Lerntheorien zu postulieren. …”
Taiga Brahm und Sabine Seufert (Hrsg.), swiss centre for innovations in learning (scil), scil Arbeitsbericht 21, August 2009

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LMS in Zeiten von Web 2.0

Posted on 25 September 2009 by jrobes

Peter Baumgartner hat sich für seine Keynote auf der MoodleMoot 2009 an der TU Wien folgende Frage gestellt: “Wenn ein wesentliches Kennzeichen von Web 2.0 die (massenhafte) Kooperation im (grenzenlosen) Austausch von (gemeinsam) produzierten Materialien ist, was bedeutet das für Lernprozesse, die auf geschützten “Lerninseln” (Kursräume innerhalb eines Lernmanagement Systems) stattfinden?”

In seiner Antwort bietet er zwei Varianten für das Zusammenspiel von LMS und Web 2.0 an: “Lernmanagementsysteme können also selbst in meiner umfassenden Definition von Web 2.0 durchaus Social Software durchaus sinnvoll nutzen: Einerseits (wie bisher) dadurch, dass ausgehend von der Aufgabe (Lernaktivität) vom LMS auf diese Ressourcen “da draußen” im Internet verwiesen wird, andererseits aber auch dadurch, dass Web 2.0 Aktivitäten (”da draußen”) für das Lernen in den geschützten LMS-Kursräumen einbezogen werden.”

Wie sein Vorschlag genau zu lesen ist, bleibt allerdings unklar. Eingangs weist Peter Baumgartner noch darauf hin, dass “der entscheidende Punkt bei Web 2.0″ die Vernetzung von Personen ist (und bezieht sich dabei auf Michael Kerres, der seiner Ansicht nach zu sehr auf die Verknüpfung von Inhalten abzielt). Dann lässt er aber offen, wie diese Netzwerk-Aktivitäten in die “geschützten LMS-Kursräume” integriert werden können - wenn es nicht wieder nur um die Verlinkung von Inhalten geht. Aber vielleicht betrifft seine Einladung, entsprechende Erfahrungen mitzuteilen, genau diesen Punkt.
Peter Baumgartner, Gedankensplitter, 24. September 2009

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How companies are benefiting from Web 2.0

Posted on 03 September 2009 by jrobes

 Zum dritten Mal hat McKinsey weltweit Executives nach dem Stand von Web 2.0 gefragt. Das Gesamtbild ist unverändert positiv. Gefragt, von welcher Web 2.0-Technologie sie profitiert haben, wurden am häufigsten Video-Sharing, Blogs, RSS, Social Networking und Wikis genannt. 18% erwähnen bereits Microblogging. Wenn es darum geht, wie sie von Web 2.0-Technologien profitiert haben, stehen “increasing speed of access to knowledge” (für “internal purposes”) und “increasing effectiveness of marketing” (für “customer-related purposes”) an der Spitze. Wie schon in den letzten Jahren zeichnen die Ergebnisse ein extrem positives und fortgeschrittenes Bild, das der Wirklichkeit hierzulande einige Zeit voraus ist. Von daher habe ich mich über die folgenden Sätze besonders gefreut:
“Many companies experiment with Web 2.0 technologies, but creating an environment with a critical mass of committed users is more difficult.  The survey results confirm that successful adoption requires that the use of these tools be integrated into the flow of users’ work.” Sehr schön ist auch das “interactive feature” mit weiteren Informationen.
McKinsey, The McKinsey Quarterly, September 2009

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The Benefits of a Classical Education

Posted on 23 July 2009 by jrobes

Tim O’Reilly, der uns bekanntermaßen das Web 2.0 geschenkt hat, erzählt hier über die anhaltenden Spätfolgen seiner klassischen Erziehung. Griechisch und Latein also. “Socrates is my constant companions”, sagt Tim O’Reilly und erklärt uns, wie er bei der Entwicklung und Diskussion seiner Ideen, inklusive Web 2.0, immer wieder von der Lektüre und dem Wissen der Alten profitiert. Der Artikel erinnert in wunderbarer Weise daran, dass Bildung im besten Sinne Persönlichkeitsentwicklung ist, und wenn er dann noch von einem Apologeten des Internets geschrieben ist, was will man mehr.

“As John Cowper Powys noted in The Meaning of Culture, culture (vs. mere education) is how you put what you’ve learned to work in your own life, seeing the world around you more deeply because of the historical, literary, artistic and philosophical resonances that current experiences evoke. Classical stories come often to my mind, and provide guides to action (much as Plutarch intended his histories of famous men to be guides to morality and action). The classics are part of my mental toolset, the context I think with.”
Tim O’Reilly, O’Reilly radar, 21. Juni 2009

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Exploring the potentials of blogging for development

Posted on 14 July 2009 by jrobes

Wo wir gerade beim Stichwort Bloggen sind: In einem Beitrag zur aktuellen Ausgabe von Participatory Learning and Action gibt Christian Kreutz nicht nur einen Überblick über die Blogosphere (was nicht sonderlich originell wäre), er versucht zugleich das Bloggen in einen Nord-Süd-Entwicklungskontext zu stellen - und zwar nicht als Baustein der politischen Krisenkommunikation, sondern als Instrument der alltäglichen Kollaboration und Vernetzung. Sein Urteil: “Few bloggers focus on development, and the existing development blogs are still loosely linked. … In my opinion we are still at a very early stage in this whole movement.” Mit einigen Beispielen und Links.
Christian Kreutz, Participatory Learning and Action 59, Juni 2009 (via crisscrossed, pdf)

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Die neue Lerngeneration

Posted on 03 July 2009 by jrobes

In der neuen Ausgabe der eLearning Papers geht es auf den ersten Blick gar nicht um eine Beschreibung der “new millenium learners”, was der Titel vermuten lässt; sondern es geht um die Darstellung einer entstehenden neuen Lernlandschaft, “einer Landschaft, die von einer Reihe neuer IKT-Tools, Social-Computing-Anwendungen (Web 2.0 und Learning 2.0) sowie mobilen und spielegestützten Bildungsangeboten gebildet wird”. So erinnern Vojko Strahovnik und Biljana Mećava an das didaktische Potenzial des Erzählens und zeigen am Beispiel von drei Projekten, wie man Storytelling mit den Möglichkeiten des Web 2.0, vor allem Weblogs, verbinden kann (”Geschichtenerzählen und Web 2.0-Dienste: eine Synthese alter und neuer Lernmethoden”). Marc Rittberger und Ingo Blees beziehen sich auf Konzepte der “Persönlichen Lernumgebung” (Graham Attwell), von “eLearning 2.0″ (Stephen Downes) und des “connectivism” (George Siemens), um anschließend eine Web 2.0-gestützte Lernumgebung vorzustellen, die an der FH Darmstadt getestet und evaluiert wurde (”Web 2.0-Lernumgebung: Konzept, Implementierung, Evaluation”).
eLearning Papers, Nr. 15, Juni 2009

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Lernen 2.0

Posted on 16 June 2009 by jrobes

Der Jubiläumskongress “30 Jahre taz” ist zwar schon ein paar Wochen her, aber jetzt gibt es die komplette Dokumentation der Veranstaltung im Netz und ich habe erst heute den Mitschnitt dieser Podiumsdiskussion entdeckt. Eine kurzweilige Veranstaltung! Es dreht sich um “Schule 2.0″ und “Web 2.0″. Mit interessanten, fast gegensätzlichen Schwerpunkten in der Diskussion: Während bei der Schule das “2.0″ zuerst einmal für eine fortschrittliche Pädagogik steht und nicht für eine bestimmte Technologie im Unterricht, geht es mit Blick auf das Web eher darum zu erinnern, dass der Einsatz von Social Software und damit “2.0″ nicht immer die beste und fortschrittlichste Antwort auf ein pädagogisches Problem sein muss.

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Es diskutierten Erika Wey-Falkenhagen, Olaf Kleinschmidt, Ulrich Klotz und Mandy Schiefner, die auch einen ausführlichen Beitrag über die Veranstaltung geschrieben hat (hier). Dazu eine unterhaltsam-schnoddrige Moderation. Und ich habe Sätze gehört wie “die Schule ist ein überholtes Konzept” und ihre Gebäude “erinnern an kleine Fabriken”. Wem das sympathisch ist, sollte sich etwas Zeit freischaufeln und dem Link folgen.
30 Jahre taz - der Kongress, 19. April 2009

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A Practical Guide to Implementing Web 2.0 (aka Social Networking Tools) in Your Organization

Posted on 08 June 2009 by jrobes

Ein langer Erfahrungsbericht in der Form eines Blogposts. Bevor Dave Pollard sich aber dem Web 2.0 zuwendet, setzt er sich mit dem Status Quo auseinander: “What’s Wrong with Corporate Websites, Intranets and Groupware?” (Die drei Zitronen!) Dieser Teil und der daran anschließende (”Can They Be Fixed?”) haben mir am besten gefallen:

“A lot of organizations are struggling with what to do with a host of costly, high-maintenance technologies that they have introduced in the last decade, hoping these technologies would produce (a) improved internal productivity, and (b) better relationships with customers. They have achieved neither objective. So they’re stuck with some very large and expensive lemons, three in particular:
1. Public websites that don’t reach customers
2. Intranets (internal content management systems) that serve up content almost no one uses
3. ‘Groupware’ tools (like SharePoint) designed to improve internal collaboration, that actually discourages collaboration.”

Anschließend gibt er eine Reihe praktischer Ratschläge, wie man bei der Einführung von Web 2.0 am geschicktesten vorgeht, aber hier steht er in guter Nachbarschaft zu vielen anderen Hilfen. Sehr schön (weil persönlicher) ist dann die folgende Aufzählung seiner Lieblings-Applikationen. Unbedingt lesen!
Dave Pollard, how to save the world, 29. Mai 2009 

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Higher Education in a Web 2.0 World

Posted on 04 June 2009 by jrobes

Mich hat etwas überrascht, dass dieser Report einer britischen Expertenkommission keine neuen Zahlen präsentiert, was Nutzung und Einsatz von Web 2.0-Technologien in Higher Education betrifft. Stattdessen wird vorliegendes Material genutzt, um das Feld abzustecken und Handlungsempfehlungen zu formulieren. Ein politisches, strategisches Dokument also. Die Kapitel heißen „Prior experience of HE learners”, „Learner expectation” und „Web 2.0 use in HE now”. Als kritische Größen auf dem Weg in die “Web 2.0 World” werden die digitale Kluft und fehlende Informationskompetenzen sowohl bei Lehrenden als auch bei Studierenden genannt. Und der Tutor wird in zwei Absätzen (wieder-) entdeckt. 52 Seiten.
Joint Information Systems Committee (JISC), 12. Mai 2009

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Der “Netzwerk-Effekt”: Was ist das? Und wie hat er mich vorwärts gebracht?

Posted on 29 May 2009 by jrobes

Nach dem “Netzwerk-Effekt” fragt Martin Lindner in der aktuellen Ausgabe des WissensWert Blog Carnivals. Und wie sich “Web-Feedback” anfühlt? Ja, wie fühlt sich das Netzwerk an, nach sechs Jahren des Bloggens, des Schreibens, des Kommentierens, der Trackbacks und Pings und, nicht zu vergessen, der Millionen Spams (ja, auch die gehören zum Web-Feedback!).

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
und Web 2.0
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