Archive | New Thinking

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An educational crisis?

Posted on 10 October 2008 by jrobes

Das Erschreckende an der gegenwärtigen Finanzkrise ist nicht der Sturz der Börsenkurse, sondern die Erklärungsarmut, ja Fassungslosigkeit “unserer” Experten. “Ruhe bewahren!” höre ich immer wieder, aber wenn das erste Bürgerpflicht ist, wer treibt da an den Börsen sein böses Spiel? Vielleicht werden wir eines Tages erfahren, dass die unsichtbaren Hände Computer und Softwareprogramme waren, die automatisch ausführten, was ihnen vor langer Zeit aufgetragen wurde. Wie auch immer, man kann (oder muss!) die aktuelle Entwicklung sicher auch als Wissens- oder Bildungskrise sehen, wie Harold Jarche es tut:

“Critical thinking and an understanding of the frameworks that guide our political and financial institutions would really help the citizenry to understand the complexities of what is happening. It sure beats listening to politicians and pundits in 30 second sound bites. Unfortunately, it’s what many have been conditioned to accept, because they’ve been told that these systems is beyond their understanding.
Is the financial crisis really an educational crisis?”

Harold Jarche, Learning & Working on the Web, 1. Oktober 2008

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Google Projekt “10 hoch 100″

Posted on 29 September 2008 by jrobes

Auf den Google-Seiten heißt es: “Mit dem Projekt ‘10 hoch 100′ suchen wir nach Ideen, die so vielen Menschen wie möglich helfen und dadurch die Welt positiv verändern.” Der Hintergrund: Es gibt, so Google, viele Menschen mit Ideen, aber noch mehr Menschen, die Hilfe benötigen. Vielleicht braucht es nur jemanden, der beide Seiten zusammenbringt? Also darf man Ideen einreichen, bis zum 20. Oktober 2008. Eine Auswahl der 100 besten Ideen wird veröffentlicht, 5 Ideen sollen schließlich übrigbleiben und werden von Google mit 10 Millionen Dollar unterstützt. Die Ideen sollen sich an acht Kategorien orientieren, eine davon ist Bildung: “Wie können wir mehr Menschen besseren Zugang zu besserer Bildung ermöglichen?”
Google Projekt 10 hoch 100, September 2008

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Counting down the Top 10 TEDTalks

Posted on 02 July 2008 by jrobes

 

“Ideas worth spreading” heißt das Leitmotiv der TEDTalks. “The annual conference … brings together the world’s most fascinating thinkers and doers, who are challenged to give the talk of their lives (in 18 minutes).” Seit 1984 findet sie statt, seit zwei Jahren gibt es die Präsentationen online. Alles unter einer Creative Commons-Lizenz, exzellent präsentiert in verschiedenen Formaten. Jetzt hat man die 50 Millionen Views-Marke (!) erreicht und zur Feier des Tages eine Top Ten zusammengestellt (Links anbei). Oder man startet mit einer Zusammenfassung der Highlights. Großartig!!

Top 10 TED Talks of all time
1. Jill Bolte Taylor: My stroke of insight
2. Jeff Han: Touchscreen demo foreshadows the iPhone
3. David Gallo: Underwater astonishments
4. Blaise Aguera y Arcas: Jaw-dropping Photosynth demo
5. Arthur Benjamin: Lightning calculation and other “Mathemagic”
6. Sir Ken Robinson: Do schools kill creativity?
7. Hans Rosling: The best stats you’ve ever seen
8. Tony Robbins: Why we do what we do, and how we can do it better
9. Al Gore: 15 ways to avert a climate crisis
10. Johnny Lee: Creating tech marvels out of a $40 Wii Remote
TEDBlog, 26 Juni 2008

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Creatively Speaking: Sir Ken Robinson on the Power of the Imaginative Mind

Posted on 30 May 2008 by jrobes

Zwei Optionen fürs Wochenende: Zum Ersten eine Rede von Ken Robinson, in der er, wie immer, kompetent, souverän und ganz ohne PowerPoint (!) über sein Thema erzählt. Und das heißt: Wie wir unsere Bildung nicht reformieren, sondern transformieren müssen, um heutigen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Vor allem, weil unsere Erziehung heute genau gegen die Kompetenzen arbeitet, die wir so dringend benötigen: Kreativität und Imagination. Das Ganze performed am 10. April dieses Jahres auf dem Apple Education Leadership Summit in San Francisco.
Oder, das ist die zweite Option, man springt gleich zu Tom Waits, dessen Auftritte aus drei Jahrzehnten auf einer Seite zu sehen sind, die Tom Waits TV heißt. Und, folgt man Ken Robinson, haben hier unsere Bildungsinstitutionen definitiv versagt. Der Shortcut ins Wochenende.
edutopia, 28 Mai 2008

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Grand Challenges for Engineering

Posted on 22 February 2008 by jrobes

Vor über einem Jahr hat die amerikanische National Academy of Engineering (NAE) einen Prozess gestartet, um die drängendsten Herausforderungen zu identifizieren, die die Menschheit bis zum Jahr 2100 gelöst haben sollte. Namhafte Wissenschaftler und Experten haben diesen Prozess begleitet und schließlich 14 Aufgaben formuliert, die jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die Aufgaben entstammen den vier Bereichen “sustainability, health, vulnerability, and joy of living”. Eine lautet “Advance personalized learning”. Was dahinter steckt, sollte der folgende Ausschnitt etwas verdeutlichen:“Among the many projects attempting to meet the personalized education challenge are “intelligent” Web-based education systems, development of “recommender” systems that guide individual learning using Web-based resources, and creation of algorithms that adjust recommendations to the abilities of the student.”

Und dann geben die Experten noch einen konkreten Hinweis: “New research may even provide the path to something like immediate knowledge acquisition, as when a character named Trinity in the movie “The Matrix” learns to fly a helicopter through an instant download to her brain.” Leider finde ich gerade den entsprechenden Video-Ausschnitt nicht mehr im Netz …
National Academy of Engineering (NAE), 15 Februar 2008

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From The Information Age To The Connected Age

Posted on 10 October 2007 by jrobes

Ein Versuch, das neue Zeitalter auf einen Begriff zu bringen, der über Versionszählungen des Internet hinausgeht. Vom “Knowledge Worker” zum “Web Worker”, von Microsoft zu Google, das “information age” selbst als Ausläufer des industriellen Zeitalters. Das erinnert mich daran, bei Zeiten noch einmal bei Daniel Pink (”A Whole New Mind. Moving from the Information Age to the Conceptual Age”) vorbeizuschauen - oder mir endlich das Podcast-Interview anzuhören, das Elliott Masie vor einigen Tagen mit ihm geführt hat.
Anne Zelenka, GigaOM, 6 Oktober 2007

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Deutschland im Jahr 2020

Posted on 01 June 2007 by jrobes

Das Jahr 2020 zieht an. Vor etwas mehr als zwei Jahren hatte Siemens bereits kluge Köpfe auf diese Zukunft angesetzt (”Horizons2020″). Jetzt haben auch die Analysten von Deutsche Bank Research einen Blick in die Glaskugel riskiert. Aus vier möglichen Szenarien haben sie das aus ihrer Sicht plausibelste, “Expedition Deutschland”, ausgewählt und in seinen Ausprägungen näher beschrieben.Auch wenn sich die Autoren in ihrer Trendanalyse vor allem auf wirtschaftlich/ gesellschaftliche Entwicklungen konzentrieren, bieten sie eine Reihe von interessanten Ausblicken. Dazu gehört sicher die Voraussage, dass eine Projektwirtschaft - “temporäre, außerordentlich kooperative und oft globale Wertschöpfungsprozesse” - 15% der Wertschöpfung in 2020 liefert. Was sie dagegen über den zukünftigen Stellenwert von Wissen und Bildung mitteilen, ist nicht ganz so originell, unterstreicht aber einmal mehr die herausragende Bedeutung der Ressource Wissen. Ich zitiere aus der Kurzbeschreibung der “Expedition Deutschland”:
“Intellektuelles Kapital +++ Bildung wurde in breiten Teilen der Bevölkerung als wichtigste persönliche Zukunftsinvestition erkannt. Die privaten Dienstleister bieten kombinierbare Bildungsmodule und ergänzen die staatlichen, effizienter gewordenen Bildungseinrichtungen komplementär. Der deutsche Lernmarkt ist international attraktiv und floriert – wie auch der Handel mit Daten und geistigem Eigentum. Validiertes, bewertetes Wissen ist zum zentralen Produktionsfaktor geworden.” (17)

Weitere Stichworte dieser Trendanalyse: der Wissensarbeiter, dem in dieser Projektwirtschaft “viel abverlangt” wird, dessen “Familie und Freundschaften … strapaziert” (!) werden (29/30); der Bankberater, für den die Bildungshistorie seines Kunden “für die Berechnung der individuellen Kreditkonditionen eine entscheidende Rolle” spielt (31); ein “dramatisch gewachsener” Markt für Lerndienstleistungen (31), der sich in einen “primären” (Dienstleistungen zur Wissensvermittlung) und einen “sekundären” (lernunterstützende Leistungen) aufteilt.

Acht Implikationen für Unternehmen runden diesen Ausblick ab, dazu gehören “Wissensbewertung zur Kernkompetenz machen” und “Mehr Weiterbildung wagen”. Die Lektüre lohnt!! Auch wenn man nicht jede Facette dieser “Expedition” begrüßen mag.
Jan Hofmann, Ingo Rollwagen und Stefan Schneider, Deutsche Bank Research, 23 April 2007 (pdf, 1,3 MB)

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The “Dumbness of Crowds”

Posted on 10 January 2007 by jrobes

Networks, Communities und Collaboration sind das Herzstück von Web 2.0. “The Wisdom of Crowds” von James Surowiecki ein Buch zur rechten Zeit. Open Source und Wikipedia in aller Munde. Das lädt ein zu Missverständnissen und Übertreibungen. Jaron Lanier hat ja bereits in “Digital Maoism” laut gegengesteuert. Jetzt hat Kathy Sierra versucht, das Feld in Ruhe etwas zu ordnen und beiden Seiten, der Community wie dem Individuum, zu ihrem Recht zu verhelfen.

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“It’s the sharp edges, gaps, and differences in individual knowledge that make the wisdom of crowds work, yet the trendy (and misinterpreted) vision of Web 2.0 is just the opposite–get us all collborating and communicating and conversing all together as one big happy collborating, communicating, conversing thing until our individual differences become superficial.”

Kurz: “The crowd” als gesichtslose Masse funktioniert nicht. Nur als Vereinigung von individuellen Persönlichkeiten. Und die haben auch als solche ihre Verdienste. “Art isn’t made by committee. Great design isn’t made by consensus. True wisdom isn’t captured from a crowd.” 50 Kommentare (!) auf diesen Artikel runden die Lektüre ab!
Kathy Sierra, Creating Passionate Users, 2 Januar 2007
[Kategorien: New Thinking, Web 2.0]

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Inspirational Thinking

Posted on 23 November 2006 by jrobes

Ich freue mich schon darauf, Jay Cross in wenigen Tagen auf der Online Educa in Berlin zu sehen. Hier wirbt er wieder einmal für einen radikalen Sichtwechsel, dem dieses Mal sogar der Begriff zum Opfer fällt, den er - nach eigener Auskunft - selbst erfunden hat.

“Why do I suggest abandoning a word like eLearning? A new term refocuses our thinking on the future. We’ve got to cultivate emergent learning. Emergent learning encourages experiment and innovation; eLearning fosters incrementalism and complacency.

Learning has become a core business process. Emergent learning enables us to push beyond the confines of eLearning to explore combinations with informal learning, storytelling, social network analysis, appreciative inquiry, workflow learning, conversation, contextual collaboration, organic KM, simulation, dynamic portals, expert location and blogs.”
Jay Cross, Learning Light, September 2006 (pdf)

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The 50 Who Matter Now

Posted on 18 August 2006 by jrobes

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Business 2.0 hat sich auf die Suche nach den Menschen gemacht, die mit ihren Ideen, Produkten oder Geschäftsmodellen die Welt, in der wir leben, nachhaltig verändert haben bzw. verändern werden. Und - natürlich - eine Rangliste erstellt. Auf Platz 2 finden wir, okay, Sergey Brin und Larry Page, die Gründer von Google. Und auf Platz 1 …

You! THE CONSUMER AS CREATOR
WHY YOU MATTER: They’ve long said the customer is always right. But they never really meant it. Now they have no choice. You - or rather, the collaborative intelligence of tens of millions of people, the networked you - continually create and filter new forms of content, anointing the useful, the relevant, and the amusing and rejecting the rest. You do it on websites like Amazon, Flickr, and YouTube, via podcasts and SMS polling, and on millions of self-published blogs. In every case, you’ve become an integral part of the action as a member of the aggregated, interactive, self-organizing, auto-entertaining audience. But the You Revolution goes well beyond user-generated content. Companies as diverse as Delta Air Lines and T-Mobile are turning to you to create their ad slogans. Procter & Gamble and Lego are incorporating your ideas into new products. You constructed open-source and are its customer and its caretaker. None of this should be a surprise, since it was you - your crazy passions and hobbies and obsessions - that built out the Web in the first place. And somewhere out there, you’re building Web 3.0. We don’t yet know what that is, but one thing’s for sure: It will matter.”

Business 2.0 Magazine staff, 28 Juli 2006
[Kategorien: New Thinking]

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A Whole New Mind

Posted on 02 May 2006 by jrobes

“Studiert, was ihr wollt!”, lautete letzte Woche die Überschrift eines Artikels in der ZEIT. Unter dem Einfluss der Globalisierung, heißt es da, ist der Arbeitsmarkt zu einer Achterbahn geworden. Gewissheit, was wird, gibt es nicht mehr. Demzufolge ist auch das Studienfach für den beruflichen Erfolg nicht entscheidend. Breite und Tiefe des Studiums einerseits, “echte Leistungen”, “tiefgreifende Erfahrungen” und Persönlichkeit andererseits sind die Dinge, die zählen.

Wem das nicht ausreicht und wer das Zukunftsbild etwas klarer haben möchte, sollte unbedingt das neue Buch von Daniel H. Pink lesen! Für ihn steht fest, dass wir uns mitten in einem grundlegenden Wandel befinden: “The future now belongs to a very different kind of person with a very different kind of mind. The era of left-brain dominance – and the Information Age that it engendered – is giving way to a new world in which artistic and holistic right-brain abilities mark the fault line between who gets ahead and who falls behind.”

Drei Bewegungen sorgen dafür, dass wir diesen Übergang nicht einfach beobachten können, sondern ihn aktiv steuern müssen: “Abundance, Asia, and Automation”. Wobei es vor allem die Ökonomien in Indien und China sind, die dem westlichen Knowledge Worker alter Prägung den Garaus machen. Wenn er sich nicht verändert! Was diese Veränderung betrifft, nennt Daniel Pink sechs zentrale Fähigkeiten, die über unsere Zukunftsfähigkeit entscheiden: “Design”, “Story”, “Symphony”, “Empathy”, “Play” und “Meaning”. Jeder Fähigkeit ist dann auch ein eigenes Kapitel gewidmet.

Das Faszinierende an diesen Ausführungen ist, wie Daniel Pink mit dem Konzept des “R-directed thinking” all die Dinge zusammenführt, die uns heute immer wieder begegnen. So unterstreicht er z.B. die Bedeutung des “Storytelling”: “When facts become so widely available and instantly accessible, each one becomes less valuable. What begins to matter more is the ability to place these facts in context and to deliver them with emotional impact.” (Story) Und schlägt eine Bresche für Videospiele: “There’s also evidence that playing video games enhances the right-brain ability to solve problems that require pattern recognition.” (Play)

Das Buch ist wunderbar geschrieben bzw. erzählt, das Englische leicht verständlich (ich habe die letzten Seiten am Wochenende mitten in der lärmenden Kids Factory eines Center Parcs gelesen!), so dass man nicht auf die deutsche Ausgabe warten sollte!

By the way: Daniel Pink würde nicht sagen, “Studiert, was ihr wollt”, sondern: “Studiert Design oder macht einen Abschluss in Video Gaming!”
Daniel H. Pink, 2005
PS: Wer die Inhalte des Buches als MindMap auf einen Blick haben möchte, findet hier eine schöne Zusammenfassung!

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Foresight 2020

Posted on 10 April 2006 by jrobes

“Foresight 2020″ ist eine aktuelle Studie, geschrieben von der Economist Intelligence Unit und gesponsert von Cisco, die sich der Frage stellt, welche Trends die nächsten Jahre bestimmen werden. Dabei wird diese Frage zuerst für die globale Ökonomie im Allgemeinen und dann für acht Branchen im Besonderen beantwortet.

Grundlage dieser weltweiten Studie sind Interviews mit über 1.650 Senior Executives, Experten und Politikern. Und das Bemerkenswerteste ist sicher die Antwort dieser Senior Executives auf die Frage: “Which areas of activity offered the greatest potential for productivity gains over the next fifteen years?” Denn die Antwort lautet, siehe unten: Knowledge Management!

Sonst sind diese Statement ja eher Trendreports mit einem eindeutig technologischen bzw. bildungstechnologischen Fokus vorbehalten! Hier aber steht “Knowledge Management” neben “Globalisation”, “Demographics”, “Atomisation” und “Personalisation”!

“But the survey points to two broad trends that will affect companies across sectors. First, competitive advantage will increasingly depend not on routine, easy-to-automate processes but on unpredictable, hard-to-automate knowledge workers. Second, companies will shift their IT spending, human resources (HR) strategies and organisational structures to make these workers more productive. Managing both these trends — in essence, marrying soft skills with hard targets — will be the defining boardroom challenge of the coming years.”
Nicht nur deswegen ist dieser Report lesenswert!
Economist Intelligence Unit, März 2006

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Push and Pull

Posted on 08 February 2006 by jrobes

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Noch ein schnelles Fundstück, bevor der Tag um ist: John Hagel hat auf dem eLearning Forum darüber gesprochen, wie ein neues Paradigma sich durchzusetzen beginnt: von push zu pull (ausführlich hier nachzulesen). Jay Cross hat diesen Gedanken auf Corporate Learning übertragen.
Jay Cross, Informal Learning, 22 Januar 2006
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Informelles Lernen, New Thinking]

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Identity 2.0

Posted on 13 December 2005 by jrobes

Nach der Konferenz ist vor der Konferenz: Für all die, die sich bereits Gedanken machen (müssen), mit welchen neuen Namen und Gesichtern sie ihre nächste Konferenz einleiten können, gibt es hier einen ganz heißen Kandidaten: Dick Hardt, Kanadier, Founder und CEO von Sxip Identity, für dessen Präsentation auf der diesjährigen O’Reilly Open Source Convention (OSCON) in Portland mit folgenden Worten geworben wurde (zu Recht übrigens!): “Watch Dick deliver a compelling and dynamic introduction on Identity 2.0 and how the concept of digital identity is evolving.” Und, by the way, das Ganze ist auch inhaltlich spannend und überzeugend!
Dick Hardt, OSCON 2005

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Trusting the teacher in the grey-flannel suit

Posted on 18 November 2005 by jrobes

drucker
Der Economist hat einen lesenswerten Nachruf auf Peter Drucker geschrieben: “The one management thinker every educated person should read”. Und gleich einen Aufsatz aus dem Jahr 2001 freigeschaltet, den ich wärmstens empfehlen kann: “The Next Society”. Einiges, was der Autor des Nachrufs nur andeuten kann, findet sich dort ausführlicher.

“The second argument had to do with the rise of knowledge workers. Mr Drucker argued that the world is moving from an “economy of goods” to an economy of “knowledge”—and from a society dominated by an industrial proletariat to one dominated by brain workers. He insisted that this had profound implications for both managers and politicians. Managers had to stop treating workers like cogs in a huge inhuman machine—the idea at the heart of Frederick Taylor’s stopwatch management—and start treating them as brain workers. In turn, politicians had to realise that knowledge, and hence education, was the single most important resource for any advanced society.

Yet Mr Drucker also thought that this economy had implications for knowledge workers themselves. They had to come to terms with the fact that they were neither “bosses” nor “workers”, but something in between: entrepreneurs who had responsibility for developing their most important resource, brainpower, and who also needed to take more control of their own careers, including their pension plans.”
The Economist, 17 November 2005
[Kategorien: New Thinking]

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Informal, Connected, Learning 2.0

Posted on 10 November 2005 by jrobes

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Gleich beginnt Harald Schmidt, so dass ich die letzten Minuten dieser Präsentation abkürze. Bis dahin war es eine Freude, den drei e-Learning-Gurus Jay Cross, Stephen Downes und George Siemens beim lauten Denken und Diskutieren zuzuhören. Es geht um “connectivism, the role of corporate training, learner-centeredness and e-learning 2.0.” Ich denke, auch die Form (Breeze) ist einen zweiten Blick wert. Weniger, weil ich das Tool besonders aufregend finde, sondern weil ich mich frage, was uns hierzulande abhält, Ähnliches zu tun.
Stephen Downes, Stephen’s Web, 7 November 2005
[Kategorien: New Thinking, e-learning 2.0]

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Web 2.0: Is it a Whole New Internet?

Posted on 03 June 2005 by jrobes

Ich weiss gar nicht, ob “Web 2.0″ ein eingeführter Begriff ist. Er wird jedenfalls regelmäßig verwendet, um zu beschreiben, was das “neue” vom “alten” Internet unterscheidet. Die folgende Gegenüberstellung bringt den Übergang auf den Punkt:

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In der Präsentation finden sich dann noch die Beispiele - von Flickr, über Del.icio.us bis RSS -, die das Ganze illustrieren. Stephen Downes hat dann dieses Bild gleich aufgenommen und seine aktuellste Präsentation “E-Learning 2.0” genannt. In ihr beschreibt er, “that e-learning is evolving into a distributed and learner centered mode” - genauso bildreich und voller Anregungen.
Jim Cuene, cuene.com, 18 Mai 2005
[Kategorien: New Thinking, e-learning, Web 2.0, e-learning 2.0]

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Hier stehe ich, ich kann nicht anders!

Posted on 29 April 2005 by jrobes

Eine Flaschenpost aus dem Jahr 2050 hat mich gestern erreicht. Das Z_magazin Nr.1. Schmeichelnde Worte im Editorial: “Wir haben Sie gezielt ausgewählt. … Wir suchen uns unsere Leserschaft, nicht umgekehrt.” Okay, ich muss zugeben, dass ich nicht mehr rekonstruieren kann, warum die Herausgeber mich gesucht und gefunden haben. Jedenfalls habe ich mir die knapp einhundert Seiten, herausgegeben von Z_punkt, The Foresight Company, durchgelesen, und ich muss zugeben: Nicht uninteressant, vor allem z.B. im Vergleich zu Siemens’ Horizons2020. Radikaler. Anstelle der “Europäischen Verfassung” stehen 2050 die “Vereinigten Regionen von Europa” und die Transformation Europas zu einer dezentral organisierten Gesellschaftsform und Wirtschaftsweise. Auf dem Weg ins Jahr 2050 sind Globalisierung, religiöser Fundamentalismus und Terror die treibenden Kräfte. Technologisch sind es Replikatoren und Androiden, also Versatzstücke aus “Deep Space Nine” und “Star Wars”. Und aus Open Source wurde Open Things.

Aber wie immer bin ich ja auf der Suche nach den entsprechenden Bildungsszenarien. Das einzige auf Bildung hinweisende Kapitel heisst “Sieben Thesen gegen die Wissensdiktatur” und schildert einen Spam-Angriff, der sich blitzschnell über die Bildschirme des Jahres 2050 verbreitet. Die Botschaften: “Wissen ist nicht auf Einsen und Nullen reduzierbar.” “Stürmt die Elfenbeintürme! Bekämpft die Geheimlogen! Installiert legitime demokratische Strukturen der Wissensproduktion!” Es geht um eine gerechte Verteilung des Gutes Wissen. Aus meiner Sicht ist es leider der Beitrag in diesem Magazin, der am wenigsten Überraschendes bietet. Aber vielleicht wird das im Weblog “Leben 2050″ nachgeholt. Denn leider gibt es das Magazin nur als Leseprobe.
Z_punkt, Z_magazin, Nr.1, Januar 2050 (pdf)

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Going Home - Our Reformation

Posted on 02 March 2005 by jrobes

Weblogs, Wikis, Social Software, Google. Welches Potenzial steckt in diesen Anwendungen? Es gibt immer mehr Stimmen, die sagen, dass wir es hier nicht nur mit Innovationen zu tun haben, sondern dass wir am Beginn einer neuen Ära stehen - vergleichbar mit der Ära Gutenbergs. Auf eine dieser Stimmen hatte ich vor einiger Zeit hingewiesen: Doug Rushkoff’s “Renaissance Prospects”.

Und jetzt dieser wundervolle Artikel von Robert Paterson!! Selbst wenn man nicht jeder Idee folgen mag, ist es eine inspirierende Beschreibung dessen, was sein könnte - eine Vision, geleitet vom Glauben an die Community (”Going Home”!) und die Möglichkeiten neuer Technologien. Unbedingt lesen!

“Is not our great problem that the great institutions of our time, government, healthcare, education, arts and entertainment, even business, no longer serve us but only themselves?”

“So let’s return to today. The two most important life giving structures are in place. They are Google and the Blog. They are both spaces in which life unfolds and then grows. They are interrelated and they support each other. They are both Generative Spaces. It is their interaction that I believe will transform our world.”
(via Stephen Downes)
Robert Paterson, Robert Paterson’s Weblog, 26 Februar 2005
[Kategorien: New Thinking]

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Revenge of the Right Brain

Posted on 11 February 2005 by jrobes

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Vor Jahren habe ich mir mal ein Buch zugelegt, das “Modelle des Menschen” und im Untertitel “Ein Handbuch des menschlichen Bewußtseins” hieß. Es ist eine umfangreiche Beschreibung sozialwissenschaftlicher Modelle, aber das Besondere war hier der Versuch, die zentrale Botschaft dieser Modelle auch graphisch abzubilden, indem spielerisch ein menschlicher Kopf mal beschriftet, mal aufgeteilt, mal seziert und mal verfremdet dargestellt wird. Das gefiel mir, und ich dachte, die Kombination von Text und Grafik macht es vielleicht einfacher, diese Theorien und Modelle zu verstehen und zu behalten (was natürlich ein Irrtum war!). Selbstverständlich informiert ein Modell auch über die linke und die rechte Hemisphäre des Gehirns, mit all den hinlänglich bekannten Attributen.

An diesem Punkt setzt der Artikel an. Seine Kernaussagen: Wir befinden uns im Übergang vom “Information Age” zum “Conceptual Age”, und dieser Übergang bedingt, dass wir uns nicht mehr auf das Erfolgskonzept des “left-brain thinking” verlassen dürfen:
“Until recently, the abilities that led to success in school, work, and business were characteristic of the left hemisphere. … Today, those capabilities are still necessary. But they’re no longer sufficient. In a world upended by outsourcing, deluged with data, and choked with choices, the abilities that matter most are now closer in spirit to the specialties of the right hemisphere - artistry, empathy, seeing the big picture, and pursuing the transcendent.”

Wenn man die aufgeführten Gründe für diese Neuorientierung betrachtet - “Asia, automation, and abundance” -, dann ahnt man, welchen Druck die aktuelle IT-Outsouring-Debatte auf den Schreiber ausgeübt hat. Was aber in jedem Fall bleiben, sind (wieder) eine schöne Grafik und ein paar mahnende Worte:

“Want to get ahead today? Forget what your parents told you. Instead, do something foreigners can’t do cheaper. Something computers can’t do faster. And something that fills one of the nonmaterial, transcendent desires of an abundant age. In other words, go right, young man and woman, go right.”
Daniel H. Pink, Wired, Februar 2005
[Kategorien: New Thinking]

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About me

Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
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