Posted on 23 January 2012 by jrobes
Ich glaube, es ist sicher legitim, bei der Lektüre dieses Artikels leicht zu schmunzeln. Die Autoren haben sich gefragt, wie Organisationen in Zukunft mit dem Thema “Wissen” umgehen werden. Um eine Antwort zu finden, haben sie Konferenzen und Keynotes der letzten Jahre nach Visionären untersucht. Dabei sind ihnen vier Personen “besonders aufgefallen”, die sie im Anschluss kurz porträtieren. Hier ihre Quintessenz:
“- David Griffiths zeigt, dass unter Managern Wissensmanagement weniger wichtig – aber auch eher technisch orientiert – wahrgenommen wird. Wissen an sich nimmt in Organisationen eine immer wesentlichere Rolle ein und wird somit zum strategischen Thema.
- Dave Snowden bringt eine andere Perspektive ein: Best Practices – als Standardmethode für Erfahrungswissen – funktionieren nur bei einfachen Problemstellungen. Komplexe oder chaotische Sachlagen benötigen einen anderen Umgang: erst ausprobieren, dann wahrnehmen und erst am Ende reagieren. Er hebt hervor, dass vorgegebene Strukturen nicht helfen, die Probleme anzugehen und dass eher ein Klima wichtig ist, bei dem Scheitern erlaubt sein muss.
- David Gurteen legt dar, dass sich komplexe oder gar chaotische Sachverhalte am ehesten durch persönliche Gespräche bearbeiten lassen: Dazu müssen entsprechende Gelegenheiten geschaffen werden.
- Norbert Gronau stellt fest, dass die Bandbreite von Wissensmanagement deutlich größer wird: Neben Social Media, intellektuellem Kapital und Wandlungsdruck spielt die IT in dem Zusammenhang eine wichtige, neue Rolle.”
Ingo Frost und Kathrin Frank, Community of Knowledge, 12. Dezember 2011
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Posted on 15 December 2011 by jrobes
Noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel hat die Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) einige Artikel und Berichte in einer neuen Fachpublikation gebündelt. Dreimal jährlich soll es “GfWM THEMEN” geben. Die erste Ausgabe enthält eine Reihe interessanter Beiträge, zum Beispiel zum systematischen Wissenstransfer (Angelika Mittelmann), zur Nutzung von Wissensplattformen (Christian Kollmeier/ Bernard Richter) und ein Konzept für die systematische Begleitung von Wissensmanagement-Maßnahmen (Ulrich Schmidt u.a.). Das Ganze kommt jedoch noch sehr “gediegen” daher: Die längeren Artikel bewegen sich stilistisch in einer Grauzone zwischen akademisch und praxisnah; und das Format (PDF) lässt wenig Raum für spontane Rückmeldungen und Diskussionen. Aber das Projekt ist ja noch jung …
Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), Ausgabe 1/ Dezember 2011 (pdf)
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Posted on 12 December 2011 by jrobes
Dieser 60 Seiten starke, lesefreundliche Praxisleitfaden ist entstanden im Rahmen von ProWis (Prozessorientiertes Wissensmanagement), einem Projekt der BMWi-Initiative “Fit für den Wissenswettbewerb”. Die Zielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Umgang mit der Ressource Wissen verbessern wollen. Für sie gibt es eine Einführung in fünf Schritten, verschiedene Werkzeuge, Tools und Checklisten sowie die Praxiserfahrungen von 15 Unternehmen, die sich als Pilotanwender am Projekt beteiligt haben. Der theoretische Überbau ist auf das Notwendigste, nämlich das WM-Referenzmodell des federführenden Fraunhofer IPK, beschränkt. Alles andere ist praxisnah und umsetzungsorientiert aufbereitet.
Ich glaube, ich habe es an der einen oder anderen Stelle schon gesagt: Ich könnte mir durchaus eine andere, breitere Sicht auf das Thema vorstellen. Aus dieser Sicht würde es nicht (nur) darum gehen, ein Wissensmanagement-Projekt zu starten, sondern Rahmenbedingungen für die Vernetzung und den Wissensaustausch zu schaffen, eine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und Mitarbeiter zu befähigen, diese zu nutzen. Diese offenere Sicht, die Raum für “bottom-up”-Initiativen lässt, kommt im Rahmen solcher Förderprojekte und Leitfäden leider immer zu kurz.
Ronald Orth, Stefan Voigt und Ina Kohl, ProWis (Prozessorientiertes Wissensmanagement), Fraunhofer Verlag 2011
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Posted on 16 November 2011 by jrobes
Auch wenn der Titel es nicht vermuten lässt: Dave Snowden hat hier einige kurze, aber differenzierte Antworten auf die Frage “What is the function of KM?” riskiert. Drei Stichpunkte führt er aus:
- “Firstly, to support effective decision making. …
- Secondly, we need to create the conditions for innovation. …
- Thirdly, knowledge management is all about communication and that doesn’t just meant …”
Dave Snowden, Cognitive Edge, 11. November 2011
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Posted on 14 November 2011 by jrobes
Knowledge Cafés begegnen mir immer häufiger. Vor allem, wenn es darum geht, langatmige Konferenz-Tage aufzulockern. Aber sie können auch für sich stehen, als Methode des Wissensmanagements, um den Rahmen für einen sanft strukturierten, mehr informellen Austausch zu bieten. Hier wird in gebotener Kürze festgehalten, was Knowledge-Cafés als Form der Konversation auszeichnen und wie sie funktionieren. Dabei kommt auch David Gurteen, der Pate dieses Formats, zu Wort.
Sascha Reimann, Training aktuell, Oktober 2011, S.40/41 (via David Gurteen)
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Posted on 10 November 2011 by jrobes
Die Autoren schreiben:
- “Knowledge management is what company management tells me I need to know, based on what they think is important.
- Social media is how my peers show me what they think is important, based on their experience and in a way that I can judge for myself.”
Um daran anzuschließen: “We’re long past the time to seek control; it’s time to engage people.” Nun, ich glaube auch, dass es da einen Gegensatz gibt, aber ich würde ihn nicht an den Begriffen festmachen, sondern an den Personen und Organisationen, die hinter ihnen stehen. Wer seit den 1990er Jahren versucht, Wissensmanagement in die Unternehmen zu tragen, steht den jüngeren Tools und Konzepten rund um Social Media oft misstrauisch oder erstaunt, manchmal auch fasziniert, gegenüber. Wer Unternehmen beim “Management” ihres Wissens unterstützen will, denkt häufig in Konzepten, die sich nur schwer mit der Selbstorganisation und Eigendynamik von Netzwerken vertragen.
Anthony J. Bradley und Mark P. McDonald, HBR Blog Network, 26. Oktober 2011
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Posted on 10 October 2011 by jrobes
“Vernetzen Sie Ihre Mitarbeiter im Intranet mithilfe sozialer Netzwerke. Die Produktivitätsgewinne können beeindruckend sein.” So einfache Botschaften traue ich mich nicht. Aber deshalb schreibe ich wahrscheinlich auch nicht für den Harvard Business manager. In diesem Artikel dreht sich alles um Unternehmen, die ihre Intranets um soziale Netzwerke erweitert haben. IBM, BASF, Audi, Booz Allen Hamilton und Lufthansa werden genannt. Die Rede ist von einem verbesserten Wissensmanagement und einem Wandel der Unternehmenskultur. Das eine gibt es nicht ohne das andere. Am Schluss wird Gary Hamel zitiert, der sagt, das Topmanagement “müsse die Rolle des Social Architects übernehmen, also die Vernetzung der Mitarbeiter, den Austausch von Informationen und das eigenständige Handeln fördern”.
Michael Leitl, Harvard Business manager, 7/2011 (noch frei zugänglich)
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Posted on 30 September 2011 by jrobes
Fast zwei Tage habe ich dann doch auf der KnowTech in Bad Homburg verbracht, dem „13. Kongress zum Wissensmanagement in Unternehmen und Organisationen”, wie es so schön heißt. Was habe ich - neben dem strahlenden Wetter, netten Begegnungen und Gesprächen - mitgenommen? Da wäre erstens der Eindruck, dass Social Media auf dem Kongress endgültig angekommen ist. Ob es „Enterprise 2.0″ oder „Social Business” in den Überschriften hieß, ob es um die Einführung von sozialen Netzwerken, Corporate Facebooks, Experten- oder Learning-Communities ging, es gab kein anderes Thema auf der KnowTech 2011 mehr. Dabei fiel auf, dass niemand mehr über einzelne Tools wie Wikis, Blogs oder Microblogs spricht, sondern nur noch über integrierte Plattformen, die sich neben den Intranets der Unternehmen breit machen. Interessant war aber auch, dass die Frage „Wie motiviere ich Mitarbeiter, diese Plattformen zu nutzen?” noch kein Thema war! Diese Erfahrungen stehen noch aus und wenn ich auf ein Schwerpunktthema der nächsten Jahre wetten sollte …

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Posted on 06 September 2011 by jrobes
David Griffiths macht sich Sorgen um die Akzeptanz und Glaubwürdigkeit der Profession Wissensmanagement. Die Wunde, auf die er seinen Finger legt, betrifft die Wissensmanagement-Ausbildung und damit die Kompetenzen, die ein Wissensmanager heute mitbringen sollte. Gibt es hier anerkannte Standards, geregelte Ausbildungsgänge, bewährte Qualifikationen, auf die man sich berufen könnte? Nein, sagt er (und das gilt sicher auch für den deutschsprachigen Raum). Warum ist das so? Ich will eine kurze These versuchen: Wissensmanagement ist eine junge Disziplin, die einen schlechten Start hatte. Diese Anlaufschwierigkeiten haben die Herausbildung von Standards und Gemeinsamkeiten behindert, wenn nicht verhindert. Jetzt, wo dies möglich wäre, droht das nächste Unheil: wer heute aktiv Wissensmanagement betreiben will, lässt sich möglicherweise lieber zum Social Media- oder Community Manager ausbilden, als auf das “certified KM training” zu warten.
David Griffiths, Theknowledgecore’s Blog, 7. August 2011
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Posted on 18 August 2011 by jrobes
Wer heute über den Tagesablauf einer Veranstaltung nachdenkt und nach Alternativen zur bekannten Abfolge von Präsentationen sucht, wird irgendwann auf die Idee des Knowledge Cafés stoßen - oder gestoßen werden. Kaum ein anderes Format wird so häufig mit der Chance verbunden, auf diese Weise einem lebendigen und offenen Austausch Raum zu geben, an dem alle Anwesenden teilnehmen. Da das Format des Knowledge Cafés fest mit dem Namen David Gurteen verbunden ist (sogar der Wikipedia-Eintrag referiert auf seine Beschreibung des Formats), nutze ich eine aktuelle Ankündigung, um auf diese Ressourcensammlung zu verlinken. Sie enthält auch eine Reihe von Videos (z.B. “Introduction to the Knowledge Cafe”) sowie viele Links und Artikel (z.B. “How to run a Knowledge Café”).
David Gurteen, www.gurteen.com, 2002 - 2011
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Posted on 20 June 2011 by jrobes
“I believe in the founding principles of KM and I believe in technology as an enabler for KM. I do not believe in the operational concept of KM as it exists today. KM is a term owned by technology …” Mit diesen Worten leitet David Griffiths seinen Artikel ein. Alles korrekt, alles nachvollziehbar, mit hilfreichen Referenzen, aber alles irgendwie schon tausendmal gesagt. Und ein Artikel über KM, der Technik so beschreibt, wie man Technik vor zehn Jahren beschrieben hat, als Systeme und Datenbanken, aber nicht als soziale Netzwerke, Communities und Plattformen, der wirft natürlich neue Fragen auf.
David Griffiths, Inside Knowledge, Juni/ Juli 2011 (via Theknowledgecore’s Blog)
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Posted on 09 June 2011 by jrobes
Gabi Reinmann ist gebeten worden, einen Handbuchartikel über die Beziehung zwischen persönlichem Wissensmanagement und Informationskompetenz zu schreiben. Wer die Texte von Gabi Reinmann kennt, weiß, dass sie nicht einfach loslegt, sondern Begriffen, Definitionen und Konzepten gerne auf den Grund geht. Im Blog ist es der Kompetenz-Begriff, im Artikel mehr der Management-Begriff, die eine kritische Würdigung erfahren. Trotzdem ist Gabi Reinmann natürlich ihrer Hausaufgabe nachgekommen und liefert, wie immer, eine komprimierte und klar gegliederte Darstellung des Sachverhalts, inklusive zahlreicher Hinweise auf offene Fragen.
“Subsumiert man unter das persönliche Wissensmanagement sowohl rezeptive als auch produktive Prozesse im Umgang mit Information und Wissen, wird deutlich, dass Informationskompetenz nur eine von mehreren notwendigen Grundlagen ist. …”
Gabi Reinmann, e-Denkarium, 7. Juni 2011
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Posted on 31 May 2011 by jrobes
Leider fehlen die Tonspur und die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen, aber auch so bieten die Folien einen guten Überblick. Folgende Zwischentitel gliedern den Vortrag: “Warum brauchen wir Wissensmanagement?”, “Was ist Wissensmanagement?” sowie “Fallbeispiele”. Dabei betont Simon Dückert, dass die Konsequenzen der Wissensgesellschaft alle Ebenen, von der nationalen bis zur persönlichen, betreffen. Auf Slide 11 findet sich dann noch der Hinweis, dass Führungskräfte “in wissensorientierter Führung” ausgebildet werden sollten. Darüber gerne mehr!
Simon Dückert, Cogneon, 29. März 2011
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Posted on 26 May 2011 by jrobes
Daniel Stoller-Schai ist als „Head E-Learning Switzerland“ für die UBS AG tätig und seit vielen Jahren in der Bildungs-Community aktiv. In diesem Interview geht es um die ungebrochene Aktualität des Wissensmanagements. Hier ist Daniels’ Antwort auf die Frage, wie er mit 100.000 Euro sein Thema anstoßen würde:
“Ich würde zuerst das Topmanagement in eine Retraite einladen und dort das Buch “Cluetrain Manifesto” mit Ihnen lesen und sie mit interessanten Exponenten aus der WM und Social Media Szene zusammenbringen; dann würde ich sie überzeugen, eine konzernweite Jam-Session (ähnlich wie bei IBM) durchzuführen. Das Projekt, das von den Mitarbeitenden als bestes bewertet wird, bekommt die 100K € Startkapital.”
Nicole Behringer, wissensdialoge, 27. Mai 2011
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Posted on 18 May 2011 by jrobes
Ein spannendes Dokument, das versucht, vielen Ansprüchen gerecht zu werden: “This particular publication is about value creation in communities and networks”, schreiben die Autoren, zu denen der Schöpfer der “Communities of Practice”, Etienne Wenger, gehört. Und sie fahren fort: “It is a foundation paper presenting a framework for promoting and assessing value creation in communities and networks and aims to be sufficiently rigorous for researchers, useful for practitioners and informative for stakeholders. To this end it includes a theoretical framework and toolkit for helping professionals to tell stories on the value that networks and communities create when they are used for learning and to articulate how these activities result in desired outcomes that improve teaching practice.”
Auf der theoretischen Ebene erfahren wir einiges über “Communities” und “Netzwerke”, was beide Konzepte miteinander zu tun haben und warum die Grenzen zwischen ihnen fließend sein können. “Value creation” meint die Lernprozesse, die Communities und Netzwerke initiieren können. Die Autoren unterscheiden fünf Zyklen der “value creation”: “These cycles define a spectrum of value creation, from the day-to-day life of the community or network all the way to outcomes beyond its confines.” Soweit der erste Eindruck. Ausführliche Würdigung folgt. (via Stephen Downes)
Etienne Wenger, Beverly Trayner und Maarten de Laat, Open Universiteit, 17. Mai 2011 (pdf)

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Posted on 18 March 2011 by jrobes
Mir gefällt das Thema, und mir gefällt das Bild (siehe unten, wobei ich hier eher an die “Leiden des mobilen Wissensarbeiters” denke)! Allerdings lassen die Slides offen, ob der “mobile Wissensarbeiter” für Unternehmen und Organisationen oder nur für sein persönliches Wissensmanagement eine Herausforderung ist. Wahrscheinliches beides.
“Aus der Vortragsankündigung: der mobile Wissensarbeiter muss in völlig unterschiedlichen Situationen einsatzbereit sein: im Büro, im Zug, im Auto, auf einer Veranstaltung, in einer anderen Organisation oder in einer fremden Stadt. Mit sich hat er sein Wissen im Kopf und die Dinge aus dem Büro, die er mit sich tragen kann oder möchte. Der Vortrag zeigt angefangen bei den verschiedenen Anwendungssituationen auf, worauf bei den Endgeräten, der Software und dem Equipment zu achten ist, um effizientes und vor allem auch angenehmes Arbeiten zu ermöglichen.”
Simon Dückert, Cogneon, 17. März 2011

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Posted on 18 March 2011 by jrobes
TMI steht für “Too Much Information”. Viele suchen nach Orientierung und Antworten, nicht nur im Rahmen unseres aktuellen Blog Carnivals. Auch z.B. James Gleick, der ein offensichtlich spannendes Buch zum Thema geschrieben hat (”The Information: A Theory, a History, a Flood”), und Internet-Philosoph David Weinberger, der in Kürze eines veröffentlichen wird (”Too Big to Know“). Deshalb gibt es hier fünf Experten mit kurzen Antworten auf die Frage “Can There Really Be TMI?” - und eine Anmerkung von David Weinberger:
“And underneath these interesting-in-themselves essays runs a different question when they are taken together: What the heck do we mean by “information” anyway? I’m not sure any of the respondents is defining it in the same way. The ways include: opinions, raw data, words, ideas, photos, switches and dials, and books. Of course, some of these are containers of information or examples of information. But they do not reduce to a single definition.“ (David Weinberger)
Zocalo, März 2011
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Posted on 04 March 2011 by jrobes
Auf den Seiten von McKinsey Quarterly hieß es gerade “Recovering from information overload”. Und das Fachmagazin Wissensmanagement titelte im Februar “Wider der Informationsflut: Intelligente Suche in den endlosen Wissenswelten”. Da aber beide Diskussionen nicht ohne weiteres zugänglich sind, haben wir, Andrea Back und ich, den Ball aufgenommen und den WissensWert Blog Carnival im März dem Thema gewidmet, das vielen auf den Nägeln brennt. Immerhin schon seit 1970, als Alvin Toffler das Phänomen zum ersten Mal beschrieb (Wikipedia).
“Was uns interessiert: Ist der Information Overload für Euch ein Thema? Und wenn ja, wie geht Ihr mit ihm um? Welche persönlichen Strategien habt Ihr entwickelt, um mit der Fülle an Nachrichten und Inhalten fertig zu werden? Und was tun Unternehmen und Organisationen, um Euch dabei zu unterstützen?”
Wie immer freuen wir uns über zahlreiche Beiträge! Außerdem: Wer ist hier nicht betroffen!?
Andrea Back und Jochen Robes, Wissenswert Blog Carnival, Nr. 18, 4. März 2011
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Posted on 25 February 2011 by jrobes
Die Kollegen von Cogneon, “The Knowledge Company”, haben aufgeräumt. So schreibt Simon Dückert in der Gruppe “Knowledge Management” auf XING: “Als Teil unseres neuen Internetauftritts haben wir unsere gesamte Wissensmanagement-Bibliothek mit fast 400 Büchern erfasst und unter http://www.cogneon.de/biblio zugreifbar gemacht. Alle Bücher können über eine Filterfunktion nach Autor, Begriff, Jahr und Titel gefiltert und sortiert werden.” Nützlich.
Cogneon, 25. Februar 2011
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Posted on 15 December 2010 by jrobes
Dave Snowden hat eine interessante, “very sophisticated” Abrechnung mit einigen Konzepten des Wissensmanagements verfasst (natürlich gibt es auch Part 1 und Part 2 dieser Abrechnung). Die “aging workforce” dient dabei nur bzw. vor allem als aktueller Aufhänger. Zwei Dinge, so Dave Snowden, laufen auch heute noch schief: a) zum einen versuchen wir immer noch, implizites Wissen (”tacit knowledge”) in explizites Wissen umzuwandeln - vielleicht nicht mehr so technikzentriert wie noch vor einem Jahrzehnt, aber mit unverändertem Ziel; b) heute sind Ansätze des (Digital) Story Tellings in Mode, die zuweilen zu hochwertigen journalistischen Artefakten führen, aber, so Dave Snowden, in keiner Form Wissen vermitteln. Also eigentlich am Ziel vorbeischießen.
Um das Problem des “Wissens, das abwandert” zu lösen, schlägt Dave Snowden vor, einige Eckpunkte des Arbeitslebens (Eintritt, Entwicklungswege, Beziehungen zwischen Junior & Senior, Austritt, usw.) neu zu definieren. Zum Beispiel: “We do need transitions in life, but just as there are staged transitions in joining the workforce so there need to be staged transitions in leaving it.” Hier folgen weitere Hinweise, noch etwas ungeordnet, aber der Autor verspricht nachzulegen!
Dave Snowden, Cognitive Edge, 12. Dezember 2010
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