Archive | Knowledge Management

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If Only BP Knew Now What it Knew Then

Posted on 24 August 2010 by jrobes

Ein Artikel, der Zusammenhänge andeutet. Die Autoren, Thomas H. Davenport und Laurence Prusak (“Working Knowledge”, 1998), schildern, wie BP einst ein Vorreiter auf dem Gebiet des Knowledge Managements war, um dann mehr und mehr auf “Cost Cutting” und “Shareholder Value” zu setzen. Mit bekannten Konsequenzen. Und 23 Kommentaren.

“We are not saying (we’d like to, but we can’t prove it) that there is a causal relationship between the dismantling of a knowledge management program and the subsequent missteps that culminated in the Gulf disaster. However, it seems likely […] that good judgment was distorted and threatened in the decision-making climate BP subsequently developed.”
Thomas H. Davenport und Laurence Prusak, Harvard Business Review Blogs, 2. August 2010

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How do you manage your information?

Posted on 23 August 2010 by jrobes

… fragt George Siemens und gibt uns Einblicke in sein persönliches Informations- und Wissensmanagement - in Wort und Bild:
“Managing resources is one of the most important skills for students (people!) to master. I started blogging in 2000 and have spent a significant amount of time trying to devise an information management system that I can use to make sense of a topic or discipline.”
George Siemens, Athabasca Landing, 21. August 2010

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How Knowledge Management Is Moving Away From the Repository as Goal

Posted on 14 July 2010 by jrobes

Liegt es an der Hitze, dass auch die Beiträge, auf die ich verweise, immer kürzer werden? Hier gibt es ein paar Sekunden mit John Hagel (Deloitte’s Center for the Edge). Der halbe Beitrag steckt in der Überschrift; in der anderen Hälfte unterstreicht John Hagel, dass es heute wichtiger ist, neues Wissen zu entwickeln und dafür Menschen zu vernetzen und zusammen zu bringen.
John Hagel, Harvard Business Review Blogs, 9. Juli 2010 

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Ein Jahr Microblogging bei Siemens

Posted on 12 July 2010 by jrobes

1.331 Beiträge von 384 Autoren in einem Jahr. Hinter diesen Zahlen stehen zwei Vorteile des Microbloggings, auf die die Autoren hinweisen: ein schnellerer Informationsfluss und -austausch sowie eine effektivere Unterstützung der weltweiten Vernetzung im Unternehmen. Der Microblogging-Dienst ist übrigens Teil der Community-Lösung von Siemens, “References@BT”, auf die ich an dieser Stelle schon öfters hingewiesen habe (z.B. hier).
Alexander Stocker und Johannes Müller, Computerwelt, 7. Juli 2010

Nachtrag (12.07.2010): Gerade entdeckt, dass die Autoren auch eine Langfassung dieses Artikels geschrieben und auf Scribd veröffentlicht haben: “Enterprise Microblogging als “Add-on” des Wissensmanagements”.

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Gurteen Knowledge: 10 Years in KM

Posted on 25 June 2010 by jrobes

gurteen_201006.jpgVielleicht bekommt man die Lektüre dieses Readers in der Pause zwischen zwei Achtelfinals hin, vielleicht dauert es etwas länger. Er ist eine kleine Verbeugung vor David Gurteen, “one of the world’s most repected knowledge experts”, und zugleich ein Überblick über ein Jahrzehnt Knowledge Management. Im Mittelpunkt des Readers steht eine Auswahl von kurzen Artikeln, den “Gurteen Perspectives”, in denen David Gurteen, sehr persönlich und kurzweilig, aufnimmt, was ihm online, in Gesprächen oder in seinen Knowledge Cafés begegnet. Hinzu kommen zwei kurze Features. Im ersten, “10 years in KM”, lässt Kate Clifton die Entwicklung des Themas Revue passieren; im zweiten, “Coffee and conversation”, stellt sie kurz das Konzept der “Knowledge Cafés” vor, mit dem David Gurteen wie kein anderer verbunden wird. Unbedingt lesen! Und am besten gleich Gurteen’s Newsletter abonnieren …
David Gurteen, Gurteen Knowledge Log, 23. Juni 2010

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Web 2.0 für Lern- und Wissensmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen

Posted on 23 June 2010 by jrobes

Dieser Praxisleitfaden gibt einen guten Überblick über die “neuen Lerninstrumente des Web 2.0″. Angenehm unaufgeregt und im Rückgriff auf eigene Projekterfahrungen (LERNET 2.0) werden Blogs, Microblogs, Twitter, Wikis und weitere Tools als “E-Learning 2.0-Werkzeuge” eingeführt und kurz beschrieben. Dazu gibt es konkrete Tipps zur Umsetzung. Ein weiteres Kapitel zählt Möglichkeiten auf, klassische E-Learning-Anwendungen mit Web 2.0-Instrumenten zu verbinden. Sicher nicht nur für kleine und mittlere Unternehmen interessant.
LERNET 2.0/ D-ELAN e.V., Juni 2010 (via LERNET Blog, 22. Juni 2010)

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Welches sind Ihre Top 3 Wissensmanagement-Instrumente, die Ihnen Ihre tägliche Arbeit ungemein erleichtern?

Posted on 21 May 2010 by jrobes

Boris Jäger stellt diese Frage in der Gruppe Knowledge Management auf Xing und hat bereits einige interessante Antworten erhalten. Vieles dreht sich darum, was man mit Informationen alles machen kann, nämlich: suchen, festhalten, archivieren, strukturieren, sortieren, kommunizieren, organisieren, vernetzen, sammeln, teilen, verifizieren … Dazu werden einzelne Tools oder ganze Web 2.0-Suites genutzt, einige antworten “2.0″ (Social Networking, Newsreader, RSS), andere “1.0″ (”Ich”, Telefon, Email). Wer mitmacht, kann Freikarten für kommende Wissensmanagement-Konferenzen gewinnen.
Boris Jäger, XING, Gruppe: Knowledge Management, 17. Mai 2010

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Are You Getting the Information You Need When You Need It?

Posted on 18 May 2010 by jrobes

Tom Davenport berichtet hier von einer Untersuchung, in der Manager aus verschiedenen Industrien gefragt wurden, welche Art von Informationen sie benötigen und wie schnell diese vorliegen müssen. Die Antwort auf die zweite Frage hängt, wenig überraschend,  von der Dienstleistung des Unternehmens und der wirtschaftlichen Lage ab. Und wenn es um Prioritäten geht, gibt es durchaus Informationen, die gar nicht so dringend benötigt werden: “Perhaps one of the most surprising findings in the survey is that not everyone wants their information faster.” Wie auch immer, ich setze meine Hoffnung ganz auf den angekündigten Folgeartikel!
Thomas Davenport, Harvard Business Review Blog Network, 13. Mai 2010

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Information 2015. Reforming the paradigm

Posted on 07 May 2010 by jrobes

Accenture und Z_punkt haben die Informationslandschaft vermessen. In einer Reihe von interessanten Schaubildern und Szenarien wird beschrieben, welche sozialen, wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen das Informationsmanagement morgen bestimmen werden. Natürlich auf hohem Abstraktionsniveau. Aber vor der Kunst, komplexe Zusammenhänge in einer Grafik oder einem Modell abzubilden, ziehe ich immer wieder gerne den Hut. Continue Reading

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Betriebliches Lernen im Arbeitsprozess – Instrumente des Wissensmanagements didaktisch nutzbar machen

Posted on 27 April 2010 by jrobes

Die klassische Berufs- und Wirtschaftspädagogik schafft es auch heute noch selten in den offenen Online-Diskurs. Die Plattform bwp@ ist da seit Jahren eine Ausnahme. Im vorliegenden Beitrag plädieren die Autoren dafür, Wissensmanagement bzw. den Informationsaustausch am Arbeitsplatz auch als eine Lehr-Lernsituation zu interpretieren. Vor diesem Hintergrund haben sie zwei Instrumente des Wissensmanagements, Storytelling und Lessons Learned, “auf der Grundlage lerntheoretischer Erkenntnisse” genauer betrachtet. Herausgekommen ist eine Reihe sehr anspruchsvoller Empfehlungen für den Einsatz dieser Instrumente. Die Annäherung zwischen den Disziplinen, die hier noch etwas formal wirkt, soll, so die Autoren, fortgesetzt werden.
Volker Born und Karin Wirth, bwp@, Nr.17, Dezember 2009, 26. April 2010 (pdf)

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Global Peter F. Drucker Forum 2009

Posted on 16 April 2010 by jrobes

Im November letzten Jahres hat sich eine Reihe von Management-Größen, u.a. Richard Straub, Fredmund Malik und Hermann Simon, in Wien versammelt. Anlaß war der 100. Geburtstag von Peter F. Drucker. Die Dokumentation des Global Peter F. Drucker Forums ist jetzt online: Videos, Abstracts, Slides und einige Artikel. Die Präsentationen wirken etwas steif und staatstragend, aber vielleicht findet man ja hier noch ein Gesicht, das man schon immer einmal sehen wollte. Oder man springt direkt in die Session “Future of knowledge work”, in der Stefan Güldenberg und Klaus North ihre Gedanken um die Führung und Produktivität von Wissensarbeitern dargelegt haben. Ihr Ausgangspunkt: “Research shows that knowledge workers become more and more frustrated in today’s organizations.” (Güldenberg) “Does this mean that our companies are not attractive enough for knowledge workers?” (North)
Peter Drucker Society of Austria, 2009 Global Peter F. Drucker Forum (via Newsletter 01/2010)

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CeBIT 2010: Trends im Wissensmanagement aus Sicht der GfWM

Posted on 12 April 2010 by jrobes

Im aktuellen Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) werden gleich zwei runde Zahlen gefeiert: Zum einen der 10. Geburtstag der GfWM selbst und dann der 100. Stammtisch der GfWM in Frankfurt. Die Lektüre lohnt sich auch, weil die GfWM-Referenten auf der diesjährigen CeBIT ihre Beiträge hier noch einmal zusammengefasst haben: so berichtet Ulrich Schmidt, wie bei der EnBW seit 2005 erfolgreich Wissensbilanzen erstellt werden (”Wissensmanagementcontrolling und Wissensbilanzen”); Tobias Müller-Prothmann und Holger Rhinow überlegen, was innovative von weniger innovativen Unternehmen unterscheiden könnte (”Open Innovation – Mit Scheitern zum Erfolg”); Simon Dückert wirft den Trend “regionales und urbanes Wissensmanagement” in die Runde (”Ist Ihre Stadt auch schon eine Wissensstadt”); und Marc Nitschke hat einen Blick auf die aktuellen Themen der GfWM-Stammtische geworfen und dabei einen “pragmatischen Ansatz” vorgefunden. Mehr zu den Stichworten in den Folien der Referenten. Und im Laufe des Jahres an dieser Stelle. Sicher.
Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), 2/ 2010, S. 8-13 (pdf)

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Are All Employees Knowledge Workers?

Posted on 12 April 2010 by jrobes

Der Artikel enthält einen politisch korrekten Kern: “Everyone, even the most unskilled worker, will be viewed as a critical problem-solver and knowledge-worker contributing to performance improvement.” Viele gängige Klassifizierungen - von den “high potentials”, der “creative class” (Richard Florida) bis zu eben jenem “knowledge worker” - schließen einen Großteil der Leistungsträger aus ihren Überlegungen und Anstrengungen aus. Zu Unrecht, wie die Autoren meinen. Wie gesagt, politisch korrekt, aber irgendwie auch nicht richtig weiterführend. Spannender fand ich dagegen eine fast beiläufige Bemerkung über eine zweite Grenze, die immer noch gerne gezogen wird:

“Yet, if we take talent development seriously, we begin to realize that, in the words of Bill Joy, “There are always more smart people outside your company than within it.” If we are serious about developing our own talent, we must find more ways to connect with and collaborate with all of those smart people outside our organization. We should aggressively create opportunities for people within our organization to work together with leading edge talent outside our organization so that both sides can develop their talent even more rapidly. In driving scalable learning, we must expand our horizons far beyond the boundaries of our own firm.”
John Hagel III, John Seely Brown und Lang Davison, Harvard Business Review Blog, 5. April 2010

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Open Journal of Knowledge Management

Posted on 01 April 2010 by jrobes

Vor einigen Wochen hat die Community of Knowledge zu einem Call for Papers aufgerufen: “Wissensmanagement von Morgen und Übermorgen - Trends, Visionen und Herausforderungen” lautete die Aufgabenstellung. 14 Autoren haben die Herausforderung angenommen, 7 Beiträge haben es in die erste Ausgabe geschafft. Als Juror war ich in den Auswahlprozess involviert. In der gestrigen Ankündigung schrieb nun Steffen Doberstein: “Innovation - das scheint das Gebot der Stunde für das Wissensmanagement zu sein …” Denn zwei Artikel zum Thema “Innovation” fanden den meisten Beifall:
- Michael Bartl: Open Innovation. Der offene Umgang mit Wissen verändert das Innovationsmanagement
- Nora Dörr: Neue Ideen von älteren Mitarbeitern – ein ungewöhnlicher und  zunehmend alltäglicher Innovationsvorgang.
Aber auch die weiteren Artikel lohnen sicher einen Besuch!
Open Journal of Knowledge Management, I/ 2010

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15 Jahre Wiki - eine Erfolgsgeschichte auch für Unternehmen?

Posted on 26 March 2010 by jrobes

Wenn ich mir die Palette der Web 2.0-Instrumente anschaue, so stelle ich immer wieder fest, dass über Wikis am wenigsten gesprochen wird. Auch das Thema “Wikis in der Weiterbildung” bildet da keine Ausnahme. Das heißt vielleicht aber auch: Wikis werden einfach eingesetzt (und dann vielleicht nicht immer im Sinne des Erfinders genutzt, aber das ist ein anderes Thema …). Autor André Ulrich ist bei dem Thema sicher etwas befangen und in seiner Schilderung an der einen oder anderen Stelle sehr optimistisch. Aber er bietet einen guten Überblick, eine hilfreiche Einteilung der Wiki-Welt (in “strukturierte” und “unstrukturierte” Wikis) und zeigt auf, wie die Web 2.0-Nutzung heute der Wiki-Entwicklung hilft.

Abschließend: “Die Integration in bestehende IT-Infrastrukturen, einfache Bedienkonzepte und der notwendige kulturelle Wandel werden für die zukünftige Etablierung von Wikis im Unternehmen entscheidend sein.”
André Ulrich, Community of Knowledge, 25. März 2010

PS: Auch Martin Koser hat einige Antworten zum Geburtstag versucht (”15 Jahre Wiki”). Er schreibt u.a.: “… der Einsatz in der betrieblichen Weiterbildung wäre zwar prädestiniert, ist aber bisher nicht so ausgeprägt.” 

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Wissensmanagement-Prozess-Systematik

Posted on 23 March 2010 by jrobes

Irgendwann im letzten Jahr ist dieser Leitfaden publiziert worden, “Überblick und Checkliste für die Aktivitäten von Wissensmanagement in Organisationen” (in der dritten Version). Dahinter steckt die Überzeugung, dass “jede Methode, jedes ‘Werkzeug/ Tool’ des WM […] auch als Prozess beschrieben werden” kann. Konkret bietet der Leitfaden eine Fülle von Aufzählungen und Stichworten. Wer sich schon intensiver mit dem Thema beschäftigt hat, wird sich hier schnell orientieren können. Für Einsteiger fehlt es an Kontext und Hilfen.
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM), 2009

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The Problem with the Data-Information-Knowledge-Wisdom Hierarchy

Posted on 17 February 2010 by jrobes

David Weinberger arbeitet sich in diesem kleinen Prosastück an dem bekannten Bild ab, nach dem aus der Filterung von Informationen Wissen entsteht. Das ist schön zu lesen, weil Weinberger auch kurze Referenzen an die Geschichte und Poesie einstreut. Es zeigt aber ein bekanntes Phänomen auf: Um komplexe Sachverhalte verständlich zu machen, vereinfachen wir. Die dabei gewonnenen Bilder, Modelle und Begriffe entwickeln ein Eigenleben. Und dann, nach einiger Zeit, kommt jemand und fragt, ob das Modell noch funktioniert. Kurz: Der Einwurf von David Weinberger ist nachvollziehbar, einen Ersatz hat er jedoch nicht.

“And humbug. The real problem with the DIKW pyramid is that it’s a pyramid. The image that knowledge (much less wisdom) results from applying finer-grained filters at each level, paints the wrong picture. That view is natural to the Information Age which has been all about filtering noise, reducing the flow to what is clean, clear and manageable. Knowledge is more creative, messier, harder won, and far more discontinuous.
But knowledge is not a result merely of filtering or algorithms. It results from a far more complex process that is social, goal-driven, contextual, and culturally-bound.”

David Gurteen hat hier weitere aktuelle Anmerkungen zum Thema gesammelt.
David Weinberger, Harvard Business Review Blogs, 2. Februar 2010

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Wissensmanagement 3.0

Posted on 12 February 2010 by jrobes

Wissensmanagement 3.0!? Brauchen wir das? Der Autor, Bernhard von Guretzky, sagt ja und spannt einen Bogen von der zunehmenden Komplexität und Nicht-Planbarkeit, mit der Unternehmen heute konfrontiert sind, zur Notwendigkeit, verstärkt kreative Prozesse “über Hierarchie- und Funktionsgrenzen hinweg” zu initiieren, um Routinen und Regeln aufzubrechen und Neues zu entwickeln. Kurz:

- Wissensmanagement 1.0:  Verborgenes – implizites – Wissen explizieren
- Wissensmanagement 2.0:  “Lass uns reden!”
- Wissensmanagement 3.0:  “Dereguliere, integriere und stärke die Selbst­organisation in komplexen Situationen

Knowledge Camps, und das passt ja wunderbar, sind für Bernhard von Guretzky die Vorboten des neuen Paradigmas:
“Diese Form des interaktiven Lernens scheint sehr anregend zu sein, beobachtet man die Reaktionen der Beteiligten. Man ist Teil des Ganzen, “man geht nicht zur Konferenz - man ist die Konferenz”. Wissensmanagement pur! Der offene und informelle Charakter der KnowledgeCamps und das Fehlen vorgefertigter Strukturen scheint zudem die Diversität des Teilnehmerfelds und damit die Lernbereitschaft zu stärken. Denn auch hier gilt: “Diversity is essential to happiness.” KnowledgeCamps schaffen adäquate Orte und Situationen, in denen die Teilnehmer so miteinander interagieren können, um neue Technologien oder Theorien, neue Geschäftsideen oder Vorgehensweisen auszuloten und sich mit ihnen vertraut zu machen. Den Themen sind keine Grenzen gesetzt.”
Bernhard von Guretzky, Community of Knowledge, 30. Januar 2010 

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A Better Way to Manage Knowledge

Posted on 29 January 2010 by jrobes

John Hagel III und John Seely Brown werben hier für etwas, das sie “creation spaces” nennen und das sie traditionellen Ansätzen von Knowledge Management gegenüberstellen. In “creation spaces” wird neues Wissen geschaffen, kollaborieren und kommunizieren Mitarbeiter, werden institutionelle Barrieren überwunden. Die Gegenüberstellung ist pointiert und geht deshalb darüber hinweg, dass es manchmal auch nützlich sein kann, bestimmte Erfahrungen zu reflektieren und zu dokumentieren. Aber sicher sind dafür offene Netzwerke bessere Ort als geschlossene Datenbanken.

“This focus on knowledge creation shifts the motivations of participants. Knowledge management systems desperately try to persuade participants to invest time and effort to contribute existing knowledge with the vague and long-term promise that they themselves might eventually derive value from the contributions of others. In contrast, creation spaces focus on providing immediate value to participants in terms of helping them tackle difficult performance challenges while at the same time reducing the effort required to capture and disseminate the knowledge created.”
John Hagel III and John Seely Brown, Harvard Business Review Blogs, 19. Januar 2010

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PKM in 2010

Posted on 27 January 2010 by jrobes

Harold Jarche schreibt nicht nur programmatische Texte über das Training Department von morgen (z.B. hier). Eines seiner Steckenpferde ist Personal Knowledge Management (PKM) und hier versucht er sich an einem Modell, das Wissensarbeit in drei zentrale Bausteine zerlegt. Hinzu kommt etwas, das Jarche “enhanced serendipity” nennt:

“Aggregate - looking for good sources of information (people) - noting or tagging pieces of information while working collaboratively.
Filter - saving information for later - considering how it may be useful in various contexts - finding the right information, at the right time, in the right format, from the information repositories of our subject matter networks.
Connect - ongoing conversations while learning and working including connecting ideas and people.
Enhanced Serendipity - PKM increases the chances of serendipitous learning.”

Das klingt alles sehr einfach und einleuchtend, aber wenn man die Beschreibungen genau betrachtet, merkt man, dass jede einen Web 2.0-Gedanken enthält: “collaboratively”, “networks”, “ongoing conversations”. Irgendwie kann man sich PKM 1.0 kaum noch vorstellen …
Harold Jarche, Learning & Working on the Web, 27. Januar 2010

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
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