Archive | Bildungsökonomie

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The Learning Curve. Education and Skills for Life

Posted on 10 June 2014 by jrobes

PISA, PIAAC, PIRLS, TIMSS. Das sind Stichworte dieses Reports, der die Testergebnisse, Bildungsinvestitionen und Bildungssysteme der OECD-Staaten vergleicht. Eine Metastudie, geschrieben von der Economist Intelligence Unit und veröffentlicht von Pearson. Eine Reihe von Rankings und Interpretationen, einige versteckte Merksätze (“… in the highest-performing nations, students see themselves as the ones, who own their learning”, Andreas Schleicher) und schließlich “four lessons in adult learning”, die erst einmal gut klingen:

“1. Little is possible without the basics …
2. Skills must be used to be maintained …
3. Countries must take adult education seriously …
4. Technology is helpful in fostering adult learning, but is no panacea …”

Pearson, Juni 2014

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Bildung auf einen Blick 2011: Höchste Zeit für Hochqualifizierte

Posted on 16 September 2011 by jrobes

Wer sich für Weiterbildung interessiert, für das selbstorganisierte und informelle Lernen mit Hilfe neuer Medien und Technologien, wird in der jährlich erscheinenden OECD-Publikation “Bildung auf einen Blick” keine entsprechenden Hinweise finden (zumindest nicht, soweit es die vorliegenden Zusammenfassungen und Kommentare andeuten). Es geht um Investitionen in Bildungssysteme, die immer eng mit bildungspolitischen Fragen verknüpft sind. Was bietet also der aktuelle Bericht? Die Antwort ist (auch) eine Frage der Perspektive: Offizielle Kommentare weisen gerne auf die Entwicklungssprünge hin, die Deutschland auf verschiedenen Gebieten zwischen 1995 und 2010 gemacht hat (z.B. “In Deutschland lohnt sich Bildung ganz besonders”, KMK-Überschrift). Andere merken an, dass Deutschland auf vielen wichtigen Feldern zum Teil weit unter dem OECD-Durchschnitt liegt (s. “Höchste Zeit für Hochqualifizierte”, DIPF-Überschrift). Zum Beispiel, was die Studienanfängerquote oder den Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt betrifft.
Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK), 13. September 2011
prh, InfoWeb Weiterbildung, 13. September 2011

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Bildung auf einen Blick 2010

Posted on 09 September 2010 by jrobes

Die OECD hat gerade wieder ihren jährlichen Bildungsbericht veröffentlicht und damit Kennzahlen zur Bildungsökonomie, den Bildungsergebnissen, zu den Investitionen in Bildung und zur Bildungsbeteiligung vorgelegt. Das BMBF freut sich wie immer (”Bildung lohnt sich!”) und feiert unverdrossen auch letzte Tabellenplätze: so ist die Studienanfängerquote in Deutschland zwar mittlerweile auf 36 % (2008) gestiegen, doch der OECD-Durchschnitt liegt leider bei 56 %! Und während in Deutschland 25 % eines Jahrgangs einen Studienabschluss erwirbt (BMBF: “Studierende erfolgreich!”), sind es OECD-weit schon 38 %.

Es lohnt sich also, zum Vergleich auch die OECD-Berichterstattung heranzuziehen. Und zur Abrundung des Themas noch einen Blick in die TAZ zu werfen, wo es ganz richtig heißt: “Bildungsstudie als Grabbelkiste” (Christian Füller, 8. September 2010).
Bundesministerium für Bildung und Forschung  (BMBF), 7. September 2010

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The High Cost of Low Educational Performance

Posted on 13 April 2010 by jrobes

Diese OECD-Publikation ist vielleicht nicht nur für Liebhaber bildungsökonomischer Problemstellungen interessant. Denn die Frage, inwieweit sich Bildung (Weiterbildung, e-Learning usw.) “rechnet”, begegnet uns ja immer wieder. Und genauso schnell schieben wir sie in der Regel beiseite, um sie Spezialisten zu überlassen. Die OECD-Autoren stellen jedenfalls fest: “The relationship between cognitive skills and economic growth has now been demonstrated in a range of studies.” (S. 13) Auf dieser Grundlage entwerfen sie Szenarien wie z.B. das Folgende: “Bringing all countries up to the average performance of Finland, OECD’s best performing education system in PISA, would result in gains in the order of USD 260 trillion.” (S. 6)

Natürlich geht es hier um Langzeitbetrachtungen. Und natürlich gibt es an jeder Stelle Dutzende Fragezeichen, was das kausale Beziehungsgeflecht zwischen “cognitive skills” und “economic growth” angeht. Auf die gehen aber die Autoren ausführlich ein. Wer sich also einmal anders vom “Wert” der Bildung überzeugen lassen will, findet hier Argumente.
OECD, 2010 (pdf)

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Who’s in the Market for Learning: Individuals or Organizations?

Posted on 22 June 2009 by jrobes

Eine interessante These: “I think we’re going to see a move away from companies and organizations to individuals as the consumers of learning products and services.” Auch hierzulande kann man ja beobachten, dass die Aufwände der Privathaushalte für Weiterbildung, auch für berufsbezogene Weiterbildung, seit Jahren steigen (wenn ich jetzt nichts durcheinander bringe). Aber reicht das bereits, um von einem Trend zu sprechen? Michele Martin stützt ihre These mit dem Hinweis auf die immer kürzeren Zeiten, die man heute in einem Job bleibt, bevor man zum nächsten wechselt; dann weist sie auf die steigende Zahl der Freelancer, Selbständigen und Zeitarbeiter hin, die sich selbst um ihre Weiterbildung bemühen müssen. Dann die KMUs, die nicht in Bildung investieren wollen oder können. Ich würde noch die Wissensarbeiter anführen, die das Bildungsbudget ihres Arbeitgebers am liebsten nach eigenen Interessen und Bedürfnissen managen. Aber ist das schon ein Bildungsmarkt, der sich lohnt?
Michele Martin, The Bamboo Project, 16. Juni 2009

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Zahlen zur betrieblichen Weiterbildung

Posted on 12 June 2009 by jrobes

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Ungefähr dreimal im Jahr suche ich mir für Vorträge oder Artikel Zahlenmaterial zur Weiterbildung in Deutschland zusammen. Vor einigen Wochen habe ich mich wieder dieser Übung unterworfen und weil sie recht mühselig ist, will ich an dieser Stelle einige Links festhalten, die entsprechendes Datenmaterial im Netz zugänglich machen.Vielleicht spart es nicht nur mir etwas Zeit.

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Zukunftsfähig durch Bildung

Posted on 24 October 2008 by jrobes

Pünktlich zum Bildungsgipfel haben McKinsey und die Robert Bosch Stiftung eine Studie zur Lage der Bildung in Deutschland präsentiert. 109 Seiten. Dreh- und Angelpunkt dieses Appells sind der Mangel an 2,4 Millionen Fachkräften, den die Autoren für das Jahr 2020 errechnen und mit einem volkswirtschaftlichen Schaden von 1,2 Billionen Euro beziffern. Wo soll nun eine Bildungsreform ansetzen, um diese Lücke an “Vollzeitäquivalenten” (an diesen Begriff sollte man sich bei der Lektüre schnell gewöhnen!) zu schließen? Im ersten Kapitel werden verschiedene arbeitsmarkt- und bildungspolitische Maßnahmen durchgerechnet, um “Reserven für den Arbeitsmarkt” auszuloten. Im zweiten Kapitel konzentrieren sich die Autoren auf zwei Felder, auf denen sie unmittelbaren Handlungsdruck sehen: im Schulbereich wird die Professionalisierung des Leitungspersonals, im Ausbildungsbereich die akademische Qualifizierung von Facharbeitern erörtert. Kurze pädagogische Exkurse und der Blick auf einige Erfolgsmodelle jenseits unserer Grenzen komplettieren die Studie.

Mein Fazit: Man muss schon bildungspolitisch und -ökonomisch vorbelastet sein, um wirklich Vergnügen an dieser Ausarbeitung zu finden. Denn hier geht es um Bildung als “volkswirtschaftliches Vermögen” und als “Investition”, um “Bildungsrenditen”, um den nationalen “Bildungsvorsprung”, den es (wieder) zu gewinnen gilt, und immer um Innovationen und die Sicherung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit. Da kann es bei der Lektüre durchaus passieren, dass man bei der Forderung nach einer “Individualisierung von Bildungswegen” noch nickt, aber nur wenige Zeilen später beim “Case-Management”, das eine Bildungslaufbahn begleiten soll, erschrickt. Wenig überraschend, dass es auch Bildungstechnologien (von eLearning oder Wissensmanagement ganz zu schweigen) nicht in dieses Bild “zukunftsfähiger” Bildung geschafft haben.
McKinsey & Company im Auftrag der Robert Bosch Stiftung, unter Mitwirkung von Hartmut Ditton, Peter Fauser, Manfred Prenzel, Jürgen Oelkers und Michael Schratz, 15. Oktober 2008 

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DUMMHEIT gibt’s gratis

Posted on 13 May 2008 by jrobes

Ein ganzes Heft “Bildung”, oder genau genommen, zur “Ökonomie der Bildung”. Natürlich schreiben die brand eins-Autoren auch hier wieder gegen das Konventionelle und Starre, gegen Industrialisierung und Bürokratisierung, suchen Spuren für kreative Ideen, die neben der Spur liegen, feiern unorthodoxe Bildungskarrieren und unmögliche Marktmodelle. Widersprüche werden genußvoll aufgedeckt - und gerne auch produziert. Da steht schnell das Humboldt’sche Bildungsideal neben Start-ups in Silicon Valley. Aber das Ganze ist ein Lesevergnügen mit vielen Inspirationen!!

Einige Stichworte: Geschäftsmodell Universität; Bildungsrendite; Forschungsförderung; eine hierarchiefreie Unternehmensberatung; eine Web 2.0-Schule. Wenn man das Schwerpunktthema gerade hinter sich gelassen hat, folgt noch ein spannender Artikel, der sich mit dem Wissenstransfer via Storytelling auseinandersetzt. Und zwar kritisch und gut: “Eine Wissensübergabe kurz vor Ausscheiden eines Mitarbeiters ist nur Symptombekämpfung”, heißt es da unter anderem.

Derzeit gibt es allerdings nur eine kleine Auswahl an Texten online zu lesen. Warten ist also angesagt. Oder kaufen.
brand eins, 5/ 2008

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Renditen betrieblicher Weiterbildung in Österreich

Posted on 04 April 2008 by jrobes

In der Pressemitteilung der Arbeiterkammer Wien finden sich klare Aussagen: “Jeder Euro, der zusätzlich in Weiterbildung investiert wird, bringt 13 Euro für das Unternehmen.” Und: “Investitionen in Weiterbildung bringen vier Prozent mehr Produktivität.” Dann: “Betriebe, die mehr in Weiterbildung investieren, zahlen durchschnittlich auch höhere Löhne und Gehälter.”

Nun ist erhöhte Produktivität noch kein Gewinn, und man ahnt auch, dass in Weiterbildung investierte Euros sich nicht endlos um den Faktor 13 vermehren. In der Studie selbst, die ich nur hartgesottenen Ökonomen zur Lektüre empfehlen kann, heißt es wohl deswegen am Schluss ehrlich: “Zusammenfassend kann behauptet werden, dass Weiterbildungsmaßnahmen und die Produktivität österreichischer Firmen in einem positiven Zusammenhang stehen. Mit den vorliegenden Daten kann nicht festgestellt werden, ob die Produktivität durch die Weiterbildungen ansteigt oder ob produktivere Firmen mehr in ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen investieren.”
Immerhin: “ein positiver Zusammenhang”!
René Böheim und Nicole Schneeweis, Institut für Volkswirtschaftslehre, Johannes Kepler Universität Linz, September 2007 (pdf)

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Alles in einen Topf

Posted on 23 January 2007 by jrobes

Ein kurzer Ausflug in die Bildungsökonomie: “Auffälligstes Resultat der Analyse der aktuellen Weiterbildungssituation ist die Abnahme der Beteiligung an allgemeiner und beruflicher Weiterbildung sowie die Reduzierung der finanziellen Förderung durch die öffentlichen Haushalte und die Unternehmen.” So hieß es vor kurzem im ersten nationalen Bildungsbericht (Juni 2006, S.136). Handlungsbedarf also. Und während das Bildungsministerium kürzlich ein Modell vorstellte, das aus Weiterbildungsprämien, Darlehen und Bildungssparen besteht (BMBF, Januar 2007), liegt hier ein gewerkschaftlicher Gegenentwurf vor. In seinem Mittelpunkt steht ein kollektives Finanzierungskonzept, das auf die Einrichtung von branchenspezifischen Weiterbildungsfonds setzt. Das Modell existiert in Frankreich übrigens seit 1971. Die individuelle berufliche Weiterbildung soll durch Zuschüsse und Darlehen gefördert werden, das Modell des Bildungssparens wird skeptisch gesehen.

Nun bin ich nicht in der Lage, die verschiedenen Konzepte gegeneinander aufzurechnen. Deshalb nur eine Randbemerkung: Es fällt auf, dass die Autoren vorschlagen, durch Fonds nur “strukturierte Weiterbildungsmaßnahmen” zu finanzieren. Das Lernen am Arbeitsplatz oder im Arbeitsprozess wird explizit ausgeklammert.
GEW, IG Metall und Verdi, Frankfurter Rundschau v. 17 Januar 2007
[Kategorien: Bildungsökonomie, Lebenslanges Lernen]

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Education Signals

Posted on 05 October 2006 by jrobes

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Wer in Bildung investieren will, ist hier richtig. Wobei ich jetzt einmal nicht die Weblogs oder Wikis meine, die man nach Feierabend schreibt oder liest. Sondern den Bildungsmarkt, auf dem nach wie vor viele hoffen, ein vernünftiges Geld zu machen. Allen Konjunkturtälern zum Trotz und in der Hoffnung, vielleicht ein Geschäftsmodell à la eBay zu finden. Der vorliegende Informationsdienst, der erst einige Nummern alt ist, gibt da interessante Einblicke, vielleicht sogar Inspirationen. Er teilt den Bildungsmarkt in drei Bereiche auf - Elementary & Secondary (K12), Post-Secondary (Higher Ed) und Knowledge Services - und beschreibt, was Analysten so beschreiben: Zahlen, Marktbewegungen, Produkteinführungen usw. Der Nachteil: Der amerikanische (internationale) Markt dominiert, deutsche Namen tauchen kaum auf. Einfach mal reinschauen.
Education Signals, Vol. 1, Issue 10, 4 Oktober 2006
[Kategorien: Bildungsökonomie]

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Outsourcing Homework

Posted on 08 December 2005 by jrobes

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Auf der Online Educa in einem Vortrag gesehen und gerade wiedergefunden …
[Kategorien: Bildungsökonomie]

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Das Bildungswesen ist kein Wirtschaftsbetrieb

Posted on 10 October 2005 by jrobes

Das passt gut: Hier finden sich nicht nur die “Einsprüche” gegen die zunehmende Ökonomisierung des Bildungswesens, sondern auch kurze Begründungen. Einen Satz aus der Begründung des ersten Einspruchs möchte ich kurz hervorheben:
“Erziehungs- und Wissenschaftsinstitutionen sind aber von ihrer Zielsetzung her keine Wirtschaftsbetriebe. Sie stellen keine verkäuflichen Güter her.”

Das ist ein Punkt, über den sich trefflich diskutieren ließe (vgl. auch “The brains business”, The Economist, 8 September 2005). Aber ich werde einen Teufel tun und einen weiteren Stein ins Wasser werfen!
Andreas Gruschka, Ulrich Herrmann, Frank-Olaf Radtke, Udo Rauin, Jörg Ruhloff, Horst Rumpf und Michael Winkler, Frankfurter Rundschau, 10 Oktober 2005
[Kategorien: Weiterbildung allgemein, Bildungsökonomie]

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Milchmädchenrechnung. Warum der Vorwurf der Ökonomisierung des Bildungswesens falsch ist

Posted on 10 October 2005 by jrobes

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Am Anfang stand der Aufruf einer Gruppe von Erziehungswissenschaftlern, den ich geflissentlich überlesen habe. “Das Bildungswesen ist kein Wirtschaftsbetrieb” heißt es dort. Inzwischen wurde der Aufruf von mehr als 150 Wissenschaftlern unterzeichnet, und heute will man die “Einsprüche” in Frankfurt der Öffentlichkeit vorstellen.

Der Autor dieses Artikels, der am Donnerstag in der ZEIT erschien, ist selbst Erziehungswissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin. Den Kritikern einer Ökonomisierung des Bildungswesens hält er entgegen, dass sie mit ihren “Einsprüchen” nichts anderes bewirken, als notwendige Reformen zu verhindern. Zu den Stichpunkten “Steuerung und Autonomie”, “Leistungsmessung und Standardisierung” sowie “Wissenschaft im Reformprozess” liefert er seine Argumente, um abschließend zusammenzufassen:

“Die systematische Schwäche der gesamten Kritik, nicht nur der Verfasser der »Einsprüche«, wird damit noch einmal sichtbar: Sie leugnet nicht Reformbedarf, aber nach rückwärts; denn sie fingiert die Vergangenheit des Bildungssystems als heile Welt, die erst von Evaluation und Akkreditierung, Bologna-Prozess und Bildungsstandards bedroht wird, sich aber vorher in der notwendigen »Langsamkeit« dem »Wahrheitsstreben« hingegeben hat. Das ist nicht nur ärgerlich, weil diese Kritik die Vergangenheit verklärt, sondern auch ohne Alternativen formuliert, ohne ein Bild von dem notwendigen Umbau unserer Universitäten angesichts einer ungekannten Expansion der Studierendenzahlen. Der Versuch, die Lehre an den Hochschulen transparenter und strukturierter zu gestalten, wird von den Kritikern als »Verschulung« desavouiert – das ist nur zynisch.”

Sorry für die Verspätung! Jetzt bin ich dabei!
Heinz-Elmar Tenorth, Die ZEIT, 41/2005, 6 Oktober 2005
[Kategorien: Weiterbildung allgemein, Bildungsökonomie]

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Zur Berechnung des Humankapitalbestands in Deutschland

Posted on 10 March 2005 by jrobes

Heute habe ich mir wieder einen kleinen Ausflug in die Bildungsökonomie gegönnt: Es geht um die Frage, wie hoch das gesellschaftliche Bildungsvermögen in Deutschland ist. Sind es 3,7 Billionen Euro, wie die Autoren für 1999 errechnen? Oder 4,6 Billionen (Georg Ewerhart: Ausreichende Bildungsinvestitionen in Deutschland? 2003)? Oder gar 12,4 Billionen, wie es in einer Studie heisst (Alfred Herrhausen Gesellschaft: Wieviel Bildung brauchen wir? 2002)? Die Unterschiede stecken in den Berechnungsmodellen: Wird Humankapital wie Sachkapital abgeschrieben? Werden die Opportunitätskosten als Kosten der Ausbildung berücksichtigt? Und werden gar Elternerziehung und Weiterbildungsmaßnahmen als Lernzeiten einbezogen, was zwar kaum verlässlich zu kalkulieren ist, aber in der Praxis dazugehört und uns den 12,4 Billionen näherbringt?

Wer bis hierhin durchgehalten hat, wird auch die Quintessenz dieses Aufsatzes aushalten: “Dabei zeigt sich, dass sich das reale Humankapital der voll erwerbstätigen Arbeitnehmer im Untersuchungszeitraum kaum verändert hat, während für das Sachkapital in konstanten Preisen eine deutliche Steigerung festgestellt werden kann. … Diese Entwicklung zeigt keine Humankapitalintensivierung des gesamtwirtschaftlichen Produktionsprozesses in Deutschland.” Womit auch bildungsökonomisch bewiesen wäre: Es gibt viel zu tun, um der demographischen Entwicklung und einem drohenden Mangel an hochqualifizierten Arbeitskräften rechtzeitig entgegenzuwirken. Okay, mit Blick auf die verschiedenen Berechnungsmodelle vielleicht nicht “bewiesen”, aber doch bedenkenswert. (Danke, Johannes!)
Christina Henke, IW-Trends – Vierteljahresschrift zur empirischen Wirtschaftsforschung aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln, 32. Jahrgang, Heft 1/2005
[Kategorien: Bildungsökonomie]

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Geld und Wissen: Welche Rendite bringt Bildung?

Posted on 19 February 2005 by jrobes

Anbei noch die Präsentation, die ich auf der LEARNTEC, genauer gesagt: im Rahmen der Sektion M, “Zukunft ohne Risiko? - Wirtschaftliche Bewertung strategischer Bildungsinvestitionen”, gehalten habe. Übrigens: die Zahl der Zuhörer schwankte zwischen 15 und 40 …
Jochen Robes, 17 Februar 2005 (pdf)
[Kategorien: Bildungsökonomie, Human Capital Management]

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Nach dem Urteil das große Geschäft

Posted on 19 January 2005 by jrobes

Da mich das Thema auch auf der Learntec (Sektion M: “Zukunft ohne Risiko? - Wirtschaftliche Bewertung strategischer Bildungsinvestitionen”) beschäftigen wird, sei der Hinweis auf diesen Artikel gestattet, der einige Informationen zum Stichwort “Bildungskredite” zusammenträgt. Und das auch noch mit Lust und Laune:
Dass Studenten manchmal ein unkalkulierbares Risiko sind, wissen Politiker, Uni- wie Polizeipräsidenten aus Erfahrung. Den Banken steht dies noch bevor. Ohne staatliche Rückversicherung dürften es daher private Anbieter schwer haben, Studienkredite bereitzustellen. Die KfW jedoch kennt sich mit der Kreditversicherung bestens aus, hat sie doch die halbe New Economy in Deutschland finanziert.”
Alexander Ross, TAZ v. 19 Januar 2005
[Kategorien: Bildungsökonomie]

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Garantiert: Überleben in der Arbeitswelt

Posted on 11 January 2005 by jrobes

Eigentlich zitiere ich nur ungern aus Publikationen, die ihre Artikel nicht online anbieten. Eine Ausnahme sei bei der Frankfurter Rundschau gemacht, die heute ihre Doppelseite “Studium” dem Thema “Bildungsökonomie” widmet. Dort findet sich auch der Hinweis auf die private FH Göttingen, die eine interessante Antwort auf die Diskussionen um Studiengebühren und Bildungscontrolling gibt:
“Wer ein halbes Jahr nach Verlassen der Privaten Fachhochschule Göttingen keine Stelle gefunden hat - vorausgesetzt, er hat die Zeit nicht in Australien oder Thailand verbracht - bekommt die Gebühren des letzten Studienjahres erstattet.”

Man sollte allerdings auch ergänzen: “vorausgesetzt, er wurde zum Studium zugelassen”. Das Ganze läuft unter “Jobgarantie”. In der Praxis wurde dieses Angebot übrigens noch nie eingelöst, heisst es. Ansonsten gibt es noch einige weitere Informationen zu den Themen Arbeitsmarktprognosen und Bildungsrendite.
Private FH Göttingen
[Kategorien: Bildungscontrolling, Bildungsökonomie]

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Investitionsgut Bildung

Posted on 08 December 2004 by jrobes

Die Unterlagen einer Tagung, zu der BMBF, das ifo Institut für Wirtschaftsforschung und die Nationale Agentur “Bildung für Europa” beim BIBB am 7. Juni 2004 nach Bonn eingeladen hatten, liegen jetzt vor. Und das Wort, das am häufigsten auf dieser Tagung gefallen ist, muss “Effizienz” gewesen sein. Fixpunkte dieses Ringens um Effizienz, Rentabilität und Optimierung bilden dabei die Ziele, die der Europäische Rat in Lissabon 2000 (die EU als “wettbewerbsfähigster und dynamischster wissensbasierter Wirtschaftsraum der Welt” bis 2010) gesetzt hat - und das Erschrecken darüber, von diesen Zielen noch weit entfernt zu sein (siehe auch: “Wo sind die guten Nachrichten?”). Doch wenigstens scheint damit Bewegung in die bildungsökonomische Diskussion gekommen zu sein, wie einige Keynotes bestätigen.

Die Unterlagen und Forschungsergebnisse sind - ich will es vorsichtig formulieren - interessant. Zwei Zitate mögen dies verdeutlichen:
“Selbst wenn man Ausreißer nicht beachtet, lässt sich der Zusammenhang - kleine Klassen sind gut für Schülerleistung - aus der internationalen Evidenz nicht herauslesen.” (Erich Gundlach, Kiel)
“Das Experiment zeigt ganz klar, dass die Schülerleistung in den kleineren Klassen besser ist.” (Steve Pischke, London)
Auch wenn die Referate mehr Fragen als Antworten liefern, die Lektüre lohnt sich. Am besten mit der Tagungsdokumentation (pdf) beginnen.
Nationale Agentur “Bildung für Europa”, Dezember 2004

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Geld und Wissen: Welche Rendite bringt Bildung?

Posted on 03 December 2004 by jrobes

Eigentlich hatte ich geplant, Montag nach Lübeck zu reisen, um am Dienstag auf der Veranstaltung “Wie finanziert man Eliten? Humanvermögensrechnung für Bildungshungrige” zu sprechen. Und zwar über das Thema “Geld und Wissen: Welche Rendite bringt Bildung?” Leider haben weder das Lübecker Marzipan noch der angekündigte Auftritt von Björn Engholm - von meiner Wenigkeit ganz zu schweigen - es geschafft, genügend Teilnehmer anzuziehen, so dass die Veranstaltung heute abgesagt wurde. Schade! Wen aber interessiert, was ich gesagt hätte, bekommt mit der beiliegenden Präsentation vielleicht eine ungefähre Ahnung.
Jochen Robes, Geld und Wissen: Welche Rendite bringt Bildung?, 3 Dezember 2004 (pdf)
[Kategorien: Human Capital Management, Bildungsökonomie]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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