Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

OER und ihr Nutzen für die Bildungspraxis: I’m sexy, but you don’t know it!

In diesen Tagen wird OER gefeiert. In Berlin findet das OER-Festival 2016 statt. Abschließend gibt es die OER-Awards. Es läuft also gut für die Sache Open Educational Resources (OER) bzw. freie Bildungsmaterialien, könnte man meinen. Doch so rege die bildungspolitische Community ist, so wenig passiert „vor Ort“. Deshalb ruft Monika Fischer (Bertelsmann Stiftung) auf, den Diskurs stärker „in die pädagogische Praxis zu tragen“, ein „überzeugendes Wirkungsversprechen zu OER zu entwickeln“ und die spätere Zielgruppe, hier vor allem die Lehrer, besser einzubinden. Christian Füller wirft dann noch an anderer Stelle ein: „Macht „OER“ endlich verständlich!“

Alles gute Punkte. Doch was am Ende des Tages hierzulande fehlt, ist Leidensdruck. Die Bildungsprobleme, die wir haben, sind keine OER-Probleme. Hinzu kommt, dass sich jeder Change in den „besonderen Organisationen“ Schule und Hochschule besonders schwer tut. Was nicht bedeutet, mit der Überzeugungsarbeit nachzulassen, sondern nur, mit realistischen Erwartungen an das Thema heranzugehen.
Monika Fischer, Blog „Aus- und Weiterbildung“/ Bertelsmann Stiftung, 23. Februar 2016

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