Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Weg mit den Büchern!

Rafael Ball hat der NZZ am Sonntag ein Interview gegeben, das viel gelesen und kommentiert wurde (z.B. hier). Darin spricht er eigentlich Altbekanntes aus: dass nämlich das Internet das Geschäftsmodell der Bibliotheken auf den Prüfstand stellt, dass sie als Kulturgut möglicherweise „überbewertet“ werden, dass es heute keine gedruckten Bücher mehr braucht, usw. Stattdessen sollten sich Bibliotheken lieber als Kommunikationszentren neu erfinden, mit neuen Angeboten und Dienstleistungen. Die Reaktionen auf das Interview lassen sich möglicherweise damit erklären, dass Rafael Ball die ETH-Bibliothek in Zürich leitet. Bei Vertretern dieser Berufsgruppe unterstellt man halt ein sinnliches Verhältnis zum Buch und erwartet nicht Sätze wie „Für mich beruflich als Bibliothekar wird das Buch künftig kein entscheidendes Medium mehr sein“.
Michael Furger, Interview mit Rafael Ball, NZZ am Sonntag, 7. Februar 2016

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