Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Digitale Lernszenarien im Hochschulbereich

Im Auftrag der Themengruppe „Innovationen in Lern- und Prüfungsszenarien“ des Hochschulforums Digitalisierung hat das HIS – Institut für Hochschulentwicklung (HIS – HE) diesen Überblick auf 114 Seiten vorgelegt. Dazu wurden 57 nationale und 188 internationale Fallstudien auseinandergenommen und neu zusammengesetzt. Das ergab zuerst eine Liste mit 16 digitalisierten Lernelementen und -formaten: von „Adaptives Lernen“ bis „Vorlesungsaufzeichnung (Live-Digitized-Lecture)“, und mit „Makerspaces“ im Anhang als Bonustrack. Und dann, in einem zweiten Aggregationsschritt, 8 Lernszenarien, die kurz beschrieben und auf ihre Stärken und Schwächen abgeklopft werden.

hfd_201601.jpgZusammenfassend: „Dabei wird deutlich, dass Digitalisierungsprozesse sowohl zur Weiterentwicklung klassischer Lernszenarien als auch zur Öffnung der Hochschulen der Gesellschaft und neuen Zielgruppen gegenüber beitragen können.“ (S. 9)

Kurz: Viel Material, viele Beispiele und alle Stichworte, auf die man heute in der Diskussion über neue Lehr- und Lernformate stößt. Allerdings darf man auch hier mit Blick auf die Ordnungsversuche der Autoren nicht allzu streng sein. Wenn die Rede von „digitalisierten“, „teilweise digitalisierten“, „onlinebasierten“ Lernelementen, Lernformaten und Lernszenarien ist, so steckt auch darin eine Botschaft: Es fehlt immer deutlicher an einer klaren Beschreibung bzw. Systematik von Lehr- und Lernszenarien.
Klaus Wannemacher (HIS-HE), Hochschulforum Digitalisierung, Arbeitspapier Nr. 15, Januar 2016

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