Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Forgetting Our History: From the Reusability Paradox to the Remix Hypothesis

Das „Reusability Paradox“, von dem David Wiley hier spricht, bezieht sich auf die Idee der Lernobjekte („learning objects“, der eine oder andere wird sich erinnern). Das Paradox lautet in diesem Fall: Entweder man entwickelt Lernobjekte für eine bestimmte Zielgruppe, also mit viel Kontext: dann werden diese Lernobjekte in anderen Kontexten nur schwer einsetzbar sein. Oder ich halte Lernobjekte so allgemein wie möglich: dann werden sie keine Zielgruppe richtig ansprechen und didaktisch wertlos. Deswegen, aber nicht nur deswegen, sind die meisten Projekte rund um Lernobjekte gescheitert, und das Thema ist aus der Diskussion verschwunden.

Die „Remix Hypothesis“ könnte eine Lösung bieten: „The way to escape from the Reusability Paradox is simply by using an open license. … Learning objects that are published using open licenses – also known as open educational resources – eliminate the Reusability Paradox.“

Aber David Wiley ist erfahren genug, um anzumerken, dass OER nur einen ersten Schritt darstellt: „However, making something possible is not the same as actually doing it. OER make it possible for us to contextualize our resources and customize our pedagogies to support more effective learning, but they don’t do the work for us.“

Der ausführliche Beitrag ist übrigens eine kritische Reaktion auf eine aktuelle Ankündigung von McGraw-Hill: „McGraw-Hill Education Takes Important Step in Open Technology, Enabling Educators to Build Personalized Learning Experiences“.
David Wiley, iterating toward openness, 15. April 2015

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