Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

WOL – der digitale Blick über die Schulter

WOL steht für „Working Out Loud“, ein Begriff bzw. ein Konzept, das gerade fleißig gehandelt und diskutiert wird. Mir ist es zuletzt am Montag auf der CeBIT begegnet, als mein Panel-Nachbar Ragnar Heil (Microsoft) einige WOL-Erfahrungen mit den Anwesenden teilte (und auch eine Spielfläche, auf der er aktiv ist: www.medium.de). Harald Schirmer (Continental) gibt nun in seinem Blog einen ausführlichen Überblick über das Konzept, einige seiner Vertreter und weist auf einen Schwerpunkt hin: dass man Transparenz und Vernetzung nicht nur verbessert, indem man seine Arbeitsergebnisse teilt, sondern, indem man bereits die Arbeitsprozesse, die alltägliche Abläufe, Erfahrungen und vor allem Fehler, transparent macht. Schließlich versucht er sich noch an einer Übersetzung von WOL und schlägt „Über die Schulter blicken“ vor.

Nachdem ich das Stichwort in den letzten Wochen mehrmals überlesen habe, bin ich jetzt doch „hängengeblieben“: zum einen, weil die Nähe zu informellen Lernprozessen unübersehbar ist (siehe auch die Grafik von Harold Jarche); zum anderen, weil die Übersetzung von WOL in konkrete Regeln und Routinen für das Management von Netzwerken (auch von Learning Communities!) hilfreich sein kann. Solche Routinen können z.B. drei Stichworte über ihre Arbeitsaufgaben sein, die Mitarbeiter am Montag morgen in das Netzwerk geben; oder drei Erfahrungen der zurückliegenden Woche, die sie am Freitag öffentlich festhalten. Reflektion, Feedback und Lernprozesse inbegriffen.
Harald Schirmer, Blog, 19. März 2015

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