Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Digitales Lernen. Moocs einfach auf den Punkt gebracht

lvm_201310.jpgDie Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat jetzt einen Band ihrer Reihe „Digitalkompakt“ dem Thema MOOCs gewidmet. Man will „über den neuen Trend des digitalen Lernens informieren und die damit verbundenen Chancen und Risiken aufzeigen“. Die Broschüre enthält Hintergrundinformationen – von der Khan Academy, über OER bis zum ersten MOOC, der auch hier Sebastian Thrun zugeschrieben wird. Hannes Klöpper (iversity) darf erläutern, „warum wir auch MOOCs brauchen“. Und Rolf Schulmeister darf im Interview den kritischen Blick auf MOOCs werfen („Hier ist viel Marketing-Sprech im Spiel“). Insgesamt ein ausführlicher Überblick und Einstieg, der das Thema auch aus deutscher Perspektive beleuchtet. Und die ist halt gerade mit Blick auf unser Bildungssystem nicht deckungsgleich mit z.B. den US-amerikanischen Rahmenbedingungen.
Dennis Buchmann, Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), Düsseldorf, September 2013 (pdf)

PS: Es gibt auch ein kurzes Video (Buch & Regie: Mario Sixtus) der LfM zum Thema, in dem allerdings die kleinen Schönheitsfehler der Broschüre (z.B. Salman Khan als „einer der Auslöser der MOOC-Welle“ oder der Konnektivismus als „Theorie hinter all den MOOC-Varianten“) stärker ins Auge springen.

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3 Responses to “Digitales Lernen. Moocs einfach auf den Punkt gebracht”

  1. Martin Lindner

    die boschüre hat mich auch positiv überrascht. ich glaube, das video (das ich auch nicht gut finde) ist nicht vom broschüren-autor buchmann, sondern vom sixtus-studio blinkenlichten.

    aber dass khan der auslöser der eigentlichen welle war, stimmt: thrun kam wohl auf die konkrete idee zu seinem AI-xmooc, nachdem er mit khan bei TED aufgetreten war. die machart mit den vielen selbstgedrehten videos weist ja auch klar auf diese inspiration hin. khans sensationserfolg war in den USA wichtig, nicht die nischen-projekte von downes/siemens/cormier.

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  2. Jochen Robes

    Vielleicht bin ich hier zu pingelig. Aber da der LfM-Autor schon so schön zwischen cMOOCs und xMOOCs unterscheidet, könnte er auch die Linie von Khan deutlicher zu Sebastian Thrun ziehen; auch hat Khan ja nach gemeiner Lesart nur die Produktion kurzer Videos popularisiert und nicht die Entwicklung eines „Online Kurs“-Formats.

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