Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Corporate MOOCs für Wissens- und Innovationsmanagement

Manchmal habe ich das Gefühl, dass einige Zwischenschritte übersprungen werden, wenn jetzt Corporate MOOCs diskutiert werden. Aber es bietet sich natürlich an: Denn es ist eine Sache, eine Infrastruktur wie Sharepoint einzuführen. Eine andere ist es, diese Möglichkeiten mit den täglichen Arbeits- und Lernprozessen zu verbinden sowie Anlässe und Gelegenheiten zum Austausch zu bieten. Und MOOCs sind gerade in aller Munde, warum also die Diskussion nicht hier beginnen? Das hat sich vielleicht auch Michael Ludwig Höfer gedacht, der seine eigenen MOOC-Erfahrungen hier weitergeführt hat. In diesem Artikel für die aktuelle Ausgabe des DOK.magazins verbindet er MOOCs, Sharepoint und Innovationsmanagement. Ein guter Startpunkt. Sein Fazit:

„Gerade für größere Unternehmen bietet sich die Möglichkeit, über Corporate MOOCs collaborative Prozessein das Wissensmanagement hineinzutragen und in Richtung Innovationsmanagement weiterzuentwickeln …“
Michael Ludwig Höfer, Streifzüge, 26. Februar 2013

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3 Responses to “Corporate MOOCs für Wissens- und Innovationsmanagement”

  1. Michael Ludwig Höfer

    Hallo Hr. Robes,

    freut mich dass Sie meine Gedanken zu dem Thema interessant und einen „guten Startpunkt“ finden. Auch für mich ist der Inhalt des Artikels ein Zwischenschritt gewesen. Darf ich fragen welche Zwischenschritte aus Ihrer Sicht übersprungen werden?

    Meine Herangehensweise war übrigens nicht MOOCs als Anlass zu nehmen über Arbeits- und Lernprozesse nachzudenken. Sondern genau umgekehrt: Als Sharepoint-Consultant denke ich schon seit einer Weile über Collaboration und Wissensmanagement nach, und vermisse aus dieser Perspektive Lernaspekte und Dynamik. Woher kommen neue Ideen, kommt neues Wissen? Wie kann man das initiieren, und vorantreiben?

    In diesem Kontext haben MOOCs meine Aufmerksamkeit erregt – siehe Artikel: ob man mit MOOCs auch im Intranet collaborativ/sozial lernen kann?

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  2. Jochen Robes

    Besten Dank für die Ergänzungen, Herr Höfer. Bei den „Zwischenschritten“ denke ich an die vielen anderen Formen der Vernetzung und des Austauschs, die „draußen“ fleißig geprobt werden, an die Live Chats in Twitter, die Blog Carnivals, Jam-Sessions, Online-Konferenzen, Topic Weeks usw., alles spannende Formate, die zum Teil „handlicher“ sind als MOOCs, aber im Moment etwas in den Hintergrund gerückt sind.

    Aber ich bin da auch pragmatisch. Warum nicht die Diskussion des social learning in Intranets, die Sie ja auch ansprechen, mit MOOCs starten?
    Beste Grüße, JR

    Antworten
  3. Michael Ludwig Höfer

    Da sind unsere Standpunkte wohl nicht weit voneinander entfernt.

    Die „Zwischenschritte“ mag ich ihnen gar nicht in Abrede stellen. Z.B. wären interne Barcamps auch so eine Sache, die ein enormes Potential hat, und noch nicht so gelebt wird wie es sein könnte.

    Irgendjemand meinte auch mal dass MOOCs seiner Meinung sowas wie Barcamps seien, aber eben online. Fand ich gar nicht schlecht.

    Antworten

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