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Haus des Wissensmanagements - Die theoretischen Bausteine

Posted on 16 October 2012 by jrobes

Natürlich liegt es nahe, zwei in der Theorie und Praxis des Wissensmanagements bekannte Modelle zu nehmen und übereinander zu  legen. So wie im vorliegenden Beitrag mit dem TOM-Modell (TOM = Technik, Organisation, Mensch) und dem Wissenskreislauf geschehen. Aber so richtig überzeugen kann das Ergebnis nicht. Was sicher daran liegt, dass die einzelnen Bausteine des Wissenskreislaufs nur schwer vom “Handlungsfeld Mensch” zu trennen sind. Aber vielleicht bin ich ja mit dieser Sicht alleine …
Kay Fromhold-Treu, Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), 5/2012, September/ Oktober 2012, S. 6-7 (pdf)

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8 Comments For This Post

  1. Frank Vohle Says:

    Hallo Herr Robes, die Hausmetapher gefällt mir - obwohl schon oft gebraucht - immer noch gut, denn sie erzeugt spontan bei den Zuhörern ein Assotiationsfeld von Investition, Zeithorizont, Planung, Architektur, Unplanbares (Bdingungen) und später mal drin wohnen wollen (Zweck). Was die Vermengung der beiden Modelle angeht: wenn man alles integral darstellt, dann trifft das vielleicht die “Wirklichkeit”, aber solche Modelle haben doch eher die Funktion zur Intervention, Mitarbeiter anzusprechen, ihnen das Wesentliche vielleicht übertrieben, künstlich-reduziert, zu erläutern. Die Gehhilfe schmeist man dann einfach weg. Grüße! Frank Vohle

  2. Jochen Robes Says:

    Bin voll und ganz dabei! Sehe das “Haus” auch eher als Infografik und weniger als Versuch, jedem Baustein einen festen, unumstößlichen Platz zuzuweisen. Gruß, JR

  3. Boris Jäger Says:

    Konzeptionelle Modelle heissen auf neudeutsch dann wohl “Infographik”! ;-) “Gefällt mir!” :-)

    Bei xingKM läuft gerade auch eine Metapher-Diskussion, bei der Julia Kaltenbeck von der Plattform Wissensmanagement das Unternehmen mit einer “Wissenswerkstatt” vergleicht. Hammer und Schraubenzieher gibt es ja auch schon im “Haus des WM”…

    Link zur Diskussion: http://tinyurl.com/xingKM-Wissenswerkstatt

    Angenehmes Wochenende!

  4. Steffen Doberstein Says:

    Hallo Herr Robes,
    also grundsätzlich finde ich den Versuch mehrere Modelle zu einem integrativen Ganzen zu verbinden lobenswert, vorausgesetzt es ist möglich. Ziel soll sein verschiedene Perspektiven auf Wissensmanagement so darzustellen, dass man erkennt, der eine schaut vielleicht auf die Rückseite der Medaille, der andere von vorn, aber letztlich handelt es sich um das gleiche Objekt, man muss sie nur zum Modell Medaille zusammenfassen.
    Allerdings muss ich gesehen, dass ich es nicht so richtig glücklich finde, weil ich den Eindruck habe, hier werden enfach nur die Bausteine, die man so gefunden hat, nebeneinander gelegt (außer in der Mitte). Wirklich integriert sieht es nicht aus. Praktikabel zur Erläuterung … mhm … bin mir noch nicht sicher.
    Ich habe nur immer noch nicht verstanden wie die Beziehung zum WM-Modell der GfWM ist. Wird das dadurch abgelöst? Nur so macht es für mich Sinn, dann ist aber die Webseite veraltet oder ich verstehe die Zusammenhänge hier überhaupt nicht.
    Auch Ihren Einwand: ” Was sicher daran liegt, dass die einzelnen Bausteine des Wissenskreislaufs nur schwer vom “Handlungsfeld Mensch” zu trennen sind” habe ich nicht intellektuell verstehen können. Das Handlungsfeld Mensch ist doch integriert? Können Sie das noch näher erläutern?

  5. Jochen Robes Says:

    @Boris Jäger: Besten Dank für die Verlinkung!

    @Steffen Doberstein: Zur Beziehung dieses Artikels zum GfWM-Modell kann ich nichts sagen. Allerdings weist der Autor auf keine Beziehung hin, warum sollte es eine geben? Oder vermissen Sie einen Hinweis in der Art, “dass die in den folgenden Artikeln geäußerten Meinungen nicht mit der Meinung der GfWM übereinstimmen müssen”?

    Was die Handlungsfelder im “Haus” betrifft: Der Autor hat ja nicht zufällig die einzelnen Bausteine mal ins Handlungsfeld Technik, mal ins Handlungsfeld Mensch gesetzt. Das ist aber aus meiner Sicht nicht zwingend. So könnte man z.B. für alle Stationen des Kreislaufs technische Werkzeuge suchen, die sie unterstützen. Ein “Nebeneffekt” ist auch, dass die Kreislauf-Logik, d.h. die Abfolge der Schritte, wie man sie z.B. bei Probst findet, hier unterbrochen wird, damit die Zuordnung zu den Handlungsfeldern plausibel ist. Kurz: Beide Modelle “passen” nicht auf Anhieb.

  6. Frank Vohle Says:

    Es ist bei der Metaphernarbeit gar nicht so wichtig, die Sache “richtig” zu treffen, ob das nun da hin kommt oder da. Vielmehr sollte man die Beteiligten mit der (Einstiegs)Metapher helfen, eigene Konstruktionsprozess aufzubauen. Dabei können die “Bausteinen” aus dem Wissensmanagement helfen. Entsprechend finde ich auch die Werkstatt-Metapher hilfreich, weil signalisiert wird: WIR werkeln. Wenn dabei das Rad nicht immer wieder neu erfunden wird, umso besser. Aber genau hier liegt ja auch der tiefere Sinn der Prozessbegleiter.

  7. Doberstein Says:

    Hallo Herr Robes,

    OK, das verstehe ich jetzt.
    Vielleicht hat Herr Vohle ja recht, ich befürchte aber, dass ein Modell, zu welchem man sagt, “Bitte nehmen Sie es nicht so genau.” die “Anwender wohl eher irritiert denn unterstützt.

    Meine Frage mit dem GfWM-Modell kam von der Überlegung, dass sie nun 2 WM-Modelle hat, aber nun habe ich noch einmal in den Newsletter geschaut und bemerkt, dass es sich hier nicht um eine offizielle Verlautbarung der GfWM handelt, sondern um einen Beitrag eines freien Autors und somit mitnichten um das “neue” GfWM-MOdell der GfWM.

  8. Frank Vohle Says:

    Hallo Herr Doberstein, das ist ein interessanter Punkt! Ich würde deshalb auch nicht mehr von Modell, sondern (gegenüber den Mitarbeitern) von Heuristik(en) sprechen. Die Frage ist doch: Was heißt “Genauigkeit” bei komplexen Problemen (wie der Einführung von WM). Es gibt meiner Meinung nicht (mehr) das Mastermind, keine sauberen Modelle oder gerade Kanäle … bestenfalls (zerklüftete) Canyons.

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