Archive | June, 2012

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Bildung in Deutschland 2012

Posted on 29 June 2012 by jrobes

Der vierte Bildungsbericht liegt vor,  ein “indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zur kulturellen Bildung im Lebenslauf”, und das heißt 360 Seiten mit Zahlen, Fakten und Informationen zur Bildung. Die Analyse zur kulturellen Bildung im Lebenslauf ist sozusagen der Fokus 2012 in Form eines separaten Kapitels. Davor, auf den Seiten 141 - 156, geht es um die Weiterbildung und das Lernen im Erwachsenenalter und ich zitiere, was die Presseinformation für dieses Kapitel festhält:

“An der Situation in der Weiterbildung hat sich im Berichtszeitraum in der Struktur der Angebote wie auch der Teilnahme wenig geändert, so dass die bisherigen sozialen Disparitäten in der Weiterbildungsteilnahme weitgehend stabil bleiben. Angesichts der Wissensdynamik und der demografischen Entwicklung erscheinen folgende Befunde besonders problematisch:
- In der betrieblichen Weiterbildung kommt es zu einem deutlichen Rückgang der Weiterbildungsteilnahme von Fachkräften und der jüngsten Altersgruppe.
- Es gibt weniger Weiterbildungsangebote für Ältere, sowohl in Betrieben als auch in öffentlichen Weiterbildungseinrichtungen.
- Bei der Weiterbildung hochqualifizierter Arbeitskräfte dominieren außeruniversitäre Anbieter, die Rolle der Universitäten erscheint schwach.
- Über Weiterbildungseffekte besteht nur begrenzte Transparenz.”

Internet und E-Learning tauchen in diesem Kapitel nur ganz allgemein, als “selbstgesteuertes Lernen mit Medien”, auf, das aber lediglich in 18 Prozent der Unternehmen eine Rolle spielt (S.146). Und “Hochqualifizierte [sind] in informeller Weiterbildung doppelt so aktiv wie andere Gruppen”, lese ich noch (S.148), bevor ich das Dokument wieder zuklappe.
Autorengruppe Bildungsberichterstattung, im Auftrag der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Juni 2012

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Gesture-Based Computing

Posted on 29 June 2012 by jrobes

So lautet der erste der beiden Trends, die der diesjährige Horizon Report auf seiner Skala noch vier bis fünf Jahre vor dem Durchbruch sieht (”time-to-adoption”). Doch was sind eigentlich alles “Gesten”? Wie funktioniert die “gestenbasierte Kommunikation”? Was ist “gesture based computing”? Und schließlich die Frage, wie sich das Thema in der Hochschullehre und Lernkontext etablieren kann. Aber ich will es an dieser Stelle kurz machen, denn das waren genau die Stichworte, die Ulrike Lucke, die am Institut für Informatik der Universität Potsdam unterrichtet, in der Live-Session aufgenommen hat. Ich kann die Präsentation und die anschließende Diskussion nur wärmstens als Überblick empfehlen! Weitere Informationen mit vielen Links auf Anwendungsbeispiele finden sich in den Blogbeiträgen zum Thema und auf unseren Kursseiten.
Ulrike Lucke, Open Course 2012, 21. Juni 2012

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4 Professors Discuss Teaching Free Online Courses for Thousands of Students

Posted on 28 June 2012 by jrobes

Interessant ist, wo das Schwergewicht der Professoren liegt, die an den neuen Startups Coursera, Udacity und Udemy in MOOCs involviert sind: Sie produzieren vor allem Inhalte, konkret: Videos! Und hier liegt vielleicht ein wichtiger Unterschied zwischen den klassischen MOOCs von Stephen Downes, George Siemens u.a. und den neuen Experimenten im MIT-, Harvard- und Stanford-Umfeld: Während die einen mehr auf RSS, das Aggregieren von Nachrichten und das Vernetzen setzen, geht es letzteren vor allem um die Vermittlung von Inhalten. Curtis Bonk, der für Blackboard einen MOOC veranstaltet, erwähnt noch einen wichtigen Punkt:

“My chief concern is that there have been MOOC’s in the past, and some people seem to treat them as a type of religious experience both in terms of the content covered and the ways in which information is displayed, communicated, and reused. However, each MOOC is different. I think we need additional research on how to structure a MOOC, the types and forms of incentives to embed in such a course, the forms of learning assistance or scaffolding that are now possible, the range of resources that can bolster a MOOC-like experience, and so on.”
Jeffrey R. Young, The Chronicle of Higher Education, 11. Juni 2012

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Open Education: Offene Bildung und offenes Lernen ­– mehr als nur eine Alternative für E-Learning

Posted on 28 June 2012 by jrobes

Und noch ein Artikel, der sich mit dem Thema “Open Education” beschäftigt und der in der Juni-Lieferung des Handbuchs E-Learning erschienen ist! Auch Markus Deimann von der FernUniversität Hagen stellt im ersten Schritt Open Educational Resources vor, bevor er ausführlich auf Massive Open Online Courses und erste Erfahrungen mit dem neuen Format eingeht. Auch wenn ich nicht allen Details in der Beschreibung der MOOC-Landschaft zustimme: Es finden sich interessante Denkanstöße wie z.B. die Erinnerung an die Geschichte der Fernstudien oder die Diskussion um die Notwendigkeit “geschlossener Lernräume”. Und es kann gar nicht genug Artikel zum Thema geben. Wenn es dann noch die Herausgeber schaffen, sie auf zwei Ausgaben zu verteilen …
Markus Deimann, in: Hohenstein, A./Wilbers, K. (Hrsg.): Handbuch E-Learning. Expertenwissen aus Wissenschaft und Praxis, Köln 2012, 42. Erg.-Lfg., Juni 2012

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Why Open Education Matters

Posted on 27 June 2012 by jrobes

“We want you to tell that story to the world” heißt es auf der Webseite. Zehn Jahre, nachdem der Begriff Open Educational Resources auf der öffentlichen Bühne auftauchte, haben Creative Commons, das U.S. Department of Education, die Open Society Foundations und die Participatory Culture Foundation eingeladen, in einem kurzen Video zu erklären, “why open education matters”. Bis zum 5. Juni konnten Filme eingereicht werden. Jetzt stehen über 60 zur Auswahl. Alle unter drei Minuten lang. Bis zum 11. Juli kann man seine Stimme abgeben. Hier geht es zu meinem Favoriten.
Why Open Education Matters, Juni/ Juli 2012

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Massive List of MOOC Resources, Lit and Literati

Posted on 27 June 2012 by jrobes

Zuerst eine kurze Liste mit “a few godfathers and godmothers of thinking on MOOCs” (George Siemens, Stephen Downes, David Wiley, Dave Cormier, Candace Thille, Alec Couros, Wendy Drexler) und dann eine lange Liste mit vielen Links. Zum Stöbern, zur MOOC-Vorbereitung oder für die nächste Diplomarbeit.
Erica St. Angel, 25. Juni 2012

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2012 Paris OER Declaration

Posted on 26 June 2012 by jrobes

2002, genau ein Jahr, nachdem das MIT mit seinem OpenCourseWare-Projekt werbewirksam an die Öffentlichkeit ging, veranstaltete die UNESCO ein Forum in Paris, “to assess impact of Open Courseware for Higher Education”. Auf diesem Forum wurde der Begriff “Open Educational Resources” geprägt. Genau zehn Jahre später, genau genommen in der letzten Woche, traf man sich wieder in Paris, um den Stand der Dinge zu diskutieren und die OER Declaration zu verabschieden. In ihr werden auch die offenen Baustellen auf der OER-Agenda genannt: z.B. die weitere Verbreitung offener Lizenzmodelle, die Entwicklung von OER in verschiedenen Sprachen und kulturellen Kontexten sowie die Förderung von OER-Forschungsprojekten. Was Open Educational Resources genau sind, hat Abel Caine, Programme Specialist am UNESCO’s Communication and Information Sector für die Konferenz, aber auch darüber hinaus, in einem kurzen Video zusammengefasst.
UNESCO, 20.-22. Juni 2012

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Zukunft des Lernens. Ein Leben auf Displays

Posted on 25 June 2012 by jrobes

Nach dem “Edupunk” in der ZEIT jetzt die Bildungsgewinner in der SZ? Das Interview mit dem Trendforscher Sven Gábor Jánszky besteht aus zwei Teilen: im technischen Teil geht es um unsere Umgebung, die zum Display wird, und um die Verschmelzung von Realem und Virtuellem, von Präsenz und Online: “Ein Lehrbuch der Zukunft ist nicht dafür da, dass ich darin etwas lese, sondern dass alle die gerade auch darin lesen, miteinander kommunizieren können.” Hier möchte man das Wörtchen “nur” ergänzen (”… ist nicht nur dafür da, …), aber okay. Im bildungspolitischen Teil setzt der Forscher dann seine ganze Hoffnung darauf, “dass das kommerzielle Bildungssystem möglichst schnell möglichst groß wird! Es ist unsere Zukunft.” Und das darf man sicher auch anders sehen.
Ina Kast, Interview mit Sven Gábor Jánszky, Süddeutsche.de, 21. Juni 2012

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Massive Open Online Courses: Das Potenzial des offenen und vernetzten Lernens

Posted on 22 June 2012 by jrobes

“Massive Open Online Courses (MOOC) sind eine spannende Alternative zu den bekannten Formen des Online-Lernens. Sie ziehen weltweit regelmäßig Tausende von Interessierten an. MOOCs sind offen, frei zugänglich und setzen auf die Eigenverantwortung, die Motivation und das Engagement des einzelnen Lernenden. Im Vordergrund stehen die Möglichkeiten des gemeinsamen, vernetzten Lernens, die das Web heute bietet. Der folgende Beitrag stellt das Konzept der MOOCs vor und stellt sie in den Kontext politischer Initiativen und pädagogischer Ideen. Es werden beispielhafte Projekte vorgestellt, bevor diskutiert wird, welche Chancen, aber auch offene Fragen mit dem neuen Konzept verbunden sind.”
Jochen Robes, in: Hohenstein, Andreas/Wilbers, Karl (Hrsg.): Handbuch E-Learning, Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), Köln, 42. Erg.-Lfg., Juni 2012 (pdf)

Foto (YouTube):  Dave Cormier

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Learning Analytics

Posted on 22 June 2012 by jrobes

Eine gelungene kurze Darstellung des neuen Forschungsfeldes: Zuerst verorten die Autoren “Learning Analytics” zwischen “quantified self” und “big data”, zwischen “educational data mining” und “information visualization”; dann stellen sie eine Reihe von Perspektiven und Fragen vor, die mit dem Thema einhergehen, z.B.:

“A really tough problem is figuring out what are meaningful learning traces: this is all the more problematic in learning, where there seems to be less consensus on what are relevant criteria… Maybe time of day or location are relevant. And maybe they are not. Maybe whom the learner is with or what device she is using is relevant. Maybe not. Maybe what the teacher has had for lunch or the background noise level is important. Maybe not. As mobile devices proliferate, and as these devices integrate more sensors, there are more and more characteristics that we can measure. Still, it is not because we can measure them that they are relevant. However, it is often difficult to figure out beforehand what will be relevant, why or how…”
Erik Duval und Katrien Verbert, eleed, Vol. 8., Juni 2012

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Learning in a digital age: Myth and reality

Posted on 21 June 2012 by jrobes

Steve Wheeler ist ja auch hierzulande, spätestens nach seinen Auftritten auf LEARNTEC und Zukunft Personal, kein Unbekannter mehr. Diese Slides gehören zu einem Vortrag, den er Anfang Juni auf einer eLearning 2.0 Conference in London gehalten hat. Dabei arbeitet er sich sehr spielerisch und wie immer mit eindrucksvollen Bildern an einigen Vorurteilen bzw. Fehlurteilen ab, die uns in der Weiterbildung immer wieder begegnen. Es beginnt mit “The next big thing - flipped classrooms” und hört auf mit “Failure is a bad thing”. Zum Blättern.
Steve Wheeler, Slideshare, 15. Juni 2012

Learning in a digital age: Myth and reality

View more PowerPoint from Steve Wheeler

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Educate your customers – Kundenfokussiertes E-Learning

Posted on 21 June 2012 by jrobes

Zuerst habe ich gezögert: E-Learning für Kunden als “zukunftsorientierte Entwicklung”? Darüber wird doch schon seit Jahren gesprochen!? Bei der Lektüre wird dann schnell klar, wo heute der Unterschied liegt: Während man vor zehn Jahren noch an das Web-based Training dachte, das man nicht nur Mitarbeitern, sondern auch Kunden zur Verfügung stellen könnte, geht es heute um eine breite Palette an Möglichkeiten: dazu gehören synchrone Formen wie Webconferencing, Kundenchats, interaktive 3D-Welten, Kundencommunities und sogar “user-generated content”, den mutige Trendsetter in die eigene Social Media-Strategie einbinden. Und weil es heißt “markets are conversations”, empfiehlt Daniel Stoller-Schai (UBS AG) auch gleich das “Cluetrain Manifesto” als Einstiegslektüre. Ansonsten ist der Artikel eine gelungene Einführung ins Thema, mit vielen Beispielen und Vorschlägen zum systematischen Vorgehen. Und ganz klar: Wir sind hier an der Schnittstelle von Weiterbildung, Marketing und Vertrieb. Mit fließenden Grenzen.

“Kundenfokussiertes E-Learning umfasst alle Formen von elektronisch unterstütztem Lernen, das sich an Kunden richtet und dazu beiträgt, den Wert eines Produktes oder einer Dienstleistung zu steigern und damit die Kundenbindung zu erhöhen.”
Daniel Stoller-Schai, in: Hohenstein, Andreas/Wilbers, Karl (Hrsg.): Handbuch E-Learning, Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), Köln, 41. Erg.-Lfg., April 2012 (via Scribd)

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Top US universities put their reputations online

Posted on 20 June 2012 by jrobes

Eine weitere Zusammenfassung der jüngsten Online-Projekte von Harvard und MIT (edX) sowie Stanford (Coursera). Im Mittelpunkt stehen die Teilnehmerzahlen, an denen offensichtlich kein Reporter so schnell vorbeikommt; dann die Frage nach den Konsequenzen für die traditionellen Hochschulen und ihre Hochschullehre; und die Frage, wie das Geschäftsmodell für “open learning” aussieht und wie kleinere Hochschulen hier mitspielen können. Und schließlich “big data & learning analytics”:

“Michael Smith, dean of Harvard’s faculty of arts and sciences, describes the “incredibly important research opportunity” provided by edX. “We will collect enormous amounts of data from the edX platform about how students are interacting with the courses and online tools and assessments.”
Sean Coughlan, BBC News, 20. Juni 2012

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A Critique of Connectivism as a Learning Theory

Posted on 19 June 2012 by jrobes

M.C. Wade stellt sich in die Reihe derjenigen, die den Connectivismus nicht als eine Lerntheorie betrachten: “… it currently lacks the capacity to explain what constitutes learning”, heißt es unter anderem. Aber als Anleitung für eine neue pädagogische Praxis besitzt er, wenn ich es richtig lese, seine kritische Sympathie.

“In this article, I highlight current theories of learning and critically analyze connectivism within the context of its predecessors, to establish if it has anything new to offer as a learning theory or as an approach to teaching for the 21st Century.”
M.C. Wade, Cybergogue, 29. Mai 2012

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Web 2.0 als Basistechnologien für CSCL-Umgebungen

Posted on 19 June 2012 by jrobes

Das Begriffsungetüm “computer-supported cooperative/collaborative learning” (CSCL) hält sich hartnäckig. Aber hier spielt es nur in der Überschrift eine Rolle. Ansonsten haben Martin Ebner und Anja Lorenz einen Einführungstext geschrieben, in dem zuerst der Begriff Web 2.0, wie O’Reilly ihn verstanden hat, erklärt wird. Und dann werden der Reihe nach Social Networking Services, Wikis, Weblogs, Microblogging, Media Sharing und Social Bookmarking vorgestellt. Was mir gefällt, sind die Screenshots, auf denen wichtige Funktionen der einzelnen Instrumente numeriert sind, um sie anschließend im Text schrittweise vorzustellen.
Martin Ebner und Anja Lorenz, in: CSCL-Kompendium 2.0. Haake, J., Schwabe, G., Wessner, M. (Hrsg.). 2012. Oldenbourg, München, S. 97-111 (via Scribd)

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Let’s break a record with my new statistics class

Posted on 18 June 2012 by jrobes

Diese E-Mail habe ich (und wahrscheinlich nicht nur ich) gestern von Sebastian Thrun erhalten (oder von jemandem, der mit seinem Namen E-Mails verschickt):

“Hi Jochen Robes,

I am writing you to ask a personal favor. I am trying to break the student record for the largest online class ever taught with my new class “Intro to Statistics”, which will begin June 25th. Sign up, forward this e-mail to your friends and family and let’s set a new record!

We’ve also launched a challenge for high school students. Winners will get a trip to Stanford University and I will be delighted to give a tour of my lab!

Thanks,
Sebastian Thrun, Professor”

Vielleicht bringt dieser Aufruf den Unterschied zwischen einem MOOC und der “largest online class ever taught” am besten auf den Punkt.
Sebastian Thrun, Email, 17. Juni 2012

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Zusammenfassung der Kurseinheit „Learning Analytics”

Posted on 18 June 2012 by jrobes

Im Rahmen unseres opco12 haben wir vom 4. bis. 15. Juni das Thema “Learning Analytics” diskutiert. Den “roten Faden” des diesjährigen Open Courses bildet ja der Horizon Report 2012, in dem “Learning Analytics” als mittelfristiger Trend mit einem Zeithorizont von 2-3 Jahren eingestuft wird. Den initialen Input zum Thema lieferte Martin Ebner von der TU Graz. Viele Diskussionsbeiträge der letzten beiden Wochen schwankten zwischen Hoffnung und Skepsis. Hoffnung, was die Möglichkeiten betrifft, aus den unzähligen Daten sinnvolle Interventionen in Lernprozesse abzuleiten; und Skepsis, was Fragen des Datenschutzes, aber auch die Zeit und Kompetenzen von Bildungsexperten betrifft. Weitere Stichpunkte und Links finden sich in der Zusammenfassung.
Jochen Robes, OpenCourse 2012, 16. Juni 2012

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Lern-Apps für Tablet-Computer und Smartphones

Posted on 18 June 2012 by jrobes

goertz_201206.jpgSieben Thesen zum Mobile Learning, die von 1. “Lernen mit dem Computer ist in Unternehmen selbstverständlich geworden” bis 7. “Bildungsentscheider haben die Qual der Wahl” reichen. Die Thesen kreisen das Thema recht locker ein: Es beginnt mit dem Online-Lernen jenseits “stationärer Rechner”am Arbeitsplatz und führt dann langsam zum eigentlichen Schwerpunkt des Artikels, den Lernapps. Hier stellt Lutz Goertz (MMB - Institut für Medien- und Kompetenzforschung) dann verschiedene Typen von Lernapps vor, von fertigen Programmen, die via App Stores von jedem erworben werden können, bis zu maßgeschneiderten Unternehmenslösungen. Die “Qual der Wahl” haben Bildungsentscheider, weil ihnen auch Lernapps nicht die Konzeption zielgruppengenauer Lernarrangements abnehmen werden. (via Andrea Back, Learning Center IWI-HSG) 
Lutz Goertz, Personalführung, 4/2012 (pdf)

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Die Edupunks kommen!

Posted on 15 June 2012 by jrobes

Sind die “Edupunks” jetzt in der renommierten ZEIT angekommen? Ist der vielbeschworene Umbruch in der Bildung jetzt da? Nun, so einfach ist es dann doch nicht. In diesem längeren Interview mit dem Berliner Organisationsforscher (!?) Ayad al-Ani, das seit Donnerstag im Umlauf ist, geht es vor allem um die neueren Entwicklungen auf Anbieterseite: um Online-Angebote von Harvard und Stanford, um Startups wie Udacity, Hochschulen auf der iTunes University, um kostenloses e-Learning, Blended Learning und laterales Lernen (!). Es wird zu Recht gefragt, warum denn jedes Semester bundesweit Dutzende von BWL-Grundvorlesungen gehalten werden. Und es wird über eine Arbeitsteilung der Professorenschaft spekuliert, in “mediale Superstars, in Forscher und in einen dritten Teil, der Mentoring und Tutoring übernimmt” (dazu passt der Artikel “Langweilige Dozenten werden ihre Jobs verlieren” v. 13. Juni 2012, in dem Andrew Ng, Sebastian Thrun und Jörn Loviscach kurz von ihren Erfahrungen als “Internet-Profs” berichten).

Und der “Edupunk”? Er taucht einmal in der ersten Antwort auf und steht hier für die Studierenden von morgen, die “sich ihre eigenen Lernbiografien zusammenstellen und dabei nicht unbedingt ein bestimmtes Studienfach an einer einzelnen Hochschule wählen”. Am Ende des Interviews werden die Rebellen dann an die Hand genommen, betreut durch ein Lernpfad-Management, Mentorenkonzepte und Scouts. Deshalb an dieser Stelle noch einmal der Link auf Jim Groom, den Schöpfer des “Edupunks”, und die Definition des Wired:

Edupunk n. Avoiding mainstream teaching tools like Powerpoint and Blackboard, edupunks bring the rebellious attitude and DIY ethos of ’70s bands like the Clash to the classroom.”

Alexandra Werdes, Interview mit Ayad al-Ani, ZEIT, 14. Juni 2012 (leider nicht online verfügbar)

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Facebook for Learning Communities: Groups vs. Pages

Posted on 15 June 2012 by jrobes

Auch wenn hierzulande nur wenige Bildungsanbieter Facebook als ernstzunehmende Option betrachten, könnte das Wissen um die Unterschiede zwischen “Groups & Pages” für informelle Lerngruppen durchaus interessant sein. Die erste Frage, die es zu beantworten gilt, betrifft natürlich immer die Zielgruppe und ihre Präsenz auf dem sozialen Netzwerk. Aber mit den hier zusammengestellten Informationen und Links kann man sich schnell ein Bild machen. Für Mixxt, Ning, Drupal, Wordpress oder andere Lösungen ist dann immer noch Zeit.
Laura Pasquini, Techknow Tools, 14. Juni 2012

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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