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Um was es wirklich geht: Von Mobile Learning zu Working Smarter

Posted on 19 April 2012 by jrobes

Der Begriff “mobile learning” deutet etwas an, was er eigentlich nicht einlösen kann. Oder anders herum: Gibt es eigentlich noch das Gegenteil von “mobile learning”? Auf der SeLC fiel gestern einmal der Begriff “stationäres Lernen”, der schon ein leichtes Schauern auslöst, wenn man ihn nur halblaut ausspricht. Wenn wir uns heute durch die Tage bewegen, vielleicht mit Heimarbeit, Zugfahrten, Office-Aufenthalten, Auswärtsterminen: Wann genau sind wir dann im “Mobile”-Modus? Nicht viel besser geht es uns, wenn wir unsere technische Infrastruktur betrachten: Alle meine wichtigen Geräte sind heute “mobil”, Notebook, iPad, iPhone, alle sind netzfähig, multimedia-fähig. Mit kleinen Unterschieden, okay, aber ist es “mobile learning”, wenn wir einen kurzen Lehrfilm auf dem iPhone anschauen, und “eLearning”, wenn wir den gleichen Film von unserem Notebook starten? Auch eine eigene “mobile learning”-Didaktik ist nicht so richtig auszumachen. Wenn man es überspitzen will, dreht sich vieles um “Kürze” und “Videos”. Ansonsten sind es eher pragmatische Ratschläge, die sich an der Größe der Geräte orientieren, aber prinzipiell für alle Formen des Online-Lernens gelten.

“Mobile” wird für immer mehr Menschen und immer mehr Lebens- und Arbeitsverhältnisse zur selbstverständlichen, übergreifenden Rahmenbedingung. Wir brauchen das “mobile” noch, weil wir uns in einer Übergangsphase befinden. Das Arbeiten verlässt das Büro (und mit ihm das Lernen), das Lernen verlässt die Bildungsinstitutionen, Arbeitszeit und Freizeit sind nur noch schwer voneinander abzugrenzen. Das geschieht langsam, ist ein Change, ein Kulturbruch, der zudem in unterschiedlichen Geschwindigkeiten abläuft.

Wir brauchen das “mobile learning” vor allem aus ganz pragmatischen Gründen, weil wir unsere Lerninfrastrukturen gerne um Smartphones und Tablets erweitern wollen. Das macht Sinn. Aber das kostet, braucht Ressourcen, Budgets und Überzeugungskraft.

Diese Gedanken waren mein Vorspann gestern auf der Swiss eLearning Conference in Zürich, dem die beiliegenden Slides folgten. Sie (und meine begleitenden Worte) kreisten um die Frage:  Wo stecken der (mobile) Wissensarbeiter und das informelle Lernen im “mobile learning”?
Jochen Robes, Slideshare, 19. April 2012

Von Mobile Learning zu Working Smarter

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Nachtrag (01.05.2012): Hier noch die offizielle Zusammenfassung der SeLC …

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    […] gehört Mobile Learning noch zu den Zukunftsszenarien, wie Jochen Robes in seinem Blogartikel „Um was es wirklich geht. Von Mobile Learning zu Working smarter“ […]

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