Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

What the flip?

Steve Wheeler wundert sich etwas über den derzeitigen Hype um „flipping“, also „flipping the classroom“, „flip teaching“ usw. Wobei er sich allerdings nur auf die eine Seite der Gleichung konzentriert und fragt, wie denn ein Video bzw. eine aufgezeichnete Vorlesung das Lernen verbessern soll. „Sounds like the old style distance education to me“, so Steve Wheeler. Die andere Seite, dass nämlich die Zeit im Klassenraum ja nicht wegfällt, sondern für das gemeinsame Diskutieren, Lösen von Aufgaben und Arbeiten an Projekten genutzt werden kann, kommt bei ihm nicht vor.

Was die Diskussion im Moment sicher erschwert, ist die Tatsache, dass in vielen Artikeln über aktuelle Trends im Online-Lernen völlig unterschiedliche Dinge in einen Topf wandern. Da gibt es MOOCs & den Connectivism, da gibt es Online-Kurse für 160.000 Lerner im „Stanford-Style“ und die Khan Academy, die mit einfachen Videos punktet. Und zwischendrin noch „flipping the classroom“, „badges“, „gamification“ und, und, und ….

Vor diesem Hintergrund findet Steve Wheeler natürlich gute Gründe einige Modelle kritisch zu hinterfragen. Und hat sogar noch den Atem für einen eigenen Wurf: „I want to propose an alternative form of flipped classroom. If we are in the business of turning things on their heads, let’s do it properly. Sending students off to watch a video doesn’t cut it. To my mind, flipping the classroom is a lot less complicated than it is portrayed. We don’t need to use hi-tech solutions to help us flip the classroom. If we want higher quality learning experiences, we simply flip traditional roles. Flipping learning for me means teachers becoming learners and students becoming teachers.“
Steve Wheeler, Learning with ‚e’s, 26. März 2012

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