Der verborgene Schatz

Posted on 29 November 2010 by jrobes

Pünktlich zum Monatsende gibt ja brand eins die Artikel der letzten Ausgabe frei. So können wir im November-Heft mit dem Schwerpunkt “Vergessen lernen” auch diese kurze Geschichte des Wissensmanagements lesen. Von den Anfängen Mitte der 1990er Jahre, als man mit großem Elan versuchte, das KnowHow der Mitarbeiter in Datenbanken zu erfassen; über die schnell folgende Ernüchterung, weil niemand mitspielte, an die sich eine “Zeit der Besinnung” anschloss, als man den Begriff “Wissensmanagement” zu vermeiden suchte; bis zu den Lehren, die man heute daraus gezogen hat. Hier zählt der Autor auf: Communities of Practice, KnowHow-Tandems aus Jung und Alt, durch semantische Technologien unterstützte Lessons Learned sowie gelebtes Enterprise 2.0.

Der Artikel mäandert leider etwas beliebig durch die Themen. Mal sind persönliche Treffen gut, mal hilft die IT. Hauptsache, der Austausch bleibt informell. Dabei wird im zweiten Absatz Peter Schütt (IBM) mit einem interessanten Satz zitiert: “Wir verfügen inzwischen über gute Werkzeuge, mit denen wir die Produktivität von Wissensarbeitern steigern können.” Darüber hätte ich gerne mehr erfahren: über die “Produktivität von Wissensarbeitern”! Am Besten gleich aus der Sicht dieser Zielgruppe: Was bedeutet Wissensmanagement für sie? Was hat ihnen geholfen, produktiver zu werden? Woran machen sie ihre Produktivität überhaupt fest? Ohne diese Erfahrungen bzw. Rückmeldungen ist es heute genauso schwer wie vor 15 Jahren, über den Erfolg einzelner Maßnahmen und Instrumente zu urteilen.
Mischa Täubner, brand eins, 11/2010

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1 Comments For This Post

  1. Jörg Dirbach Says:

    Hallo Herr Robes

    Das sehe ich genauso. Die Produktivität der Wissensarbeit ist das eigentliche Thema, an dem allerdings viele Beiträge auf Konferenzen sowie Publikationen vorbeigehen. Es ist aber Abhilfe in Sicht: ich schreibe mit zwei Mitautoren an einem Buch mit dem Titel “Softwareentwicklung mit Verstand”, das im April 2011 im dpunkt-Verlag erscheinen wird. Hier werden wir mit Hilfe der Kognitionspsychologie am Beispiel Softwareentwicklung zeigen, wie Wissensarbeit produktiver wird - individuell und im Team.

    Viele Grüsse
    Jörg Dirbach, der wissensarbeiter

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  1. Randnotizen » Feed-Ausbeute November 2010 Says:

    […] Der verborgene Schatz: http://www.weiterbildungsblog.de/2010/11/29/der-verborgene-schatz […]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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