Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Wie wird Workplace Learning bei Ihnen umgesetzt?

Für die einen ist es ein alter Hut, für die anderen ein Trend. Denn über das arbeitsnahe oder arbeitsintegrierte Lernen wird ja seit den 1990er Jahren intensiv diskutiert. Viele der seitdem entwickelten Lernformen wie Austauschprogramme, Jobrotation, Lernstätten oder Qualitätszirkel haben nichts mit irgendwelchen Lerntechnologien zu tun. Erst vor wenigen Jahren trafen sich die Bemühungen, das informelle Lernen am Arbeitsplatz zu fördern, mit den Bestrebungen, die neuen Möglichkeiten des Internets in die Weiterbildung zu integrieren. Jetzt geht es um e-Learning (1.0 und 2.0), Performance Support und Social Media. Vor diesem Hintergrund finde ich das aktuelle Thema unseres WissensWert Blog Carnivals mehr als spannend.

Gastgeber ist Daniel Stoller-Schai von der UBS. Und er fragt konkret: „Eine oft genannte, aber in den meisten Fällen kaum wirklich umgesetzte Dimension moderner Lernstrategien ist das „arbeitsplatzbezogene Lernen“ (Workplace Learning). Da immer mehr Lernaktivitäten direkt am Arbeitsplatz stattfinden, braucht es entsprechende Konzepte, um aus dem Arbeitsort auch einen Lernort zu machen. Oft gibt es dazu seitens Managements nur sehr oberflächliche Vorschläge („Mitarbeiter sollen am Morgen, am Abend oder am besten in der Freizeit lernen)“ und in vielen Fällen ist ein Lernen am Arbeitsplatz schlicht nicht möglich. Gleichzeitig ist Workplace Learning ein wichtiges Zukunftsthema. Es braucht organisatorische, technologische und bauliche Anpassungen, um Ausbildung vermehrt am Arbeitsplatz stattfinden zu lassen. Zudem braucht es die Unterstützung des strategischen Managements, um entsprechende Massnahmen anzustossen. Erst dann macht es Sinn, Lernen am Arbeitsplatz auch didaktisch zu gestalten.“

Genug Stoff zur Diskussion also. Wer sich mit einem Beitrag beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen.
Daniel Stoller-Schai, Wissenswert Blog Carnival, Nr. 16, 15. Oktober 2010

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