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e-Learning im Sportverband: DOSB-Studie online

Posted on 24 September 2010 by jrobes

E-Learning und Sport - wie passt das zusammen? Nun, die Frage erübrigt sich fast, wenn man bedenkt, dass jährlich über 45.000 Trainer/innen, Übungsleiter/innen, Vereinsmanager/innen und Jugendleiter/innen nach den Rahmenrichtlinien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ausgebildet werden. Trotzdem wollte der DOSB wissen, wo das Thema E-Learning heute in den Sportverbänden steht, um eine Grundlage für weitere Planungen zu besitzen. Diese Grundlage liegt hier in Form einer ausführlichen Expertise vor. Sie umfasst einen interessanten theoretischen Vorspann und einen empirischen Teil, in dem die Autor/innen - Gabi Reinmann, Martin Lames und Marianne Kamper - über ein dreistufiges Verfahren (Web-Seiten-Screening, E-Mail-Umfrage, Telefon-Interviews) “Good Practices” in den Verbänden für verschiedene E-Learning-Formen identifiziert und beschrieben haben.

E-Learning im organisierten Sport ist durchaus dem E-Learning in Non-Profit-Organisationen vergleichbar, sagen die Autor/innen einleitend. Und dann noch die vielen ehrenamtlich Tätigen in den Sportvereinen, die ganz besondere Anforderungen an jede Qualifizierung stellen: hohe Motivation, aber wenig Zeit. Ideale Bedingungen für E-Learning eigentlich! Genau, ruft da mein Alter Ego, der Trainer einer F-Jugend (Fussball) am Frankfurter Stadtrand. Und gleichzeitig fällt mir eine weitere, interessante Forschungsfrage ein: Wie wäre es, wenn man einmal untersucht, mit welchen Informationsangeboten sich diese ehrenamtlich Tätigen auf ihr Training vorbereiten? Wie sie also - parallel oder unabhängig zu den formalen Angeboten der Sportverbände - sich selbstorganisiert im Web schlau machen? Natürlich nicht nur dort, aber dort immer öfter.
Frank Vohle, Spurensuche, 1. September 2010

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4 Comments For This Post

  1. Frank Vohle Says:

    Hallo Herr Robes,
    relativ aktuell ist die Studie von Muckenhaupt http://www.weltbild.de/3/16172824-1/buch/der-trainer-als-wissensexperte.html. darin spielen auch Web 2.0 Ansätze eine Rolle, aber eher in Richtung Empfehlung (Zukunft). Die Expertise von Reinmann, Lames, Kamper zeigt ein recht ausgewogenes Bild: Wissensvermittlung, Blended Learning und Web 2.0 waren hier Ordnungskategorien. Das dieses Feld ein hochspannendes Potenzial zum Wissens- und Erfahrungsaustausch hat, sehe ich auch so. Unterscheide sind im Spitzensport und freizeitorientierten Breitensport zu erwarten. Unsere Erfahrung ist die, dass man das Thema Web 2.0 “aus den formalen Strukturen heraus” entwickeln kann. Zumindest ist das ein möglicher Weg. Viele Grüße Frank Vohle

  2. Jochen Robes Says:

    Danke für den Hinweis! Ich hatte halt bei der Lektüre der DOSB-Studie spontan im Kopf, einfach mal die Perspektive umzudrehen. Nicht zu fragen, wie ein Sportverband sein Informations- und Lernangebote um Social Media-Elemente erweitert, sondern ehrenamtliche Trainer/ Helfer/ Übungsleiter/ Väter/Mütter ;-) usw. zu fragen, welche Angebote sie nutzen, um sich - neben den formalen Angeboten - selbst schlau zu machen. Aber ich glaube, wir denken in die gleiche Richtung, oder?
    Gruß, JR

  3. Frank Vohle Says:

    Ja, wir denken in die gleiche Richtung, wie kann man die Lernprozesse, den Erfahrungsaustausch verbessern - individuell und von der Organisation her. Nur setzen wir bewusst im Sportverband, also bei der formalen Struktur, an, weil man hier systematisch die Trainer mit den Potenzialen des Internets (von 1.0 bis x.o) in der Verbindung bringen kann. Nichts spricht dagegen es “von der anderen Seite” zu versuchen und eine wachsende Anzahl an Lauf- etc– Communitys zeigt wie es geht. Ich habe aber die Hoffnung (ich weiß, das ist immer schlecht ;-)… dass wir ausgehend von den Verbandsaktivitäten eine eher offenere Web 2.0 Struktur ANBINDEN können, um so die Potenziale der strukturierten Aus- und Weiterbildung mit eher informellen und eigenständigen Lernprozessen zu koppeln. Im A-Lizenzkurs des DTTB nutzen wir erstmals E-Portfolios, die sich aus einer Reihe von Werkzeug-Produkten speisen: Videoannotierung, interne Blogbeiträge, C-Maps. Wer diese Potenziale (mit Unterstützung) kennen und schätzen gelernt hat, der wird sich leichter und wie “selbstverständlich” in die social media Struktur begeben (These). Ziel ist es nicht einen neuen Lernort “neben dem Verband” aufzumachen, sondern die Verbände dahingehend zu öffnen (OE), dass sie die bisher ungenutzten Chancen der social media an sich koppeln. Ich weiß, … das Wohl und Wehe liegt im Verständnis dieser sog. “Kopplung”.
    Frank

  4. Hans Bayartz Says:

    Hallo,
    wäre eine Networking-Plattform (z.B. Ähnlich wie XING) plus einer integrierten eLearning-Plattorm plus einem virtuellen (Klassen-)Zimmer eine interessante Lösung für diese Zielgruppe?

    Dann sollte man das einmal diskutieren.

    Gruss
    Hans Bayartz

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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