Die Experten der Deutsche Bank Research beschäftigen sich regelmäßig mit den Auswirkungen des technologischen Wandels auf Unternehmen, ihre Dienstleistungen und ihre Märkte. Auch das Web 2.0 war in diesem Zusammenhang schon Thema, z.B. 2005 (”Blogs: ein neues Zaubermittel der Unternehmenskommunikation?”) und 2007 (”Starten statt warten: Auswirkungen des Web 2.0 auf Finanzdienstleister”). Jetzt steht “Enterprise 2.0″ im Untertitel und gibt die Richtung der aktuellen Dokumentation vor: Neben Hinweisen zum Stand der Web 2.0-Nutzung und der wohl unvermeidlichen Darstellung einzelner Instrumente geht es um das, was Andrew McAfee als “selbstorganisierende (emergente) Social-Software-Plattformen, die in Unternehmen oder zwischen Unternehmen und ihren Partnern oder Kunden eingesetzt werden”, beschreibt.
Auf dieser Grundlage gibt die Autorin, Antje Stobbe, einzelne Ratschläge (z.B. “Unternehmenskultur muss passen”), betont die Unterschiede zwischen Web 2.0 und Enterprise 2.0, um schließlich darauf hinzuweisen, dass sich viele Projekte derzeit noch im “experimentellen Stadium” befinden. Im Ausblick heißt es: “Dennoch wird das Web 2.0 aus der Wirklichkeit von Unternehmen künftig nicht mehr wegzudenken sein.” Ein professioneller Überblick, der leider weitgehend auf Fallbeispiele verzichtet. Und mit Blick auf das sich täglich weiter ausdifferenzierende Feld von Web 2.0/ Enterprise 2.0 könnte es sinnvoll sein, sich in zukünftigen Studien auf ein konkretes Thema zu konzentrieren.
Deutsche Bank Research, 19. Juli 2010 (pdf)
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Jochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management










August 5th, 2010 at 10:10 am
Ich habe mich in den letzten Jahren intensiv mit der Frage auseinander gesetzt, wie Unternehmen Anwendungen und Technologien aus dem Web 2.0 nutzen (können). Gerade der Spagat zwischen der Selbstorganisation in Verbindung mit der Nutzung dieser neuen Technologien und der in Unternehmen vorherrschenden Fremdorganisation (durch Hierarchien, Organisationsstrukuren, Verantwortlichkeiten, ..) zwingt Unternehmen beim Einsatz von Web 2.0 regelmäßig in die Knie. Schon Professor Scheer sagt dazu: “The main driver [for E20] is to get disruptive ideas from persons usually not involved in processes”.
In meiner Forschung sind zum Thema Web 2.0 in Unternehmen unzählige Publikationen entstanden - ich hoffe, mir ist gestattet, dass ich an dieser Stelle darauf hinweisen darf. All diese Publikationen habe ich auf meinem Blog (http://www.alexanderstocker.at) und/bzw. bei Scribd (http://www.scribd.com/documents) zur Verfügung gestell. Ich hoffe, dass sie vielen anderen von Nutzen sind und freue mich über jegliches Feedback dazu.