Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Mobiles Lernen – die Lernform des Homo Mobilis

Im Moment erscheinen mehr Beiträge zum Thema „Mobile Learning“, als ich lesen und verlinken kann. Trotzdem bin ich beim vorliegenden Artikel hängen geblieben. „Ziel dieses Beitrages ist es, aufzuzeigen, wo das Thema „mobiles Lernen“ Anfang 2010 steht.“ Der Autor, Daniel Stoller-Schai (UBS), grenzt bei diesem Unterfangen mobiles Lernen klar vom klassischen e-Learning ab und weist ihm einen festen Platz im Tagesablauf des Wissensarbeiters bzw. homo mobilis zu: „Das mobile Endgerät ist das zentrale Medium, um formelle und informelle Aufgaben im Wechsel zwischen privaten und beruflichen Kontexten zu tätigen. Lernaktivitäten sind Bestandteil zahlreicher anderer, sich überlagernder und zum Teil parallel verlaufender Tätigkeiten. Klassische formelle Lernprozesse sind nur noch eine Komponente in einem vor allem durch informelle Lernaktivitäten geprägten Tagesablauf.“ (S. 13)

Der Artikel bietet einen schönen Überblick über die möglichen Anwendungsbereiche des mobilen Lernens: Denkaufgaben, Ad-hoc-Informationen, Anleitungen, (Lern-)Spiele, Informationsaustausch, Statusabfragen, Dokumentation von Lernprozessen, Konsumption von multimedialen Lerninhalten sowie die Unterstützung physischer Aktionen. Hinzu kommen aktuelle Informationen über Endgeräte, mobile Lerntechnologien sowie die mit ihnen verbundenen didaktischen Herausforderungen: von der notwendigen Selbstlernkompetenz der Nutzer bis zur „Workplace Learning“-Strategie von Unternehmen. Lesenswert.
Daniel Stoller-Schai, in: Hohenstein, Andreas/Wilbers, Karl (Hrsg.): Handbuch E-Learning, Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), Köln, 32. Erg.-Lfg., April 2010 (via Scribd)

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3 Responses to “Mobiles Lernen – die Lernform des Homo Mobilis”

  1. Frank Hamm

    Heute morgen habe ich einen Artikel veröffentlicht, in dem es um das Arbeiten mit Evernote geht. Letztendlich ist Lernen jedoch auch ein Teil von „Arbeit“. Ich benutze Evernote zum Vorbereiten von Konferenzen, Schreiben von Artikeln und (auch wenn ich es nicht explizit genannt habe) zum „Einarbeiten“, d.h. Lernen, in neue Themen. Mobile Endgeräte spielen dabei auch für mich eine immer größere Rolle:
    http://bit.ly/ArbeitenMitEvernote

    Mobilität bedeutet da für mich nicht nur räumliche Mobilität sondern auch zeitliche Unabhängigkeit, so dass ich auch jederzeit auf ein Endgerät zurückgreifen kann (z.B. Sonntag morgen im Bett). Dabei ist es auch uninteressant, wofür ich dazu greife: Zum Lernen, zum Arbeiten oder zum Vergnügen. Meistens ist es sowieso eine Kombination davon.

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