Individual Knowledge in the Internet Age

Posted on 01 June 2010 by jrobes

Larry Sanger, Mitbegründer von Wikipedia und Gründer von Citizendium (ja, die Plattform gibt es immer noch!), erinnert uns gerne daran, dass es auch in Zeiten der umfassenden Vernetzung und Kollaboration den Experten, den Autor und etwas braucht, das er in diesem Artikel “the effortful, careful development of the individual mind” nennt. Ein aufklärerischer Standpunkt, der darauf besteht, dass Lernen auch und vor allem die individuelle Auseinandersetzung mit Fakten, Themen und Kultur bedeutet; und dass uns das Internet hier nur bedingt entlastet. Aber ich will die Argumente Sangers nicht verwässern. Drei Gemeinplätze hat er sich herausgegriffen: Erstens die Idee, dass der jederzeitige Online-Zugriff auf Informationen das Lernen von Fakten überflüssig macht; zweitens die Vorstellung, dass “social learning” irgendwie besser als individuelles Lernen sei; und drittens der Glaube, dass das Lesen langer, komplexer Bücher mehr und mehr als Relikt vergangener Zeiten betrachtet wird. Auch wenn Larry Sanger diese Positionen sicher zuspitzt, sind seine Argumente lesenswert:

“But I believe that it is a profound mistake to think that the tools of the Internet can replace the effortful, careful development of the individual mind — the sort of development that is fostered by a solid liberal arts education.”
Larry Sanger, EDUCAUSE Review, Vol. 45, No. 2 (März/ April 2010), S. 14-24

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
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