Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Ning

Ein aktuelles Thema in der Bildungs-Community: Ning, ein populärer Online-Service, „to create, customize, and share a social network“, hat sein Geschäftsmodell geändert. Keinen kostenfreien Zugang mehr, 40 Prozent der Mitarbeiter entlassen und die Hoffnung, mit Premium-Kunden die Wende zu schaffen. Und jetzt fragen sich viele der Ning-Nutzer: Was wird aus unserem Netzwerk? Wie kann ich meine Daten retten? Wie geht es weiter? Dieser Fall ist sicher ein Szenario, das man bei aller Begeisterung für die „free & open“-Instrumente und -Services nicht vergessen sollte. Oder, wie George Siemens fragt: „Is this a commentary on “free” as a business model?“
John McDonald, Ning Creators, 15. April 2010 (Ning hat den Beitrag inzwischen offensichtlich vom Netz genommen, deshalb hier der Link auf die TechCrunch-Meldung)

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5 Responses to “Ning”

  1. Tim Schlotfeldt

    Für viele Bildungsanbieter, die sich auf Ning verlassen haben und einen Teil der eigenen Infrastruktur dort ausgelagert haben, sind die Änderungen der Geschäftsbedingungen von Ning natürlich ärgerlich. Andererseits könnte dieser Fall auch als kleine Mahnung genommen werden, sich nicht blind auf Web 2.0-Anbieter und Services zu verlassen. Im deutschprachigen Raum fällt mir jetzt natürlich sofort Mixxt ein: wenn Ning mit seinem Businessmodell schon in den U.S.A Schwierigkeiten hat, wie sieht es dann mit dem Hannoveraner Start-Up aus?

    Der Fall ist für viele sicherlich schmerzlich, aber nicht wirklich schlimm. Zwar hat Ning einem das Leben stark erleichtert, da man selbst nicht einen Server aufsetzen musste. Aber all das, was dort geboten wird, kann man auch mehr oder weniger schön beispielsweise mit einer eigenen Drupal-Installation hinbekommen.

    Letztendlich ist der Fall Ning zu einem weiteren Beleg für die These geworden, dass man wichtige Infrastruktur nicht aus der Hand zu geben hat.

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  2. Ralf Hilgenstock

    Hmm, ist das ein exklusives Problem der free and open Instrumente und Services?

    Wenn Xing übermorgen den Betrieb einstellt, Microsoft oder Google die Entwicklung einer Software oder eines Dienstes einstellt ist das Problem exakt identisch. Bei jeder Auslagerung eines Services auf einen externen Anbieter begebe ich mich in das Risiko der Einstellung eines Dienstes oder z.B. der Insolvenz des Anbieters. Das ist unabhängig von der Frage ‚free‘ oder ‚kommerziell‘.

    Sicherer ist man erst wenn man die Software selber betreiben kann. Noch sicherer ist man wenn man das Recht hat, die Software ggfs. weiter zu entwickeln. Das ist dann bei Open Source der Fall.

    Reine SaaS (Software-as-a-Service) Modelle sind dann ein Problem.

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