Predictions for 2010

Posted on 22 January 2010 by jrobes

Wahrscheinlich wären diese Statements dieses Jahr an mir vorbeigegangen, wenn es im Nachgang nicht einige Anmerkungen zu einem der Statements gegeben hätte. Doch der Reihe nach: Über 20 Experten haben wie jedes Jahr einen kurzen Blick auf die nächsten zwölf Monate riskiert. Ihre Überschriften reichen von  “More Games, Fewer Books” über “e-Books e-Books e-Books” bis “Gadgets Invited to Classroom”. Dazwischen ist aber auch Roger Schank’s Einwurf “Bye Bye, Phone”:

“Mobile e-learning will go away. There is always the latest thing in e-learning that everyone must do. One of my least favorite of these is mobile e-learning. E-learning will not happen, at least not seriously, on mobile phones. Why not? Because it takes time to learn something. You have to really understand a situation. You have to practice a skill. You have to consider alternatives. You have to create deliverables. At least you do for the e-learning that I build. This takes time—a lot of time. It was seriously suggested recently in a full year all day every day course I was building, that we needed to make it available on mobile phones. I don’t know about you, but staring at mobile phone for an hour makes my eyes hurt. Try doing it all day for a year. It makes no sense. We don’t learn anything instantly. Real learning is not done on a train or a bus. The kinds of courses that can be delivered that way will be shown to not be particularly useful.”

Die ersten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Und ich bin mir auch unsicher, welche Lesart ich bevorzuge: Geht es um “Lernen” in Form einer systematischen und über einen längeren Zeitraum andauernden Auseinandersetzung mit einer Sache, möchte ich Roger Schank Recht geben. Geht es um “on demand”-Support, “Networking” und “Produktivität”, sehe ich ein großes Potenzial in “mobile computing” (wie es der Horizon Report nennt). Und da für mich “Lernen” im Alltag eher in die letztgenannten Prozesse eingebettet ist, möchte ich “mobile phones” eine Zukunft geben und auf “mobile e-learning” gerne verzichten.
eLearn Magazine, 7. Januar 2010

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2 Comments For This Post

  1. Sabine Siemsen Says:

    Hallo Herr Robes,

    diese Fragestellung passt sehr gut zu einer Diskussion, die auch gerade in meinem Studiengang Bildungswissenschaft und in meiner Community geführt werden.

    Die Geister scheiden sich ja schon in der Frage, inwieweit Web 2.0 für eLearning eine neue Chance darstellt - ober ob eLearning nur dazu dient, z.B. bei Universitäten Lücken zu füllen und Aufgaben auf die Studenten zu delegieren, die von den Universitäten und Lehrkräften nicht mehr in die ohnehin überladenen Studiengänge gepresst werden können.

    Mobile eLearning stellt da für mich noch eine Steigerung dar - alles muss immer schneller und am besten »nebenher« gehen. Diese Entwicklung gibt mir zu denken, denn es nimmt Lernen und Bildung irgendwie den Stellenwert, den sie haben sollte. Einen solchen STellenwert kann man aber nur über Prioritäten geben und die gehen halt nicht mal schnell auf dem Weg zur Arbeit oder in Pausen zwischendurch. Bildung light finde ich nicht erstrebenswert.

    Ich denke dass hier eine Unterscheidung zwischen reinem Wissen sammeln (in Form von Informationsaufnahme) und echter Bildung (in Form von Reflektion des Wissens) wichtig wird. Ersteres können mobile phones sicher leisten (auch wenn mir persönlich da alles zu klein und gedrängt ist - zum lesen und schreiben bevorzuge ich Raum ;-) )

    eLearning in Kombination mit Zeit als Instrument für flexibles und Organisiertes Lernen und das im Web 2.0 wo alle sich aktiv beteiligen können empfinde ich als eine der besten, hilfreichsten und zukunftsträchtigen Entwicklungen der letzten Jahre. Gerade weil das aber ermöglicht, sich die Zeitfenster zum Lernen individuell einzurichten, sollte es nicht nur einen Trend der nur auf Zeitersparnis gerichtet ist »getopped« werden.

    Einen schönen Tag wünscht

    Sabine
    Siemsens Selbstlerner Community
    http://www.sieseco.com/comun

  2. Jochen Robes Says:

    Hallo und danke für die ausführlichen Anmerkungen! Und mir ist beim Lesen der Gedanke gekommen, dass es vielleicht nur einen kleinen Perspektivwechsel braucht, um das Potenzial von mobile phones/ computing besser einordnen zu können. Wenn wir von einem umfassenden Bildungsverständnis im Sinne von systematischer Kompetenzentwicklung kommen, werden wir immer unsere Schwierigkeiten haben, die kleinen stand by-Endgeräte richtig einordnen zu können. Wenn wir uns aber nur auf die (neuen) Möglichkeiten konzentrieren, die mobile phones in verschiedensten Informations- und Lernkontexten bieten, gewinnt die Sache für mich Charme. Gerade mit Blick auf das neue iPhone, das in Reichweite liegt ;-)
    Herzliche Grüße, JR

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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