Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Horizon Report 2010

Die siebte Auflage des Horizon-Reports (New Media Consortium/ EDUCAUSE Learning Initiative) ist da, das Standardwerk, wenn es um internationale Trends in der Bildungstechnologie geht. Wenn man sich die aktuellen Nennungen anschaut, könnte man fast meinen, die im Advisory Board vertretenen Experten wollten dieses Mal ganz auf der sicheren Seite sein. Mit „Mobile Computing“ riskiert man heute wenig, und „Open Content“ ist gerade in der Hochschullandschaft schon länger ein Top-Thema. Doch da das alles eine Frage der Perspektive ist, hier kurz die sechs Trends, aufgereiht wie immer nach ihrer voraussichtlichen „time to adoption“:

– ein Jahr oder weniger: Mobile Computing und Open Content
– zwei bis drei Jahre: Electronic Books und Simple Augmented Reality
– vier bis fünf Jahre: Gesture-Based Computing und Visual Data Analysis

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Bei sieben Auflagen in Folge lohnt sich auch ein Blick auf die Bewegungen der Themen (siehe Grafik; zum Vergrößern anklicken): „social“ ist z.B. als Stichwort von Anfang an dabei, seit 2006 („phones in their pockets“) auch „mobile“. „Educational gaming“ war lange ein Thema, wird aber seit 2008 nicht mehr genannt (was natürlich in zwei Richtungen gelesen werden kann!). Second Life („virtual worlds“) tanzte nur den Sommer 2007, und ein Thema wie „Microblogging“ ist an den Trendscouts ganz vorbei gegangen. Ansonsten ist auch der aktuelle Report wieder eine Fundgrube: von den einleitenden Megatrends, die das Spielfeld säumen, bis zu den vielen Beispielen und Referenzen, die für jedes Thema aufgeführt werden. Und mit etwas Glück wird das Multimedia Kontor Hamburg wieder für eine deutsche Übersetzung sorgen.
The New Media Consortium, 2010 (pdf)

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