Archive | December, 2009

Weihnachten 2009

Posted on 21 December 2009 by jrobes

Für dieses Jahr ist genug geschrieben. Pause, etwas Ruhe, vielleicht etwas Lektüre nachholen. Ich wünsche jedenfalls allen geruhsame Weihnachtstage, einen schönen Start ins Neue Jahr - und auf ein Wiedersehen in 2010!
Euer/ Ihr Jochen Robes

PS: Für die Übergangszeit noch fünf musikalische Fundstücke, die ich im Laufe der letzten Monate auf YouTube gefunden und festgehalten habe. Vorneweg der beste Christmas-Song aller Zeiten …

1. The Pogues - Fairytale of New York
2. Element of Crime & Ina Müller - Am Ende denk ich immer nur an Dich
3. Nick Cave - The Ship Song
4. Johnny Cash - Man In Black
5. Israel Kamakawiwo’ole - Somewhere Over the Rainbow

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Moodle und Web 2.0: Diskurs Ralf Hilgenstock - Peter Baumgartner

Posted on 19 December 2009 by jrobes

Wie steht Moodle als Lernplattform eigentlich zum Web 2.0? Ist das Ganze nicht ein Widerspruch? Das Web 2.0, wie wir es nutzen und schätzen gelernt haben, so Peter Baumgartner, ist ein offener Raum, in dem wir Menschen mit gleichen Interessen und Vorlieben begegnen können, die wir heute noch nicht kennen. Web 2.0 in diesem Sinne kann eine Lernplattform nicht abbilden. Will sie auch gar nicht, entgegnet Ralf Hilgenstock. Eine Lernplattform ist ein geschlossener, geschützter Raum, eine Umgebung, in der sich Lehrende und Lernende treffen. Hier wird nicht Web 2.0 gespielt, sondern es werden Web 2.0-Instrumente wie Wikis, Blogs und RSS-Feeds in konkreten Lernszenarien eingesetzt.

Im Grunde genommen geht es in der Diskussion nicht um Moodle und Web 2.0, sondern um Praxiserfahrungen. Irgendwann muss der Schüler, muss der Student, der Lernende “raus”. Früher nannte man es Praktikum, heute ist das Netz ein Praktikumsplatz. Die ersten Schritte können noch in Lernräumen erprobt werden, die mit Hilfe von Moodle und dort integrierten Instrumenten gestaltet werden. Doch irgendwann geht es nicht mehr um Moodle, sondern Lehrende und Lerner verabreden sich im Web, drehen ein Video und veröffentlichen es auf YouTube, schreiben gemeinsam einen Wikipedia-Eintrag und warten gespannt auf die Reaktion der Community, testen das Publizieren eines Blogs, usw. Hier verwaltet Moodle vielleicht noch den Kurs und stellt Räume der Reflektion zur Verfügung, aber die neuen sozialen Kompetenzen werden im Netz erworben.
Ralf Hilgenstock, Moodle-Blog, 19. Dezember 2009

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Education for a Smarter Planet: The Future of Learning

Posted on 18 December 2009 by jrobes

Schon der Titel lässt vermuten, dass hier ein Global Player seine Botschaft verschickt. IBM also. Hier hat man “five signposts for the future of education” entdeckt und beschrieben: “Technology Immersion”, “Personal Learning Paths”, “Knowledge Skills”, “Global Integration” und “Economic Alignment”. Folgt man diesen Wegweisern, entsteht etwas, das die IBM-Autoren “educational continuum” nennen und dem sehr nahe kommt, was man auch als lebenslanges Lernen bezeichnen könnte: “… a more instrumented, intelligent and interconnected educational system”.

Die Thesen greifen aktuelle Stichworte und Entwicklungen auf, vom Digital Native, Online Learning bis zur Cloud Technology. Man versucht, Technologie, Gesellschaft und Business auf hohem Abstraktionsniveau zusammenzubringen. Viele Beschreibungen bleiben daher vage und appellativ. Ein schönes Beispiel sind die “knowledge skills”, die mehrmals als “21st century skills” übersetzt werden, bevor sich zaghafte Hinweise auf “adaptable skills, global awareness, language learning, and information technology proficiencies” finden.
IBM Global Education, 2009

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Trends des vernetzten Lernens

Posted on 17 December 2009 by jrobes

Am Montag fand der 4. eLearning-Netzwerktag der Goethe-Universität in Frankfurt statt, organisiert von studiumdigitale (Danke an Claudia Bremer und Ralph Müller!). Ein Heimspiel für mich also. Um so mehr hat es mich gefreut, dass ich am Nachmittag eine Stunde bekommen hatte, um etwas über Gegenwart und Zukunft von E-Learning zu erzählen. Ich habe dabei kurz die Debatten des laufenden Jahres gestreift, also die Markterhebungen von BITKOM und MMB, die E-Learning-Debatte in Oxford (EPIC) sowie die interessante Diskussion im Anschluss an die E-Learning 2009 in Hamburg. Dann bin ich auf einige Trends eingegangen, Microlearning, Enterprise 2.0 und die Open Online-Kurse, um mit einem Blick in die letzten Horizon Reports zu schließen.

Am Morgen hatte Peter Baumgartner aus Krems referiert (”Web 2.0 - Eine Herausforderung für die Gestaltung von Lernprozessen an Hochschulen”) und dabei einen routinierten Bogen von didaktischen Szenarien zu gesellschaftlichen Trends gespannt. Ansonsten bot der Tag eine schöne Übersicht über aktuelle Frankfurter Hochschulprojekte, von Podcasts, über WebQuests, Wikis bis Second Life. Hier ist die Landschaft derzeit einfach vielfältiger als im Unternehmensbereich und auch, wenn das vielleicht so sein muss, wünsche ich mir für das nächste Jahr, dass es einige Themen und Tools auch in die betriebliche Weiterbildung schaffen!
Jochen Robes, Slideshare, 17. Dezember 2009

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Das Elend mit dem E-Lernen

Posted on 16 December 2009 by jrobes

Auch wenn der Absender ZEIT Online heißt: Soll man auf solche Artikel überhaupt verweisen? Er bietet jedenfalls eine krude Mischung aus fragwürdigen Informationen (”In Deutschland nutzen mittlerweile mehr als zwei Drittel aller Unternehmen E-Learning-Methoden, um Mitarbeiter zu qualifizieren”), erstaunlichen Kausalschlüssen (”Viele große Unternehmen setzen E-Learning-Methoden ein – aber nur ein Bruchteil dieser Firmen ist dadurch produktiver und erfolgreicher geworden”), schlichten Behauptungen (”Die Zukunft liegt im Blended Learning”) und - für eine Betrachtung des deutschen Marktes - überraschenden Referenzen (aus UK und Australien). Aber vielleicht spiegelt der Artikel auch einen Stand der Diskussion wider? (siehe auch die Fragezeichen bei Gabi Reinmann).
Tina Groll, ZEIT online, 13. Dezember 2009 

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Don Kirkpatrick: The Father of the Four Levels

Posted on 15 December 2009 by jrobes

Das passt doch gut zum Stichwort Bildungscontrolling: eine längere Würdigung von Don Kirkpatrick, an dessen vier Evaluationsstufen sich bis heute viele Bildungspraktiker die Zähne ausbeißen. Im Artikel erfährt man, dass Kirkpatrick, der sein Modell immerhin bereits Ende der 1950er Jahre entwickelt hat, heute noch Rede und Antwort steht. Und wenn man von seiner Abneigung gegenüber E-Learning einmal absieht, sind mir einige seiner hier zitierten Bemerkungen viel sympathischer als das Vier-Ebenen-Modell.

“Kirkpatrick himself is now an elder statesman of corporate training. Asked his age, he said “I’m 80,” before pausing and adding “five.” But the octogenarian is still active in the field. This year, he taught two sessions at the American Society for Training & Development (ASTD)’s annual conference, as he has every year since 1960.”
Daniel Margolis, Chief Learning Officer Magazine, November 2009

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Bildungscontrolling: Vor allem in Großbetrieben ein Thema

Posted on 15 December 2009 by jrobes

Über Bildungscontrolling wird heute wenig gesprochen und geschrieben, weniger, als noch vor fünf oder zehn Jahren. Doch wie sieht es in der Unternehmenspraxis aus? Steht das Thema überhaupt noch auf der Agenda? Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat nach 1997 eine erneute Befragung zum betrieblichen Bildungscontrolling durchgeführt und die Ergebnisse ausgewertet. Diese Auswertung, die online vorliegt, bietet einen kurzen, aber umfassenden Überblick zum Thema - vor allem dort, wo die einzelnen Teilelemente des Bildungscontrollings aufgelistet und diskutiert werden. Deshalb lohnt sich die Lektüre!

Aber kurz zu den Ergebnissen: Viel hat sich seit 1997 nicht verändert, auch wenn sich BIBB-Autor Bernd Käpplinger große Mühe gibt, Bewegungen in einzelnen Teilsegmenten zu entdecken (und zu interpretieren). Bildungscontrolling war und ist vor allem ein Thema für große und bildungsaktive Unternehmen. Und Bildungscontrolling bedeutet hier in erster Linie die Erfassung der Weiterbildungskosten; dagegen wird selten systematisch nach dem Nutzen von Weiterbildung gefragt, und Maßnahmen zur Transfersicherung stehen, wen wundert’s, am Ende der Skala. “Offensichtlich scheiden sich am Bildungscontrolling die Geister”, muss dann auch der Autor mit Blick auf die vorliegenden Zahlen zugeben.

Ich denke, Bildungscontrolling hat an Aufmerksamkeit verloren, weil man sich an vielen Stellen von den Versuchen verabschiedet hat, den Return on Invest von Bildung zu erheben. Das ist gut so. Teilelemente des Bildungscontrollings sind zudem heute in vielen Großunternehmen Standard, ohne dass man den Begriff bemüht oder Ressourcen für die Durchführung entsprechender Maßnahmen reserviert. Aber das zu erklären, überlasse ich lieber den BIBB-Autoren.
Bernd Käpplinger, in: BIBB-Report, 13/09, 11. Dezember 2009

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Insidious pedagogy: How course management systems affect teaching

Posted on 14 December 2009 by jrobes

Ich bin etwas spät dran mit diesem Link, aber ich verliere First Monday, “one of the first openly accessible, peer-reviewed journals on the Internet”, immer wieder mal aus dem Blick. Was schade ist: In diesem Beitrag wird daran erinnert, dass die Technologien, die wir täglich nutzen, nie neutral sind, dass sie in der Regel eine bestimmte Art der Nutzung nahelegen. Das gilt auch für Learning bzw. Course Management Systeme wie Blackboard und Moodle, die zwar mit jedem neuen Release immer mehr Features integrieren und heute (fast) jedes didaktische Szenario unterstützen, aber in der Praxis doch nur sehr eingeschränkt genutzt werden. Wie sie genutzt werden, ist durch ihr Design vorherbestimmt. Und das ist vor allem für technisch unerfahrene Nutzer fatal, denn: “novices are inclined to utilize only the aspects they understand from a non-Web context”.

Zwei Lösungshinweise gibt die Autorin: “One solution to the CMS pedagogy trap is to support novice online instructors differently than advanced instructors. With Web novices, pedagogy must be emphasized before features and tools. … Choice of CMS is also a major factor.” Wobei sie zwischen Opt-Out (z.B. Blackboard) und Opt-In- (z.B. Moodle)-Systemen unterscheidet - mit klarer Wertung: “In an Opt-In environment, the instructor makes choices about context on a macro level, and choices about features and tools on a micro level. This makes it possible to explore pedagogical options more freely.”
Lisa M. Lane , First Monday, Vol. 14, Number 10, 5. Oktober 2009

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The Golden Triangle of Tech Applies to eLearning Solutions too!

Posted on 11 December 2009 by jrobes

Ich werde am Montag auf dem 4. eLearning-Netzwerktag an der Goethe-Universität in Frankfurt sprechen. Da mein Thema “Trends des vernetzten Lernens” sein wird, passt dieser Beitrag von Brent Schlenker. Denn beim Stichwort Trends weist er auf die Konvergenz bestehender Technologien hin, die für ihn (und andere) viele aktuelle Entwicklungen so interessant und mächtig machen. Und für diese Konvergenz steht das “Golden Triangle” aus “mobile, social, and real-time”. Oder kurz: iPhone, Facebook und Twitter. Und dieses Muster ist, so Brent Schlenker, auch für E-Learning zutreffend. Ich stimme ihm zu, würde aber diese Trends nicht als Ablösung, sondern als Ergänzung bestehender Lernszenarien sehen. “So, can our learning content be created for mobile devices with a social element connecting us with subject matter experts that we can access in real time? I think so.”
Brent Schlenker, Corporate eLearning Strategies and Development, 7. Dezember 2009

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The history of ‘new literacies’

Posted on 11 December 2009 by jrobes

Wir haben es heute ja mit einer verwirrenden Vielzahl von Kompetenzen bzw. “literacies” zu tun: media/ information/ computer/ digital/ ICT-literacy, um nur die bekanntesten zu nennen. Das Schöne am vorliegenden Artikel ist, dass der Autor diese Begriffe nicht einfach nebeneinander stellt, sondern ihre Entwicklung darzustellen versucht: von der “visual literacy” in den 1960er Jahren über die “computer literacy” bis zur “ICT literacy” der letzten Jahre. Auf diesem Weg stellen sich auch immer wieder Fragen, wie die nach Ziel und Tiefe des jeweiligen “literacy”-Konzepts, nach dem Verhältnis von “literacy” und “competencies” und ob “literacy” einen Status (den jemand erreicht - oder nicht) oder einen Prozess beschreibt, usw.  Das könnte den Beginn einer interessanten Diskussion bilden …
Doug Belshaw, dougbelshaw.com/blog, 11. Dezember 2009

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Learning2009 Video

Posted on 10 December 2009 by jrobes

Elliott Masie hat erste Videos seiner Learning 2009-Konferenz freigeschaltet. Ich kann das Interview mit Captain Chesley “Sully” Sullenberger empfehlen, das ist jener “Sullenberger”, der Anfang des Jahres durch die erfolgreiche Notwasserung des US-Airways-Fluges 1549 auf dem Hudson River bekannt wurde und hier den Eindruck vermittelt, als ob da ein Film gedreht wurde, für den er einfach die beste Besetzung war. So selbstverständlich kommt er immer wieder auf die Erfahrung zu sprechen, die es ihm erlaubte, diese Situation zu meistern, und Chesley Sullenberger ist 58. Und dann ist da Julie Clow von Google, die “gLearning” vorstellt. Auf die Frage von Elliott Masie, was sie denn im Rahmen ihres neuen Konzepts nicht mehr machen würden, antwortet sie: “We stopped creating content.” Es ist alles schon da, auch für Führungskräfte; es geht nur noch darum, den Austausch über diese Inhalte zu intensivieren. Mit Google-Tools natürlich.
Elliott Masie’s LearningWiki, Dezember 2009

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Vom Wissen zur Weisheit: Das große Versagen?

Posted on 10 December 2009 by jrobes

Eigentlich will ich mit diesem Link zwei Dinge: Zum einen auf den Relaunch der Community of Knowledge hinweisen, die vor kurzem wieder aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht ist; zum anderen den Einwurf von Ingo Frost aufnehmen. Er arbeitet sich hier am Widerspruch zwischen Wissen (um begrenzte Ressourcen) und Handeln (nach kurzfristigem Gewinnstreben) ab und fragt, wo hier denn das Wissensmanagement bleibt. Erste Kommentare geben die Antworten.

“Wie passt das zusammen: professionelles Wissensmanagement und die Unfähigkeit Wissen tatsächlich zu nutzen und das Handeln entsprechend anzupassen? Konzentriert sich Wissensmanagement nur auf die kleinen Verbesserungen und Erfahrungen und nimmt dabei an, dass alles andere stabil ist und sich nicht ändert? Erhält das Wissen und Warnen einzelner Experten keinen Einzug in die Konzernstrategie? Wie kommt dieser Mechanismus zustande Wissen lange und vehement zu ignorieren, bis es dann (fast) zu spät ist?”
Ingo Frost, Community of Knowledge, 7. Dezember 2009

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GfWM Knowledge Camp

Posted on 09 December 2009 by jrobes

BarCamps entwickeln sich immer mehr zu einer interessanten Alternative zu klassischen Konferenzformaten. Nur konsequent, dass sich auch die Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) an diesem Format versuchte und am 9./10. Oktober 2009 in Karlsruhe das erste KnowledgeCamp organisierte. Unter erschwerten Bedingungen: “Mit geschätzten 45 Jahren hatten wir vermutlich das höchste Durchschnittsalter aller deutschen BarCamps …” Trotzdem scheint alles gut gelaufen zu sein. Organisatoren und Teilnehmer berichten von aktiver Teilnahme, einer hohen, Web 2.0-gestützten Kommunikationsdichte, spannenden Themen und beschreiben summa summarum diese Art der Unkonferenz als ideale Lernumgebung. Nützlich: Die Darstellung des Ablaufs des KnowledgeCamps sowie der Hinweis auf wichtige Erfolgsfaktoren.
Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), 6/ 2009

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The UK e-learning market 2009

Posted on 08 December 2009 by jrobes

Vielleicht eine kurze Vorwarnung: Die hier verlinkte Fassung dieses Reports wirkt unaufgeräumt und informell. Die wichtigste Information für alle, die sich professionell mit Marktdaten und -analysen beschäftigen: Der E-Learning-Markt in UK wird hier auf 330 bis 500 Millionen Euro geschätzt. Und die Autoren rechnen mit einem Wachstum von 6,7 bis 8 Prozent. Eine (von mehreren) Grundlage ihrer Einschätzung sind eine Reihe von Interviews, aus denen sie wiederum Markt- und Technologietrends abgeleitet haben. Zu Web 2.0 und Social Networking: “Yes, but use web 2.0 with a health warning.”  Und auf die Frage, mit welchen Bildungstechnologien wir zukünftig rechnen können, fallen folgende Stichworte: Mobile, Games, E-Assessments, E-Books und E-Reference, E-Portfolios und “content is still crucial and how you use it is king”. Zum Stöbern.
David Patterson, Glynn Jung und Gill Broadhead, Learning Light, 2009

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Deutschlands heimliche Mega-Branche

Posted on 07 December 2009 by jrobes

Das Themenheft “Bildung” der Mitbestimmung enthält auch diesen interessanten Überblick über den Bildungssektor als “gigantischen Arbeitsmarkt”: “Man muss sich den Vergleich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Im Bildungs- und Erziehungswesen arbeiten deutschlandweit dreimal so viele Menschen wie in der Automobilindustrie, die die Politik derzeit in Atem hält. Rund 756 000 Erwerbstätige zählte der Verband der Automobilindustrie (VDA) im April 2008 in Deutschland bei Kraftfahrzeugproduzenten - eingeschlossen Teilelieferanten sowie die Hersteller von Anhängern und Aufbauten. Der Sektor Erziehung und Bildung jedoch beschäftigt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,3 Millionen Menschen, die zusammen 3,2 Milliarden Arbeitsstunden leisten.”

Ein Großteil der Arbeit wird zudem von über 1,2 Millionen Selbständigen geleistet. Hinzu kommt die große Kluft zwischen verbeamtetem Personal (Schule, Hochschulen) und “freischaffenden Künstlern” (Hochschulen, Weiterbildung).
Martin Kaluza, Mitbestimmung, 7+8/ 2009 

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weniger ist manchmal mehr …

Posted on 04 December 2009 by jrobes

Wenige Minuten, nachdem ich letzten Freitag die Campus Innovation in Hamburg verlassen hatte, ging sie los: Die Podiumsdiskussion, die den ePortfolio-Tag der Konferenz abschloss. Und ich habe offensichtlich nicht nur die Diskussion, sondern auch den spannenden Versuch verpasst, Twitter als Backchannel zu integrieren. Kerstin Mayrberger, die in Hamburg das Podium moderierte, hat dankenswerterweise das Geschehen zusammengefasst und ausführlich bewertet. Um einen Punkt herauszugreifen: Ihr war mit Blick auf die Zahl der Podiumsteilnehmer und die verschiedenen Kommunikationsebenen die Situation schlicht zu “komplex” (ähnlich Christina Schwalbe hier). In einem Kommentar macht Frank Vohle einen aus meiner Sicht wichtigen Einwurf: Mit der Einbindung eines so dynamischen Kommunikationsinstruments wie Twitter entstehen völlig neue Szenarien, die bekannte Formate komplett verändern. Und sich hier zurecht zu finden, braucht Zeit. (Was passieren kann, wenn sich Referenten plötzlich vor einer Twitterwall wiederfinden, konnte man jüngst bei Danah Boyd (!!) nachlesen.)
Kerstin Mayrberger, M:blog, 1. Dezember 2009

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Warum scoyo scheiterte: “In der Natur eines Startups”

Posted on 04 December 2009 by jrobes

Ende Oktober gab Bertelsmann bekannt, sich von seinem Online-Lernportal scoyo trennen zu wollen. Nach nur einem Jahr Live-Betrieb. Ich bin in den letzten Wochen mehrmals um eine Einschätzung gebeten worden, aber ich habe mich mit dem Angebot von scoyo nie näher beschäftigt. Autor und Interviewpartner, die hier zu Wort kommen, kennen es offensichtlich und haben ihre Meinungen, warum die gesetzten Ziele nicht erreicht wurden. Zum Beispiel: “scoyo hat gezeigt, dass mit einem Konzept, das letztlich den Multimedia-CD-ROMs der 90-er Jahre gleicht, heutzutage kein Gewinn mehr zu machen ist.”
Lorenz Matzat, educational-gaming.de, 3. Dezember 2009

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“Kopieren zu verteufeln, ist Heuchelei”

Posted on 04 December 2009 by jrobes

Ich kann das Interview kaum besser zusammenfassen: “Der Science-Fiction-Autor Cory Doctorow verteilt seine Werke kostenlos über das Web - und verdient damit dennoch Geld. Im Interview spricht er darüber, wie die Technik unsere Gesellschaft verändert, der einzelne Nutzer mächtiger wird und warum eine erfolgreiche Erfindung auch nur eine Kopie sein kann.” Weitere Stichworte sind Orwell, “Copyfighter” und Originalität, und dann gibt es noch folgenden schönen Satz: “Kunst ist eine in ökonomischer Hinsicht irrationale Aktivität.”
Diane Coutu, Interview mit Cory Doctorow, Harvard Business Manager, 10/2009, 1. Dezember 2009

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Ein Jahr Social Intranet – ein Erfahrungsbericht

Posted on 03 December 2009 by jrobes

Ein Jahr Social Intranet bei T-Systems Multimedia Solutions. Grund genug für einen der Projektverantwortlichen, die letzten Monate Revue passieren zu lassen. Seine erste Frage: Was hat es gebracht? Frank Wolf hebt den schnelleren Zugang zu Informationen, die bessere Vernetzung, neue Öffentlichkeiten sowie neue Möglichkeiten, Dinge auszuprobieren, hervor. Was haben wir gut gemacht? Hier unterstreicht der Autor einen zentralen Anwendungsfall: “Ein weiterer Glücksfall war in jedem Fall die Entwicklung der neuen Unternehmensstrategie, die ausschließlich im Social Intranet stattfand und in einer frühen Phase dafür gesorgt hat, dass über 60 Führungskräfte im Social Intranet arbeiten durften/mussten, um aktiv am Strategieprozess teilnehmen zu können. Als Anwendungsfall für Social Software und Change Management Maßnahme für alle Führungsebenen bei der Einführung von Social Software uneingeschränkt zu empfehlen.”

Aber es gibt auch Dinge, die, wen wunderts, noch nicht optimal sind. Doch das Fazit ist positiv: “Die Entwicklung unseres Social Intranet hat uns positiv überrascht und in vielerlei Weise auch bestärkt, dass hinter den vielen Buzzwords der 2.0 Welt ein grundsolides Nutzenversprechen steht und unsere Art zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten in den nächsten Jahren nachhaltig verändern wird.” 

Eine lesenswerte Case Study! Das Social Intranet der T-Systems Multimedia Solutions basiert übrigens auf dem Enterprise Wiki Confluence von Atlassian und wird von 700 Mitarbeitern an acht Standorten in Deutschland genutzt.
Frank Wolf, besser2.0, 22. Oktober 2009

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Standardsituationen der Technologiekritik

Posted on 02 December 2009 by jrobes

Es ist eine Kolumne und demzufolge finden wir mehr launige Beispiele als systematische Ableitungen. Die Autorin führt uns zuerst durch mehrere Stationen der Technologiekritik (zum Beispiel: “Das Internet ist eine Mode, die vielleicht wieder vorbeigeht.”). Dann fasst sie ihre Beobachtungen in drei Thesen zusammen: Erstens scheint es etwa zehn bis fünfzehn Jahre zu dauern, “bis eine Neuerung die vorhersehbare Kritik hinter sich gebracht hat”. Zweitens hängt der geäußerte Missmut stärker vom Lebensalter des Kritikers und weniger vom Gegenstand der Kritik ab. Und um diese Fallen der stereotypen Kritik zu vermeiden, hilft ihrer Meinung nach drittens nur das Verlernen: “Mit etwas Glück hat der Staat ein Einsehen und bietet in Zukunft Erwachsenenbildungsmaßnahmen an, in denen man hinderlich gewordenes Wissen – sagen wir: über Bibliotheken, Schreibmaschinen, Verlage oder das Fernsehen – ablegen kann.”
Kathrin Passig, Merkur, Nr. 727, Dezember 2009

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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