Die Karawane ist zum Teil schon weitergezogen, so dass Artikel zum Corporate Blogging derzeit seltener anzutreffen sind. Doch es gibt sie noch. Im vorliegenden stellt Gabi Reinmann Bloggen als eine Methode der Organisationsentwicklung vor und liefert notwendige Einschränkungen gleich mit: “Blogs sind keine genuinen Methoden für Organisationsentwicklung. Sie können infolge ihrer Merkmale aber Veränderungsprojekte begleiten und unter bestimmten Bedingungen Funktionen übernehmen, die der Organisationsentwicklung dienen.” Vor diesem Hintergrund unterscheidet sie zwischen individuellen Blogs, Gruppenblogs sowie Corporate Blogs und beschreibt deren Möglichkeiten wie auch deren Fallstricke. Der Artikel (geschrieben für die Zeitschrift Organisationsentwicklung, 4/09) liest sich etwas “sperrig”, weil Gabi Reinmann zum einen auf den Kontext von “enterprise 2.0″ verzichtet und es lieber offen lässt, welche Art von Organisationsentwicklungsprozessen Weblogs unterstützen können; zum anderen, weil ihr Weblogs im unternehmensinternen Einsatz wohl schlicht nicht ganz geheuer sind.
Gabi Reinmann, E-Denkarium, 27. Juli 2009
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Jochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management 









July 30th, 2009 at 8:07 am
“Nicht ganz geheuer”
… na ja, sagen wir es mal so: Ich bin da nicht euphorisch und plädiere für Ehrlichkeit: nichts versprechen (z.B. an Autonomie), was man nicht halten kann. Keineswegs aber bestreite ich, dass es da Potenzial gibt und selbstverständlich kommt es auf die Organisation an. Der Beitrag ist kein “Innovationsbeitrag” mit neuen Gedanken, sondern ein Grundlagenartikel für “Einsteiger”.
Gabi
July 31st, 2009 at 7:34 am
Ich bin da auch nicht euphorisch
Blogs haben einfach eine hohe Eintrittsschwelle. Das Schreiben, das öffentliche Schreiben, ist eine Sache von Minderheiten, vor allem in einem Businesskontext, in dem es nicht zur täglichen Routine gehört.
Und dann ist es auch wahrscheinlich sinnvoller, die neuen Instrumente nicht einzeln, sondern konsequent als ein Bündel von Möglichkeiten vorzustellen. Beim Thema Microblogging fällt es mir noch stärker auf: Wer um Himmels Willen kommt auf die Idee, irgendwo strategisch auf Microblogging zu setzen? Ist es nicht sinnvoller, über ein “anderes” Projektmanagement, eine andere Form der Zusammenarbeit und der Kommunikation zu sprechen? Und eine von vielen Optionen sind dann Blogs oder Microblogging.
Jochen