Categorized | Informelles Lernen


The Learning Revolution

Posted on 17 April 2009 by jrobes

Wäre das auch hierzulande möglich? Ein Dokument von staatlicher Seite, das sich ganz dem Thema “Informelles Lernen” widmet und mit “Eine Revolution des Lernens” überschrieben ist? In UK geht es, denn das entsprechende White Paper des Departments for Innovation, Universities and Skills liegt vor mir. Auch wenn der Kontext aus der Entfernung schwer einzuordnen ist: Ein inspirierendes Papier! Keine seitenlangen Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen, sondern “the start of a new journey”. Auf dieser Reise will man “a flourishing landscape of informal learning” unterstützen und ein Katalysator sein “for innovation and change”.

Das White Paper besitzt vier Kapitel. Im ersten, “Building a Culture of Learning”, werden vier zentrale Initiativen skizziert: “a Learning Pledge; a Festival of Learning; an Open Space Movement and a Transformation Fund”. Im zweiten Kapitel, “Increasing Access to Informal Adult Learning”, wird vor allem beschrieben, wie man die Menschen mitnehmen will, für die das selbstorganisierte Lernen keine Selbstverständlichkeit ist.

Dann (”Transforming the way people learn through technology and broadcasting”) wird die Rolle moderner Technologien in diesem Prozess unterstrichen:
“At work and at home, digital technologies are becoming central to our daily lives. Every day broadcasters deliver inspirational content that starts people learning. Growing numbers of people are generating their own content and creating their own online communities. The web allows us to share information and communicate with other people on a scale unimaginable only a few years ago. But we are only just starting to realise the potential.” (S.31) Erwähnt werden auch die wachsende Bedeutung von Social Networking Sites, einige Second Life-Aktivitäten (z.B. der Open University) und ein Flickr-Projekt.

Ein viertes Kapitel, “Making it happen”, schließt das Papier. Eine, wie gesagt, lohnenswerte Lektüre!
Departments for Innovation, Universities and Skills, 23. März 2009

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2 Comments For This Post

  1. Lotta Marx Says:

    Ein Dokument von staatlicher Seite zum Informellen Lernen / Revolution des Lernens: Ich denke, dass das auch in Deutschland möglich wäre, aber ich frage mich, ob das wünschenswert wäre. Denn sobald der Staat eingreift, ist doch meist für eine Experimentierphase kein Raum mehr. Dann wird nur noch “vollzogen”. In den USA oder GB gibt es weniger Staat als in Deutschland. Das Klima für Innovation ist dort weit offener, neugieriger und experimenteller und wird weit mehr von der Gesellschaft gesteuert als vom Staat. Die Leute “machen” einfach, ohne auf staatliche Reglementierung zu warten/hoffen. In Deutschland ist dieses ungehemmte Drauflosmachen wesentlich schwächer; ein gesellschaftliches Experimentieren sehr zäh und schwierig.
    Sobald aber der Staat in Deutschland eingreift, wird reglementiert … Ob das dann noch revolutionär ist?

    Lotta Marx

  2. Jochen Robes Says:

    Gute Punkte, Frau Marx! Und, ja, ich glaube auch, dass Bildung hierzulande viel ernster und reglementierter “betrieben” wird, sicher nicht zuletzt bedingt durch eine “akademische” Herangehensweise an Bildung und unsere förderalistischen Strukturen, die dazu führen, dass jeder sein Spielfeld genau abgrenzt und bewacht.
    Gruß, JR

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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