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Too much information und statistische Normaldepression

Posted on 16 April 2009 by jrobes

Thomas Strobl, Blogger in Diensten der FAZ, hat sich Niklas Luhmann geschnappt, um sich und uns die aktuelle Wirtschaftskrise zu erklären. Eine wichtige Rolle spielen dabei, so Strobl/ Luhmann, die Massenmedien, die für eine zunehmende Temporalisierung der Gesellschaft (”too much information”) sorgen. Mit der Konsequenz, dass uns jede Grundlage für vernünftige Entscheidungen und eine solide Einschätzung der Zukunft entzogen wird. Und das heißt für den Autor “mit der Krise leben”, denn das Rad der Temporalisierung können wir nicht zurückdrehen. Nun ja, in jedem Fall eine interessante, gedanklich saubere Ableitung und sicher ein Vergnügen für Luhmann-Fans.

“Und darin besteht das eigentliche Problem unserer modernen Gesellschaft: Indem wir die Temporalisierung auf die Spitze getrieben haben, alles nur noch in „real-time” bei globaler Gleichzeitigkeit wahrgenommen wird, erhöhen wir notwendigerweise auch die Volatilität in all den Zusammenhängen, bei denen wir traditioneller Weise auf Beständigkeit setzen: Von der Berufswahl über partnerschaftliche Beziehungen, Hypothekenverträge und Rentensparpläne.”
Thomas Strobl, Faz.net, 15. April 2009

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
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