Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Long Live Instructor-Led Learning

Der Artikel macht gerade die Runde. Die vielen Nachrufe („death of the classroom“) haben den Autor, Saul Carliner, veranlasst, einmal genauer hinzuschauen. Er berichtet nun, dass es dem klassischen Training, durchgeführt in Seminaren und Workshops, unverändert gut geht. Die Statistiken zeigen bis heute keine „Auffälligkeiten“, geschweige denn einen Abwärtstrend. Soweit möchte man dem Autor auch gerne folgen. Aber dann wendet er sich dem informellen Lernen zu und führt aus, dass dieses nicht hält, was Bildung gewährleisten sollte. Es sei meist „zufällig“ und „nicht qualitätsgesichert“. Und auch das Web 2.0 sei nicht in der Lage, die Nachfolge des klassischen Trainings anzutreten, wenn man nur einen Blick auf die wirkliche Beteiligung der Nutzer wirft.

Der Haken an dieser Argumentation: Saul Carliner misst das informelle Lernen und Web 2.0 mit alten Instrumenten. Das betrifft die Nutzung dieser Lernwege, die längst die klassischen Pfade der Weiterbildung weit hinter sich gelassen hat, was aber bis heute in keiner Weiterbildungsstatistik auftaucht. Und das betrifft die Qualität des Lernens, die man sicher nicht mit Blick auf den Wahrheitsgehalt einzelner Blogbeiträge erfasst.
Saul Carliner, eLearn Magazine, 24. März 2009

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