Archive | March, 2009

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Tip 18: Five pointers for podcasts

Posted on 31 March 2009 by jrobes

Wenn man eine Adresse sucht, auf der es um “klassisches” e-Learning geht, auf der eine Fülle praktischer Informationen und Tipps geboten werden und auf der trotzdem über den Tellerrand in Richtung informelles Lernen geschaut wird: dann empfehle ich Kineo. Ich habe schon ein paar mal auf die britische “E-learning company of the year 2008″ verwiesen, z.B. auf ihre “E-Learning Top Tips” und tue es jetzt gerne noch einmal: Tip 18 und 19 handeln vom Podcasting. Im ersten, auf den ich hier verlinke, werden z.B. verschiedene Podcast-Formate skizziert und einige Hinweise zum Handwerkszeug gegeben; im zweiten werden “five steps to great podcast interviews” festgehalten, von “prepare your questions” bis “get it out there”. Man kann den Kineo-Experten für dieses ungewöhnliche “knowledge sharing” einfach nur danken.
Kineo, März 2009

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Wissensatlas FrankfurtRheinMain - Die Wissensregion stellt sich vor

Posted on 31 March 2009 by jrobes

Als ich gestern in den Räumlichkeiten des Planungsverbands beim Treffen der AG “Wissensbilanz” war (ja, die Region FrankfurtRheinMain plant die Erstellung einer Wissensbilanz, und wir versuchen gerade, passende und aussagekräftige Indikatoren zu identifizieren, an deren Entwicklung sich die Region messen lassen will, aber das nur am Rande …), wurde auch die dritte, noch druckfrische Auflage des Wissensatlas FrankfurtRheinMain verteilt. Wieder mit vielen Informationen über die Hochschulen, Forschung und Entwicklung, Branchenschwerpunkte, Schnittstellen, Qualifikation und Weiterbildung in der Metropolregion. Und zum ersten Mal auch mit einem Überblickskapitel über die elf deutschen Metropolregionen und damit der Möglichkeit des direkten Vergleichs und der Einordnung. Alles ist online verfügbar. Dort findet man auch Hintergrundmaterial zur Initiative “Wissensregion FrankfurtRheinMain”, die 2005 vom Planungsverband, zusammen mit weiteren Institutionen der Region, ins Leben gerufen wurde.
Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main, März 2009

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Long Live Instructor-Led Learning

Posted on 30 March 2009 by jrobes

Der Artikel macht gerade die Runde. Die vielen Nachrufe (”death of the classroom”) haben den Autor, Saul Carliner, veranlasst, einmal genauer hinzuschauen. Er berichtet nun, dass es dem klassischen Training, durchgeführt in Seminaren und Workshops, unverändert gut geht. Die Statistiken zeigen bis heute keine “Auffälligkeiten”, geschweige denn einen Abwärtstrend. Soweit möchte man dem Autor auch gerne folgen. Aber dann wendet er sich dem informellen Lernen zu und führt aus, dass dieses nicht hält, was Bildung gewährleisten sollte. Es sei meist “zufällig” und “nicht qualitätsgesichert”. Und auch das Web 2.0 sei nicht in der Lage, die Nachfolge des klassischen Trainings anzutreten, wenn man nur einen Blick auf die wirkliche Beteiligung der Nutzer wirft.

Der Haken an dieser Argumentation: Saul Carliner misst das informelle Lernen und Web 2.0 mit alten Instrumenten. Das betrifft die Nutzung dieser Lernwege, die längst die klassischen Pfade der Weiterbildung weit hinter sich gelassen hat, was aber bis heute in keiner Weiterbildungsstatistik auftaucht. Und das betrifft die Qualität des Lernens, die man sicher nicht mit Blick auf den Wahrheitsgehalt einzelner Blogbeiträge erfasst.
Saul Carliner, eLearn Magazine, 24. März 2009

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YouTube EDU

Posted on 27 March 2009 by jrobes

Seit Mai 2007 gibt es die iTunes University. Jetzt ist Google’s Antwort da: “YouTube EDU. Videos and Channels from our college and university partners.” Vorlesungsmitschnitte, Interviews mit Wissenschaftlern, Präsentationen und natürlich Marketing-Materialien sind da zu finden, bis jetzt nur von amerikanischen Hochschulen, aber das mag sich ändern. Natürlich ist z.B. das MIT vertreten, die Duke University, Stanford und viele andere. Insgesamt mehrere Tausend Videos, die Google/ YouTube hier unter dem Dach “Education” anbietet. Inwiefern solche Kollektionen “Education” beeinflussen oder verändern, ist eine andere Frage und vorsichtige Skepsis sicher angebracht. Zum Stöbern.
YouTube EDU, März 2009

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PLE zwischem Alltäglichem und Besonderem: Was konstituiert eigentlich eine LERNumgebung?

Posted on 26 March 2009 by jrobes

Diese Frage hat Rolf Schulmeister kürzlich im Rahmen der Veranstaltung “Personal Learning Environments in der Schule” zu beantworten versucht. Der Vortrag (Video und Folien) steht jetzt online. Was man hier sehen und hören kann, ist Grundlagenarbeit. Rolf Schulmeister hinterfragt systematisch die Begriffe “Personal”, “Learning” und “Environment” und setzt gut begründete Fragezeichen hinter einige Lesarten des Konzepts. Was bei der Vielzahl von Bildern, Ideen und Konzepten, die mit den Stichworten PLE oder VLE verbunden wird, auch nicht allzu schwer ist. Hier kurz die Mahnungen, die am Ende des Vortrags an der Wand des Konferenzsaals stehen:

“- Ein PLE ist nicht Anstoß, Quelle oder Motiv für Lernen.
- Lernen findet nicht nur im Virtuellen statt.
- Gefährlich wäre eine Reduktion der Aufgaben auf das, was im PLE möglich ist
- Vorsicht vor der völligen Verlagerung des institutionellen auf das informelle Lernen
- Die Lehrorganisation: Klappt eine „Verordnung” von PLEs?
- Intentionales, kommunikatives Handeln, absichtsvolle Kommunikation versus „wisdom oft he crowd”"

Rolf Schulmeister, Pädagogische Hochschule Zentralschweiz, 13. März 2009

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DNAdigital. Wenn Anzugträger auf Kapuzenpullis treffen

Posted on 25 March 2009 by jrobes

DNAdigital ist eine Initiative, die aus einer Arbeitsgruppe des dritten Nationalen IT-Gipfels im letzten Jahr hervorgegangen ist. Ihr Ziel ist es, einen Dialog zwischen Digital Natives und Managern der deutschen Industrie in Gang zu setzen. Dabei hat man in den letzten Monaten bereits einiges bewegt, man hat sich getroffen, hat geschrieben, gebloggt, getwittert, interviewt. Man ist online (www.dnadigital.de), als Netzwerk und offen für alle Interessierte. Und jetzt hat man - quasi über Nacht - den Stand der Diskussion in Buchform präsentiert.

Das Buch versammelt die Ideen dieser noch jungen Community in ganz verschiedenen Formaten. Ein kurzes „Manifest der Digital Natives”, dann ein Twitter-Interview, eine Konversation (überhaupt gibt es hier viel Dialogisches!), dann ein Tagebuchauszug und einige wenige klassische Artikel. BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer mit einem Grußwort, Don Tapscott mit einem Beitrag.

Das Herzstück des Buches ist aus meiner Sicht ein längeres Interview (S. 81-99) mit Peter Kruse (nextpractice), in dem es viel Platz für Zwischentöne, Nachdenkliches und offene Fragen gibt. So zum Beispiel zum Gegensatz zwischen Netzwerk und Hierarchie, der sich wie ein roter Faden auch durch viele andere Beiträge zieht: Hier unterstreicht Peter Kruse, dass es künftig darauf ankommen wird, je nach Situation intelligent zwischen beiden Strukturen zu wechseln. Das erfordert neue Kompetenzen für Manager wie für Digital Natives. Weitere Stichworte des Interviews sind die Unterscheidung von Schwarmintelligenz und kollektiver Intelligenz, die Zukunft der „Superdilettanten” und die Bedeutung von Reputation in Netzwerken. Ein Must-Read!

Noch eine Anmerkung: In meinem Regal stehen noch einige Bücher, die die “Humanisierung der Arbeitswelt” im Titel oder Untertitel haben. Das waren die 1970er Jahre. Heute geht es stattdessen um die „digitale Öffnung und die digitale Modernisierung der Arbeitswelt” (S.15). Tempi passati. Zum Schluss noch einen Dank an die Herausgeber, die das Buch unter einer Creative Commons-Lizenz offen bzw. als pdf zum Download ins Netz gestellt haben!
Willms Buhse und Ulrike Reinhard (Hrsg.), Februar 2009 (via Scribd)

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Ein Blick hinter die Kulissen der betrieblichen Weiterbildung in Deutschland

Posted on 25 March 2009 by jrobes

Schon vor einem Jahr erschien diese Meldung, nur lag damals der Fokus auf Europa. Jetzt also: “Die betriebliche Weiterbildung in Deutschland stagniert, teilweise ist sie sogar rückläufig. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland weiterhin nur einen Platz im Mittelfeld ein.” Denn im Rahmen der dritten europäischen Erhebung über die berufliche Weiterbildung in Unternehmen (Continuing Vocational Training Survey, CVTS3) gab es eine nationale Zusatzerhebung, deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Sie bietet weitere Informationen zum Stand der betrieblichen Weiterbildung in Deutschland. Stichworte sind die Unterstützung der Weiterbildung durch Unternehmen, Lernformen, relevante Kompetenzen und die Unterstützung älterer Beschäftigter. Alles natürlich im Rahmen der “großen” Tendenz.

Zwei Punkte seien an dieser Stelle erwähnt: Die Bedeutung von Soft Skills hat sich, so die Erhebung, zwischen 1999 und 2005 fast verdoppelt (in Bezug auf Teilnahmestunden). Und was die “Lernformen der betrieblichen Weiterbildung” betrifft, schafft es e-Learning nach wie vor nicht auf diese kurze, exklusive Liste und soll wohl mitgedacht werden, wenn man “selbstgesteuertes Lernen” liest.
Dick Moraal, Barbara Lorig, Daniel Schreiber und Ulrike Azeez, in: BIBB-Report, 7/09, 26. Januar 2009

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Workplace Learning Professionals Next Job - Management Consultant

Posted on 24 March 2009 by jrobes

“What will workplace learning look like in 10 years?” ist “The Big Question” des Learning Circuits Blog im März. Tony Karrer hat hier eine erste Zusammenfassung einiger Beiträge versucht und verknüpft sie mit seiner eigenen Sicht der Dinge. Wenn Arbeiten und Lernen weiter zusammengeht, so könnte man Tony Karrer folgen, wird aus dem Learning Professional ein Management Consultant, der Concept Worker (Daniel Pink) in ihrer Arbeit unterstützt, konkret:

“Performance of the concept work is the primary challenge of the 21st century. But if learning and work are inseparable for a concept worker, then effective learning is part of the definition of performance. This is central to the very definition of how to make organizations more effective. Individual work and learning will be the focus of all levels of management. … 50% of Workplace Learning Professionals will call themselves Management Consultants in 10 Years.”
Tony Karrer, eLearning Technology, 16. März 2009

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WWWeblern Gipfel

Posted on 23 March 2009 by jrobes

Die traditionellen Konferenzformate stehen auf dem Prüfstand, neue werden lebhaft diskutiert. In ein paar Tagen gibt es das nächste EduCamp. Dann wieder die Scope. Und Unconferences. Und Knowledge Cafes. Neben den großen Events, die den Markt der Anbieter und Kunden abbilden möchten (und sich damit immer schwerer tun!), werden neue, spannende  Versuche riskiert, der Diskussion um ein anderes Lernen eine Plattform zu geben. Natürlich stehen dabei die virtuellen Netzwerke und kollaborativen Möglichkeiten des Webs im Zentrum.

Vor einigen Tagen hat in New York eine Konferenz stattgefunden, die sich “Hacking Education” genannt hat. Ihr Motto: “re-imagining how education should look in a web 2.0 world”. Durchgeführt von einem Start-Up (Union Square Ventures), mit rund 80 Teilnehmern, darunter z.B. Sir Ken Robinson, Steven Johnson oder Danah Boyd. Die Beiträge der Konferenz liegen jetzt vor - als sortierter Twitter-Stream! “Arguably the best part of the conference was the lively discussion on twitter.”

hackedu_200903.gif

Aber die Geschichte geht noch weiter: Martin Lindner (wwweblernen) hat das Ereignis aufgeschnappt und plant bereits eine “Hacking Education” im deutschsprachigen Raum, möglicherweise im Oktober: “Die Bildung hacken. Den Claim der HackingEducation Konferenz (#hackedu) ins Deutsche bringen: “re-imagining how education should look in a web 2.0 world”. Dazu Praktiker und Denker versammeln, die sich mit Bildung im Web-Zeitalter befassen und die gedanklich/praktisch jenseits der Mauern der drei großen deutschen Bildungsburgen operieren: Schule - Uni - berufliche (Weiter-)Bildung. Aus den Sonntagsreden-Diskursen ausbrechen. Workshopartig erkunden, wie und warum Web-Technologien zu “Open Education” zwingen. Nicht gutgemeinte Weltverbesserung, sondern überlegen, was gegenwärtig ohnehin passiert, unterschwellig. Und dann Möglichkeiten suchen, wie man das “hacken” könnte.”

Hier geht es zum aktuellen Stand der Planungen …
Martin Lindner, wwweblern, 22./ 23. März 2009

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The Gurteen perspective: Twittering

Posted on 23 March 2009 by jrobes

Knowledge Management-Experte David Gurteen versucht, Twitter einzuordnen: Man stelle sich ein Großraumbüro vor. Fragmente aus Unterhaltungen, Telefongesprächen und Fragen. Unverzichtbar für jeden, der wissen will, was los ist - im Team, in der Organisation, in der Branche. Aber nicht jeder sitzt im Großraumbüro und einige, die dort sitzen, leiden unter den Schattenseiten dieses Daseins. Hier kommt Twitter ins Spiel:

“What you need is a micro-blogging tool like Twitter. Twitter provides that background noise of chatter that you can learn from. It’s not quite the same as working in an open-plan office but it has one huge advantage - you can switch it off at any time and you can participate in the chatter as little or as much as your personality or work load dictates.”
David Gurteen, Inside Knowledge, Vol. 12, Issue 5, 4. März 2009

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Do You Dream In 140 Characters?

Posted on 20 March 2009 by jrobes

Jeanne C. Meister ist eine der anerkanntesten Expertinnen auf dem Gebiet des Corporate Learning und hat lange Zeit die Diskussion um Corporate Universities mitbestimmt (als es noch eine Diskussion um dieses Thema gab). Jetzt ist sie auch aktive Twitterin, berichtet darüber, wie sie auf Konferenzen Twitter einsetzt, um neue Kontakte zu finden, und hat ihre Erfahrungen in einigen Empfehlungen zusammengefasst. Motto: “… how we are using microblogging to improve our productivity and build our networks”.

“1) Think Before You Tweet
2) Answer the Question: “What Is Interesting/Innovative” rather than just “What Are You Doing Now?”
3) Approach Twitter as a Social Learning Tool
4) Explore how best places to work use Twitter to build their brand
5) Explore how your company’s public relations, marketing communications and customer relations departments are using Twitter
6) Join the dialogue

Jeanne Meister, New Learning Playbook, 12. März 2009

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Learning: Peering Backward and Looking Forward in the Digital Era

Posted on 20 March 2009 by jrobes

Diese erste Ausgabe des International Journal of Learning and Media (IJLM) bietet auf den ersten Blick eine Reihe interessanter Artikel, die ich mir für die nächsten Tage herausgelegt habe. Angefangen habe ich mit dem vorliegenden Grundlagentext. Er stellt Bildung in einen historischen Kontext und fragt, welche Herausforderungen und Chancen die digitale Zukunft für das Lernen bedeutet. Die Autoren argumentieren dabei sehr vorsichtig, man könnte auch sagen “realistisch”. Sie anerkennen, dass sich Lernumgebungen und -modelle über die letzten Jahrhunderte bis heute nur wenig verändert haben. Das mag mit Blick auf die neuen digitalen Medien in naher Zukunft “umschlagen”. Doch auch das Umschlagen wird Pädagogen nicht aus der Pflicht entlassen.

“In this article we argue that, after millennia of considering education (learning and teaching) chiefly in one way, we may well have reached a set of tipping points: Going forward, learning may be far more individualized, far more in the hands (and the minds) of the learner, and far more interactive than ever before. This constitutes a paradox: As the digital era progresses, learning may be at once more individual (contoured to a person’s own style, proclivities, and interests) yet more social (involving networking, group work, the wisdom of crowds, etc.). How these seemingly contradictory directions are addressed impacts the future complexion of learning.” (via Lisa Rosa)
Margaret Weigel, Carrie James und  Howard Gardner, International Journal of Learning and Media (MIT), Winter 2009, Vol. 1, No. 1, 3. März 2009

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Newspapers and Thinking the Unthinkable

Posted on 19 March 2009 by jrobes

Clay Shirky (”Here Comes Everybody”) ist bei weitem nicht der Erste, der das Ende der Zeitungen feststellt und den durch das Internet in Gang gesetzten Wandel mit dem der Gutenberg-Ära vergleicht. Aber er bringt aktuelle Entwicklungen schön auf den Punkt, und der Text hat in den letzten Tagen weite Verbreitung gefunden.
“Society doesn’t need newspapers. What we need is journalism. For a century, the imperatives to strengthen journalism and to strengthen newspapers have been so tightly wound as to be indistinguishable. That’s been a fine accident to have, but when that accident stops, as it is stopping before our eyes, we’re going to need lots of other ways to strengthen journalism instead.”

Alte Geschäfts- und Organisationsmodelle sterben, neue entstehen. Es ist durchaus legitim, über Parallelen im Umgang mit Wissen und Bildung nachzudenken.
Clay Shirky, Blog, 13. März 2009

Nachtrag (10.04.2009): Jeff Jarvis (”The speech the NAA should hear”) adressiert die gleiche Nachricht und liefert gleich noch ein schönes Zitat:
“You all remember the quote from a college student in The New York Times a year ago, the one that has kept you up at night. Let’s say it together: “If the news is that important, it will find me.” What are you doing to take your news to her? You still expect her to come to you - to your website or to the newsstand - just because of the magnetic pull of your old brand. But she won’t, and you know it. You lost an entire generation. You lost the future of news.”

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Personal Learning Environments: von der Lehr- zur Lernplattform

Posted on 18 March 2009 by jrobes

Michael Kerres hat vor einigen Tagen auf der Tagung “Personal Learning Environments in der Schule” an der Pädagogischen Hochschule in Goldau (Schweiz) präsentiert, diese Präsentation vertont und jetzt online verfügbar gemacht. Es ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema “Schul-IT trifft Web 2.0″, wobei Schule hier durch jede andere Bildungsinstitution, ja, auch durch die betriebliche Weiterbildung ersetzt werden könnte. Die Fragen, die Michael Kerres stellt: Wie finden bestehende Learning Management Systeme, die Michael Kerres im Kern als “Lehrplattformen” identifiziert, und die individuellen Lern- und Kommunikationsaktivitäten der Teilnehmer (Schüler, Studierende, Mitarbeiter) im Web 2.0 zueinander? Wie können diese Systeme miteinander kommunizieren? Und, wenn man sich auf diese Sichtweise einlässt, bedeutet es nicht, einen umfassenden Change Prozess einzuleiten, der weit über einzelne IT-Anschaffungen, Lehrerfortbildungen und Programmentwicklungen hinausgeht? Ein schöner Vortrag, ein schönes Format und eine gute Einstimmung für meine morgige Fahrt zum MoodleMoot nach Bamberg.

“Was ist dann (wenn überhaupt) das Besondere/ das Neue an dieser Diskussion? Bislang standen “Lehrplattformen” und “Lernangebote” im Vordergrund, die WIR uns ausgedacht haben: Was sind Funktionen von “Learning Managemnet Systemen”? Wie können wir Contents aufbereiten mit Lernobjekten / Repositories etc.? Wir haben versucht, Lernumwelten für die Lernenden zu definieren - und haben dabei aus dem Blick gelassen, wie und wo sich die Lernenden im Internet bewegen.

Nun wenden wir den Blick auf die Umwelt der Lernenden und schauen uns an, wie könnte eine persönliche (digitale) Umwelt von Lernenden gestaltet werden, die die Nutzungsvarianten der Lernenden aufgreift. (Ein) Hintergrund ist die Tatsache, dass die Lernenden sich anders und in anderen Welten bewegen, als dies die Angebote der (Hoch-) Schule heute vorsehen. Das wird im übrigen wohl nicht heissen, einfach SchülerVZ als Lernplattform zu nutzen… Das heisst einzig: Konzepte für Schul-IT und (mediale) Lernangebote sind in Relation und als ein Beitrag zu sehen zur Gestaltung persönlicher Lernumwelten.”
Michael Kerres, Blog, 16. März 2009

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Konnektivismus & OLPC

Posted on 17 March 2009 by jrobes

Anja C. Wagner hat im letzten Semester an der FHTW Berlin den Online-Kurs “Connectivism and Connective Learning” von George Siemens und Stephen Downes zum Gegenstand des Masterstudiengang-Kurses Didactics of Media gemacht. Sie und die Studierenden trieb die Frage, “inwiefern die OLPC-Initiative als angewandte, medienpolitische Form des Konnektivismus betrachtet werden kann”. Das Kursdesign - an einem globalen Kurs teilnehmen, sich mit dem OLPC beschäftigen, einen Wikipedia-Artikel schreiben - liest sich sehr spannend; allerdings lässt der kritische Erfahrungsbericht auch Fragen zurück: Denn OLPC wird hier nicht als Projekt mit seinen unzähligen Facetten, sondern vor allem als Technologie vorgestellt; und der Konnektivismus erscheint als bunte Mischung aus Lehrsätzen und Appellen. Aber ich denke, das ist noch ein Grundproblem dieses Ansatzes, mit dem ich auch an anderen Stellen zu kämpfen habe.

Fazit: Viel Kleingärnterarbeit ist bereits erfolgt im OLPC-Universum, aber noch wenig vernetzte Anbindung der Schulen untereinander. Nicht als kolonialistische Gutmenschen-Arbeit, sondern als tatsächliche Macht der sozial Schwachen. Hier besteht noch viel Forschungs- und v.a. konkrete Aktivistenarbeit.”
Anja C. Wagner, eduFutureBlog 2.0, 19. Februar 2009 

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New roles for former trainers

Posted on 17 March 2009 by jrobes

Der Titel könnte glatt zu einem neuen Projekt der Arbeitsagentur passen. Stattdessen gehört er zu einem Artikel (in einer mittlerweile Serie von Artikeln), in dem Jay Cross kurze Statements zur Zukunft des klassischen Trainingsgeschäfts festhält. Natürlich überzogen und pointiert. Das Neue an dieser Stelle sind die kurzen Rollenbilder, die er Trainern empfiehlt, sowie die Referenz zum neuen Buch von Etienne Wenger, der mit ähnlichem Hintergrund das Bild des “community technology steward” zeichnet. Und nicht zu vergessen, die Kommentare, die Jay mit dem Thema provoziert hat.

“When my colleagues and I advocate cutting back on workshops and classes, we don’t suggest firing the instructors. Rather, we recommend redeploying them as connectors, wiki gardeners, internal publicists, news anchors, and performance consultants.”
Jay Cross, Informal Learning Blog, 14. März 2009

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Halbzeit: WissensWert Carnival Nr.2 (März ‘09)

Posted on 16 March 2009 by jrobes

Halbzeit in unserem Blog Carnival. 21 Beiträge sind bislang eingegangen, davon alleine sieben Beiträge von Nicht-Bloggern! Wer sich noch beteiligen möchte, hat bis zum 29. März Gelegenheit. Einfach ein paar Zeilen zum Thema schreiben und entweder im eigenen Blog veröffentlichen oder per Email an mich. Zur Erinnerung noch einmal die Frage dieses Monats: “Was war Ihr/ Dein letztes E-Learning-Erlebnis?”
WissensWert, 13. März 2009

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CeBIT Forum Learning & Knowledge Solutions

Posted on 13 March 2009 by jrobes

Die Vorträge des Forums auf der diesjährigen CeBIT sollen nach Angaben der Projektleitung circa 3.000 Besucher gehört haben. Wer zumindest mit Blick auf die Folien der Referenten prüfen will, ob er etwas verpasst hat, kann das jetzt tun. Man findet auf den Seiten des Forums z.B. Peter Baumgartner (”Web 2.0 und Social Software - Neue Trends im E-Learning und Blended Learning”), Willms Buhse (”Enterprise 2.0 - Lernen von den Rockstars“) und Martina Göhring (”Gelernt ist nicht genug - effizientes Wissensmanagement in der betrieblichen Praxis mit Web 2.0“). Aber empfehlen möchte ich Rolf Schmidt-Holtz (CEO, Sony BMG Music Entertainment) mit seinem Vortrag Ist eLearning tot? Zukunft Bildung und Lernen in der digitalen Wissensgesellschaft, auch wenn mir wohl unterrichtete Kreise zugetragen haben, dass er diesen Vortrag gar nicht selbst gehalten hat, weil ihn Wichtigeres bereits nach New York eilen ließ.
CeBIT Forum Learning & Knowledge Solutions, 3.-8. März 2009

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Handbook of Emerging Technologies for Learning

Posted on 13 March 2009 by jrobes

Eine “resource for educators planning to incorporate technologies in their teaching and learning activities” nennen George Siemens und Peter Tittenberger dieses Handbuch. Nichts Systematisches, eher eine Materialsammlung (61 Seiten!). Am besten hat mir das letzte Kapitel (”Tools”) gefallen, in dem sie mit Hilfe eines kurzen Fragenkatalogs (”What it is?”, “How does it work?”, “How can it be used for teaching and learning?”) einzelne Web-Instrumente und Bildungstechnologien einordnen. Auch wenn der Fokus dieses Handbuchs auf Higher Education liegt, lohnt ein Blick.
George Siemens und Peter Tittenberger, University of Manitoba, März 2009 (pdf)

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The New Organization Model: Learning at Scale

Posted on 12 March 2009 by jrobes

Verweilen wir noch einen Moment auf der strategischen Wolke, wechseln aber von London nach Harvard: John Hagel III, John Seely Brown (JSB) und Lang Davison haben dort einen kurzen proklamatorischen Text abgelegt, nicht einer ihrer besten, aber gut verlinkt und mit allen wichtigen Stichworten (”talent”, “innovation”, “learning”). Auch ihnen geht es um den Wandel von Organisationen, “from institutions designed for scalable efficiency to institutions designed for scalable learning”.

“That’s because a rapid rate of innovation cannot be programmed from above. At best what institutional leaders can do is to create the environments - the “creation spaces” - that foster innovation and faster learning. But here’s the rub: many of these institutional leaders are caught in the mindsets of the previous generation of infrastructures and the related assumption that scalable efficiency is the key to success. Talent, on the other hand, is under increasing pressure to get better faster and will either leave institutions that cannot help them or become catalysts for change within those institutions.”
John Hagel III, John Seely Brown (JSB) und Lang Davison, Harvard Business Publishing, The Big Shift, 11. März 2009

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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