Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Twitter – eine kurze Statusmeldung

Nicht nur die Tweets, auch die Zeilen über Twitter füllen mittlerweile meine virtuellen Regale. Der Reihe nach: Dass erstaunlicherweise nicht alle Welt twittert, sondern „nur“ 11 Prozent der Amerikaner mit Internet-Zugang, das teilte uns vor einigen Tagen das PewResearchCenter mit („Twitterpated: Mobile Americans Increasingly Take to Tweeting“). Und: Der durchschnittliche Twitter-Nutzer ist 31 Jahre alt! Etwas über dem Durchschnitt liegen sicher die amerikanischen Politiker, die sich Barack Obama zum Vorbild genommen haben und Einblicke in ihren Alltag gewähren. Übrigens mehr Republikaner als Demokraten, wie der Economist zu berichten weiß („Tweeting the people. Politicians on Twitter“).

Wer hier den Überblick behalten will, hat je nach Fachgebiet verschiedene Möglichkeiten: 753 Einträge enthält gegenwärtig z.B. das „Directory of Learning Professionals (& Others) on Twitter“, mit dem Jane Hart einen ersten Versuch startete, den 6 Millionen Twitter-Nutzern einige Namen zu geben. Auf 70 kommt derzeit „Weiterbildung auf Twitter“, zusammengestellt von Dörte Giebel, der Pressesprecherin des Forum DistancE-Learning. Und wer sich in der Vergangenheit verdächtig gemacht hat, mit Knowledge Management oder ähnlichen Themen zu sympathisieren, findet sich bei Patrick DiDomenico wieder („Must-Follow Twitterers on Twitter | Knowledge Management“). Das sollte doch fürs Erste reichen.

Viele, die Twitter gerade ausprobieren. Einige, die sich dabei ertappen und fragen, was sie da eigentlich tun. Zum Beispiel Mandy Schiefner, die zwar für sich noch lange nicht alle Fragezeichen ausgeräumt hat, aber Twitter heute schon ein „Potenzial vor allem für informelles Lernen“ zugestehen möchte („Sinn und Unsinn von Twitter“). Für Michael Kerres passt Twitter „in den Zeiten dazwischen, z.B. im Wartezimmer des Kieferorthopäden meiner Tochter, beim Warten auf einen Zug oder sonst wo zwischendrin“ („The Twitter Experience“). Bei mir setzen Wartezimmer zwar nur bestimmte Phantasien frei, aber sei’s drum.

Bildungsexperten wie z.B. Tony Karrer und Tom Barrett haben Twitter längst in ihren Werkzeugkasten aufgenommen. Aber da hierzulande die Twitter-Nutzer, vor allem im Unternehmensumfeld, noch eine verschwindend geringe Minderheit darstellen, soll Minxuan Lee mit ihrer schönen Präsentation heute das letzte Wort gehören: „How Twitter changed my life“.

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