Archive | February, 2009

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Successful E-learning in Small and Medium-sized Enterprises

Posted on 27 February 2009 by jrobes

Eine komprimierte und detailreiche Darstellung von E-Learning-Erfahrungen aus verschiedenen kleinen und mittleren Unternehmen in Europa. 18 Fallstudien, durchgeführt im Rahmen des Leonardo da Vinci-Programms. Lernerfahrungen, Herausforderungen und Hindernisse, E-Learning-Features, Erfolgsfaktoren, Kosten - alles auf knappstem Raum. Doch die Ausgangsfrage verwundert vielleicht aus heutiger Sicht: Es wurden kleine Unternehmen gesucht und ausgewertet, deren Mitarbeiter Erfahrungen mit formalen E-Learning-Kursen gemacht hatten. Also: Wie funktioniert das, was man vor allem aus großen Unternehmen und Organisationen kennt, in kleineren Einheiten. Doch wäre es vielleicht nicht spannender gewesen, in den europäischen SMEs/ KMUs nach Beispielen für informelles E-Learning und Wissensmanagement zu suchen? Und zu überlegen, was diese Modelle für Großunternehmen bedeuten können?

Vielleicht liegt die Antwort aber auch irgendwo zwischen der Laufzeit von Leonardo da Vinci (2005-2007), dem Erscheinen des vollständigen Projekt-Reports (2006) und der Veröffentlichung des vorliegenden Artikels (2009).
Morten Flate Paulsen, European Journal of Open, Distance and E-Learning (EURODL), 9. Februar 2009

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The Netbook Effect: How Cheap Little Laptops Hit the Big Time

Posted on 27 February 2009 by jrobes

Nein, das wird auch in Zukunft ein Blog bleiben, in dem es um Bildung und Bildungstechnologien gehen soll. Aber vielleicht gilt es an dieser Stelle ein historisches Ereignis zu würdigen: Denn, wie Stephen Downes vor einigen Tagen anmerkte, “the One Laptop Per Child project will most likely be remembered for the revolution in computing it caused rather than for the computer itself”. Es ist eine Investition in Bildung (und nicht in Militär- oder Weltraum-Projekte) mit weit reichenden sozialen und technologischen Folgen. Diesen Bogen zeichnet der Artikel nach: Vom OLPC zu Netbooks und Clouds: “Netbooks prove that the “cloud” is no longer just hype. It is now reasonable to design computers that outsource the difficult work somewhere else. The cloud tail is wagging the hardware dog. … It’s the rise of the very small machines.” Womit ein wesentlicher Teil unserer zukünftigen Lerninfrastruktur beschrieben ist.
Clive Thompson, Wired, 23. Februar 2009

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Informelles Lernen und Weiterbildung

Posted on 27 February 2009 by jrobes

Ein ungewöhnliches und spannendes Interview mit dem finnischen “Wunderkind”-Software-Unternehmer und Kongress-Redner Teemu Arina. Im Kern geht es um Dienste, Ideen und Aktivitäten, die Weiterbildungsinstitutionen anbieten können, wenn sie sich bewußt dem informellen und lebenslangen Lernen verschreiben. Dann rücken Netzwerke und Beziehungen ins Zentrum, traditionelle Kurse und Seminare an die Peripherie. Es gibt “Trainings für Lebenslanges Lernen”, Hilfen zum Umgang mit neuen Informationsformen und Instrumenten und vieles mehr.

“So etwas wäre eine große Chance für Bildungseinrichtungen. Ihre Rolle wäre dann die eines Katalysators: also diese Form von Strukturen herzustellen, die Leute mit gemeinsamen Interessen verbinden, problemorientiert, und daraus dann eine wirklich lebendige Lernumgebung herstellen. Das kann dann online sein, oder von Angesicht zu Angesicht, oder auch gemischt (”blended”), aber immer kommt der Antrieb von den Leuten selbst und ihrem Drang, etwas wissen zu wollen.”
Martin Lindner, Interview mit Teemu Arina, CHECKpoint eLearning, Februar 2009

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Edupunk Version 1

Posted on 26 February 2009 by jrobes

In Wikipedia heißt es derzeit: Edupunk is an approach to teaching and learning practices that result from a do it yourself (DIY) attitude.” Der Wired hielt im September fest: Edupunk n. Avoiding mainstream teaching tools like Powerpoint and Blackboard, edupunks bring the rebellious attitude and DIY ethos of ’70s bands like the Clash to the classroom.” Dem schloss sich auch die New York Times an. Doch dass der Edupunk hier schon seit längerer Zeit tanzt, ist mir entgangen.
flickr, 10. Juni 2008

edupunk_200902.gif

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Kompetenzorientierung in der beruflichen Bildung

Posted on 26 February 2009 by jrobes

Der aktuelle Newsletter des Forschungsinstituts Berufliche Bildung (f-bb) liegt gerade vor mir. Auch wenn ich bei der Überschrift (wieder einmal) kurz überlegen muss, woran sich berufliche Bildung denn sonst orientieren sollte, macht einige Zeilen weiter das Interview mit dem Kompetenz-Experten in Deutschland, John Erpenbeck, deutlich, warum Titel und Thema vielleicht doch lohnen:
“Ein gutes Kompetenzbilanzierungsverfahren sollte nicht zwischen formell und informell erworbenen Kompetenzen unterscheiden. Denn gelernt ist gelernt, egal ob formell oder informell! Entscheidend ist, was die Leute können, ganz gleich auf welchem Weg sie die Kompetenzen erworben haben.” Wenn nur nicht der Blick auf Zeugnisse und Referenzen so viel einfacher und bequemer wäre!
Forschungsinstitut Berufliche Bildung (f-bb), Newsletter, 1/2009 (pdf)

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„Millennials vor den Toren” – Anspruch der Internet-Generation an IT

Posted on 25 February 2009 by jrobes

Die wichtigsten Erkenntnisse, die die Berater aus der Befragung von 570 Personen ziehen: Die Millennials (hier die Jahrgänge ‘77-’94) haben Anforderungen an IT und Kommunikation, die weit über den Status Quo in Unternehmen hinausgehen. “Sie erwarten mobiles und flexibles Arbeiten. Sie wollen mit den Anwendungen ihrer Wahl kommunizieren und mit den Geräten ihrer Wahl arbeiten.” Dann folgen einige Zahlen, die diese Aussage stützen. Und der Hinweis auf ein “gering ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein” dieser Zielgruppe, dem, so die Experten, entsprechende “IT-Sicherheitsstrategien” gegenüber stehen sollten. Ein oft gehörter Satz, der leider häufig mehr negative (Kontrolle) als positive (Aufklärung) Aktivitäten freisetzt.
Accenture, 27. Januar 2009 (pdf)

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Teamwork and Collaboration

Posted on 24 February 2009 by jrobes

Viele - von der BITKOM bis zur DNAdigital - sind ja zur Zeit auf der Suche nach dem CEO 2.0. Vielleicht ist John Chambers ein Kandidat. In diesem Interview schildert er, wie sich Cisco wieder einmal auf den Weg gemacht hat, dieses Mal sechs Jahre lang, um vom “command and control management” zu “collaboration and teamwork” zu gelangen. Die neue Struktur basiert auf “business networks”, Web 2.0-Technologien und auf Managern, die “aus der Mitte führen”. Für John Chambers geht es weniger darum, Hierarchien zu verdammen, als vielmehr die Stärke kollaborativer Ansätze zu nutzen. 6:29 Minuten und es gilt das gesprochene Wort des CEOs.
Interview mit John Chambers, Harvard Business Publishing, 6. Februar 2009 (via YouTube)

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The training department of the future

Posted on 23 February 2009 by jrobes

Zwei angesehene Bildungsexperten versuchen, dem klassischen Training Department (also: unserer Bildungsabteilung) den Weg zu zeigen. Warum kann es nicht so weitergehen wie bisher? Weil die Zukunft immer weniger vorhersehbar und der Wandel längst Alltag geworden ist. Doch wenn man nicht weiß, was morgen kommt, was kann Training dann noch leisten? Drei Punkte schreiben die Autoren ihren Kollegen in Corporate Learning ins Stammbuch:

- “Embracing complexity and adaptation to uncertainty”
Hier werben sie für Dave Snowden’s Cynefin-Framework und für einen Ansatz, der nicht “Best Practices” sucht, sondern sich tastend mit der Umwelt auseinandersetzt (”Life in Beta”!).
- “Inverting the structural pyramid”
Organisationen werden nicht mehr allein durch Hierarchien geprägt. Die “Wirearchy” betritt die Bühne (gelebt in Open Source-Projekten).
- “Adopting new models of learning”
Die zentrale Aufgabe der Training Departments besteht nicht mehr in der Vermittlung von Wissen, sondern darin, den Austausch von Erfahrungen und Wissen zu ermöglichen. Von “facilitating collaborative work and learning amongst workers” sprechen die Autoren.

Sie schließen ihren Artikel mit einem, wie ich finde, charmanten Vorschlag: What would happen if you called for closing your training department in favor of a new function?

 Imagine telling senior management that you were shuttering the classrooms in favor of peer-to-peer learning. You’re redeploying training staff as mentors, coaches, and facilitators who work on improving core business processes, strengthening relationships with customers, and cutting costs. You’re going to shift the focus to creativity, innovation, and helping people perform better, faster, cheaper.

You might want to give it a try.

 Perhaps the time has come.”
Harold Jarche und Jay Cross, togetherLearn, 20. Februar 2009

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Meine Hochachtung gewonnen | LD verloren

Posted on 23 February 2009 by jrobes

“LD” ist eine “Löschdiskussion” auf Wikipedia. Thomas Bernhardt hat diese Abkürzung schätzen gelernt, als er versuchte, die Online-Enzyklopädie um das Stichwort “Educamp” zu erweitern. Vergeblich. Lesenswert ist sein Erfahrungsbericht, weil er einen Blick hinter die Kulissen erlaubt. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, zukünftig (noch) weniger über die Inhalte der Wikipedia, als über die Prozesse und Mechanismen zu berichten, an deren Ende die von uns geschätzten Artikel stehen. Wer weiß schon, dass es hier Mentoren und Mentorenprogramme gibt!? Das Schöne: Zwar ist der Autor durch die “Löschhölle” gegangen, aber er nimmt es nicht persönlich:

“Mein persönliches Fazit?
Mein Chef formulierte es am Mittagstisch in der Mensa heute ungefähr so: “Der Review-Prozess der Wikipedia ist heutzutage höher einzuschätzen, als manches Peer-Review von Fachjournalen.” Dem kann ich nur beipflichten. Meine Hochachtung gilt all den ehrenamtlichen Wikipedianern, die versuchen eine Enzyklopädien mit höchstmöglichem Anspruch zu schreiben. Respekt!”

Thomas Bernhardt, E-Learning 2.0, 29. Januar 2009   

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Im Gespräch: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales

Posted on 20 February 2009 by jrobes

Ein kurzes Interview nur, aber Jimmy Wales verweist auf eine Reihe von Projekten auf Wiki-Basis, die möglicherweise nicht jeder kennt: Wikia, Wikianswers, Wikia Search, Uncyclopedia und Wikia Green. Er betont auch den gemeinsamen Charakter dieser Projekte, dass nämlich die “Community die Kontrolle” hat. Genau.
Jimmy Wales, FAZ.Net, 19. Februar 2009

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Rethinking conferences

Posted on 19 February 2009 by jrobes

Jay Cross hat sich Gedanken gemacht. Sie kreisen um die allzu vertrauten Konferenzformate und die Schwierigkeiten, sich von ihnen zu trennen. Dazu hat er einige Anregungen gesammelt. Abwechselung bieten möglicherweise auch Open Space-ähnliche Formate, wie die immer populärer werdenden BarCamps (Jay verlinkt in diesem Zusammenhang auf ein “PresentationCamp”, zu dem er gerade eingeladen wurde). Mir fällt ein, dass die LEARNTEC gerade um “Themenvorschläge für 2010″ gebeten hat und auch hierzulande die 3. EduCamp am 17. - 19. April in Ilmenau vor der Tür steht. Oder man diskutiert mit Stephen Downes und George Siemens, wie ihr Online-Kurse CCK09 aussehen könnte.

“Nonetheless, the patience of those of us who have paid our dues in Orlando, Las Vegas, Anaheim, Chicago, and L.A. over the years is wearing thin. When the old hands gather at the bar in the conference hotel, you’ll find them shaking their heads while saying there’s got to be a better way. The basic structure of one-way presentations, flying to convention cities, blowing an entire week at a time, and vendors going through the motions but getting few sales is counter to the culture and M.O. of the network era. Scheduling twenty simultaneous sessions guarantees you’ll miss something you wanted to see. Wi-fi is always broken. Some of the certificate programs conducted before conferences strike me as low-grade diploma mills. There’s lots of room for improvement.”
Jay Cross, Learning Blog, 17. Februar 2009

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Six ways to make Web 2.0 work

Posted on 18 February 2009 by jrobes

Zuerst: McKinsey Quarterly twittert. Auch über die Inhalte dieses Artikels, mit dem sie ihre Versuche fortsetzen, Business und Management mit der neuen Web 2.0-Welt anzufreunden. Das tun sie, indem sie das Thema in den entsprechenden Kontext setzen: die Historie strategischer IT-Investments, die erklärten Web 2.0-Budgets, die Einschätzungen von CEOs. Die darin eingebetteten “six ways” der McKinsey-Autoren sind sicher keine abschließende ToDo-Liste für eine unternehmensweite Web 2.0-Implementierung, aber hilfreiche Empfehlungen, die einige leidvolle Erfahrungen gut auf den Punkt bringen:

“1. The transformation to a bottom-up culture needs help from the top. …
2. The best uses come from users-but they require help to scale. …
3. What’s in the workflow is what gets used. …
4. Appeal to the participants’ egos and needs-not just their wallets. …
5. The right solution comes from the right participants. …
6. Balance the top-down and self-management of risk.”

Und weil mir gerade der dritte Punkt besonders am Herzen liegt, hier noch ein weiterer Absatz im O-Ton:
“Perhaps because of the novelty of Web 2.0 initiatives, they’re often considered separate from mainstream work. Earlier generations of technologies, by contrast, often explicitly replaced the tools employees used to accomplish tasks. Thus, using Web 2.0 and participating in online work communities often becomes just another “to do” on an already crowded list of tasks.”
Michael Chui, Andy Miller und Roger P. Roberts, McKinsey Quarterly, Februar 2009

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Die besten deutschen Weblern-Blogs

Posted on 17 February 2009 by jrobes

Gerade angefangen zu bloggen und gleich Ansprüche formulieren! So ist’s recht! Martin Lindner hat sich durch die Weiterbildungs-/ Medienpädagogen-/Lerntechnologie-/ Lehrer-Blog-Szene gearbeitet, seine Lektüre in eine kommentierte Übersicht gepackt und gleich einige Hausaufgaben formuliert. Danke, Martin!

“Damit ein Blog funktioniert, braucht es (1) eine lebendige, direkte und unperfekte Schreib-Stimme, und (2) einen konsequenten Blickwinkel aus der User-Sicht. Und dazu (3) ein Netzwerk von geistesverwandten Blogs, damit gedankliche Kettenreaktionen in Gang kommen, ohne sich (4) auf eine Insider-Sicht beschränken. Schwierig. (Und ja, ich muss das selber erst üben.)”
Martin Lindner, wwweblernen, 16. Februar 2009

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Cappuccino U. A new way of learning and working

Posted on 17 February 2009 by jrobes

“Cappuccino U is a metaphor for a new approach to learning based on community, networking, self-study, distance education, and technology. While it is usually focused on The Third Place - coffee shops, libraries, hotels, and other locations where we might work and meet with other people, or be alone in a crowd.”

Sehr charmant und unaufgeregt schildert Jerome Martin die neue Art des Lernens, unabhängig von zeitlichen und räumlichen Beschränkungen. “Third Places” eben. Die Protagonisten dieser Lernform sind - heute noch - Wissensarbeiter, Kreative, Selbständige und Studierende, aber die Möglichkeiten stehen allen offen. E-Books, Open Content, Open Online-Kurse und Podcasts sind die Lernstoffe, ein Internetzugang bildet die Infrastruktur. Und nette Gesprächspartner. Und ein Cappuccino. Das alles in einem kurzen E-Book, schon zwei Jahre alt, aber höchst aktuell.
Jerome Martin, Spotted Cow Press, 2006

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Access2OER: The CCK08 Solution

Posted on 17 February 2009 by jrobes

Als ich vor einigen Tagen gebeten wurde, etwas zur “Didaktik in Zeiten des Web 2.0″ zu sagen, kam mir spontan der “Massive Open Online Course” in den Sinn, zu dem George Siemens und Stephen Downes letzten Herbst eingeladen hatten. Im Sinne eines Modells, an dem man sich orientieren kann, wenn man in einer offenen Lernumgebung und mit Hilfe verschiedener Web 2.0-Instrumente Prozesse, individuell und in Netzwerken “vor Ort”, anstoßen will. Jetzt hat Stephen Downes für eine UNESCO OER-Diskussionsliste in Form kurzer Antworten noch einmal die wesentlichen Bausteine dieses Projekts beschrieben.

“The course - which came to be known simply as CCK08 - was a landmark, we believe, in open access, because while providing the formal requirements of open learning - course structure and content, recognition, assessment and credentials - it nonetheless operated on a very different model from other OER initiatives. Materials for the course were not ‘produced’ in the traditional; sense - rather, the instructors created a framework, populated that framework with open materials already extant on the web, added some commentary and videos of their own, conducted open online sessions and recordings, and created the infrastructure for wide student participation.”
Stephen Downes, Half an Hour, 16. Februar 2009

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Im blauen Licht der Zukunft

Posted on 16 February 2009 by jrobes

Sehr schön, manchmal zu schön, beschreibt der Reporter, wie “der Computer nach Mullosayyoo kommt”. Der Computer ist Teil des Projekts “One Laptop Per Child” (OLPC) und Mullosayyoo liegt in Äthiopien, wo Armut und Aufbruchstimmung, so heißt es, Hand in Hand gehen.

“Am Tag, an dem der Computer nach Mullosayyoo kommt, stehen die Kinder am Straßenrand und winken mit großen Sträußen gelber Blumen. Frauen tragen riesige Bündel mit frisch geschnittenem Gras nach Hause, um damit die Böden ihrer Hütten auszulegen. Sie bereiteten das Masqalfest vor, einen der wichtigsten christlich-orthodoxen Feiertage in Äthiopien, der mit großen Feuern im ganzen Land begangen wird. … Die Siedlung hat keinen Dorfplatz, keine Lichtmasten, kein Geschäft, nur eine Schule. In den Lehmhütten leben Kleinbauern, die mit mageren Ochsen vor dem Pflug Teff anbauen, eine Hirsesorte, aus der das Sauerteigfladenbrot Injera gebacken wird, das wichtige Grundnahrungsmittel in Äthiopien. Auf einen Computer hat hier niemand gewartet.” (via Learning Waves)
Claus Spahn, Die ZEIT, 29. Januar 2009

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Twitter - eine kurze Statusmeldung

Posted on 16 February 2009 by jrobes

Nicht nur die Tweets, auch die Zeilen über Twitter füllen mittlerweile meine virtuellen Regale. Der Reihe nach: Dass erstaunlicherweise nicht alle Welt twittert, sondern “nur” 11 Prozent der Amerikaner mit Internet-Zugang, das teilte uns vor einigen Tagen das PewResearchCenter mit (”Twitterpated: Mobile Americans Increasingly Take to Tweeting”). Und: Der durchschnittliche Twitter-Nutzer ist 31 Jahre alt! Etwas über dem Durchschnitt liegen sicher die amerikanischen Politiker, die sich Barack Obama zum Vorbild genommen haben und Einblicke in ihren Alltag gewähren. Übrigens mehr Republikaner als Demokraten, wie der Economist zu berichten weiß (”Tweeting the people. Politicians on Twitter”).

Wer hier den Überblick behalten will, hat je nach Fachgebiet verschiedene Möglichkeiten: 753 Einträge enthält gegenwärtig z.B. das “Directory of Learning Professionals (& Others) on Twitter”, mit dem Jane Hart einen ersten Versuch startete, den 6 Millionen Twitter-Nutzern einige Namen zu geben. Auf 70 kommt derzeit “Weiterbildung auf Twitter”, zusammengestellt von Dörte Giebel, der Pressesprecherin des Forum DistancE-Learning. Und wer sich in der Vergangenheit verdächtig gemacht hat, mit Knowledge Management oder ähnlichen Themen zu sympathisieren, findet sich bei Patrick DiDomenico wieder (“Must-Follow Twitterers on Twitter | Knowledge Management”). Das sollte doch fürs Erste reichen.

Viele, die Twitter gerade ausprobieren. Einige, die sich dabei ertappen und fragen, was sie da eigentlich tun. Zum Beispiel Mandy Schiefner, die zwar für sich noch lange nicht alle Fragezeichen ausgeräumt hat, aber Twitter heute schon ein “Potenzial vor allem für informelles Lernen” zugestehen möchte (”Sinn und Unsinn von Twitter”). Für Michael Kerres passt Twitter “in den Zeiten dazwischen, z.B. im Wartezimmer des Kieferorthopäden meiner Tochter, beim Warten auf einen Zug oder sonst wo zwischendrin” (”The Twitter Experience”). Bei mir setzen Wartezimmer zwar nur bestimmte Phantasien frei, aber sei’s drum.

Bildungsexperten wie z.B. Tony Karrer und Tom Barrett haben Twitter längst in ihren Werkzeugkasten aufgenommen. Aber da hierzulande die Twitter-Nutzer, vor allem im Unternehmensumfeld, noch eine verschwindend geringe Minderheit darstellen, soll Minxuan Lee mit ihrer schönen Präsentation heute das letzte Wort gehören: “How Twitter changed my life”.

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Plädoyer für eine andere Sicht auf den Begriff „Wissen“

Posted on 13 February 2009 by jrobes

Ich werde normalerweise etwas unruhig, wenn mitten in der schönsten Diskussion jemand die Hand hebt und darauf hinweist, dass man zwar munter von Wissen sprechen würde, aber eigentlich doch Informationen meine; oder dass man Wissen gar nicht managen könne. Geschenkt. Auch hier treibt den Autor Begriffliches, aber er vermittelt seine Botschaft locker und verpackt sie in anregende Geschichten.
“Wissen ist verstandene Information! Lassen Sie das mal im Hirn kreisen. Wissen ist verstandene Information - Wissen ist verstandene Information - Wissen ist verstandene Information - … ”
Wolfram Schäfer, gfwm-Blog, 11. Februar 2009

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Bildungspotenziale digitaler Spiele und Spielkulturen

Posted on 13 February 2009 by jrobes

Um “Computerspiele und Videogames in formellen und informellen Bildungskontexten” geht es im Themenheft 15/16 der Zeitschrift MedienPädagogik. In dem Beitrag, den ich gelesen habe, wollen die Autoren das Feld nicht einfach den Pädagogen überlassen, die jetzt ganz begeistert auf “serious games” setzen, um ihre Lerninhalte zeitgemäßer zu verpacken. Sie führen vielmehr aus, dass in Computerspielen noch ganz andere Bildungspotenziale stecken, wenn man sie ernst nimmt:
” … plädieren wir dafür, die Sichtweisen auf das Phänomen Computerspiel deutlich zu erweitern und die pädagogischen Chancen digitaler piele in Bezug auf informelles und non-formelles Lernen anzuerkennen. Die gegenwärtig verbreiteten pädagogischen Angebote in Form didaktisch designter Spiele sollten durch solche pädagogischen Herangehensweisen ergänzt werden, welche die genuinen Bildungschancen und -wege, die dem alltäglichen Spielen und den Spielerkulturen innewohnen, erkennen, verstärken und begleiten.” Die Lektüre ist allerdings keine leichte Kost!
Johannes Fromme, Benjamin Jörissen und Alexander Unger, www.medienpaed.com, 22. Dezember 2008 (pdf)

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Estimating “Reuse / Remix” Value of 7 OER Projects

Posted on 13 February 2009 by jrobes

Eine interessante Aufgabe, die sich der Autor gestellt hat: Er hat die Angebote von sieben OER- (Open Educational Resources) Projekten näher betrachtet und geprüft, in wie weit sich ihre Inhalte in neue Lernszenarien “übertragen” lassen. “Reuse & remix” eben. Konzeptionelle, technische und lizenzrechtliche Kriterien hat er an die Angebote von OpenLearn, Carnegie Mellon Open Learning Initiative, MIT OpenCourseWare, Stanford Engineering Everywhere, webcast.berkeley, Open Yale Courses und Rice Connexions angelegt. Bestnoten gibt es für UK Open University’s OpenLearn und Rice Connexions (4,5 von 5).
Jared Stein, Flexknowlogy, 12. February 2009

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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