Archive | November, 2008

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How Wikipedia Works

Posted on 12 November 2008 by jrobes

Es ist schon Jahre her, dass ich etwas in Wikipedia geschrieben habe. Soweit ich mich erinnern kann, war es eine Literaturangabe, die ich irgendeinem e-Learning-Artikel hinzugefügt habe. Das war’s. Ansonsten ist für mich ist das anonyme Schreiben für eine Online-Enzyklopädie wenig attraktiv. Gott sei Dank sehen das andere Autoren anders. In diesem Buch, das komplett online zur Verfügung steht, beschreiben drei erfahrene Wikipedianer, wie Wikipedia funktioniert. Es ist eine Art Manual, das in vier Rubriken (Content, Editing, Community, Other Projects) und 17 Kapiteln zur aktiven Teilnahme einlädt: “Everyone can contribute to Wikipedia. This is possible because Wikipedia is a wiki: Simply click Edit This Page at the top of an article and start writing.” Zusätzlich gibt es eine kurze historische Einordnung des Projekts und eine Fülle von Links und Literaturhinweisen.
Phoebe Ayers, Charles Matthews und Ben Yates, 11. November 2008

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E-Learning Top Tips

Posted on 11 November 2008 by jrobes

Ich musste heute im Rahmen eines Pitches auch zur Frage “Was ist ein gutes WBT?” (!) Position beziehen. Ich hatte wenig Zeit, so dass ich mich auf einige Stichworte beschränkt habe. Etwas zum Kontext eines Web-based Trainings, etwas zu unmittelbar sichtbaren Attributen. Aber ich habe mich in diesem Zusammenhang wieder an die Übersicht erinnert, die die britischen e-Learning-Experten von Kineo gerade erstellen. Was vor einigen Wochen mit Tip 1 begann (”Learning starts with a story”), ist mittlerweile bei Tip 7 (”Making the business case for e-learning”) und Tip 8 angekommen (”E-learning: why it delivers better performance”). Für’s nächste Mal.
Kineo, November 2008 

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Lurker Vs. Bad Student

Posted on 10 November 2008 by jrobes

Woran kann man eigentlich festmachen, ob ein offenes Online-Projekt wie der Kurs “Connectivism & Connective Knowledge” (CCK08) ein Erfolg ist? Aufmerksame Beobachter berichten von abnehmender Beteiligung in Moodle-Foren, Blogs und Live-Sessions. Nun, am einfachsten wäre es natürlich, wenn sich die Organisatoren zu Beginn klare Ziele gesetzt hätten, an denen man sie messen könnte. Doch für George Siemens und Stephen Downes ist ja bereits die Tatsache, dass CCK08 in dieser Form stattfindet, der größte Erfolg. Dann sind 24 Lerner eingeschrieben und dürfen auf ein Zertifikat hoffen. Und spätestens dann wird es schwierig: Denn der Kurs ist nichts anderes als ein Angebot, das Teilnehmer annehmen und dann für sich bestimmen können, was es ihnen gebracht hat. Selbst, wenn alle Teilnehmer übereinstimmend berichten würden, dass sie mit dem Angebot nichts anfangen konnten, wird es die Organisatoren nicht grämen. Denn dann sollte der aktive und selbstorganisierte Lerner in der Lage sein, mit seinem Feedback und seinem Input selbst die Richtung zu ändern. In der Theorie zumindest. In der Praxis wird es eine der spannenden Aufgaben in naher Zukunft sein, diese informellen Lernerfahrungen greifbar, kommunizierbar, wenn nicht messbar zu machen: als Kompetenzen, die man auf diesem Feld entwickelt hat.

Hier die passenden Selbstreflektionen eines Teilnehmers: “And as a teacher who is being a voluntary student in this experience, I really don’t have any of the student’s experience of the fuzzy end of the lollipop of power: of getting grades that seem unfair (too low or too high), of having to do assignments that seem pointless or stupid or take up too much of my time, of having to listen to someone else drone on about whatever little thing it is that they have spent their life studying, of not being able to do what I want when I want to. That’s life, we tell our students, and part of what you’re learning is to be able to adapt to the real world of deadlines, arbitrariness, and, well, power relations. Learning to be a good student means learning how to negotiate what ideally is a well-designed mock-up of a real-world situation, with some room for do-overs, hopefully with some valuable guidance from someone who knows something you don’t.”  (Prof LL’s Second Life)
Connectivism & Connective Knowledge, 4. November 2008

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David Lynch: Consciousness, Creativity and the Brain

Posted on 07 November 2008 by jrobes

Schon der Einstieg ist sympathisch: Keine vorgefertigte Rede, keine Präsentation, sondern David Lynch lädt einfach ein, ihm Fragen zu stellen. Die er in der Folge sehr aufmerksam, unaufgeregt und persönlich beantwortet. Irgendwie sehr “britisch”. Dabei geht es um das Meditieren, das er seit über 30 Jahren praktiziert, und natürlich seine Filme. Stichworte sind u.a. “consciousness”, “enlightment”, “coincidence” und “intuition”. Hier meine Lieblingsstelle:

Zuhörer: “I really like your movies, but at the end of them, I usually say I don’t get it.”   David Lynch: “You start meditating, Paul!” 

Stephen Downes nennt es “a nice Friday video”. Und, hey, it’s David Lynch!
David Lynch, UC Berkeley Educational Technology Services , 6. November 2005

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Connectivism: Learning theory of the future or vestige of the past?

Posted on 07 November 2008 by jrobes

Der “Connectivism” hat es ja mittlerweile auch hierzulande in die eine oder andere Fachliteratur geschafft. Doch was ist er eigentlich? Eine vollwertige Lerntheorie? John Erpenbeck und Werner Sauter nennen ihn z.B. eine “pragmatische Lernkonzeption” (“Kompetenzentwicklung im Netz”, 2007). Oder versuchen ihre Vertreter, allen voran George Siemens und Stephen Downes, mit diesem Modell nur der wachsenden Bedeutung des Internets gerecht zu werden? Das heißt, gelten die Annahmen des “Connectivism” auch für Lernprozesse, die sich abseits virtueller Netzwerke abspielen? Und wie verhält er sich zu anderen Lerntheorien wie z.B. dem Konstruktivismus? Das sind die Fragen, die in diesem Aufsatz diskutiert werden. Und das ist der Schluss, den die Autoren aus ihren Überlegungen ziehen:

“A paradigm shift, indeed, may be occurring in educational theory, and a new epistemology may be emerging, but it does not seem that connectivism’s contributions to the new paradigm warrant it being treated as a separate learning theory in and of its own right. Connectivism, however, continues to play an important role in the development and emergence of new pedagogies, where control is shifting from the tutor to an increasingly more autonomous learner.”

Die Frage nach dem Status des “Connectivism” ist natürlich auch Thema des Online-Kurses “Connectivism and Connective Knowledge” (siehe hier) gewesen, der gerade läuft. Aber da war der vorliegende Artikel wohl schon geschrieben.
Rita Kop und Adrian Hill, The International Review of Research in Open and Distance Learning (IRRODL), Vol 9, No 3, Oktober 2008

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How Technology Is Transforming the Lecture

Posted on 07 November 2008 by jrobes

Auch wenn Vorlesungen ein primär akademisches Format sind, zeigt der Artikel sehr schön, wie an der Schnittstelle von Technologie und Didaktik neue Ideen und Impulse entstehen können. Professoren geben hier zu Protokoll, wie sie mit Hilfe von Podcasts, Mash-Ups und Facebook spannendere und interaktivere Vorlesungen gestalten konnten, wie sie darüber nachgedacht haben, Studierende direkter anzusprechen und zu engagieren, kurz: wie sie ihre bestehenden Routinen auf den Prüfstand gestellt haben. Und dabei selbst Spaß an neuen Ausdrucksmöglichkeiten fanden. Was will man mehr?
Suzanne Bowness, University Affairs, 4. November 2008

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Learnscaping. Getting Things Done in Organizations

Posted on 06 November 2008 by jrobes

Was um Himmels willen ist ein “Un-book” habe ich mich gefragt, als ich von Jay Cross‘ neuestem Projekt hörte?! Jetzt liegt es seit einigen Tagen vor mir, in der Version 1.31 vom 14. September 2008. Und um das Geheimnis zu lüften: Natürlich ist ein “Un-book” auch ein Buch, haptisch, zum Blättern und für gutes Geld zu erwerben bei Lulu, einem print-on-demand-Verlag. Aber dann weicht es auch schon von der Ideallinie ab, kommt entwaffnend ehrlich als “always beta” daher, denn was heute noch aktuell ist, kann ja morgen bereits Geschichte sein, und was sind überhaupt Bücher in Zeiten von Web 2.0? Schließlich wird das “Un-book” gar zur Aufforderung, mich selbst einzumischen, nicht als “reader”, sondern als “participant”, auf den verschiedenen Community-Seiten zum Buch, z.B. http://learnscape.ning.com.

Vor diesem Hintergrund ist “Learnscaping” natürlich weniger ein durchstrukturiertes Werk, sondern vielmehr eine Kompilation aus Gedanken, Zitaten, Ideen, Kopien, Bildern, ToDo-Listen und Links. Mit ihrer Hilfe versucht Jay Cross zu beschreiben, warum die “network culture” und “knowledge era” radikal mit bekannten und vertrauten Strukturen und Modellen bricht. Das ist nicht unbedingt neu für diejenigen, die mit den jüngsten Entwicklungen um Web 2.0 und ihren Möglichkeiten für die Weiterbildung vertraut sind. Aber Jay Cross führt hier alle verstreuten Stränge noch einmal zusammen und ergänzt sie um eine Vielzahl an Referenzen und Querverweisen. Und warum “learnscaping”?

“Industrial age workers used machinery to manufactore objects in factories. Now, knowledge workers create value, not on the factory floor, but in what I call learnscapes. A learnscape is the platform where knowledge workers collaborate, solve problems, converse, share ideas, brainstorm, learn, relate to others, talk, explain, communicat, conceptualize, tell stories, help one another, teach, serve customers, keep up to date, meet one another, forge partnerships, build communities, and distribute information. Learnscapes are where and how modern work is performed - including workplace learning.”

Jay Cross ordnet seine Gedanken sehr lose in Abschnitten wie “Learnscaping”, “Organization”, “Business”, “Cognition” und “Tools”. Einzelne, wiederkehrende Bilder und Formulierungen prägen seinen Blick auf die “network era”, z.B.:
“In the knowledge era, learning is work.” (S. 7)
“Learning occurs in conversations, collaboration, knowledge transfer, focused news, and other network phenomena.” (21)
“… learning is social.” (35)
“People learn their work by observing colleagues, trying things out, engaging in conversation and so forth, not by attending classes and workshops.” (57)

Hier höre ich auf. Denn auch sonst finden sich in “Learnscaping” alle Begriffe (Buzzwords) wieder, die heute genutzt werden, um den Wandel zur “network era” zu beschreiben: informal learning, emergent learning, push/ pull, the long tail, connectivism, unconferences. Es ist sicher eine der besonderen Qualitäten von Jay Cross, diese Begriffe aus einer Business-Perspektive zu schildern und darauf hinzuweisen, dass am Ende des Weges nicht “learning”, sondern “performing” steht. Und einige, in dieser Beta verstreute Checklisten helfen hier sicher bei der Umsetzung. Zusammengefasst: „Learnscaping” ist eine inspirierende Lektüre, aber ich empfehle, das “30-minute reading limit” des Autors zu missachten und sie schnell und in einem Schluck zu genießen. Sonst verliert man sich schnell.
Jay Cross & friends, Version 1.31, 14. September 2008

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US Corporate eLearning Market Reached $5.2 Billion in 2007

Posted on 05 November 2008 by jrobes

Die Amerikaner bringen aktuelle Entwicklungen einfach schneller auf den Punkt: Was bedeuten Finanzkrise und Rezession für den e-Learning-Markt? Schwächere Aussichten insgesamt, aber Chancen in einzelnen Bereichen wie dem Mittelstand (KMUs). Oder in den Worten der Analysten:

“Small and medium-sized businesses (SMB) have been slow adopters of Self-paced eLearning and the majority of their expenditures, if they buy raining at all, still go to classroom products. In this recession, these buyers are migrating away from classroom training to a range of learning technologies and are essentially repeating the process that the enterprise
went through in 2001-2002.”  

Ja, der Mittelstand als Hoffnungsträger. Das würden auch hierzulande viele gerne sehen! Aber zurück zur Nachricht: Wer an Zahlen interessiert ist, erfährt z.B. noch, dass in den USA “self-paced eLearning products” derzeit 18 Prozent der betrieblichen Bildungsausgaben ausmachen. Wer allerdings weitere Details lesen möchte, muss zahlen.
Sam S. Adkins, Ambient Insight, Oktober 2008 (pdf)

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Editorial: A Vote Tomorrow

Posted on 04 November 2008 by jrobes

Als Hesse hat man in diesen Tagen zwar ein gespaltenes Verhältnis zur politischen Szene. Aber ein Versuch steht ja noch aus, wenn auch jenseits des großen Teiches. Elliott Masie weiß jedenfalls, wem er seine Stimme gibt und warum. Hier ein Ausschnitt seines Rundbriefs:

“You have all seen, read and discussed the ups and downs of each of our candidates in this very long election race. Personally, I can’t wait until the results are in tomorrow night. And, if you are voting for McCain/Palin, I respect your decision. If you are undecided, please take a moment to consider which candidate is and will be the best learner and best advocate for learning.
I’ll be voting for Barack Obama.”

Elliott Masie, 3. November 2008

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The future of higher education: How technology will shape learning

Posted on 04 November 2008 by jrobes

Man hat irgendwie das Gefühl, alles schon einmal gelesen zu haben. Aber hinter diesem White Paper stehen die Economist Intelligence Unit, das New Media Consortium als Sponsor und irgendwie auch Apple. Befragt wurden 289 Executives, global und online. Ich zitiere die wichtigsten Ergebnisse:

“- Technology has had-and will continue to have-a significant impact on higher education. …
- Online learning is gaining a firm foothold in universities around the world. …
- Corporate-academic partnerships will form an increasing part of the university experience …
- University respondents view technology as having a largely positive impact on their campuses. …
- Higher education is responding to globalisation. …”

Der vielleicht interessanteste Satz findet sich auf der letzten Seite: “But perhaps the most critical question facing the academic world is something far more fundamental: namely, what it will mean to be an educated person in the 21st century.”  Leider endet der Absatz mit “competitive in the global marketplace”
Economist Intelligence Unit, Oktober 2008 (pdf)

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
und Web 2.0
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