Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

A Vision of Students Today (& What Teachers Must Do)

Michael Wesch – ja, der aus YouTube – beschreibt hier, wie er 400 Studierenden gegenübersteht und sich schlagartig wieder der Grenzen und Beschränkungen des Projekts „Lernen“ bewußt wird: „Somehow I seem to hold their attention for the full hour. I marvel at what a remarkable achievement it is to bring hundreds of otherwise expressive, exuberant, and often rebellious youths into a single room and have them sit quietly in straight rows while they listen to the authority with the microphone. Such an achievement could not be won by an eager teacher armed with technology alone. It has taken years of acclimatizing our youth to stale artificial environments, piles of propaganda convincing them that what goes on inside these environments is of immense importance, and a steady hand of discipline should they ever start to question it. Alfred North Whitehead called it „soul murder.“ 

Michael Wesch holt weiter aus, beklagt, dass viele heute nur noch taktisch mit Bildung umgehen (das „getting by“-Game). Und er überlegt, was getan werden müsste, um den Widerspruch aufzuheben, mit dem Bildungsinstitutionen kämpfen („We love learning. We hate school.“). Sein Appell: die Lernenden/ Studierenden mit realen Problemen und Projekten konfrontieren und die neuen Technologien nutzen, um die Grenzen zwischen „akademischen“ Fragestellungen und dem Leben „da draußen“ aufzuheben. Das sagt der Professor aus Kansas natürlich viel schöner, weshalb der Weg zum Original dringend zu empfehlen ist!

Sein Beitrag ist übrigens Teil eines Forums („Brave New Classroom 2.0)“, das diese Woche auf dem Britannica Blog stattfindet. Einige Beiträge, wie der von Michael Wesch, sind bereits online, andere Autoren wie John Seely Brown und Howard Rheingold sollen noch folgen. Und das Stichwort „Brave New Classroom 2.0“ hat mich übrigens auch an den Artikel „Schüler als Lehrer“ erinnert, der gestern in der ZEIT zu lesen war. Aber das nur als Ergänzung.
Michael Wesch, Britannica Blog, 21. Oktober 2008   

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