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An educational crisis?

Posted on 10 October 2008 by jrobes

Das Erschreckende an der gegenwärtigen Finanzkrise ist nicht der Sturz der Börsenkurse, sondern die Erklärungsarmut, ja Fassungslosigkeit “unserer” Experten. “Ruhe bewahren!” höre ich immer wieder, aber wenn das erste Bürgerpflicht ist, wer treibt da an den Börsen sein böses Spiel? Vielleicht werden wir eines Tages erfahren, dass die unsichtbaren Hände Computer und Softwareprogramme waren, die automatisch ausführten, was ihnen vor langer Zeit aufgetragen wurde. Wie auch immer, man kann (oder muss!) die aktuelle Entwicklung sicher auch als Wissens- oder Bildungskrise sehen, wie Harold Jarche es tut:

“Critical thinking and an understanding of the frameworks that guide our political and financial institutions would really help the citizenry to understand the complexities of what is happening. It sure beats listening to politicians and pundits in 30 second sound bites. Unfortunately, it’s what many have been conditioned to accept, because they’ve been told that these systems is beyond their understanding.
Is the financial crisis really an educational crisis?”

Harold Jarche, Learning & Working on the Web, 1. Oktober 2008

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2 Comments For This Post

  1. Gabi Reinmann Says:

    Da kann man nur zustimmen: Wer Bildung als Luxus abtut, wer ständig nur an Effizientsteigerung bei der (Aus-)BILDUNG der jungen Generation denkt (frühe Einschulung, G8, Uni-Abschluss nach drei Jahren), der darf sich nicht wundern, wenn Schüler/innen und Studierende die Haltung internalisieren, dass es nur darauf ankommt, rasch seine Zertifikate in der Tasche zu haben (um dann im Eiltempo in den Firmen ein- und aufzusteigen). Kritisch denken, hinterfragen, ja überhaupt das Fragen (wieder) zu lernen, einmal eine Sache zu Ende zu denken - das kostet Zeit, und wir leisten uns diese Zeit immer weniger … ich meine, da müsste man ansetzen.

    Gabi

  2. Jochen Robes Says:

    Ja, momentan gibt es leider nur wenige Gründe, für die Zukunft optimistisch zu sein. Zumindest, was die “große” bildungspolitische Diskussion betrifft. Aber ich habe mich in diesem Zusammenhang wieder an einen Artikel erinnert, den Stephen Downes vor einiger Zeit mal geschrieben hat: “Things You Really Need to Learn” (http://www.downes.ca/post/38502). Wenn man das irgendwie in die Curricula hineinbekäme …
    Gruß, JR

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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