Archive | October, 2008

Humboldts Gemüt. Zum Zusammenhang von Forschung und Lehre im neuhumanistischen Bildungsideal

Posted on 31 October 2008 by jrobes

Mein Tipp fürs Wochenende: Einfach mal für eine knappe Stunde alle Twitter-Kanäle abschalten und sich auf diese Vorlesung von Ulrich Welbers von der Heinrich Heine Universität Düsseldorf einlassen. Er verspricht nicht nur einen “philosophischen Spaziergang”, er löst das Versprechen auch ein! Dabei bringt er uns auf angenehm unterhaltsame Weise Humboldts Einstellung zur Bildung und Universität näher. Dass Humboldt z.B. mit dem Gegensatz von zweckfreier Bildung und berufsvorbereitendem Studium gar nichts hätte anfangen können. Und er schlägt einen schönen Bogen von Humboldt, von “Einsamkeit und Freiheit”, zur aktuellen Bologna-Reform.

Ort des Geschehens ist übrigens die Universität Zürich, die alternativ zum Kantinenbesuch die Reihe “Hochschuldidaktik über Mittag” anbietet. Die Kameraperspektive am Schluss des Vortrages lässt vermuten, dass die meisten Zürcher doch die Kantine gewählt haben. Zweifellos ein voreiliger Reflex.
Ulrich Wilbers, Universität Zürich, Hochschuldidaktik über Mittag, 8. Oktober 2008

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The cost of higher education

Posted on 31 October 2008 by jrobes

Der Economist hat wieder eine seiner Online-Debatten eröffnet. Das Statement zur Headline lautet dieses Mal: “This house believes that individuals, not the state, should pay for higher education.” Zwei Experten dürfen das Pro und Contra stützen. Alison Wolf verteidigt die Position: “Individuals should certainly pay for their higher education. Anything else is deeply unfair to their fellow citizens.” Anders Flodström dagegen ist skeptisch: “A nation is made up of individuals, who identify themselves with it. The nation stands for certain values agreed upon in, hopefully, a democratic way.” Wie immer bei diesen Debatten kann kommentiert und abgestimmt werden. Bis zum 6. November. 185 Kommentare liegen bereits vor. 44 Prozent aller Teilnehmer unterstützen gerade im Moment das Eingangsstatement. Vielleicht finden sich ja in der Debatte Argumente, die auch hierzulande - mit Blick auf die jüngsten Ergebnisse der HIS-Studie - von Interesse sind.
Economist Debates, 31. Oktober 2008

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“Web 2.0 ist heute ein Eckpfeiler”. Wissensmanagement in Unternehmen

Posted on 30 October 2008 by jrobes

MFG ist die Innovationsagentur im Südwesten der Republik und do it! ihr Magazin, mit dem sie mehrmals jährlich über “aktuelle Entwicklungen am IT- und Medienstandort Baden-Württemberg” informiert. In der aktuellen Ausgabe findet sich u.a. ein Interview mit Martin Jetter (IBM) und Gerald Lamatsch (USU). Wie in vielen Interviews werden auch hier vor allem plakative Bekenntnisse zum Wissensmanagement ausgetauscht und wie in manchen guten Interviews finden sich auch hier einzelne Hinweise zum Weiterdenken. So z.B., wenn Gerald Lamatsch insistiert, dass der größte Feind eines erfolgreichen Wissensmanagements “unorganisierte Prozesse, unklare Rollen und Spielregeln, an die sich niemand hält”, sind. Sind das mit Blick auf heutige Netzwerkstrukturen und Web 2.0 wirklich die größten Probleme?

Oder Martin Jetter, der die neue Lernkultur wie folgt beschreibt: “Heute findet weniger als die Hälfte der Schulungsstunden in Klassenräumen statt. Auch das Blended Learning, eine erfolgreiche Mischform aus E-Learning und Klassenraumschulung, wird langsam durch unmittelbares Voneinanderlernen über Web 2.0-Möglichkeiten abgelöst. Insbesondere jüngere Mitarbeiter haben in diesem Kontext ganz neue Lernkomptenzen ausgebildet.” Doch wie viele Unternehmen unterschreiben diesen Trend heute schon?
Im Gespräch mit Martin Jetter und Gerald Lamatsch, do it!, Oktober 2008 

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Thinking outside the Inbox

Posted on 29 October 2008 by jrobes

Luis Suarez hat vor neun Monaten ein Experiment gestartet, das ihm bis heute einige Aufmerksamkeit (z.B. in der New York Times) beschert: Er hat Schluss mit Emails gemacht. Konsequent. Dazu muss man wissen, dass Luis Suarez bei IBM angestellt ist, einem Unternehmen mit knapp 400.000 Mitarbeitern. Dazu lebt er auf den Kanarischen Inseln und arbeitet mit Teams und Kollegen in den Staaten und in den Niederlanden. Geht das so ohne weiteres? Nun, Suarez ist “Social Media Evangelist” bei IBM und seine Aufgabe ist es, Mitarbeiter mit den neuen technischen Möglichkeiten des Zusammenarbeitens vertraut zu machen. Insofern war er vielleicht prädestiniert für diesen Schritt.

In diesem unterhaltsamen Interview erzählt er über seine Hintergründe und Motivation: dass er für die vielen Möglichkeiten werben möchte, mit denen heute effektiver kommuniziert werden kann; dass er eine Generation kommen sieht, die “always connected” ist und diese Vernetzung auf vielen Wegen lebt, zu denen Emails definitiv nicht gehören; und dass er natürlich niemanden hindert bzw. hindern kann, ihm Emails zu schicken, dass er aber für sich intelligentere Wege gefunden hat, darauf zu antworten.

Ich kann das Interview, auch wenn es 40 Minuten dauert, unbedingt empfehlen! Auch wenn bei vielen Blog-Lesern und Twitter-Fans die Anzahl der Emails heute nicht mehr das zentrale Problem darstellen mag. Aber es gibt kaum einen spannenderen Weg, für Social Media zu werben, als die “Story”, die Luis Suarez erzählt!
Luis Suarez, interviewt von Ulrike Reinhard, Björn Bauer und Dominic Wind, whois blog, 25. Oktober 2008

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Bildungscontrolling: Geschäftemacherei oder Notwendigkeit?

Posted on 28 October 2008 by jrobes

Nachdem ich gesehen hatte, dass es das akademische Pseudonym „Dr. Richard Gris” („Die Weiterbildungslüge”) auch in diese Ausgabe des österreichischen Online-Magazins geschafft hat, wollte ich das Dokument gleich wieder schließen. Aber dann habe ich dem ersten Reflex widerstanden. Es geht schließlich um die Frage, ob und wie man den Erfolg von Weiterbildung messen kann. „Richard Gris” darf natürlich in seinem einleitenden Beitrag gleich die „Bildungscontrolling-Lüge” entlarven: „Bildungscontrolling ist die scheinheilige Antwort auf die Sehnsucht der Personaler nach Kosten-Nutzen-Kalkülen.” Okay, die Täter-/Opfer-Frage ist damit geklärt. Günter Koch geht einen Schritt weiter und wirbt für die Wissensbilanz und damit eine langfristig angelegte Auseinandersetzung, um Wissensprozesse zu erfassen und „anfassbar” zu machen. Sein Erfolgsmodell ist das Austrian Research Center, Österreichs größte außeruniversitäre Forschungsorganisation. Guido Betz argumentiert anschließend für klare Zielsetzungen mit konkreten Kennziffern, wenn man über Erfolge diskutieren will. Und setzt auf Entwicklungsprogramme, die konkrete Arbeitsprojekte in den Mittelpunkt stellen. Abschließend arbeitet sich Sven Grote an verschiedenen Mythen des Bildungscontrollings ab.

Fazit: Die Beiträge holen die Leser dort ab, wo wahrscheinlich viele von ihnen stehen. Irgendwo zwischen Kirkpatricks-Ebenen-Modell und nagenden Zweifeln an der Sinnhaftigkeit solcher Anstrengungen. Allerdings nutzen die Autoren nicht die Chance, gelungene Beispiele für den Umgang mit der Frage der Messbarkeit von Bildung bzw. ihrem Erfolg zu präsentieren. Die Wissensbilanz einmal ausgenommen.
BILDUNGaktuell, 27. Oktober 2008

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Web 2.0 Storytelling: Emergence of a New Genre

Posted on 27 October 2008 by jrobes

Inzwischen ist Storytelling ja in einigen Unternehmen angekommen: als Instrument, um Erfahrungen ausscheidender Mitarbeiter festzuhalten; oder als Hilfsmittel beim systematischen Debriefing. Doch darum geht es den Autoren nicht. Sie beschreiben erst einmal, wie das Web 2.0 eine neue Art, Geschichten zu erzählen, hervorgebracht hat: “distributed conversations”. Das sind “conversations that occur across multiple sites and with multiple connections in between”. Diese Stories sind ungesteuert und zufällig, ziellos und sprunghaft, befreit von der Intention eines Autors. Es gibt allerdings auch kreative Geister, die sich inzwischen die Web 2.0-Mechanismen zu nutze machen und mit neuen Ausdrucksformen experimentieren. Etwas “lostreten” und schauen, was passiert. Der Artikel enthält vieler solcher Beispiele und Links. Erst ganz am Ende holt die Autoren die Frage ein, ob “Web 2.0 storytelling” auch in der Hochschullehre ihren Platz hat. Ja, wo man bereit ist, genau diese spielerischen Ausdrucksformen einzusetzen.
Bryan Alexander und Alan Levine, EDUCAUSE Review, Vol. 43, No. 6 (November/Dezember 2008) 

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Zukunftsfähig durch Bildung

Posted on 24 October 2008 by jrobes

Pünktlich zum Bildungsgipfel haben McKinsey und die Robert Bosch Stiftung eine Studie zur Lage der Bildung in Deutschland präsentiert. 109 Seiten. Dreh- und Angelpunkt dieses Appells sind der Mangel an 2,4 Millionen Fachkräften, den die Autoren für das Jahr 2020 errechnen und mit einem volkswirtschaftlichen Schaden von 1,2 Billionen Euro beziffern. Wo soll nun eine Bildungsreform ansetzen, um diese Lücke an “Vollzeitäquivalenten” (an diesen Begriff sollte man sich bei der Lektüre schnell gewöhnen!) zu schließen? Im ersten Kapitel werden verschiedene arbeitsmarkt- und bildungspolitische Maßnahmen durchgerechnet, um “Reserven für den Arbeitsmarkt” auszuloten. Im zweiten Kapitel konzentrieren sich die Autoren auf zwei Felder, auf denen sie unmittelbaren Handlungsdruck sehen: im Schulbereich wird die Professionalisierung des Leitungspersonals, im Ausbildungsbereich die akademische Qualifizierung von Facharbeitern erörtert. Kurze pädagogische Exkurse und der Blick auf einige Erfolgsmodelle jenseits unserer Grenzen komplettieren die Studie.

Mein Fazit: Man muss schon bildungspolitisch und -ökonomisch vorbelastet sein, um wirklich Vergnügen an dieser Ausarbeitung zu finden. Denn hier geht es um Bildung als “volkswirtschaftliches Vermögen” und als “Investition”, um “Bildungsrenditen”, um den nationalen “Bildungsvorsprung”, den es (wieder) zu gewinnen gilt, und immer um Innovationen und die Sicherung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit. Da kann es bei der Lektüre durchaus passieren, dass man bei der Forderung nach einer “Individualisierung von Bildungswegen” noch nickt, aber nur wenige Zeilen später beim “Case-Management”, das eine Bildungslaufbahn begleiten soll, erschrickt. Wenig überraschend, dass es auch Bildungstechnologien (von eLearning oder Wissensmanagement ganz zu schweigen) nicht in dieses Bild “zukunftsfähiger” Bildung geschafft haben.
McKinsey & Company im Auftrag der Robert Bosch Stiftung, unter Mitwirkung von Hartmut Ditton, Peter Fauser, Manfred Prenzel, Jürgen Oelkers und Michael Schratz, 15. Oktober 2008 

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A Vision of Students Today (& What Teachers Must Do)

Posted on 23 October 2008 by jrobes

Michael Wesch - ja, der aus YouTube - beschreibt hier, wie er 400 Studierenden gegenübersteht und sich schlagartig wieder der Grenzen und Beschränkungen des Projekts “Lernen” bewußt wird: “Somehow I seem to hold their attention for the full hour. I marvel at what a remarkable achievement it is to bring hundreds of otherwise expressive, exuberant, and often rebellious youths into a single room and have them sit quietly in straight rows while they listen to the authority with the microphone. Such an achievement could not be won by an eager teacher armed with technology alone. It has taken years of acclimatizing our youth to stale artificial environments, piles of propaganda convincing them that what goes on inside these environments is of immense importance, and a steady hand of discipline should they ever start to question it. Alfred North Whitehead called it “soul murder.” 

Michael Wesch holt weiter aus, beklagt, dass viele heute nur noch taktisch mit Bildung umgehen (das “getting by”-Game). Und er überlegt, was getan werden müsste, um den Widerspruch aufzuheben, mit dem Bildungsinstitutionen kämpfen (”We love learning. We hate school.”). Sein Appell: die Lernenden/ Studierenden mit realen Problemen und Projekten konfrontieren und die neuen Technologien nutzen, um die Grenzen zwischen “akademischen” Fragestellungen und dem Leben “da draußen” aufzuheben. Das sagt der Professor aus Kansas natürlich viel schöner, weshalb der Weg zum Original dringend zu empfehlen ist!

Sein Beitrag ist übrigens Teil eines Forums (”Brave New Classroom 2.0)”, das diese Woche auf dem Britannica Blog stattfindet. Einige Beiträge, wie der von Michael Wesch, sind bereits online, andere Autoren wie John Seely Brown und Howard Rheingold sollen noch folgen. Und das Stichwort “Brave New Classroom 2.0″ hat mich übrigens auch an den Artikel “Schüler als Lehrer” erinnert, der gestern in der ZEIT zu lesen war. Aber das nur als Ergänzung.
Michael Wesch, Britannica Blog, 21. Oktober 2008   

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Twittermania

Posted on 22 October 2008 by jrobes

Es wird getwittert. Und übers Twittern nachgedacht. Oder Informationen rund ums Twittern gesammelt. Da gibt es zum Beispiel um “25+ Incredibly Useful Twitter Tools and Firefox Plugins”. Oder, Twitter aus der Sicht eines Bildungsexperten: “Twitter - Educational Apps”. Ryan Sholin wiederum nimmt das Stichwort “Microblogging” auf und bewertet aus journalistischer Perspektive einige Tools (”Microblogging Tools for your Newsroom”). In einem Blog der New York Times fragt Claire Cain Miller “Will Microblogging at Work Make You More Productive?”, um anschließend Yammer näher vorzustellen. Und wem Martin Friedel’s Selbstversuch mit anschließender Auswertung zu vage ist, (”Hinterfragt: Twitter und dessen Sinnhaftigkeit”), findet auf Centrestage bereits eine Reihe von Beiträgen über Microblogging und Twitter.

Abschließend eine Einschätzung aus Wired: “Twitter - which limits each text-only post to 140 characters - is to 2008 what the blogosphere was to 2004. You’ll find Scoble, Calacanis, and most of their buddies from the golden age there. They claim it’s because Twitter operates even faster than the blogosphere. And Twitter posts can be searched instantly, without waiting for Google to index them.” (”Twitter, Flickr, Facebook Make Blogs Look So 2004″)

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Twitterwheel von jrobes

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Wie viel Coaching brauchen Online-Lernende?

Posted on 21 October 2008 by jrobes

Ja, genau, es hängt davon ab! Von den Rahmenbedingungen natürlich, der Zielgruppe und ihren Erfahrungen, den eingesetzten Lerntechnologien, den Zielen des Online-Lehrganges und anderen Dingen. Bleiben die anderen Fragen, wie denn Coaching hier zu verstehen ist, ob es e-Coaching geben kann, wie es sich vom Tutoring oder der Lernberatung abgrenzt und welche Aufgaben damit verbunden sein können. Darum geht es in der aktuellen Ausgabe des Online Tutoring Journals, und ich gebe zu, wenn man gerade aus der Web 2.0- und e-Learning 2.0-Welt auftaucht, fällt der Zugang nicht leicht. Vielleicht wäre das “Tagebuch eines Online-Tutors” (oder Coaches!) hier eine Überbrückungshilfe - natürlich als Weblog! Oder gibt es das schon?
Online Tutoring Journal, 4/ 2008 

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Blogs geben Lernen wieder Sinn

Posted on 21 October 2008 by jrobes

Man möchte sofort einwerfen, dass nicht Blogs, sondern nur jeder selbst seinem Lernen einen Sinn geben kann. Aber ich will das zarte Pflänzlein nicht gleich kaputt treten. Die Autorin macht jedenfalls einen großen Schritt, indem sie “alten Unterricht” und “neue Lernkultur” gegenüberstellt, als müsse nur ein Schalter umgelegt werden. Journalistische Zuspitzung eben. Aber mal abgesehen davon können wir lesen: Treiber der neuen Lernkultur ist das Internet als “Leitmedium” der Wissensgesellschaft und mit folgenden “Botschaften” (McLuhan) im Gepäck: Netzprinzip, Prinzip der Selbststeuerung und Prinzip des persönlichen Sinns. Es folgen einige kurze Beispiele, die zeigen, wie Weblogs in Unterricht und Schule genutzt werden können.

Das Fazit der Autorin: “Wo das neue Medium vorerst als bloßes Tool in den Traditionsbetrieb der Schule eingepasst wird, bedeutet das nicht, dass das nicht sinnvoll ist. Denn wir sind notgedrungen im Stadium des Experimentierens. Und auch wenn das Weblog “nur” als Werkzeug genutzt wird, um allen Schülern jederzeit den Zugang zur schriftlichen Formulierung der Aufgabenstellung und des Unterrichtsmaterials zu verschaffen: Es ist im Unterricht angekommen und kann vielleicht wie das Trojanische Pferd seine “Message” herauslassen.”
Lisa Rosa, Die Taz, 15. Oktober 2008

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Virtual Worlds? “Outlook Good”

Posted on 20 October 2008 by jrobes

Vielleicht habe ich einfach den falschen Artikel ausgewählt: Denn der Autor, AJ Kelton, ist wahrscheinlich gebeten worden, so etwas wie eine Einführung in das Thema “Virtual Worlds” zu schreiben. Und so ist seine erste Botschaft: “But Second Life is not the only virtual world - and not the only one involved in education.” Dann werden die Herausforderungen skizziert, vor denen das Thema im Hochschulkontext steht (”perceptual, technical, operational, and pedagogical”). Die Quintessenz: “Outlook good!” Bei all den Hinweisen auf Projekte und Player hatte ich gehofft, auch etwas über die laufende pädagogische Praxis zu erfahren. Konzepte, Themen, Lernerfahrungen. Aber das bleibt wahrscheinlich den anderen Artikeln (!) der aktuellen Ausgabe der EDUCAUSE Review vorbehalten. Pech gehabt!
AJ Kelton (”AJ Brooks”), EDUCAUSE Review, Vol. 43, No. 5, September/Oktober 2008

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Good Tags - Bad Tags. Social Tagging in der Wissensorganisation

Posted on 20 October 2008 by jrobes

‘Ich hätte nicht gedacht, dass man über ein so spezielles Thema wie Tagging so viel sagen und schreiben kann’, äußerte sich ein Teilnehmer des Workshops Good Tags, Bad Tags begeistert. Die Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) widmete die besagte Veranstaltung am 21./22. Februar 2008 am Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen dem aktuellen Thema Social Tagging.”

Wer auch seine Zweifel hat, ob ein Thema wie Social Tagging einen zweitägigen Workshop trägt, kann sich jetzt selbst ein Bild machen: Der Tagungsband liegt vor - sowohl in gedruckter Form wie auch als pdf zum Download!! Mit einem Vorwort von Thomas Vander Wal, dem wir vielleicht nicht das Tagging, aber doch den Begriff der Folksonomy verdanken, so Wikipedia. Für spätere Lektüre habe ich mir jedenfalls die Artikel von Mandy Schiefner (”Social Tagging in der universitären Lehre”), Andreas Harrer & Steffen Lohmann (”Potenziale von Tagging als partizipative Methode für Lehrportale und E-Learning-Kurse”) sowie Tilman Küchler, Jan M. Pawlowski & Volker Zimmermann (”Social Tagging and Open Content: A Concept for the Future of E-Learning and Knowledge Management?”) vorgemerkt.
Birgit Gaiser, Thorsten Hampel, Stefanie Panke (Hrsg.), Medien in der Wissenschaft, Bd. 47, Waxmann-Verlag, 240 Seiten, 2008

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33+ (E-)Learning Professionals auf Twitter

Posted on 17 October 2008 by jrobes

Über Sinn und Nutzen von Twitter kann man sicher streiten. Aber als Jane Hart vor einigen Tagen “100+ (E-)Learning Professionals to follow on Twitter” publizierte (inzwischen hat sie dort über 400 Adressen aufgeführt und nennt es “Directory”!), habe ich mich gefragt, wie viele wohl im deutschsprachigen Umfeld zusammenkommen. Also habe ich etwas gestöbert: natürlich auf Twitter selbst und dann in den Blogs, die ich regelmäßig lese. Gefunden habe ich 33 Namen, die ich in irgendeiner Form mit Weiterbildung, E-Learning & Lernen verbinde - nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt:

@aback, Andrea Back, Prof. am Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität St. Gallen, Blog: Business 2.0
@abc_huell , Henning Wötzel-Herber, Jugendbildungsreferent mit dem Schwerpunkt “Neue Medien” im ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Hüll (Niedersachsen)
@acwagner
, Anja C. Wagner, Blog: eduFutureBlog 2.0, Berlin
@amertens, Andreas Mertens, Blog: SL Talk, Wiesbaden
@andreasauwaerte, Andreas Auwärter, Podcast-Forschender, Universität Koblenz-Landau
@bjfri, Björn Friedrich, Medienpädagoge, Web: www.björn-friedrich.de,  Kaiserslautern
@cspannagel, Christian Spannagel, Juniorprofessor am Institut für Mathematik und Informatik der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, Blog: chrisp’s virtual comments
@dominikwind, Dominik Wind, Pädagoge, Personal Coach, Berlin
@e_trude, Ellen Trude, (eLearning)Training Expert, Blog: training-konzepte, Köln
@fernstudium, Markus Jung, Web: Markus Jung, Kerpen
@fwhamm, Frank Hamm, Enterprise 2.0 Evangelist und Publisher 2.0., Blog: INJELEA.de, Schwabenheim
@gophi, Jana Hochberg, Promotion im Bereich der Internetforschung an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Blog: gophi’s Versuch einer Methexis
@hainst, Stefanie Hain, Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität St. Gallen
@Herr_Rau, Thomas Rau, Blog: Lehrerzimmer, München
@jeanpol, Jean-Pol Martin, Französischdidaktiker an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Ingolstadt/ Paris
@JoachimNiemeier, Joachim Niemeier, Enterprise 2.0 Experte, Universität Stuttgart
@jrobes, Jochen Robes, Bildungsberater, Blog: Weiterbildungsblog, Frankfurt
@KoppWichmann, Roland Kopp-Wichmann, Persönlichkeitstrainer, Web: www.kopp-wichmann.de, Heidelberg
@k_reichelt, Kirsten Reichelt, e-Learning-Autorin, Web: www.elearning-koeln.de, Köln
@lutzland, Lutz Berger, freier Journalist, Web/ Blog: lutzland, Heidelberg
@MartinLindner07, Martin Lindner, Austrian Research Centers GmbH, Research Studios Austria, Innsbruck
@martinroell, Martin Röll, Unternehmensberatung und Coaching, Web: www.roell.net, Dresden
@mebner, Martin Ebner, e-Learning und m-Learning an der TU Graz, Blog: e-Learning Blog
@mkalz, Marco Kalz, Educational Technology Expertise Centre der Open University of the Netherlands, Blog: Unfrisierte Gedanken, Heerlen/ Niederlande
@Moe, Stephan Mosel, Head of Community Management, Qype GmbH, Hamburg
@mschiefner, Mandy Schiefner, stellvertretende Leiterin Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik, Universität Zürich, Blog: education & media
@ripanti, Marco Ripanti, CEO ekaabo GmbH, Blog: ekaabo, Weinheim
@thobu, Thomas N. Burg, Social Software/Media Berater, Blog: randgaenge, Wien
@tschlotfeldt, Tim Schlotfeldt, Bildungsberatung, E-Learning Experte, Blog: E-Learning-Blog, Bordesholm
@ulrike_reinhard, Ulrike Reinhard, whois verlag, Blog: whois Blog, Heidelberg

@edgarwang, LEARNTEC, Bonn
@lernet
, Lernet, D-ELAN e.V., Blog: LERNET Blog, Essen
@scoyo, Scoyo, Blog: scoyo Blog, Hamburg
@sociallearning, eLearning TU Graz
@sofatutor, Sofatutor, Web: www.sofatutor.de, Berlin

Stand: 17. Oktober 2008.

Die Liste kann nicht auf Vollständigkeit zielen! Deshalb: Korrekturen und/ oder Ergänzungen einfach via Kommentar oder Mail (jochen.robes@t-online.de)!

Nachtrag (10.02.2009): @saschakaiser, Bielefeld

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Wissensbilanz - Made in Germany

Posted on 16 October 2008 by jrobes

Wissensbilanzen sind auf der Erfolgsspur, wie es scheint. In Österreich hat man gerade das Zehnjährige gefeiert (hier geht es zur Konferenzseite und den Präsentationen). Und in Deutschland gibt es das Erfolgsmodell “Wissensbilanz - Made in Germany”. Die vorliegende Broschüre bietet in ihrer zweiten Auflage einen guten Überblick über den aktuellen Stand des Modells: über das Instrument der Wissensbilanz selbst, ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die ersten Praxiserfahrungen und die Initiativen, die sich im Umfeld gebildet haben - vom Arbeitskreis Wissensbilanz bis zur Ausbildung zum Wissensbilanz-Moderator. Mit weiteren Literaturhinweisen.

“Die Wissensbilanz ist ein grundlegendes Instrument für die systematische Erfassung von intellektuellem Kapital, dessen erfolgreicher Einsatz im Mittelstand das vom BMWi geförderte Projekt „Wissensbilanz - Made in Germany” aufgezeigt hat. Die Wissensbilanz ist keine Bilanz im finanziellen Sinne, sondern sie dokumentiert die Verwendung des intellektuellen
Kapitals. … Die Wissensbilanz ist ein echter Wettbewerbsvorteil für den Mittelstand.”
So Michael Glos im Vorwort. (via Robert Freund)
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), September 2008 

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elearning: promises and practices

Posted on 16 October 2008 by jrobes

Eine phantastische Präsentation! Gehalten von Peter Tittenberger vom Learning Technologies Centre an der University of Manitoba auf der IACE-T Konferenz in Amman. Seine Stichworte sind “Change pressures” (”information growth”, “open movement”, “student habits”) und “How does education respond?” (”values of formal education”, “the role of elearning”). Enjoy!! (via Ellen Trude)
Peter Tittenberger, IACE-T Conference (via Slideshare) , 15. Oktober 2008

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Week 3: Blogs

Posted on 15 October 2008 by jrobes

“Blogs” stehen in dieser Woche auf der Agenda des Kurses “Web 2.0 for Learning Professionals”, auf den ich vor einigen Tagen bereits hingewiesen hatte. Michele Martin beschreibt deshalb einführend, was Bloggen bedeuten kann: “Blogging is Learning” bestätigen ihr aktive Blogger. Weblogs sind darüber hinaus “a type of social networking tool”, auf das viele Learning Professionals nicht mehr verzichten möchten. Und wer noch nie mit Blogs zu tun hatte, dem empfiehlt Michele Martin die schrittweise Annäherung - vom “Spectator” und “Joiner/ Collector” zum “Creator”.

Auf ihrem eigenen Blog, “The Bamboo Project”, hat Michelle Martin das Thema “Blogging for Learning” übrigens weiter verfolgt. Zum Beispiel, indem sie vorschlägt, eine “Blog Challenge” zu starten: “What is a Blog Challenge? In a blog challenge, several bloggers work together on a group learning project over a period of time–a few days, a week, a month. Each day during the challenge, learning activities are posted for bloggers to engage in and then blog about. Challenge participants also visit and comment on each others blogs to provide feedback and support during the challenge. The 31-Day Comment Challenge and the 31 Days to Building a Better Blog were both examples of blog challenges.” Interessant!
Michele Martin, Work Literacy, 1. Oktober 2008

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Persönliches Wissensmanagement

Posted on 14 October 2008 by jrobes

Zufall oder mangelnde Kommunikation haben dazu geführt, dass parallel zur KnowTech in Frankfurt das 6. Symposium für Wissensmanagement in Theorie und Praxis in Karlsruhe stattfand. Gabi Reinmann war jedenfalls dort, in Karlsruhe, um über “Persönliches Wissensmanagement” zu referieren. Das Manuskript zum Vortrag hat sie jetzt online gestellt. In der Einführung erklärt sie, wo es lang geht: zuerst wird ein theoretisches Modell zum Persönlichen Wissensmanagement (PWM) vorgestellt (hier folgt sie der Struktur ihres aktuellen Buches “Wissenswege”); dann werden exemplarisch Knowledge Blogs als Instrumente des PWM diskutiert (hier folgt sie den Gedanken, die sie auf der LEARNTEC und im entsprechenden Arbeitsbericht begonnen hat). Sehr strukturiert und komprimiert - nichts für eine Halbzeitpause!

Zum Abschluss weist Gabi Reinmann auf eine Gefahr hin: “So genial es ist, dem Information Overload auf diese Weise [durch Knowledge Blogs; JR] die Stirn zu bieten, so rasch kann sich auch der Effekt einstellen, in ein Monaden-Dasein zu verfallen: eingeigelt in sein Blog und dessen Blogroll und Leser, die sich gegenseitig zustimmen und auf die immer gleichen Fundstücke, Meinungen und News verlinken.” Diese Gefahr besteht (immer), aber Web 1.0 und Web 2.0 machen es doch einfacher, den eigenen Dunstkreis zu verlassen, als das in den Jahren traditioneller Expertenzirkel und ihrer Fachpublikationen möglich war.
Gabi Reinmann, e-Denkarium, 10. Oktober 2008

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The digital company 2013: Freedom to collaborate

Posted on 13 October 2008 by jrobes

Nein, es ist nicht die erste und wird nicht die letzte Studie zum Thema sein. Wie neue Technologien ihr Geschäft beeinflussen werden, wurden wieder einmal 600 Senior Executives weltweit gefragt. Dieses Mal von den Experten der Economist Intelligence Unit, eine der ersten Adressen auf diesem Gebiet. Die Richtung, in die die Antworten weisen, ist nicht neu oder überraschend. Und so sind es auch die Schlüsse des Economist-Autors: “Social networks will be common in the workplace, like it or not”, “Digital tools will democratise access to information” oder, etwas mutiger: “IT will also need to loosen the reins.”

Was diese Studie lesenswert macht: Die Unternehmen und Manager, auf die in Zitaten und kurzen Case Studies verwiesen wird, haben alle einen Namen. Und in einem kurzen Kapitel, “Towards new models of knowledge management”, dürfen Dave Pollard und David Gurteen sagen, wo es lang geht. Dabei unterstreicht Dave Pollard noch einmal, dass Knowledge Management “should be about enabling conversations between people who have a passion about a particular subject”, z.B. durch Instant Messaging.

Nachdenkenswert auch das Resümee des Autors, das er gleich in die Executive Summary gepackt hat:  “Above all, it will require from senior executives a great deal of courage and trust - courage to let technology bring customers and other external parties into the company’s operations, and trust in their employees to do the right thing.”
Kim Thomas, Economist Intelligence Unit, 26. September 2008

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Renaissance der Community

Posted on 10 October 2008 by jrobes

Ich habe immer Hemmungen, im Rahmen einer Präsentation Themen auf einfache ToDo-Listen oder Tipps runterzubrechen. Welchen Rat auch immer ich so geben würde, er würde im Einzelfall nie passen. Auf der anderen Seite stelle ich spätestens am Vortag einer Konferenz fest, dass mir wieder einmal die Zeit gefehlt hat, ein Thema systematisch und mit einer klaren “Botschaft” vorzustellen. So stellt auch die vorliegende Präsentation nicht mehr als eine erste Annäherung dar.

Eine kurze Lesehilfe: Es geht um Communities und Netzwerke und das Potenzial, das Web 2.0 hier Organisationen und Unternehmen eröffnet. Notwendig ist es aus meiner Sicht, sich auf diesem Weg mit vier Fragestellungen auseinanderzusetzen: 1) Steuerung vs. Selbstorganisation; 2) Offenheit vs. Geschlossenheit; 3) Formal vs. Informell; 4) Individuum vs. Community.
Jochen Robes, KnowTech 2008, Slideshare, 9. Oktober 2008

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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