Archive | September, 2008

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Web 2.0 in der Lehre

Posted on 15 September 2008 by jrobes

Die Idee ist naheliegend und verleiht dem Portal durchaus etwas “Magazin-Charakter”: Warum nicht regelmäßig alte und neue Beiträge zu einem Thema bündeln und auf diese Weise die Diskussion und Aufmerksamkeit steuern? Von “Themenspecials” spricht das Team von e-teaching.org und das zweite ist jetzt dem Thema “Web 2.0″ gewidmet: “Im Mittelpunkt steht dabei die Praxis: Welche Chancen bieten Wikis, Weblogs, Social Bookmarking und Social Tagging und andere neue Tools in der Lehre - und welche Grenzen hat der Einsatz? Wie können Lehrende und Studierende mit der Vielfalt der neuen Werkzeuge umgehen? Was ist inhaltlich und didaktisch sinnvoll? Diskutiert wird auch, ob der Einsatz von Web 2.0-Werkzeugen zu einer Veränderung der Lernkultur führt, wie neue Wortschöpfungen wie „E-Learning 2.0″ oder „Studium 2.0″ nahelegen, und was das für die Hochschulen bedeutet.”

Bestehende Ressourcen wurden zu diesem Zweck noch einmal zusammengefasst. Neue sind hinzugekommen, wie z.B. die Artikel  “Lehre im Web 2.0 - Didaktisches Flickwerk oder Triumph der Individualität?”, “Web 2.0 - Technik - Werkzeuge” und “Unterwegs auf dem Wiki-Way. Wikis in Lehr- und Lernsettings”.
e-teaching.org, September 2008

Nachtrag (20.09.2008): Diese Woche wurde e-teaching.org mit dem renommierten Medida-Prix 2008 ausgezeichnet. Glückwunsch auch von dieser Stelle!

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How are things shaping up in CCK08?

Posted on 12 September 2008 by jrobes

Hinter “CCK08″ verbirgt sich das Lernabenteuer, auf das sich George Siemens und Stephen Downes seit Anfang dieser Woche eingelassen haben. Ein offener Online-Kurs über “Connectivism & Connective Knowledge”, unterstützt mit allen Möglichkeiten der Information und des Austauschs, die das Web heute bietet. Zeit für ein erstes Resümee. By the way, es scheint viele Teilnehmer zu geben, die sich ganz auf dieses Projekt einlassen, in Foren, in Lerngruppen vor Ort, in ausführlichen Beiträgen. Ich schaffe leider nur sporadische Blicke. Aber ich habe voraussichtlich die Gelegenheit, Stephen nächsten Dienstag über seine ersten Erfahrungen und Erlebnisse in diesem Projekt zu interviewen! Als Einstimmung auf seinen Beitrag auf der SCOPE 08 im Oktober. Wer mir also noch eine Frage mitgeben möchte, sei hiermit herzlich eingeladen!

“I’ll speak a bit from how I’ve seen things unfold. I’m overwhelmed. Email, Moodle, Google alerts, and live conversations have been abundant. But it has been most interesting to observe how different participants are engaging around content: Second Life communities, language translations, different aggregations, meetups, and more.

Part of the challenge this week has been to actually get into the discussion about connectivism. As can be expected in the first week of the course, we’re all trying to get oriented. In a sense, the question we’re asking this week - What is connectivism? - is what the course is hoping to have answered by the end. Many of the questions being asked now - how does connectivism differ from constructivism? In what sense is learning networked? What about power issues? Does connectivism have a suffiicent research base to even be seriously considered for implementation? - are not going to be resolved quickly. Many of these themes are the focus future weeks.”
George Siemens, Connectivism & Connective Knowledge, 11 September 2008

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Will E-Learning die?

Posted on 12 September 2008 by jrobes

“YES, we think so”, meinen Martin Ebner und Mandy Schiefner. Warum? Weil neue Generationen mit eigenen Erfahrungen und Anforderungen in die Schulen und an die Arbeitsstätten kommt, neue Kommunikationsformen und -formate wie z.B. Microcontent Alltag werden. Das wird auch das Lernen radikal verändern. Das uns vertraute e-Learning wird verschwinden, während netzgestützte Technologien neue Lernhorizonte eröffnen. “Information chunks and mashups”, “individualism”, “informal learning”, “problem based learning” und die “new role of teachers” zählen die Autoren auf, um diese Zukunft zu beschreiben. Herausgekommen ist eine komprimierte Übersicht, die allerdings Übergänge, Praxis und Empirie ausspart. Der Artikel ist übrigens einer von zwölf Beiträgen in einem Sammelband, der sich ganz mit der Zukunft von e-Learning beschäftigt.

“The main focus behind these entire concept is the term «learning». We have to think about the best terms and conditions of learning, with or without media and technology.”
Martin Ebner und Mandy Schiefner, in: E-Learning: 21st Century Issues and Challenges, Hrsg. von Audrey R. Lipshitz und Steven P. Parsons, Nova Publishers, 2008, S. 69-82 (pdf)

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Social Media Implementations

Posted on 12 September 2008 by jrobes

Statt von “Web 2.0″ spricht Brandon Hall lieber von “social media”. Und zählt auf, wie “social media” traditionelle Lernformen ergänzen können. Auf knappstem Raum. “Many organizations are blending the best of learning methods with social media to provide access to a rich variety of e-learning. Here are five social media solutions organizations have implemented:
1. Social networking … 2. Presence technologies … 3. Wikis … 4. Blogs … 5. Video …

Brandon Hall, CLO Media, September 2008

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Bildung auf einen Blick 2008

Posted on 11 September 2008 by jrobes

Das Netz ist gerade voll von Presseberichten zur jährlichen OECD-Publikation und man hat wieder den Eindruck, dass für jeden etwas dabei ist. So ist die Pressemeldung der Bundesregierung überschrieben mit “Deutsche Bildung: Auf dem richtigem Weg”, aber auf der deutschen OECD-Seite lesen wir: “Deutschland verliert bei der Ausbildung von Hochqualifizierten international weiter an Boden”. Die einen feiern die traditionell hohe Zahl von Abschlüssen im Sekundarbereich II, leicht steigende Zahlen von Studienanfängern sowie die im OECD-Vergleich hohe Zahl der ausländischen Studierenden in Deutschland. Die anderen finden dagegen den Anteil der Studienanfänger sowie der Hoch- und Fachhochschulabsolventen je Jahrgang äußerst bescheiden. Weitere Kapitelüberschriften des OECD-Kommentars: “Bedarf an Hochqualifizierten kaum zu decken” und “Bildungsausgaben sinken gegen OECD-Trend”.

Eine abschließende Bemerkung: Es ist sicher richtig, dass der OECD-Bericht einen konsequenten Zusammenhang zwischen Bildung, Qualifizierung und Arbeitsmarkt herstellt. Es ist aber problematisch, wenn dadurch der Eindruck erweckt wird, als würden höhere Bildungsausgaben und höhere Zahlen von Studienabschlüssen automatisch die Probleme des Arbeitsmarktes lösen. Hier passen Globalisierung und nationale Interpretationen einfach nicht zusammen.
OECD, 10 September 2008

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Die 11 Kernkompetenzen der Medienpartizipation

Posted on 10 September 2008 by jrobes

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E-Competence - Kompetenzentwicklung von Lehrenden für E-Learning

Posted on 10 September 2008 by jrobes

Wenn es um die Frage geht, warum E-Learning an den Hochschulen unter seinen Möglichkeiten bleibt, landet man irgendwann auch bei den Kompetenzen der Lehrenden. Genauer gesagt, ihrer “E-Competence”, um die sich alles in der aktuellen Ausgabe der zeitschrift für e-learning (zel) dreht. Sabine Seufert weist im Editorial auf zwei zentrale Fragen hin, auf die Antworten versucht werden: Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Schlagwort “E-Competence”? Und: Wie können entsprechende Qualifizierungskonzepte für das Lehrpersonal aussehen?

Leider steht wie immer nur das Editorial online zur Verfügung. Aber Peter Baumgartner, einer der Mitherausgeber, macht Hoffnung, dass die zel möglicherweise bald auf Open Access umstellt. Wenn der Verlag mitspielt. Das erleichtert es sicherlich, Diskussionen nicht nur “innerhalb der E-Learning-Fachcommunity” zu führen, wie es sich Sabine Seufert auch für das aktuelle Thema wünscht.
Sabine Seufert, Editorial, zeitschrift für e-learning, 02/ 2008, August 2008

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Semantische Technologien in Wissensmanagementlösungen

Posted on 09 September 2008 by jrobes

Diese Publikation der FAZIT-Forschung will vielleicht etwas zuviel: auf knappem Raum in Wissensmanagement, semantische Technologien und die besonderen Anforderungen von KMUs einführen. Dabei sind konkrete Praxisbeispiele, die Einsatzgebiete semantischer Technologien genauer vorstellen, auf der Strecke geblieben. Immerhin: “Das wichtigste Einsatzgebiet ist das Auffinden von neuen, relevanten Dokumenten im Intranet und Internet sowie die Reduktion von Medienbrüchen bei der Informationssuche in Unternehmen.” (S.20)  Eine nützliche, wenn auch etwas abstrakte Einführung mit vielen Referenzen auf Projekte von Fraunhofer FIRST. Doch: Für wen ist diese Studie eigentlich geschrieben?
Elisabeth Baier, MFG Stiftung Baden-Württemberg, FAZIT-Schriftenreihe, Bd. 13, Juli 2008

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Web 2.0 Corporate Access

Posted on 08 September 2008 by jrobes

September 2008: Vor mir liegt die druckfrische Anweisung eines Großunternehmens, “dass die Nutzung externer Blogs, Social Networking, Newsgroups, File-Sharing- und Messaging-Portale oder web-basierter Mailsysteme blockiert wird.” Kein Einzelfall. Es fallen Stichworte wie “Data Leakage Prevention”. Dazu passt dieser Beitrag: Tony Karrer präsentiert  Ergebnisse der “eLearning 2.0″-Untersuchung des eLearning Guild. Wir lesen: 27,7 Prozent der teilnehmenden Unternehmen blockieren den Zugang zu YouTube, 27,8 Prozent zu Facebook, 28,2 Prozent zu MySpace, aber nur 2,6 Prozent zu Wikipedia. Ist das viel oder wenig? Und wie passt das zur vielbeschworenen Netzwerkgesellschaft und dem gerne als notwendig gepriesenen Wissensaustausch mit Kunden, Partnern und externen Experten? Es passt “irgendwie”: Top-Down Risk Management und bottom-up Xing und Newsreader - nach Feierabend am heimischen Rechner.

“This also shows the discrepancy in the perspective of getting information via a resource like Wikipedia vs. getting it from other people via something like LinkedIn. Corporations have not woke up to the need for knowledge workers to reach out for expertise.”
Tony Karrer, eLearning Technology, 3 September 2008 

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Was in zehn Jahren alles nicht passiert

Posted on 08 September 2008 by jrobes

Nein, es geht nicht um Google, sondern Gabi Reinmann, Professorin für Medienpädagogik an der Universität Augsburg, hat die aktuelle Ausgabe der Forschung & Lehre in die Hände bekommen und sich gleich einige Gedanken zur Hochschuldidaktik und e-Learning gemacht. Zehn Jahre vom ersten virtuellen Seminar zum Wissensmanagement bis heute. Das liest sich allemal interessanter als die doch sehr zahmen Handreichungen zum “Einsatz neuer Medien in der Hochschullehre” in besagtem Heft.

“Was ist in den letzten zehn Jahren eigentlich passiert? Warum fällt es so vielen aus der immer noch vergleichsweise kleinen E-Learning-Community offenbar so schwer, in ihren Hochschulen Gehör zu finden? Warum muss man nach wie vor erklären, was ein LMS ist und warum man damit allenfalls administrative, aber keine didaktischen Probleme lösen kann? Warum stehen die digitalen Medien auch heute noch recht weit unten auf der Agenda, selbst wenn es um Hochschuldidaktik geht? Warum kämpfen wir bis dato mit bisweilen schon lustigen Vorurteilen, wir würde nach einer leeren und leblosen Universität streben? Warum ziehen damals wie heute (vor allem für Hochschulleitungen) allenfalls ökonomische Argumente, wenn man E-Learning ins Spiel bringt?”
Gabi Reinmann, e-Denkarium, 7 September 2008

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Begrabt mich auf dem Mars!

Posted on 08 September 2008 by jrobes

Ray Bradbury (”Fahrenheit 451″) spricht im Interview mit Denis Scheck über Medien, Außerirdische und ein erfülltes Leben. Und, fast am Ende des Gesprächs, gibt er uns noch seine Bildungsphilosophie mit auf den Weg:

“Ich glaube weder an Lehrer noch an Universitäten, ich glaube an Bibliotheken. Die ideale Ausbildung besteht in meinen Augen darin, dass man sich zehn Jahre in eine Bibliothek setzt, ein Buch nach dem anderen liest und auf diese Weise allmählich zu Sinn und Verstand kommt.”
Ray Bradbury, Der Tagesspiegel, 20 August 2008

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Why OLPC should be a for-profit business

Posted on 05 September 2008 by jrobes

Hier gibt es keine Neuigkeiten zum “One Laptop per Child”- Programm, sondern es wird die generelle Frage gestellt: Wäre das Projekt als kommerzielles Unternehmen besser gelaufen? Der Autor - als “Managing Director for Strategic Business Development at Intel in China” und mit Blick auf Intel’s Ambitionen mit dem “Classmate PC” - ist sicher befangen, aber nicht der Einzige, der solche Überlegungen anstellt. Seine Argumente: “As a for-profit company, OLPC would benefit from a business mindset, a vibrant and healthy ecosystem, and a competitive environment that would benefit customers and create a real market leader.” Ja, wenn “to become a real market leader” das Ziel gewesen wäre … (via Stephen Downes)
Mark Beckford, One Laptop Per Child News, 5 September 2008

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Google Reader in Plain English

Posted on 05 September 2008 by jrobes

In kurzen, toll animierten Videos erklären uns Lee LeFever und Commoncraft immer wieder, wie das neue Web funktioniert. So gut, dass das Google Reader-Team sie jetzt gebeten hat, auch ihren Dienst vorzustellen. Wozu 1:05 Minuten genügen.

Und wer den Künstlern von Commoncraft einmal über die Schultern schauen will, sollte sich das “Making the Election Video: Behind the Scenes” ansehen.
Lee LeFever, commoncraft, 26 August 2008

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New structures and spaces of learning: The systemic impact of connective knowledge, connectivism, and networked learning

Posted on 05 September 2008 by jrobes

Traditionelle Bildung beruht auf zwei Prinzipien: “bounded classrooms and hierarchical organization of information and content”. Räume und Strukturen. Doch in einer zunehmend vernetzten Welt sind längst andere Strukturen gefragt, die George Siemens mit “learning ecologies” und “learning networks” beschreibt. Aber das Beharrungsvermögen der bestehenden Systeme ist groß, wir müssen uns auf einen langfristigen Wandel einstellen. Wohin dieser Wandel führen kann, zeigt Siemens abschließend am Beispiel der Universitäten auf.

“When applied to the academic sector, dialogue about changing learning spaces and structures suggests a fundamental rethinking of classrooms, courses, and programs is needed. Given the opportunities of technology to extend access to content, experts, and peer learners, does an existing classroom model still make sense? Do one-instructor classrooms need to give way to more diverse approaches of many instructors and many peer learners? How should curriculum be developed? How much structure needs to be applied to this type of model in the development of curricula and in the planning of instruction? Does instructional design similarly need to be rethought?” 

Der Artikel enthält wichtige Beschreibungen und schöne Visualisierungen einer Learning Ecology, da er aber weitgehend auf konkrete Anknüpfungspunkte in der aktuellen Bildungspolitik verzichtet, bleibt er etwas abstrakt. Aber vielleicht genau die richtige Einstimmung für den Online-Kurs über “Connectivism & Connective Knowledge”, der am Montag beginnt.
George Siemens, elearnspace, 28 August 2008

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Gibt es eine »Net Generation«? (Version 2)

Posted on 04 September 2008 by jrobes

Rolf Schulmeisters Antwort, erstmals im Januar dieses Jahres veröffentlicht, hat jetzt schon wesentlich zu einem differenzierteren Umgang mit der “net generation” und ähnlicher Generationenkonzepte beigetragen. Jetzt liegt eine Überarbeitung der Studie vor, mit der der Autor seine Arbeit am Thema vorerst abschließt. Die Version 2 enthält 30 zusätzliche Seiten, um, so Rolf Schulmeister, aktuelle empirische Studien und Präzisierungen in der Argumentation aufzunehmen. Ich habe die Versionen nicht verglichen, aber Mandy Schiefner findet die zweite Version “sachlicher und begründeter”. Und deshalb übernehme ich auch ihre Leseprobe, in der Rolf Schulmeister die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz von Web 2.0-Technologien in der Lehre nennt:

“Der Web 2.0-Technologie werden hohe Erwartungen entgegengebracht. Es werden Hoffnungen auf ein anderes Lernen in sie gesetzt, als würde der bloße Einsatz von Weblogs und Portfolios das selbsttätige Lernen befördern. Der Einsatz von Web 2.0-Methoden zum Lernen stellt enorme Vorbedingungen an die Selbstständigkeit der Lernenden, denn Web 2.0 beruht auf zwei nicht ganz selbstverständliches Säulen des Lernens: der Bereitschaft zum kooperativen Lernen und dem Willen zum Feedback. Beide setzen Selbstorganisation voraus, das »Kernstück der Web 2.0-Bewegung« (Reinmann 2008). Selbstorganisation kann aber nicht bei allen Lernenden vorausgesetzt werden, eher bei einer Minderheit von Lernenden, wie die vielen Studien und Zeugnisse zu dem hohen Anteil von Studierenden zeigen, die zur Prokrastination oder zum Lurking neigen.” (S.111)
Rolf Schulmeister, Hamburg 2008 (pdf)

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Enterprise 2.0 – auf der Suche nach dem CEO 2.0

Posted on 03 September 2008 by jrobes

Pünktlich zur KnowTech hat der BITKOM, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, wieder Stellung bezogen: Es geht also um Enterprise 2.0 und damit den “Einsatz von Social-Networking-Plattformen in Unternehmen”. Das Positionspapier ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten wird beschrieben, was Enterprise 2.0 als Unternehmensphilosophie ausmacht. Hier sind Selbstorganisation, flache Hierarchien und Partizipation die zentralen Stichworte. Gelebt werden sie gemeinsam von CEO 2.0 und Mitarbeiter 2.0, unterstützt von einer IT, die Altes und Neues verschmilzt. Ein kurzer Readiness-Check soll Interessierten den Einstieg erleichtern.

Im zweiten Teil des Papiers werden Fallbeispiele in Form von Case Studies geschildert: BITKOM, CoreMedia, DAK, Helvetia, Metro, Siemens, T-Systems Multimedia Solutions. Inwieweit in den hier geschilderten Projekten bereits Enterprise 2.0 sichtbar wird, kann man sicher diskutieren. Vielleicht darf oder muss man generell anmerken, dass Zwischentöne in diesem Bericht etwas kurz kommen: Denn viele Großunternehmen sammeln zwar intern Web 2.0-Projekte, schotten sich und ihre Mitarbeiter aber immer noch (oder: wieder) erfolgreich gegenüber externen Netzen ab. Risk Management und Data Leakage Prevention in der Netzwerkgesellschaft. Vielleicht ein Thema für das nächste Positionspapier?
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM), August 2008 (pdf)

PS: Das Positionspapier wird übrigens begleitet durch die BITKOM-Studie “‘Enterprise 2.0′ - Empirische Analyse” (pdf, August 2008), in der die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage präsentiert werden.

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Mobile Learning - eine neue Erfolgsstory?

Posted on 02 September 2008 by jrobes

Mobile Learning steckte lange Jahre in der Sackgasse, weil man es vorrangig als neues Medium sah, um Inhalte zu Lernern zu transportieren. Und hier setzt das Display bis heute Grenzen. Aber mobile Learning hat sicher dort eine Zukunft, wo nicht Inhalte, sondern Kommunikation und Kontext im Vordergrund stehen. Wo also zum einen Dienste integriert werden, die wir im weitestens Sinne mit Social Networking verbinden; und wo mobile Technologien in sich verändernden, physischen, virtuellen und sozialen Zusammenhängen situativ unterstützen. Dieser Wandel spiegelt sich auch in den meisten Beiträgen dieses schön aufgemachten Dossiers zum Thema wider, das zugleich die dritte Ausgabe des E-Learning-Dossiers des Kompetenzzentrums für E-Learning der Züricher Fachhochschule darstellt. Autoren aus verschiedenen Ländern versuchen sich an Definitionen, Paradigmenwechseln, Podcasts, SMS und der Frage, ob mobile Learning auch in der betrieblichen Weiterbildung eine Rolle spielt (“Es gibt noch zu wenige Anwendungsbeispiele für mobiles Lernen”, antwortet Christoph Pimmer auf diese Frage.)
CSPC e-Learning, Zürcher Fachhochschule, 03/ 2008

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Information overload: Is it time for a data diet?

Posted on 02 September 2008 by jrobes

Wer es bis zu dieser Nachricht geschafft hat, für den enthält der Artikel wahrscheinlich wenig Neues. Er beschreibt das wachsende “digitale Universum” und Wege, wie man Web 2.0-Technologien wie Newsreader, Blogs und Social Bookmarking nutzen kann, um sich heute zu orientieren. Und vielleicht ist die wichtigste Botschaft, dass alles am Ende eine Frage der  Einstellung ist: zu akzeptieren, dass man immer irgendetwas verpasst. Oder, wie George Siemens, so schön schreibt, zu akzeptieren “always being behind, always learning, always missing something. And that’s the way everyone else is. And that’s ok.”
Mary Brandel, Computerworld, 25 August 2008

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The Secrets of Storytelling: Why We Love a Good Yarn

Posted on 01 September 2008 by jrobes

Storytelling ist ja eines der Themen, die in Weiterbildung und Wissensmanagement irgendwie mitschwimmen. Inzwischen hatte wohl jeder mal eine Begegnung mit dem Begriff und in vielen Großunternehmen liegt die Methode im Werkzeugkasten. Aber wohin gehört Storytelling eigentlich? Der Artikel von Jeremy Hsu gibt zwar hierauf keine Antwort, unterstreicht aber noch einmal Bedeutung und Nutzen von Stories. Ich zitiere einfach mal die Zusammenfassung, die dem Artikel voransteht:

  • “Storytelling is a human universal, and common themes appear in tales throughout history and all over the the world.
  • These characteristics of stories, and our natural affinity toward them, reveal clues about our evolutionary history and the roots of emotion and empathy in the mind.
  • By studying narrative’s power to influence beliefs, researchers are discovering how we analyze information and accept new ideas.”

Wer es etwas weniger akademisch mag, kann hier weiterlesen: “Learning starts with a story”.
Jeremy Hsu, Scientific American, September 2008

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Learning styles don’t exist

Posted on 01 September 2008 by jrobes

“Good teaching is good teaching and teachers don’t need to adjust their teaching to individual students learning styles.” So schließt Daniel Willingham von der University of Virginia auf YouTube seine Ausführungen. Clive Shepherd hat das Video zum Anlass genommen, noch einmal nachzulegen: “No-one doubts that learners differ in terms of personality and preferences, but whether these can be usefully categorised as learning styles is highly debatable and certainly unproven. Teachers and trainers do, anyway, have far more important issues to consider when considering their interactions with learners. By far the most important of these, as far as I’m concerned, is the nature of the learning to be achieved (concepts, principles, rules, facts, social skills, psychomotor skills, problem-solving skills, attitudes, etc.).”

Wichtiger als Lernstile sind, so Clive, z.B. die Motivation des Lerners, sein Vorwissen und seine Kompetenz “zu lernen”. Von anderen Rahmenbedingungen wie Zeit und Kosten ganz zu schweigen. Das trifft ziemlich genau meine Haltung zum Thema. Von daher überrascht mich die Fülle der Kommentare und weiteren Beträge (siehe z.B. Stephen Downes) etwas.
Clive Shepherd, Clive on Learning, 28 August 2008 

Nachtrag (19.09.2008): Auch Michael Kerres, Universität Duisburg - Essen, hat inzwischen das Video von Daniel Willingham entdeckt und kommentiert (hier).

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
und Web 2.0
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