Selbstorganisation im Netz – Anstoß zum Hinterfragen impliziter Annahmen und Prämissen

Posted on 09 June 2008 by jrobes

Es ist Bestandteil fast aller aktueller Bildungsprogramme und e-Learning-Strategien und wird doch selten hinterfragt: das selbstorganisierte Lernen. Höchste Zeit also, meint Gabi Reinmann vom Institut für Medien- und Bildungstechnologie an der Uni Augsburg. Und sie stellt drei Prämissen in ihrem aktuellen Arbeitsbericht auf den Prüfstand:
“- Es ist weitgehend klar, was mit Selbstorganisation gemeint ist.
- Selbstorganisation ist jedem jederzeit möglich.
- Selbstorganisation ist allseitig erwünscht.”
Nichts ist klar, stellt die Autorin schließlich fest, vielleicht wenig überraschend. Und es bleibt unübersichtlich: Was zum einen sicher an der Nähe von Bezeichnungen wie Selbstorganisation, Selbstregulation, Selbststeuerung und Selbstbestimmung liegt; und zum anderen daran, dass ein Begriff wie “selbstorganisiert” hervorragend in ganz unterschiedliche Denk- und Marktmodelle “passt”.
Gabi Reinmann, Arbeitsbericht Nr. 17, Universität Augsburg, Medienpädagogik, Mai 2008

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
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