Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Smart working. The impact of work organisation and job design

Ein spannendes, aber oft vernachlässigtes Thema! Das hängt vielleicht damit zusammen, dass Fragen des Job Designs häufig mit organisationstheorischen Modellen verbunden werden und damit schnell aus dem Blick der Weiterbildung verschwinden. Dabei gibt es hier aus meiner Sicht unmittelbare Verbindungen zum Beispiel zu Fragen des persönlichen Wissensmanagements, zum informellen und selbstorganisierten Lernen und generall zur Produktivität von Wissensarbeitern.

Was sind nun Indizien für „smart working“? Folgende Punkte halten die Autoren fest: ein hoher Grad an Selbstverantwortung in der Arbeit; an virtuellem Arbeiten; Arbeit, die vor allem am Erreichen von Zielen gemessen wird; eine hoher Grad an Flexibität, was Arbeitszeiten und -orte betrifft; sowie eine Unternehmenskultur und Management-Philosophie, die diese Entwicklung stützen. Für diese Entwicklung gibt es eine wachsende Zahl von Belegen, und auch in dieser Studie sind einige Case Studies versammelt. Noch nicht ganz eindeutig ist aus meiner Sicht, wer Treiber dieser Entwicklung ist: ökonomische, soziale oder individuelle Motive.
Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD), März 2008

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3 Responses to “Smart working. The impact of work organisation and job design”

  1. Smart Business Concepts – Smart Working

    […] Phänomen mit vielen Gesichtern. Jochen Robes fragte 2008 in seinem Weiterbildungsblog.de: „Noch nicht ganz eindeutig ist aus meiner Sicht, wer Treiber dieser Entwicklung ist: ökonomische, so…“ Unsere Antwort: Genau diese drei Treiber sind es. Warum sollten sie sich widersprechen? Die […]

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  2. Ehrenfried Conta Gromberg

    Meine Antwort auf die Frage, ob es ökonomische, soziale oder individuelle Motive sind:

    Genau diese drei Treiber sind es. Warum sollten sie sich widersprechen?

    Die Frage ist mehr: Wer setzt welchen Treiber in Gang? Ein Großkonzern, weil er seine Performance steigern und gute Leute halten will (er gibt mehr Freiheit und Flexibilität) oder ein einzelner Mensch, weil er sein Leben verändern möchte (mehr Unabhängigkeit)? Im ersten Falle mögen es eher ökonomische Gründe sein (aber nicht nur), im zweiten Falle sind es soziale oder individuelle Gründe. Die aber dann in einem Smart Business Concept auch wieder ökonomisch sind. Von daher werden smarte Jobs und smarte Geschäftsmodelle wachsen. Weil sie alle drei Motivationsebenen ansprechen.

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