Archive | May, 2008

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Creatively Speaking: Sir Ken Robinson on the Power of the Imaginative Mind

Posted on 30 May 2008 by jrobes

Zwei Optionen fürs Wochenende: Zum Ersten eine Rede von Ken Robinson, in der er, wie immer, kompetent, souverän und ganz ohne PowerPoint (!) über sein Thema erzählt. Und das heißt: Wie wir unsere Bildung nicht reformieren, sondern transformieren müssen, um heutigen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Vor allem, weil unsere Erziehung heute genau gegen die Kompetenzen arbeitet, die wir so dringend benötigen: Kreativität und Imagination. Das Ganze performed am 10. April dieses Jahres auf dem Apple Education Leadership Summit in San Francisco.
Oder, das ist die zweite Option, man springt gleich zu Tom Waits, dessen Auftritte aus drei Jahrzehnten auf einer Seite zu sehen sind, die Tom Waits TV heißt. Und, folgt man Ken Robinson, haben hier unsere Bildungsinstitutionen definitiv versagt. Der Shortcut ins Wochenende.
edutopia, 28 Mai 2008

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Wissen im Web

Posted on 30 May 2008 by jrobes

Ich hatte bisher nur zum Blättern Gelegenheit: Bekannte Autoren, eine Themenvielfalt, die dem Titel gerecht wird, eingestreut kurze Projektskizzen und schön bebildert mit Anleihen aus dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe. Alles online - einzeln und am Stück. “Doch inwiefern realisiert sich dieses Potenzial des Internets zur Förderung von Wissensgesellschaften tatsächlich? Was können Internetangebote dabei leisten, was nicht? Wie verändert das Internet Strukturen des Wissenserwerbs und der Wissensvermittlung? Wie kann die Qualität von Informationen im Web gesichert werden? Welche Kompetenzen muss der Nutzer erwerben? Dieses Themenheft von UNESCO heute zeigt Trends, Chancen und Herausforderungen von »Wissen im Web« auf. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Bildung im Internetzeitalter.”
UNESCO heute, 55. Jg., Ausgabe 1/2008

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Smart working. The impact of work organisation and job design

Posted on 30 May 2008 by jrobes

Ein spannendes, aber oft vernachlässigtes Thema! Das hängt vielleicht damit zusammen, dass Fragen des Job Designs häufig mit organisationstheorischen Modellen verbunden werden und damit schnell aus dem Blick der Weiterbildung verschwinden. Dabei gibt es hier aus meiner Sicht unmittelbare Verbindungen zum Beispiel zu Fragen des persönlichen Wissensmanagements, zum informellen und selbstorganisierten Lernen und generall zur Produktivität von Wissensarbeitern.

Was sind nun Indizien für “smart working”? Folgende Punkte halten die Autoren fest: ein hoher Grad an Selbstverantwortung in der Arbeit; an virtuellem Arbeiten; Arbeit, die vor allem am Erreichen von Zielen gemessen wird; eine hoher Grad an Flexibität, was Arbeitszeiten und -orte betrifft; sowie eine Unternehmenskultur und Management-Philosophie, die diese Entwicklung stützen. Für diese Entwicklung gibt es eine wachsende Zahl von Belegen, und auch in dieser Studie sind einige Case Studies versammelt. Noch nicht ganz eindeutig ist aus meiner Sicht, wer Treiber dieser Entwicklung ist: ökonomische, soziale oder individuelle Motive.
Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD), März 2008

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A New Pathway for E-Learning: From Distribution to Collaboration and Competence in E-Learning

Posted on 29 May 2008 by jrobes

Wie kann e-Learning die Entwicklung von Kompetenzen unterstützen? Wie kann e-Learning wirklich etwas verändern, “make a difference”, wie es im Artikel immer wieder heißt? Die Herausforderung, so der Autor, liegt in einem Paradigmenwechsel: in einem “shift from a distributive mode of e-learning to a collaborative mode of e-learning, from a knowledge transfer model to a competence development approach” (S. 189).

Das heißt: E-Learning-Umgebungen müssen einem problemorientierten, authentischen und kollaborativen dididaktischen Design folgen, wenn es wirklich um Kompetenzentwicklung gehen soll. Ulf-Daniel Ehlers schlägt vor, sich dabei am Modell des Computer Supported Collaborative Learning (CSCL) zu orientieren, das gerade die soziale und interaktive Seite des Lernens betont. Das ist sicher eine Möglichkeit. John Erpenbeck und Werner Sauter (”Kompetenzentwicklung im Netz. New Blended Learning mit Web 2.0″) haben kürzlich das Potential von Social Software hervorgehoben, um e-Learning auf diesen Weg zu bringen. Das wäre eine andere Möglichkeit.
Ulf-Daniel Ehlers, AACE Journal, Vol. 16, No. 2 (April 2008), S. 187-202

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SCOPE Camp

Posted on 28 May 2008 by jrobes

Gestern war das SCOPE Camp in Hamburg, und auch wenn ich Frankfurt nicht verlassen habe, war ich doch dabei. Denn in der letzten Woche hatte eine der Organisatorinnen, Ulrike Reinhard, mich und einige andere gefragt, ob wir nicht Mittags die Ergebnisse der Hamburger Arbeitsgruppen online kommentieren möchten. Gesagt, getan. Hamburg diskutierte, bloggte, und wir nutzten die Kommentarfunktion. Und dadurch, dass ein Video mit der Vorstellungsrunde der Teilnehmer sofort ins Netz gestellt wurde, war Hamburg auch für uns Externe keine ‘black box’. Kurz, mir haben Austausch und Format der Veranstaltung sehr gefallen!

Wer noch einen Anreiz zum Stöbern benötigt: Hier sind die Fragen, um die sich die Diskussionen des gestrigen Tages gedreht haben:
“1. Wie kann ein persoenliches LernCockpit aussehen? Wie komme ich zu Paul (= persoenliche Arbeits- und Lernumgebung)?
2. Wie bringe ich eine Commuty of Practice erfolgreich zum laufen?
3. Wieviel Hierarchie braucht die Organisation und was funktioniert durch Selbstorganisation viel besser?”

SCOPE Camp, Blog, 27 Mai 2008

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The Library in the New Age

Posted on 28 May 2008 by jrobes

Robert Darnton, Leiter der Harvard-Bibliothek, hat wie alle seine Kollegen heute einen schwierigen Job: Sie müssen etwas - Bücher, Bibliotheken - verteidigen, dessen Zukunft mit Fragezeichen versehen ist; und dabei kommen sie nicht umhin, den mit dem Internet verbundenen Wandel anzuerkennen. Also konzentriert sich Robert Darnton auf zwei Themen: Er läßt die großen Revolutionen der Informationstechnologie - die Erfindung der Schrift, des Kodex’, des Buchdrucks und des Internets - Revue passieren, um zu erläutern, dass Informationen schon immer und nicht erst heute mit Blick auf Millionen Blogs etwas Unzuverlässiges waren.

Und im zweiten Teil erklärt er in acht Punkten, warum das Internet und vor allem Projekte wie Google Book Search die Research Libraries nicht überflüssig machen. Sein Hauptargument: Prinzipiell (technisch, organisatorisch, juristisch) kann es nicht und nie gelingen, alle Bücher zu digitalisieren. Was sachlich sicher richtig sein mag, aber die Diskussion irgendwie nicht sonderlich belebt.
Robert Darnton, The New York Review of Books, Vol. 55, No. 10, 12 Juni 2008

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Wissen auf dem Weg zur Bilanzkennzahl?

Posted on 27 May 2008 by jrobes

Um den “Return of Information”, konkret: Wissensbilanzierung, geht es im aktuellen Heft der wissensmanagement, dessen Zusendung ich einer kurzen Buchvorstellung (“Wissenswege” v. Gabi Reinmann und Martin J. Eppler) verdanke. Denn leider ist nur das Editorial online verfügbar. Deshalb einige kurze Stichworte: Den Einstieg ins Schwerpunktthema bietet Gabriele Vollmar (”Was ist mein Wissen wert?”). Sie beschreibt die Wissensbilanzierung als einen neuen Prozess der Strategieentwicklung, der “Rahmenbedingungen für eine produktive Wissensarbeit gestalten hilft”. Wobei sie zwischen dem Weg der Bilanzierung und der Bilanz selbst unterscheidet. Erst Letztere ist etwas, das man kommunizieren und vergleichen kann.

“Wissensbilanzen werden zertifizierbar und damit vergleichbar” führt auch die Liste der Neuerungen an, die Günter Koch (”Wissensbilanzierung - Quo Vadis?”) für die Wissensbilanzierungspraxis der nächsten Jahre verspricht. Informationen zu regionalen Projekten (Beispiel: “Wissensbilanz Österreich”) und internationalen Aktivitäten (Beispiel: “New Club of Paris”) runden seinen Ausblick ab. Peter Heisig gibt anschließend einen europäischen Überblick und positioniert Deutschland im Bereich der mittelständischen Wirtschaft als “derzeit führend”. Die “Wissensbilanz - Made in Germany” macht’s möglich.
Oliver Lehnert, wissensmanagement, 4/ 2008 (Juni)

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Seminar beim Avatar. Wie das Internet unsere Schulen und Universitäten verändern wird

Posted on 26 May 2008 by jrobes

Der Autor versucht, vieles in diesem kurzen Artikel unterzubringen: die Technik-Euphoriker der letzten Jahre, die nicht wahrnehmen, “dass sie nur einen Baustein für ein soziotechnisches System liefern”. Die Konstanz einiger pädagogischer Grundmuster in der Bildung. Und dann der globale Wettbewerb der Hochschulen, den das Internet forciert.

Im Absatz “Technik-Euphoriker” darf natürlich heute auch das “One Laptop per Child”-Projekt nicht fehlen. Tenor: Vision trifft Wirklichkeit. Und ich überlege kurz, wie es Nicholas Negroponte nur versäumen konnte, den Autor als Berater zu engagieren.
Thomas Kerstan, Die ZEIT, 15 Mai 2008

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Sound Index

Posted on 23 May 2008 by jrobes

Eine interessante Seite und etwas fürs Wochenende:
“Every six hours the Sound Index crawls some of the biggest music sites on the internet - Bebo, MySpace, Last.FM, iTunes, Google and YouTube - to find out what people are writing about, listening to, watching, downloading and logging on to. It then counts and analyses this data to make an instant list of the most popular 1000 artists and tracks on the web. The more blog mentions, comments, plays, downloads and profile views an artist or track has, the higher up the Sound Index they are. So, the Sound Index is a music buzz index controlled entirely by the public.”
BBC, Mai 2008

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Dancing with the devil: a view from Blackboard’s European conference

Posted on 23 May 2008 by jrobes

Der Titel benötigt mindestens einen klärenden Satz: Es geht um Lernplattformen, um kommerzielle Anbieter (Blackboard) und Open Source (Moodle). Und mit dem Teufel “Blackboard” tanzt hier Niall Sclater, mitverantwortlich für den Einsatz von Moodle an der Open University. Er schwärmt von Blackboard’s Next Generation-Programm, das viel Web 2.0 in das formale Lernen bringen will, und freut sich über gesunden Wettbewerb. Sein Fazit:
“So have I gone over to the darkside and am I going to recommend the Open University switches from Moodle to Blackboard? Hmmm…not right now I haven’t. For one thing, talking to some of the delegates, they want their hands on this stuff now and are going to have to wait a year or so for some of it.”

Bei allen Anspielungen auf jüngste Ereignisse: Der Artikel zeigt sehr schön auf, wohin sich die Lernplattformen im Hochschulbereich bewegen. Damit wird aber auch die Kluft zum Corporate Learning-Markt größer (via Stephen Downes).
Niall Sclater, virtual learning, 13 Mai 2008

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Digitale Schule - wie Lehrer Angebote im Internet nutzen

Posted on 23 May 2008 by jrobes

Die Pressemitteilung ist überschrieben mit: “Lehrer nutzen das Internet – aber kaum im Unterricht”. In der Studie selbst, durchgeführt im Auftrag des Bundesbildungsministeriums, stehen bestehende Online-Angebote für Lehrer im Mittelpunkt. Identifiziert wurden 36 “schulspezifische Websites”, die sich, so die Autoren, in vier Angebotstypen einteilen lassen:
“1. Kostenlose Informationsangebote mit Verweisen auf Inhalte anderer Anbieter;
2. Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien speziell für Lehrer (z.T. kostenlos);
3. Spezialangebote für bestimmte Lehrer-Zielgruppen oder Themen;
4. Arbeitsumgebungen für die Zusammenarbeit von Lehrern, Schülern und anderen schulnahen Akteuren.”

Weitere Themen sind Präferenzen und Anforderungen der Zielgruppe, die Frage der Contenterstellung, verschiedene Finanzierungsmodelle, und zum Stichwort Web 2.0 heißt es, dass “eine kleine Pioniergruppe von Lehrern und Experten […] die neuen Formen des ‘Web 2.0′ [begrüßt], in denen alle Nutzer an den Inhalten im Web mitarbeiten”. Auf die Pioniere!
MMB - Institut für Medien- und Kompetenzforschung, 28 April 2008 (pdf)

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Clay Shirky at Web 2.0 Expo SF 2008

Posted on 21 May 2008 by jrobes

Clay Shirky (”Here Comes Everybody: The Power of Organizing Without Organizations”) erzählt hier die bekannte Geschichte vom Web 2.0, aber unterhaltsam, mit neuen Facetten und Argumenten. Zum Beispiel: Wie kann man nach der Zeit fragen, die es kostet, Blogs zu lesen und gar zu bloggen, wenn wir uns die Milliarden Stunden anschauen, die Menschen vor dem Fernsehen verbringen? Doch der Prozess ist nicht mehr umzukehren: Medien, das heißt heute, nicht mehr nur passiv zu konsumieren, sondern zu produzieren, zu konsumieren und zu teilen!
Clay Shirky, Web2Expo, San Francisco, 22 - 25 April 2008 (blip.tv)

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„Bildungscontrolling als ein Mittel, Bildung wertzuschätzen“

Posted on 20 May 2008 by jrobes

Was ist Bildungscontrolling? Die Suche nach dem Return on Investment in der Weiterbildung? Oder der Versuch, Wissen und Kompetenzen im Unternehmen systematisch zu steuern? Ulf-Daniel Ehlers von der Universität Duisburg-Essen plädiert in diesem ausführlichen Interview eindeutig für die zweite Option. Und bringt damit zugleich das Dilemma des Bildungscontrollings auf den Punkt: Denn es wird nicht so recht deutlich, warum ich für die damit verbundenen strategischen Fragestellungen überhaupt den doch zuweilen irreführenden Begriff (siehe erste Option) nutzen soll.

“Also Bildungscontrolling, wie es noch vielfach unter dem Stichwort „Return on Investment“ thematisiert wurde - wo es also darum geht, zu schauen, ‚was uns das Ganze bringt’ - hat sich zunehmend in Richtung von Planungs- und Steuerungsfunktionen gewandelt. Hier geht es mehr um die Fragen: „Wie müssen wir Bildungsmaßnahmen und Kompetenzentwicklungen in Unternehmen eigentlich steuern, damit wir zukünftig noch mindestens genau so gut dastehen oder vielleicht sogar besser? Wie können wir uns über die Steuerung von Bildungsmaßnahmen und Kompetenzentwicklung in unserem Unternehmen neue Märkte erschließen?“
(via CHECKpoint eLearning)
Interview mit Ulf-Daniel Ehlers, LernQuotient, 2008 (pdf)

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10 facts about learning that are scientifically proven and interesting for teachers

Posted on 19 May 2008 by jrobes

Donald Clark hat sich über pseudowissenschaftlichen Humbug (”Brain Gym”) geärgert und in zehn Punkten festgehalten, was wir wirklich übers Lernen wissen. Natürlich sind die Formulierungen eher pragmatisch als wissenschaftlich orientiert, auch nicht ganz überschneidungsfrei, aber mir gefällt’s!“1. Spaced practice …
2. Cognitive overload …
3. Chunking …
4. Order …
5. Episodic and semantic memory …
6. Psychological attention …
7. Context …
8. Learn by doing …
9. Understand ‘peer’ groups …
10. Murder the myths …”

Den letzten Punkt gibt es gerne ausführlich: “This is perhaps the most useful piece of scientific advice for teachers and trainers – dump the snakeoil techniques. These include learning styles, playing music while you learn, Brain Gym, left-right brain theories, NLP, stating the objectives at the start of a course…the list goes on.”
Donald Clark, Donald Clark Plan B, 9 Mai 2008

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Auswahlbibliografie: “Kompetenz in der beruflichen Bildung: Begriff, Erwerb, Erfassung, Messung“

Posted on 19 May 2008 by jrobes

Im Vorwort dieser Auswahlbibliografie wird es auf den Punkt gebracht: In der Berufsbildungsforschung und -pädagogik führt der Weg seit den 1990er Jahren von der Qualifikation zur Kompetenz. Und in der europäischen Berufsbildungsdiskussion bildet der Kompetenzbegriff die Grundlage für die verschiedenen Stufen des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR). In der betrieblichen Weiterbildung ist er noch nicht so richtig angekommen, auch wenn Fragen der “Praxisrelevanz” und der “Integration von Lernen und Arbeiten” in diese Richtung zielen. Vielleicht hilft da die vorliegende Zusammenstellung von ca. 100 Hinweisen auf deutschsprachige Literatur aus den Jahren 2005 - 2008, jeweils mit kurzen Hinweisen auf den Inhalt. Sehr nützlich.
Markus Linten und Sabine Prüstel, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), März 2008 (pdf)

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KoopTech: Argumente für und gegen Wikis in Organisationen

Posted on 16 May 2008 by jrobes

Tim Schlotfeldt verweist hier auf das Projekt “Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” (KoopTech) sowie auf eine Sammlung von Pro- und Kontra-Argumenten, was den Einsatz von Wikis in Unternehmen betrifft. 662 Aufrufe dieses Beitrags und 12 Kommentare sind bis heute zu verzeichnen. Fast 50 Teilnehmer (Achtung: Überleitung!) gab es beim gestrigen Wissensmanagement-Stammtisch der GfWM am Frankfurter Flughafen. Eine selten erreichte Zahl! Aber es ging auch um Wikis bei der Lufthansa, und das machte natürlich neugierig.

Zuerst stellte ein Teamleiter der Lufthansa Systems Aeronautics seine Wiki-Projekte der letzten Jahre vor. Drei Anläufe, drei begrenzte Zielgruppen, drei unterschiedliche Erfahrungen, zuletzt aber eine rundherum positive. Wikis aus der bottom up-Perspektive. Dann folgte die Konzernsicht. Denn die Lufthansa Systems plant, ihr Intranet (eBase) um eine Web 2.0-Suite zu erweitern. Und das heißt: Web 2.0-Einführung als IT-Großprojekt. Definition von Anforderungen, Auswahl von Anbietern bzw. Tools (Microsoft, Novel, Lotus, Clearspace), Start erster Piloten, Abstimmungen mit dem Betriebsrat, etc. Das bekannte Szenario.

Der Reiz des Abends lag aus meiner Sicht nicht nur in der dargestellten Konsequenz, in der die Lufthansa auf diesen Weg und seine Möglichkeiten setzt. Denn wenn sie ihn zu Ende gehen, werden sie eines der ersten “enterprise 2.0″-Unternehmen in Deutschland sein (das nicht aus der IT-Branche kommt). Nein, der Reiz lag auch in der Gegenüberstellung beider Herangehensweisen des Unternehmens! Was passiert letzten Endes mit den kleinen, anarchistischen Web 2.0- und Wiki-Lösungen? Werden sie einer Corporate Policy zum Opfer fallen, oder wird man beide Wege gelten lassen?

Es gab natürlich weitere Fragen an die Referenten, und jetzt bin ich wieder nah am Beitrag von Tim Schlotfeldt. Wie sieht denn der Business Case für die Web 2.0-Einführung aus, wollte ein Teilnehmer wissen. Braucht es kommerzielle Lösungen nicht auch, weil die Usability bestehender Wiki-Tools die Mehrheit der Mitarbeiter überfordert? Und wie steht es um die Sicherheit? Und was meinen eigentlich die Mitarbeiter? Werden sie mitmachen? Kann man überhaupt von Kollaboration sprechen, wenn viele konsumieren, aber nur wenige aktiv beitragen?

Einiges blieb natürlich offen, “schwebendes Verfahren” sozusagen, aber ich kann nur hoffen, dass am Ende des Tages etwas Leichtigkeit und Neugierde übrig bleiben.
Tim Schlotfeldt, E-Learning-Blog, 5 Mai 2008

Nachtrag (01.06.2008): Weitere Informationen über den GfWM-Stammtisch bei der Lufthansa gibt es im GfWM-Newsletter (Mai/ Juni - hier) .

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Openness and learning in today’s world

Posted on 16 May 2008 by jrobes

“Openness” ist der rote Faden dieser achten Ausgabe der elearning papers. Richard Straub fragt z.B. einleitend “Is the world open?” und wenn er auch die selbst gestellte Frage heute noch nicht vorbehaltlos bejahen kann, so gibt es doch für ihn nur eine Richtung. “Great opportunity and challenge”, heißt es. Das ist, wie immer bei Richard Straub, komprimiert und eloquent auf den Punkt gebracht. Nun ist er aber nicht nur wortgewandter Autor, sondern auch Secretary General eines Industriekonsortiums, der European Learning Industry Group (ELIG), und zudem noch Advisor to the Chairman von IBM Europe, Middle-East and Africa. Und ich frage mich, warum er nicht einmal darüber schreibt, wie “openness” (open source, open innovation, open architectures) in diesen Zusammenhängen diskutiert wird. Das könnte doch auch spannende Einsichten bringen!

Vier weitere Artikel, in denen es unter anderem um “Web 2.0 and New Learning Paradigms” (Antonio Bartolomé) und “Universities and Web 2.0: Institutional challenges” (Juan Freire) geht, runden diese Ausgabe ab.
eLearning Papers, Nr. 8, April 2008

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Web & Where 2.0+

Posted on 15 May 2008 by jrobes

Ein interessanter Event, dessen Präsentationen jetzt als Videos online stehen. Der Tag wurde wie folgt angekündigt: “This day long Arts Intensive will reflect on the changes being led by digital culture. We will examine how foundations and organizations might want to position themselves to achieve impact within the digital cultural space. With a myriad of different speakers from various sectors, we will contemplate many of the emerging questions evolving from digital media and culture.”

Zu sehen und hören sind u.a. Kevin Kelly, Senior Maverick bei Wired Magazine, Catherine Casserly, OER Director bei der ausrichtenden William and Flora Hewlett Foundation, und Eskender Aseged, Nomadic Chef von Radio Africa Kitchen (siehe Bild).
Northern California Grantmakers and The William and Flora Hewlett Foundation, 14 Februar 2008

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The Way We Learn Now

Posted on 15 May 2008 by jrobes

Eine Botschaft von Cisco an die “education community”:
“To align educational practice to 21st century workforce needs, a transformation is in order:
- Curricula must be created that do a better job of preparing students to thrive in a globally networked, increasingly information-driven economy.
- Enabling technology must be integrated more fully and consistently into the pedagogy.
- Today’s connected learners require methods of engagement that correspond to the ways they interrelate and communicate outside the classroom.
- Education systems must become less compartmentalized and insular by seeking partnerships inside and outside the education community.”

Diese Punkte sind gut und richtig. Im zweiten Teil des Artikels wird dann beschrieben, wie die Cisco Networking Academy diese Entwicklungen in ihren Programmen umsetzt. Und hier wird’s speziell.
Amy Christen, Learning Circuits, Mai 2008

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Qualcomm Implements Learning through Storytelling

Posted on 15 May 2008 by jrobes

Geschichten funktionieren immer. Also müsste doch auch Storytelling funktionieren, oder? Aber irgendwie scheint es ein Instrument für “besondere Fälle” zu sein, das selten flächendeckend zum Einsatz kommt. Dem steht sicher der Aufwand entgegen, den viele mit der Methode an sich und der Aufbereitung informeller Erfahrungen für einen professionellen Kontext verbinden. Wie auch immer, Qualcomm, ein amerikanisches Telekommunikationsunternehmen mit 11.000 Mitarbeitern, ist den Weg gegangen. Ganz erfolgreich, wie es in dieser Case Study nachzulesen ist. Wobei, und dieses Detail mag sicher geholfen haben, Storytelling hier nicht als reines Learning- oder Knowledge Management-Projekt umgesetzt wird, sondern unmittelbar mit den zentralen Unternehmenswerten und der Internen Kommunikation von Qualcomm (Employee Communications) verknüpft ist.
Chris Howard, Bersin & Associates, März 2008 (Registrierung erforderlich)

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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