Archive | March, 2008

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Bank 2.0

Posted on 31 March 2008 by jrobes

Bank 2.0 ist ein empfehlenswertes Blog, in dem drin steckt, was drauf steht. Das heißt, es geht nicht um Weiterbildung oder e-learning, aber um die Themen an der Schnittstelle von Web 2.0 und Unternehmen. Und das sind nicht zuletzt Wissensmanagement, Mitarbeiterkommunikation und Geschäftsprozessoptimierung und von dort ist es ja für viele nur noch ein kleiner Sprung zu Bildungsthemen.

Hinter dem Blog stecken Martina Göhring und centrestage, und das Fraunhofer IAO ist mindestens prominenter Stichwortgeber. Ansonsten findet man eine Fülle an Informationen: Artikel und Präsentationen zum Thema, eine Linkliste auf delicious, Hinweise auf Weblogs im Bankenbereich, Verweise auf Studien und Whitepaper (z.B. dieses hier über “Social Media and the Banking Industry”) und all die Services und Features, die ein Weblog heute bieten kann. Beneidenswert.
Bank 2.0

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Critical Perspectives on Web 2.0

Posted on 28 March 2008 by jrobes

Ich hatte bisher nur die Gelegenheit für einen ersten Blick, aber es scheint sich hier nicht um die derzeit übliche Kulturkritik zu handeln. So stellen einige Artikel schon im Titel klar, dass es mit der Freiheit im Web 2.0 möglicherweise nicht weit her ist: “Loser Generated Content: From Participation to Exploitation” (Søren Mørk Petersen).

“But Web 2.0 also embodies a set of unintended consequences, including the increased flow of personal information across networks, the diffusion of one’s identity across fractured spaces, the emergence of powerful tools for peer surveillance, the exploitation of free labor for commercial gain, and the fear of increased corporatization of online social and collaborative spaces and outputs.

… this collection of articles will work to remove the blinders of the unintended consequences of Web 2.0’s blurring of boundaries and critically explore the social, political, and ethical dimensions of Web 2.0.” (Michael Zimmer)
First Monday, Vol. 13, No. 3, März 2008

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Personal Learning Tools and Technologies

Posted on 28 March 2008 by jrobes

Wenn sich Corporate Learning & Web 2.0 begegnen: Ein “RobW” stellt hier in einem (längeren) Kommentar eine interessante Frage: “I have a question related to blogs and “training”. … My stuggle is, while I like blogs for sharing and building on content, my current thinking is that “blog-delivered” training lacks a few key components that a more traditional WBT might offer …” Und er führt aus, was ihm im Einzelnen fehlt: Lernziele, Struktur, Evaluation, Reporting.

Die Antwort von Tony Karrer beginnt folgendermaßen: “First - the term “blog delivered training” is interesting (almost an oxymoron). I think of blogs as discussion - most often it’s partially formed thoughts, questions, etc. The core of training content I expect (like you do) to be vetted, focused, likely aim at core knowledge. …”

Auch der Beitrag selbst ist lesenswert, weil er eine Reihe von Links zum Thema (”Personal Learning Tools and Technologies”) versammelt.
Tony Karrer, eLearning Technology, 5 März 2008

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Ten Web 2.0 Things You Can Do in Ten Minutes to Be a More Successful E-learning Professional

Posted on 27 March 2008 by jrobes

Zehn interessante Dinge, die jedoch sicher mehr als 10 Minuten benötigen! Okay, vielleicht nicht, wenn man Stephen Downes ist. Aber für Normalsterbliche mit einer gehörigen Portion Web 2.0-Affinität. Ich nehme mir mal den zweiten Punkt ganz unverbindlich auf meine Liste:
“Record a 10-minute presentation about something you are working on or learning about, either as audio (use Odeo) or video (use Ustream), and post it on your blog.”
Stephen Downes, eLearn Magazine, 25 März 2008

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Jay Cross im SCOPE Interview zu ‘Informelles lernen”

Posted on 27 March 2008 by jrobes

Können wir über informelles Lernen reden wie über ein Training oder einen Kurs? Bringen uns Fragen wie die Folgenden weiter: “Wie führt man informelles Lernen am besten ein?” - “Ist informelles Lernen ‘driven by’ Web 2.0-Technologien?” - “Gibt es gesicherte Daten, die den Erfolg von informellem Lernen belegen?” Ich glaube nicht, und auch Jay Cross hat in diesem Interview so seine Schwierigkeiten.

Der Begriff des “informellen Lernens” führt uns doch vor Augen, dass wir die meisten Antworten im (Arbeits-)Alltag abseits von Kursen und Lernprogrammen suchen und finden. Wenn ich dem informellen Lernen näher kommen will, muss ich mich mit diesen Prozessen beschäftigen: Wo und wann suchen Mitarbeiter nach Antworten? Wo finden sie diese Antworten heute - und wo finden sie diese nicht? Und, daran anknüpfend, kann man nach Möglichkeiten suchen, sie dabei zu unterstützen. Das hat dann wenig mit Weiterbildung zu tun und mehr mit konkreten Jobs und Geschäftsprozessen. Was es für uns Personaler und Bildungsexperten manchmal nicht gerade leichter macht, hier mit Ideen und Hilfen anzusetzen.

Aber ich komme vom Interview ab, das viel Atmosphäre bietet und eigentlich “Jay Cross und Hund im Gespräch” heißen müsste.
Jay Cross im Interview mit Ulrike Reinhard, SCOPE 08, 16 März 2008

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“Knowledge Management Research & Practice”

Posted on 26 March 2008 by jrobes

Fünf Jahrgänge sind voll und deshalb ist die aktuelle Ausgabe der Knowledge Management Research & Practice gleich um acht Positionspapiere erweitert. John S. Edwards gibt in seinem Editorial einen kompakten Überblick über Themen und Autoren. Viel Grundlagenarbeit und Sondierung des Feldes. Dazu gehört z.B. auch das Papier von Carl Frappaolo, der über “Implicit knowledge” schreibt, das er zwischen explicit und tacit knowledge ansiedelt und mit konkreten Hoffnungen verknüpft: “With dedicated and focused efforts, some knowledge believed to be tacit can be transformed into explicit knowledge. This body of knowledge is the organization’s implicit knowledge.”
Alle Artikel stehen online zur Verfügung. (via Stefan Bleses)
Knowledge Management Research & Practice, Vol. 6, Issue 1, März 2008

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World 2.0

Posted on 25 March 2008 by jrobes

Auch wenn heute ab und an auf Brecht oder Enzensberger verwiesen wird, und auch wenn in den Beschreibungen der 2.0-Phänomene viel von Partizipation, Dezentralisierung und Selbstverantwortung die Rede ist: es ist etwas seltsam Unpolitisches, das hier zu beobachten ist, weit entfernt von den kritischen Konzepten einer Gegenöffentlichkeit, auf die sich eine Linke noch in den 1970er Jahren beziehen konnte. Vielleicht kann, vielleicht muss man Web 2.0 und andere, verwandte Phänomene am besten als eine Anpassungsleistung sehen, mit der wir auf die Komplexität der Gegenwart antworten. Aber das sind nur erste Gedanken, noch nicht ausgereift.

Die Gedanken kamen, wieder einmal, als ich David Gurteen’s Eintrag las, in dem er nahtlos, oder besser: atemlos, den Bogen von Web 2.0, über Libraries 2.0 und Learning 2.0 zu Military 2.0 spannt. “Es muss sich alles verändern, damit alles beim Alten bleiben kann.” (Lampedusa)
David Gurteen, Gurteen Knowledge Log, 21 März 2008

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Gibt es eine “Net Generation”?

Posted on 20 March 2008 by jrobes

Wir hören derzeit viel von der Net Generation, den Digital Natives und Millenials. Da wächst offensichtlich eine Generation heran, die bestens mit dem Internet und anderen Technologien vertraut ist, neue Fähigkeiten und Kompetenzen entwickelt hat und, darauf aufbauend, neue Anforderungen stellt. Vor allem, wenn es um Lernen und Bildung geht.

Grund genug für Rolf Schulmeister, Professor am Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung der Universität Hamburg, einmal hinter die Kulissen dieses Konzepts zu schauen. Ihn treibt der Verdacht, dass es für dieses Bild einer ganzen Generation keine empirischen Grundlagen gibt. Herausgekommen ist dabei eine systematische Auseinandersetzung mit Argumenten und Fakten, über 100 Seiten lang, die Schulmeister “work in progress” genannt und dankenswerterweise online zugänglich gemacht hat. Continue Reading

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ONLINE EDUCA BERLIN: Keynote Videos 2007

Posted on 20 March 2008 by jrobes

Nein, ich werde auch nach diesem Video kein Fan von Andrew Keen (”The Cult of the Amateur”). Im Gegenteil, es hat schon etwas von einer Predigt, wenn er vor den Gefahren des Internets warnt. Wenn es wenigstens mit Humor vorgetragen wäre …
Andrew Keen, ONLINE EDUCA, 2007

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43 knowledge management definitions - and counting…

Posted on 20 March 2008 by jrobes

Nun, die “50 Ways To Leave Your Lover” hat Ray Sims nicht ganz geschafft, aber es ist schon was zusammengekommen. Interessant ist auch seine Einleitung, in der er sich zuerst mit dem Begriff “Knowledge Management” auseinandersetzt und gute Gründe aufzählt, sich nicht zu lange mit Definitionen aufzuhalten, aber dann nach einem Blick auf seine Business Card anders entscheidet. Sehr schön sind auch die verlinkten Text Clouds! “For many years I’ve been saying that I didn’t like the term “knowledge management” as (a) it was fundamentally an oxymoron, (b) there was no consensus within the industry as to what the term meant, and (c) in many companies the term carries negative connotations …”
Ray Sims, Sims Learning Connections, 16 März 2008

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How People Learn Systems

Posted on 19 March 2008 by jrobes

Bei der Einführung eines neuen, unternehmensweiten IT Systems gehört die umfassende Qualifizierung der Mitarbeiter, so darf man hoffen, zum Change-Prozess. Aber, und das ist die Kernbotschaft dieses leider etwas akademisch daherkommenden Artikels, dabei wird oft auf das falsche Pferd gesetzt, nämlich ausschließlich auf formales Training:

“Training is only one of many factors that influence users’ IT skills and level of usage. People tend to learn about computing by adopting, using and altering it during their day. Learning occurs through practice. There is a clear and strong relationship between how work groups learn about the computing they use in their jobs and how they perform those jobs (George et al, 1995). There is a critical relationship between group learning-in-context and the emergence of communities of practice around certain computing applications and systems. Learning which happens within the working environment, alongside co-workers, while carrying out the run-of-the-mill tasks is the most efficient form of learning (Lave and Wenger, 1991). Managers might be more successful in encouraging IT use by identifying key opinion leaders within the work groups, encouraging those people to champion system usage, and encouraging the concept of employees being co-learners within their job and work settings.”
Stephen Gourlay und Carol Baily, Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD), März 2008

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“YouContent” Challenges & Changes

Posted on 18 March 2008 by jrobes

“Today, in many organizations, 10 to 20 percent of the learning content is created by workers or subject matter experts who have no formal authoring expertise. The format for this content ranges from podcasts to YouTube video segments to text-based collaborative tools. … YouContent will evolve in the next 24 months, becoming more contextual, more social and more manageable in the workplace.”

“YouContent” steht für “user-generated content”. Elliott Masie spielt hier in einer Q&A-Session einige Punkte durch, die bei dem Thema interessieren dürften. Doch: Wie weit sind wir hierzulande noch von dieser Entwicklung entfernt?
Elliott Masie, CLO Magazine, März 2008

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Web 2.0 - Chance oder Risiko für das Personalmanagement?

Posted on 17 March 2008 by jrobes

In einem “Personalblitzlicht” hat der DGFP, die Deutsche Gesellschaft für Personalführung, seine Mitglieder jüngst gebeten, zum Web 2.0 Stellung zu nehmen. Viel ist (noch) nicht herausgekommen: Das Thema ist im Personalmanagement noch kein Thema, aber es wird an Bedeutung gewinnen - so könnte man die Ergebnisse kurz zusammenfassen. Und das ist auch mein Eindruck. Wer es noch etwas konkreter haben will, findet im Blitzlicht auch kurze Einschätzungen der Befragten, welche Web 2.0-Anwendungen auf welchen Feldern des Personalmanagements von Interesse sind. Recruiting, Employer Branding, Berufsausbildung, Weiterbildung, Wissensmanagement und Projektmanagement werden diskutiert. Aber spätestens an diesen Stellen hat die Untersuchung, wie die Autoren selbst eingestehen, eher “explorativen Charakter”.


Christiane Geighardt, Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP), PraxisPapier, 1/2008

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E-Learning Trends 2008

Posted on 17 March 2008 by jrobes

293 Leser haben geantwortet, als Learning Circuits und E-Learning News kürzlich wissen wollten, wie es um ihr Verhältnis zu e-Learning bestellt ist. Einige Ergebnisse: Die meisten Antworter setzen e-Learning für IT-End-User-Schulungen (46,9 %) und die Vermittlung von “General business skills” (51,0 %) ein. Was den Technik-Einsatz betrifft, so liegen Authoring Tools (61,9 %) vor Learning Management (55,7 %); zum Vergleich: Blogs nutzen 12,4 % der Befragten. Und bei den Barrieren (ja, diese Frage gibt es immer noch!) werden “Employee buy-in” (43,2 %) und “Time commitment required” (42,0 %) am häufigsten genannt.
Learning Circuits, März 2008

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Eine neue Souveränität

Posted on 15 March 2008 by jrobes

Lassen Sie uns über etwas nachdenken, mit dem wir uns fast schon angefreundet haben: den „information overload”. Der amerikanische Zukunftsforscher Alvin Toffler hat den Begriff bereits 1970 ins Spiel gebracht, informiert Wikipedia. Und seitdem sind uns Zahlen zur Halbwertszeit von Informationen und Wissen gut vertraut, wenn auch selten verständlich. Die Szenarien sind durch das neue Internet, das Web 2.0, noch bedrohlicher geworden: Die Suchmaschine Technorati hält zum Beispiel fest, dass sie derzeit über 112 Millionen Weblogs auswertet, dass über 175.000 Weblogs jeden Tag hinzukommen, 1,6 Millionen Beiträge jeden Tag, 18 Updates jede Sekunde.

Erschienen in wissensmanagement, 2/ 2008, S.57

Aber das ist noch nicht alles: Andere Auswertungen berichten, dass allein in 2007 über 800.000 Videos auf YouTube geladen worden seien. Betrachtet man alle Video-Portale, soll es sich im letzten Jahr um geschätzte 1.2 Millionen neue Clips mit 26,5 Millionen Kommentaren handeln. Das Online-Fotoportal Flickr bietet Zugriff auf über 2 Milliarden Fotos, die Social Networking-Seite Facebook hat derzeit über 64 Millionen aktive Nutzer, die ihre Profile pflegen und regelmäßig über ihre Aktivitäten berichten.

So ist es kein Wunder, dass heute lebhaft diskutiert wird, ob der aktive Nutzer mit seinen unzähligen Spuren im Netz wirklich Segen oder doch eher Fluch ist. Mit Blick auf die Masse an „user-generated content” befürchten einige Kulturkritiker, dass vor allem (ihre!) Qualität nicht mehr als solche erkannt wird. Etablierte Medien versuchen deshalb, ihre Rolle in der sich wandelnden Internetöffentlichkeit neu und laut zu formulieren. Doch sie wissen, dass sie den Wandel nicht aufhalten werden.

Wenn ich derzeit mit Wissensmanagern und Personalentwicklern über diese Entwicklungen ins Gespräch komme, dann ist der „information overload” wieder da. Vor allem, wenn es um den ersten Schritt geht: sich selbst mit den neuen Möglichkeiten vertraut zu machen, um dann zu prüfen, wie das eigene Unternehmen davon profitieren kann. Unsicherheit und Orientierungslosigkeit sind greifbar. Ich will an dieser Stelle kein Plädoyer für ein aufgeklärtes Zeitmanagement oder eine neue Work-Life-Balance versuchen, sondern nur den Blick auf einige, hoffentlich hilfreiche Punkte lenken:

  1. Das Web erlaubt nicht nur den Zugriff auf immer mehr Informationen. Es entwickelte auch vom ersten Tag an die Instrumente, um sich in der virtuellen Welt zu orientieren. Google ist hier groß geworden. Das Web 2.0 hat nun diese Instrumente zum Programm gemacht: Newsreader und RSS, Folksonomies und Tags, Empfehlungssysteme à la Amazon helfen uns, Informationen zu filtern, zu bewerten und einzuordnen. Und hinter diesen Instrumenten stehen die Nutzer selbst: die Blogger, die uns auf interessante Links hinweisen; die Leser, die ihre Lektüreerfahrungen weitergeben; die Kontakte in unseren Netzwerken und Communities, die uns mit Neuigkeiten versorgen und denen wir vertrauen.
  2. Es ist klar, dass dieser Umgang mit dem Web eine Informationskompetenz auf Seiten der Nutzer voraussetzt. Hier gibt es Nachholbedarf, weil die Diskussion sich zuletzt fast ausschließlich auf die „Google Generation” und ihre Fähigkeiten konzentrierte. Den Wissensarbeitern von morgen wurden in der Vergangenheit teilweise mysthische Fähigkeiten im Umgang mit dem Web und neuen Technologien zugeschrieben. Inzwischen mehren sich jedoch die Stimmen, die darauf hinweisen, dass auch die „digital natives” noch lange nicht in der Wissensgesellschaft angekommen sind. Das sind gute Gründe, das Thema Informationskompetenz zu einem festen Bestandteil unserer Bildungscurricula zu machen.
  3. Jeder kennt das Gefühl, dass mit neuen Informationen nicht nur das Wissen über ein Thema wächst. Mit jeder Lektüre wird einem zugleich bewusst, dass man nur einen kleinen Ausschnitt überblickt, dass jede neue Information bisheriges Wissen in Frage stellen und dass morgen bereits eine Sache ganz anders beurteilt werden kann. Mit der Informationsüberflutung geht Nichtwissen einher: „Ich weiß, dass ich es nicht weiß”. Der Umgang mit Nichtwissen, seine Bedeutung für Wissensarbeiter und ihre Organisationen, wird zu einem wichtigen Thema werden. Vor diesem Hintergrund rät Ursula Hasler Roumois, die gerade ein Studienbuch Wissensmanagement veröffentlicht hat, Wissensarbeitenden, eine neue Souveränität im Umgang mit Nichtwissen zu entwickeln: „Ich weiß, was ich (im Moment) nicht wissen muss.”

Diese Souveränität im Umgang mit dem „information overload” gilt es zu gewinnen.

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Conference Connections: Rewiring the Circuit

Posted on 14 March 2008 by jrobes

Können neue Technologien den Erfahrungsaustausch auf Konferenzen verbessern? Und wenn ja, wie?
“Computers, mobile phones, podcasts, blogs, Second Life, RSS, Google Reader, and many similar tools afford new ways of interacting before, during, and after conferences. Like general approaches to teaching and learning with technology, technology use in conferences runs on a continuum: augmented, blended, simultaneous-blended, online, and unconferences - with a corresponding level of participant control.” Gerade mit Blick auf die letzte (und nächste) LEARNTEC ein interessanter Artikel, der aufzeigt, welche neuen Konferenzformen heute möglich sind, welchen Nutzen Veranstalter und Teilnehmer daraus ziehen können, aber auch, welche Schwierigkeiten zu berücksichtigen sind. Allerdings, und das sollte man bei der Lektüre nicht aus dem Auge verlieren: Auch der Einsatz moderner, Web 2.0-gestützter Technologien hilft erst, wenn man sich auf die inhaltliche Ausrichtung und die Ziele einer Konferenz verständigt hat. Und der Fokus auf Technologie verdeckt etwas, dass interessante und neue Optionen für eine Konferenz auch auf ganz anderen Feldern liegen können, wie z.B. in ihrer Integration in neue soziale Räume (Stadt, Wirtschaft, Universitäten, Schulen). Ich denke da aktuell z.B. an “Leipzig liest”.
George Siemens, Peter Tittenberger und Terry Anderson, EDUCAUSE Review, Vol. 43, No. 2, März/ April 2008

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The Brain at Work

Posted on 14 March 2008 by jrobes

Viele der Dinge, die hier aus neurowissenschaftlicher und psychologischer Sicht geschildert werden, sind nicht neu oder überraschend: zum Beispiel, dass man in kurzen, maximal einstündigen Einheiten am besten lernt. Aber die Wirklichkeit sieht halt doch noch anders aus. Oder nehmen wir die folgende Erkenntnis:
“One of the most exciting discoveries is the brain’s enormous plasticity - the ability to change and learn. Scientists once believed that the brain was “hard-wired” early in life. They now know that the brain of a 71-year-old is the same as the brain of a 17-year-old in its ability to make new connections. Unfortunately, most people stop learning meaningful new concepts around age 30, and the brain’s ability to learn begins to shrink.” Mit weiteren Links.
Noch ein Hinweis: Die Artikel des HR Magazine stehen oft nur für kurze Zeit auch Nicht-Abonennten online zur Verfügung!
Adrienne Fox, HR Magazine, Vol. 53, No. 3, März 2008

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Multimodal Learning Through Media: What the Research Says

Posted on 13 March 2008 by jrobes

Das Dokument räumt mit einigen gerne zitierten Mythen zum multimedialen Lernen auf und gibt kurz und praxisnah Hinweise auf aktuelle Erkenntnisse auf folgenden Feldern: (1) “how the brain functions” (neurosciences) , (2) “how people learn” (cognitive sciences) und (3) “multimedia design”. “In general, multimodal learning has been shown to be more effective than traditional, unimodal learning. Adding visuals to verbal (text and/or auditory) learning can result in significant gains in basic and higher-order learning. The meta-analytic findings in this report provide insights into when interactivity augments multimodal learning of moderately to complex topics, and when it is advantageous for students to work individually when learning or building automaticity with basic skills.” (via Elliott Masie]
Cisco, 2008 (pdf)

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“Creating the Spark” – Der zündende Funke, der das informelle Lernen in Gang bringt!

Posted on 12 March 2008 by jrobes

Drei Grundannahmen bilden den roten Faden dieses Whitepapers:
1) Informelles Lernen ersetzt keine formellen Lernszenarien, es erweitert diese.
2) Blended Learning-Lösungen der Zukunft werden formelle wie informelle Prozesse gleichberechtigt integrieren.
3) Web 2.0 ist der “Funke, der das informelle Lernen in Gang bringt”. Um über die starre Gegenüberstellung “formell/ informell” hinauszukommen, spricht Clive Sheperd lieber von beiläufigem, reaktivem, proaktivem und formalem Lernen. Darüber lässt sich sicher diskutieren, für die Vielzahl nützlicher Hinweise des Autors bildet diese Aufteilung aber ein pragmatisches Raster. Und einige Referenzen an den Auftraggeber SkillSoft stören den Lesefluss nicht. (via Informeller Blog)
Clive Sheperd, SkillSoft, 2008

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A Roadmap For Technology Enhanced Professional Learning (TEPL)

Posted on 11 March 2008 by jrobes

Ein gutes, lesenswertes Dokument, das - gemessen an den Standards europäischer Großprojekte - fast schon übersichtlich daherkommt! In der Einleitung ist die Rede von einer “pan-European Roadmapping exercise”, der sich die Teilnehmer des PROLEARN Network of Excellence hier unterzogen haben. Nach weiteren Anmerkungen zur “Roadmap Methodology” geht es dann schrittweise weiter: eine Kernvision für das Technology-Enhanced Professional Learning (TEPL) im Jahr 2020 und sechs Statements bilden das Gerüst der Roadmap:Core Vision: “To support knowledge workers with technology-enhanced learning by promoting motivation, performance, collaboration, innovation and commitment to lifelong learning.”
Vision statement 1: (IST challenge) “Everyone (in the community of current, potential and future knowledge workers) should be able to learn anything at anytime at anyplace.”
Vision statement 2: (Industry challenge) “Learning as a means to support and enhance work performance.”
Vision statement 3: (Industry challenge) “Promote innovation, creativity, and entrepreneurship at work.”
Vision statement 4: (Employee perspective) “Learning as a means to increase employability.”
Vision statement 5: (Market dimension) “Consumer driven market take-up, based on increased market transparency and the availability of a wider range of offers.”
Vision Statement 6: (Social inclusion) “Access to professional learning for all – extending the knowledge based society.”

Jedes einzelne Statement wird kurz beschrieben. Dann werden Gegenwart und Vision gegenübergestellt und die “Gaps” festgehalten. Was aus meiner Sicht diese Roadmap von anderen Szenarien abhebt, ist ihre Perspektive: die Wissensgesellschaft und ihre Träger, die Knowledge Worker, stehen im Fokus. Das heißt, es werden entsprechende Problemstellungen angesprochen: z.B. die Frage nach den Grenzen zwischen Arbeiten und Lernen; dann der Widerspruch zwischen “top down” und “bottom up”, wenn es um Bildung und Kompetenzentwicklung geht; und immer wieder die Frage, welche Rolle Web 2.0-Technologien auf diesem Weg bis 2020 spielen werden. Mit einem Action Plan schließt das Dokument.
(siehe auch Mohamed Amine Chatti’s Eintrag)
PROLEARN, Network of Excellence in Professional Learning, 30 Januar 2008 (pdf)

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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