Archive | January, 2008

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Why We do Dumb or Irrational Things: 10 Brilliant Social Psychology Studies

Posted on 11 January 2008 by jrobes

Wenn es auf XING heißt, “jeder kennt jeden über 6 Ecken”, so ist das eine direkte Referenz auf die Sozialpsychologie und Stanley Milgram, der in den 1960er Jahren seine “small world”-Experimente durchführte. Oder Mark Granovetter, dessen “Strength of Weak Ties” uns erklärt, warum 12.237 Kontakte durchaus Sinn machen können. In diesem Beitrag werden genau zehn klassische Experimente bzw. Theorien aufgelistet und beschrieben. Dann sollen die Leser noch entscheiden, welche Studie “has the most to teach us about human nature”. Auch hier führt gegenwärtig Stanley Milgram, allerdings mit seinen sicher noch bekannteren Autoritäts-Studien vor der Kognitiven Dissonanz von Lionel Festinger. Lesenswert!
Jeremy Dean, PsyBlog, November 2007

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162 Tips and Tricks for Working with e-Learning Tools

Posted on 10 January 2008 by jrobes

Etwas zum Stöbern: 120 Mitglieder haben mitgemacht, und ihre Tipps wurden folgenden Kapiteln zugeordnet: “courseware authoring and e-Learning development tools”, “rapid e-Learning tools”, “simulation tools”, “media tools” und “combining and deploying authoring tools”. Das Ganze umfasst 65 Seiten, ist free und nennt sich eBook.
Bill Brandon, The eLearning Guild, 2007

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The Search Party

Posted on 09 January 2008 by jrobes

Vielleicht ist dieser Artikel eine gute Einstimmung auf die Podiumsdiskussion auf der LEARNTEC in ein paar Tagen, wenn es um “St. Google und die Web-Drachen” geht: Natürlich dreht sich auch hier alles um die Frage, “does Google have too much power?”, aber auch darum, dass Google viele Branchen - von allen Medien, über die Werbung, bis zur Telekommunikation - nervös macht, weil es keinen Masterplan vorlegt, auf den sich andere einstellen können. (Nur der Bildungsmarkt, aber das nur am Rande, bleibt außen vor, weil wohl zu unbedeutend.) Das alles wird umfassend und unterhaltsam und gespickt mit Sätzen wie “When I met Facebook’s founder, Mark Zuckerberg, for dinner in Palo Alto …” erzählt.
Ken Auletta, The New Yorker, 14 Januar 2008

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2007/2008: Rückschau und Vorhersagen

Posted on 08 January 2008 by jrobes

Der Jahreswechsel ist die Saison, in der gerne über Trends nachgedacht und spekuliert wird; solche, die nicht eingetroffen sind, und solche, die das laufende bzw. nächste Jahr bestimmen werden; diese Phase endet in der Regel Ende Januar, wenn wieder ein neuer Horizon Report erscheint.

I. Das war 2007

Etwas einfach hat es sich vielleicht der e-Learning-Anbieter kineo (”So how did they do?”) gemacht, der kurzer Hand allen Experten des letzten Jahres ein “bestanden” unter ihre Arbeiten geschrieben hat: ob Open Source, informelles Lernen, arbeitsprozess-integriertes Lernen, Performance Solutions, RSS, Rapid Development-Tools - alles ist irgendwie auf dem Weg!?

So gnädig sind die Experten, die letztes Jahr im eLearn Magazine eine Vorhersage wagten, nicht davongekommen: Stephen Downes (”Last Year’s eLearn Magazine Predictions”) hat jedem eine Schulnote mit ausführlicher Begründung erteilt! Bestnoten erhalten dabei nur drei Kollegen: Michael Feldstein (für sein Statement zu “e-learning 2.0″), Ray Schroeder (m-learning) und, hmmh, Stephen selbst (Video). Sehr hilfreich ist auch diese Unterscheidung: “First, that there are two major types of predictions: one, which identifies a current trend, and says it will continue; and the other, that identifies something novel or unexpected. It seems clear that the former predictions are easy and safe and not especially useful. The latter, while not as safe, were much more useful to people.” Unbedingt lesen!

Wer die Rückschau etwas unterhaltsamer mag, dem seien die “15 Biggest Tech Disappointments of 2007″ empfohlen! Auf den ersten Plätzen finden wir “Windows Vista”, “The High-Def Format War”, “Facebook Beacon” und “Yahoo”. Zu Yahoo heißt es zynisch: “Yet there’s one area where Yahoo can lay claim to being number one: creating political prisoners. At least three times over the past five years, information supplied by Yahoo to the Bejiing government has led to the incarceration of Chinese dissidents.”

II. Das wird 2008

2008 wird ein schlechtes Jahr für Microsoft - zumindest, was den Bereich Bildungstechnologie betrifft. Das behauptet Christopher Dawson (”Why 2008 will be a bad year for Microsoft’s Ed Tech market share”) und verweist auf die steigende Attraktivität von Open Source-Lösungen, gerade im Verbund mit Billig-Rechnern, sowie die knappen Kassen öffentlicher Bildungsträger.

Schon im Oktober hat Stuart Dredge die Eindrücke, die er auf der Virtual Worlds Forum Europe Conference in London gesammelt hat, in 20 Trends zusammengefasst, “which seem to be the most important and/or interesting ones affecting the development of virtual worlds right now”. Das ist höchst interessant und gibt vor allem Lesern wir mir, die Second Life derzeit etwas links liegen lassen, einen guten Überblick! (”20 trends defining virtual worlds in 2007″)

Verlass ist natürlich auch auf Tony Karrer (”Ten Predictions for eLearning 2008″), frisch gekürt im Rahmen der edublog awards. Seine Vorhersagen reichen von “eLearning 2.0″ (”increasing pressure”) bis zu “Niche Online Discussions”. Aber auf seinen letzten Punkt werde ich sicher im Laufe des Jahres noch gerne und mehrmals hinweisen:
Prediction 10 => Knowledge Worker Skills - Just Beginning in 2008, Big in 2009
The discussion of knowledge work skills is going to be BIG … We won’t hear much this year, but in 2009, this will be something you’ll hear in a big way.”

Weitere kompetente Mutmassungen über das laufende Jahr finden sich auf den Seiten des Learning Circuits Blog, dessen monatliche “Big Question” natürlich “What are your Predictions for Learning in 2008?” lautet … Aber das ist Stoff für den nächsten Eintrag zum Thema.

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Studienbuch Wissensmanagement

Posted on 08 January 2008 by jrobes

Über Weihnachten bin ich einem Hinweis von Gabi Reinmann gefolgt und habe mir das Studienbuch von Ursula Hasler Roumois, Professorin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), durchgelesen. Es beginnt mit Ausführungen zur Wissensgesellschaft und zum Wissensbegriff, bevor ausführlich beschrieben wird, was Wissensmanagement in den Handlungsfeldern “Technologie”, “Mensch” und “Organisation” bedeutet. Überlegungen zur Wissensarbeit und “intelligenten” (lernenden) Organisation schließen das Buch ab.Folgende Dinge haben mir gut gefallen:

  • Das Studienbuch gibt eine systematische Übersicht über die wichtigsten Modelle, Ansätze und Begriffspaare, mit denen heute im Wissensmanagement gearbeitet wird.
  • Es ist aktuell: Das Stichwort “Crowdsourcing” fällt, “Social Software” ist ein eigenes Kapitel gewidmet, wenn auch die Ausführungen hier noch sehr tastend sind.
  • Es spannt einen schönen Bogen vom Wissensmanagement zu Lernen, Bildung und Kompetenzmanagement (im Kapitel “Mensch: Lernen und Kommunikation”).
  • Es enthält sehr interessante Überlegungen zum Management von Wissensarbeit und Wissensarbeitern, geht hier auf Widersprüche und Fragen ein, ohne - was mir sehr sympathisch ist - letzte Antworten zu liefern.

Im Ausblick heißt es: “Es braucht … neue Strategien im Umgang mit Komplexität, indem man nicht gegen die Komplexität, sondern mit ihr arbeitet: Beispielsweise haben Wissensarbeitende in der Regel persönliche Strategien im Umgang mit Wissenskomplexität entwickelt, vielleicht wäre ein Austausch darüber sehr aufschlussreich.” (210)
Ursula Hasler Roumois, Orell Füssli/ UTB, 2007, 236 S.

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Ich blogge, also bin ich

Posted on 07 January 2008 by jrobes

Titel und Thema passen gut, denn ich bin gerade dabei, mit meinem Blog umzuziehen. Neues System (WordPress), neues Layout, usw. Ich hoffe, es ist nur noch eine Frage von Tagen! Das Interview mit Geert Lovink, noch aus der Vorweihnachtszeit, hebt sich angenehm von anderen kulturpessimistischen Statements ab, die derzeit die Feuilletons füllen. Angenehm ist vor allem, dass der Medienwissenschaftler hier keine letzten Urteile fällt. Zwar riskiert er die eine oder andere Wolke, z.B., wenn er von der “Epoche des digitalen Nihilismus” spricht; andererseits unterstreicht er den Gebrauchswert des Read & Write-Webs:

DIE ZEIT: Herr Lovink, wann haben Sie im neuen sozialen Netz zuletzt etwas mit Gewinn gelesen?
Geert Lovink: Oh, das passiert mir jeden Tag. Ich habe meine festen Adressen, wo Leute schreiben, die sich ständig zu neuen Quellen äußern. Manche befassen sich mit Technologien, die ich noch nicht kenne, andere besuchen Ausstellungen oder Biennalen, zu deren Besuch mir die Zeit fehlt. Sie lesen Zeitungen und Bücher, die ich niemals alle lesen könnte. Das sind Leute, deren Meinungen und Auswahl ich sehr schätze.

Interview mit Geert Lovink, Die ZEIT v. 19 Dezember 2007

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
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