Posted on 06 December 2007 by jrobes
Wie der Titel schon sagt, ein business-orientierter Überblick: Verschiedene Anbieter von technischen KM-Lösungen beschreiben in kurzen Artikeln das Feld. Die Einleitung (”What’s the New Face of Knowledge Management”) gibt einen guten Überblick über die Stichworte und Themen, die folgen: u.a. “Enterprise Wikis”, “Enterprise 2.0″, “Search-driven Knowledge Management”, “Information Dashboard”, “Implementing KM”. Und gerade, was Einführung und Einsatz von Wikis in Unternehmen betrifft, finden sich angenehm realistische Anmerkungen mit Hinweisen auf “the material differences between the public Internet and the enterprise” (Pete Bell).
KMWorld, November/ Dezember 2007 (pdf) (Registrierung erforderlich)
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Posted on 05 December 2007 by jrobes
Joachim Hasebrook, seit diesem Jahr in der wissenschaftlichen Leitung der LEARNTEC und mit langjährigen e-Learning-Erfahrungen ausgestattet, bekommt hier von Peter Brandt einige interessante Bälle zugespielt. Einmal findet er Gelegenheit daran zu erinnern, dass - mit Blick auf erwünschte Leistungssteigerungen der Mitarbeiter - Weiterbildung natürlich mit anderen Maßnahmen und Instrumenten “konkurriert”. Zum Beispiel mit der Änderung von Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und Arbeitsabläufen. Und abschließend nimmt er sich Raum für ein schönes Praxisbeispiel, um zu skizzieren, wie effektive Bildung aussehen könnte:
“Weiterbildung ist dann effektiv, wenn sie in Änderungsprozessen wirksam eingesetzt wird – etwa bei der Einführung neuer Systeme – und wenn sie andere organisatorische Maßnahmen von der Mitarbeitergewinnung bis zur Mitarbeiterbindung unterstützt. Es geht darum, Weiterbildung mit hoher Passung zu den Unternehmenszielen zu konzipieren. Das können harte, aber durchaus auch weiche Ziele sein. Das wird dann etwas hochtrabend »strategisches Trainingsmanagement« genannt.
Ich will Ihnen ein Beispiel nennen: Bei einer großen Fondsgesellschaft wurde für rund 5.000 Vertriebler ihre Arbeit komplett umgestaltet, sie sollten nicht direkt mit den Kunden reden, sondern anderen Vertrieblern als Experten dienen. Sie in Seminare zu rufen, war aus mehreren Gründen unsinnig: Erstens kostete es zu viel und zweitens stünde währenddessen der Betrieb still. Auch eine gestaffelte Schulungsteilnahme erwies sich als zu teuer. Schließlich hat man Coachings vor Ort durchgeführt mit kleinen Gruppen und den Kern des nötigen Wissens per E-Learning vermittelt. Die Inhalte stammten dabei aus dem Vertrieb selbst und wurden in einer Art »Hitliste« von den Mitarbeitern selbst ausgewählt. Das ganze war so gestaffelt, dass alle Einheiten ihren Normalbetrieb fortsetzen konnten. Das Unternehmen hat begleitend Gruppen gebildet, in denen Kollegen voneinander lernten. Drittens hat man im Rahmen eines »Transfer Controlling« den Effekt untersucht, den die Teilnahme an dem Programm gegenüber der Nicht-Teilnahme hatte. Das war eines der erfolgreichsten E-Learning-Programme überhaupt in Deutschland, effektiv und effizient.”
Peter Brandt, DIE - Zeitschrift für Erwachsenenbildung, 1/2008
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Posted on 04 December 2007 by jrobes
Kaum eine Management-Präsentation, die heute ohne das Stichwort auskommt. Innovationen sind das Ziel aller wirtschaftlichen Bemühungen und damit letztendlich auch aller Bildungsanstrengungen in diesem Kontext. Grund genug für den einen oder anderen, einen Blick in diese Untersuchung der Boston Consulting Group zu werfen. Man findet die Antworten von 2.500 Executives, die zum Stellenwert von Innovationen befragt wurden. Dazu ein Ranking, das Apple, Google und Toyota anführen. Aber nur einen Satz zu “open-source innovation” und “crowd sourcing”.
“A risk-averse corporate culture, lengthy product-development times, and a lack of internal coordination are the three biggest stumbling blocks facing companies seeking to improve their return on innovation.” (via Robert Freund)
The Boston Consulting Group, August 2007 (pdf)
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Posted on 04 December 2007 by jrobes
Auch Josh Bersin hat die Zeichen der Zeit erkannt und bringt zusammen: die kommenden Generationen von Mitarbeitern mit eigenen Werten und Interessen (Millenia und Generation X) sowie das Bestreben von Unternehmen, als attraktive Arbeitgeber die besten Kräfte zu gewinnen (war for talent). Social Networking, so Josh Bersin, scheint für beide Seiten erfolgsversprechend:
“Every HR and L&D leader I have talked with in the last several months is very aware of the need to build internal social network solutions for their organization. We can call it ‘Facebook meets Talent Management for Corporate America.’”
Realität, Trend oder Wunschdenken? Wie auch immer, spätestens wenn auch hierzulande Unternehmen und Personaler mitbekommen, dass die Mehrheit ihrer Mitarbeiter ein Profil in Xing besitzt, wird das Nachdenken beginnen.
Josh Bersin, What Works in Enterprise Learning and Talent Management, November 2007
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Posted on 03 December 2007 by jrobes
“Ohne Bibliotheken kein Wissen”, schreibt Martin Meyer einleitend in der NZZ vom Wochenende. Und, “dass alles, was Bestand haben will, zum Buch werden muss.” Da erschrickt der Blogger und wird nachdenklich. Aber schließlich freut er sich doch über versöhnliche Worte: “Heute tun wir gut daran, den Nutzen aus den Büchern mit den Hilfestellungen des Computers zu kombinieren.”
Dann kommen Schriftsteller zu Wort, Alexander Kluge, Cees Nooteboom, Friederike Mayröcker und andere, und die Frage, etwas über ihre Bibliothek zu schreiben, wird hier nur offene Türen gefunden haben. Peter Bichsel: “Ich bin kein ordentlicher Mensch, mein Umgang mit Papier, auch mit gebundenem, gestaltet sich umständlich. Das ärgert mich selbstverständlich und ist ein grosses Handicap für einen Schreibenden. Aber ich kann es nicht ändern. Ich kann meine Bücher nicht behandeln wie ein Feldweibel seine Soldaten. Sie umgeben mich und sind mir Freude und Last.”
In den Augen der Vielschreiber und -leser sind Bücher Freunde, “Lebensmittel” heißt es bei Alexander Kluge; Bücher ordnen Zeit und Räume. Ich überlege, welche Frage wohl in vierzig Jahren in der Beilage der NZZ behandelt wird? (welche NZZ? welche beilage? was sind bücher? wer liest?).
Martin Meyer, Neue Zürcher Zeitung (NZZ), 1 Dezember 2007
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Posted on 03 December 2007 by jrobes
Zur Einstimmung auf ihre Online-Konferenz in Second Life, die morgen beginnt, hat das New Media Consortium (die übrigens auch die Herausgeber des jährlichen Horizon Reports sind!) dieses White Paper online gestellt. Es enthält nichts grundlegend Neues, ist aber eine schöne Übersicht über eine veränderte Kommunikationslandschaft: “… its focus is to consider the ways that communication is changing and raise the question of how this shift can be applied to teaching, learning and creativity.” Wobei die Antworten auf diese Frage wohl der Konferenz vorenthalten bleiben. Mit weiteren Links und einem Glossar.
New Media Consortium (NMC), 10 Oktober 2007
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