Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Lebenslanges Lernen in Österreich – politische, organisatorische, finanzielle und didaktische Anforderungen

erwachsenenbildung2007.gif
Ich weiß gar nicht, wo derzeit in Deutschland die Diskussion um das „Lebenslange Lernen“ geführt wird? Okay, es gibt die „offiziellen“ Seiten des BMBF und der Nationalen Agenturen im EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen in Deutschland, aber sonst?

Das Magazin erwachsenenbildung.at widmet diesem Thema jedenfalls bereits die zweite Ausgabe und im Editorial ist die Rede von der „aktuell breite(n) Diskussion in Österreich“. Der Grund: Man ist unzufrieden mit dem Stand der Bemühungen und dem Mittelfeldplatz Österreichs. Einige Artikel habe ich kurz überflogen: Sie bilden ein breites Spektrum ab. Grundsätzliches mit Verweisen auf Michel Foucault steht neben konkreten Fragezeichen, z.B. hinter den Institutionen der Erwachsenenbildung und ihrem Auftrag. Es geht um höhere Beiträge der öffentlichen Hand und die emanzipatorischen Potenziale veränderter Lernkulturen. Und vieles mehr – und das in einem Format, das viele Möglichkeiten des Internets hervorragend nutzt!!
MAGAZIN erwachsenenbildung.at, Nr. 2, Oktober 2007

Verwandte Beiträge

2 Responses to “Lebenslanges Lernen in Österreich – politische, organisatorische, finanzielle und didaktische Anforderungen”

  1. Ralf Hilgenstock

    „Ich weiß gar nicht, wo derzeit in Deutschland die Diskussion um das „Lebenslange Lernen“ geführt wird?“

    Welche Diskussion? Spätestens seit der Entmachtung des Bundesbildungsministeriums ist diese Diskussionn auf die Länderebene verlagert. Diese zeichnet sich (z.B. in NRW) dadurch aus, dass die sog. Erwachsenenbildung zu Tode gespart und durch Fusionszwang kleiner Einrichtungen konzentriert wird. Das Landesinstitut und sein Nachfolger sind faktisch aufgelöst. Übrigens strebt das Land gerade an, dass öffentliche Einrichtungen keine Angebote mehr machen dürfen, die auch am freien Markt angeboten werden. Damit dürfte das Handlungsspektrum für Volkshochschulen arg eingeschränkt werden.

    Im Bereich der EU-geförderten Massnahmen (ESF), ein Bereich in dem es punktuell in den letzten Jahren zu Debatten kam und z.T. Raum für Innovation war, setzt nun darauf, dass die Weisheit in Düsseldorf konzentriert ist (Sitz des Ministeriums) und gut ist, was sich einheitlich landesweit umsetzen lässt. Das ist zwar u.U. verwaltungskapazitätsschonend, aber nicht debattenförderlich.

    Andererseits glaube ich, das Viele der Debatten überdrüssig sind und lieber etwas tun.

    Ach ja – und dann gab es da noch die Speerspitze der Innovation. Am 30. Oktober in Dresden. Die D21-Initiative debattierte Web 2.0 Neue Strategien für die Bildung und auch sonst über die Möglichkeiten der elektronischen Partizipation in den Themenbereichen Bildung,…
    http://dialoge.info/b2/index.php/a/2007/10/05/kongress_aktiv_gestalten_aber_bitte_nur_

    Vielleicht hätten wir aber auch dabei sein müssen als Ende August im Radialsystem V „9to5 – Wir nennen es Arbeit“ stattfand. http://9to5.wirnennenesarbeit.de/programm/

    Zumindest punktuell – wenn auch für die grosse Masse etwas abgefahren – innovativ und originell.

    Antworten
  2. Jochen Robes

    Danke für die Infos – und die Erinnerung an D21-Initiative (ich habe gar nicht gewußt, dass unter diesem Label noch getagt wird …)! Gruß, JR

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Basic HTML is allowed. Your email address will not be published.

Subscribe to this comment feed via RSS