Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Trends im Wissensmanagement 2007 bis 2011

Pünktlich zur KnowTech 2007 am 28./ 29. November hat der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) ein Positionspapier veröffentlicht, in dem 10 Trends skizziert werden, die „Meilensteine der künftigen Jahre beleuchten“. Der Ausgangspunkt des Autorenteams ist ein „Comeback von Wissensmanagement“, das eng mit der Entwicklung von Web 2.0 und Social Software verknüpft wird.

Ich will die Trends hier nicht im Einzelnen aufführen. „Transformation zum ‚Unternehmen 2.0′“ lautet z.B. der erste Trend, der die zukünftige Rolle von Web 2.0-Technologien in den Unternehmen selbst herausstellt. Der dritte Trend („Wissensmanagement unterstützt Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels“) „enthält“ eine gute Auflistung wichtiger Fragen, die mit dieser Entwicklung verbunden sind. Und mit dem neunten Trend („Lebenslanges Lernen findet zunehmend dezentral in sozialen Netzen und selbstorganisiert statt“) wird die Brücke zwischen e-Learning und Wissensmanagement geschlagen. : „E-Learning Angebote werden zunehmend mit informellen Web 2.0-Diensten integriert werden, und Lernmaterialien werden vermehrt durch die Nutzer selbst in “Social Learning Networks“ entstehen.“

Insgesamt eine hilfreiche Einordnung verschiedener aktueller Entwicklungen und Stichwörter aus Sicht einer Standesorganisation!
BITKOM 2007

Verwandte Beiträge

9 Responses to “Trends im Wissensmanagement 2007 bis 2011”

  1. André Mersch

    Passend zu der These des Comeback des Wissensmanagement bin ich gleich nach der Lektüre Ihres Artikels auf diese umfangreiche und den ersten Blick sehr nützliche Sammlung von Methoden gestoßen:

    http://idw-online.de/pages/de/news235761

    Da eine Registrierung auf der Anbieterseite notwendig ist, sende ich Ihnen den IDW-Bericht.

    Antworten
  2. Gabi Reinmann

    Hallo zusammen,

    wenn man ehrlich ist: Viel steht da ja nicht gerade drin. Ich bin vor kurzem auch über das Papier gestolpert und freue mich einerseits, dass man das Wort Wissensmanagement offenbar wieder in den Mund nehmen darf, war aber auch inhaltlich enttäuscht. Da hat mir das Studienbuch von Uresula Hasler Roumois schon besser gefallen, das ebenfalls vor wenigen Monaten erschienen ist: http://www.studienbuch-wissensmanagement.ch/

    Gut, es ist eine Art Lehrbuch und daher vielleicht nicht vergleichbar; ich finde aber, es stehen auch einige interessante neue Gedanken drin.

    Antworten
  3. Jochen Robes

    Aah, noch ein Frühaufsteher! Dann spendiere ich noch eine zweite Antwort, nachdem ich Ihrem Link, Herr Jäger, auf die Seiten von ‚futurezone.orf.at‘ gefolgt bin.

    Was kann ich dort lesen: (a) Da versuchen Menschen mit dem Thema „Web 2.0“ Geld zu verdienen, bieten eine möglicherweise unbefriedigende Leistung an und andere ärgern sich. Das ist eigentliche noch keine Meldung wert, oder?

    (b) Dann finden sich, ein Link weiter unter der Überschrift „Hype versus Realität“, einige Zahlen. Zum Beispiel die, dass nur „0,16 Prozent der Besucher auf der beliebten Google-Videoseite YouTube“ eigene Videos hochladen. Nur 0,16 Prozent? Das ist natürlich ein herber Rückschlag, wenn man es mit den Jahren vergleicht, in denen die Menschheit Abends fleißig Artikel für Tageszeitungen schrieb, sich „freie Radios“ in freien Ländern vor den Fängen der Polizei versteckten und wir eigene Filme an ARD und ZDF schickten. Deprimierend ;-)!!
    Trotzdem einen guten Start in den Tag! JR

    Antworten
  4. Boris Jäger

    Hallo Herr Robes,

    sie werden es lieben!

    Andrew Keen: The Cult of the Amateur: How Today’s Internet Is Killing Our Culture. Currency, 2007

    „How blogs, MySpace, YouTube, and the rest of today’s user-generated media are destroying our economy, our culture, and our values.“

    Blog des Autors: http://thecultoftheamateur.com/

    MfG
    Boris Jäger

    Antworten
  5. Boris Jäger

    Hallo Herr Robes,

    na, wie war die KnowTech? Ihr Vortrag?

    Also ich gehe ja gerne in den Europapark (www.europapark.de), treffe mich dort mit Freunden und nehme auch Bekannte mit, denen ich alles zeige (ich habe ja schließlich schon dort gearbeitet). Alles schön bunt, das macht Spass!!! Auf der anderen Seite weise ich aber auch alle auf den Kitsch und die euphorische Illusion hin, die im Park geboten wird. Die Realität sieht anders aus!!! Da lobe ich mir als ausgleich einen Besuch im nahegelegenen Naturschutzgebiet Taubergiessen (www.taubergiessen.com) oder eine gute Lektüre – muss nicht unbedingt Kafka sein.

    Man muss „gut“ und „böse“ kennen um sich ein richtiges Bild von etwas zu verschaffen.

    Schönes Wochenende,
    Boris Jäger

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Basic HTML is allowed. Your email address will not be published.

Subscribe to this comment feed via RSS