Archive | November, 2007

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KnowTech 2007

Posted on 30 November 2007 by jrobes

Mittwoch und Donnerstag habe ich viel Zeit auf der KnowTech in Frankfurt zugebracht. Es war mein erster Besuch auf diesem “Kongress zum IT-gestützten Wissensmanagement”, der im Konferenzzentrum der IHK am Börsenplatz stattfand, ein Heimspiel also. Warum war ich dort - und nicht auf der Online Educa in Berlin? Weil ich der Überzeugung bin, dass Wissensmanagement für viele Dinge, an denen wir derzeit arbeiten, die richtige Klammer bildet! Aber abgesehen davon hätte ich am liebsten natürlich beide Konferenzen besucht!!Was brachte der erste Tag? Vor allem Keynotes und viel Plenum. Ich habe August-Wilhelm Scheer, dem Präsidenten der veranstaltenden BITKOM, zugehört, dann Harald Lemke (Hessische Landesregierung), dann Wolfgang Wahlster (DFKI, Saarbrücken). Die ersten Notizen brachte die Präsentation von Martin Welsch (IBM), der das Stichwort “kollaborative Innovation” in die Runde warf und dann aufzeigte, wie ein “Web 2.0-Ökosystem” ein entsprechendes Ideen- und Innovationsmanagement unterstützen kann.

Den zweiten Tag habe ich mit dem Forum 1 (”Wissen – Macht – Finanzen: Welche Handlungskonzepte braucht die Wissensgesellschaft?”) und Themen wie Intellectual Capital und Wissensbilanzen begonnen. Vieles noch in den Anfängen, viel Widersprüchliches, aber auch die Überzeugung der Referenten, dass Unternehmen zukünftig diesen Themen nicht ausweichen können.

Nach der Mittagspause durfte ich das Forum 6 (”Vom Web 2.0 zum Unternehmen 2.0: neue Technik für neues Denken”) einleiten. Dabei habe ich einen kurzen Bogen von Corporate Blogs zu Enterprise 2.0 geschlagen (”Von faszinierenden Freiheiten und notwendigen Kontrollen - Wenn Unternehmen auf Web 2.0 treffen”) (hier meine Folien). Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es uns in der ersten Halbzeit dieses Forums wirklich gelungen ist zu erklären, wofür das “2.0″ steht. Und inwieweit sich z.B. die Einführung eines Wikis von der eines CMS oder Projektmanagement-Tools unterscheidet. Ich weiß nicht genau, woran es liegt. Vielleicht bin ich etwas zu erwartungsvoll. Vielleicht sind auch viele Projekte noch zu frisch, als dass über Umgang und Verhalten der Mitarbeiter viel erzählt werden könnte.

Wer hingegen diese neue Qualität wunderbar vermittelt hat, war Johannes Müller (Siemens Building Technologies), der “References@SBT” vorstellte, “eine Intranet-Anwendung zum globalen Austausch von Wissen, Erfahrungen und Best-Practices”. Ich habe an anderer Stelle ja bereits für die Studie geworben und der Vortrag von Johannes Müller hat meine Eindrücke voll bestätigt!
KnowTech 2007

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Blogs in Plain English

Posted on 30 November 2007 by jrobes

Wieder haben die Künstler von Common Craft zugeschlagen. Aber was sage ich:

Love it
“I love these videos. I now have a new tool when convincing clients they need a company or product blog. Thanks!”
Submitted by Justin (not verified) on November 30, 2007 - 7:32am.

Lee LeFever, YouTube, 29 November 2007

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Improving workplace performance

Posted on 28 November 2007 by jrobes

Web 2.0 wird den Arbeitsplatz verändern. Web 2.0 öffnet neue Wege für den, der damit umzugehen weiß. Hier setzt Jay Cross an und beschreibt eine Mischung aus Kompetenzen und Handlungsmaximen für Knowledge Worker. Zehn an der Zahl:

“- Learn to read the net
- Develop a personal dashboard
- Be a good web citizen
- Confidence to navigate the web
- Express Yourself
- Nurture the human network
- Scan, don’t just read
- Size-up credibility
- Research
- The Cluetrain Manifesto”

Jay Cross, Learning Light, November 2007 (pdf)

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Kleines Quiz in der Mittagspause

Posted on 28 November 2007 by jrobes

Das zentrale Motiv auf den Punkt gebracht: “E-Learning ist deutlich billiger als Trainer und Seminare. Daher setzen Unternehmen zunehmend auf virtuelle Schulungen. Der Markt dafür zeigt sich vielversprechend - und ist noch lange nicht ausgereizt.”

Natürlich kann e-Learning mehr. Das Lernen wird flexibler, individueller, selbstorganisierter. Natürlich ist e-Learning heute Blended Learning. Und natürlich kann e-Learning auch ganz anders, wenn wir an das informelle Lernen im Netz und Web 2.0 denken. Aber das “klassische” Web-based Training ist zuerst eine simple Kostenrechnung. Daran erinnert dieser Artikel mit Beispielen und Zitaten von Novartis und der Hamburger Sparkasse sowie einem beobachteten “Trend zum Selber machen”.
Christina Kestel, Financial Times Deutschland, 27 November 2007

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So You Want to Be an E-learning Consultant…

Posted on 27 November 2007 by jrobes

elearnmagazine2007.gif
Ein interessanter Erfahrungsbericht, der zu unserer Branche passt: Harold Jarche ist Freelancer und beschreibt in kurzen Stichworten die damit verbundenen Herausforderungen. Nichts Psychologisches, eher sachlich: Zuerst einmal sieht er drei Beratungsfelder mit unterschiedlichen Ansprechpartnern und Aufgaben: (a) Pädagogik, (b) Technik, (c) Management.

Dann beschreibt er, wie man sich als Consultant am besten positioniert: Networking, na klar! Aber auch ein Blog, wie bei ihm selbst, kann heute dazu gehören: “Blogging is one of the best ways that many consultants have found to meet potential clients and sustain existing clients. My own blog has been active since early 2004, so for potential clients it is only a search engine hit away. Blogging does take dedicated time and persistence, but I can speak to the benefits of my effort. If you’re interested in being a consultant some day, start your professional blog now.”

Dann das Internet und die IT. Sie haben die Eintrittshürden in den Markt fast verschwinden lassen. Wachsender Wettbewerb. Aber auch neue Chancen: “At this time there still seems to be a fair bit of work in more traditional e-learning, like course design and development. However, I believe that there are larger opportunities on the edges of e-learning. Informal learning with blogs, wikis, or podcasts outside the formal course structure or helping organizations foster communities of practice appear to be growing areas where e-learning skills are useful.”
Harold Jarche, eLearn Magazine, 19 November 2007

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Social Networking Meets Corporate Learning

Posted on 26 November 2007 by jrobes

Der Aufhänger dieser Kolumne ist die Befragung von 322 Business Executives im Mai dieses Jahres. Dabei gaben 65 Prozent der Befragten an, dass sie Social Networking-Seiten aus privaten und beruflichen Gründen nutzen:
“- Fifty-five percent of those using networks do so to share best practices with colleagues.
- Forty-nine percent use them to get answers to issues they are facing on their jobs.
- Forty-seven percent use the networks to connect with potential clients and to showcase their skills.”

Interesse und Motivation sind also da, jetzt liegt es an den Experten in Corporate Learning diese aufzugreifen. Und Jeanne Meister macht drei konkrete Vorschläge: “Podcast Your Stars”, “CEO as Blogger” und “Use Wikis for New Ideas on Learning Programs”.
Jeanne C. Meister, In Conclusion/ Chief Learning Officer magazine, Oktober 2007

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The Impact of Web 2.0 on Learning at a Technical University - A usage survey

Posted on 26 November 2007 by jrobes

Ich weiß leider nicht mehr genau, wie ich auf diese Studie gestoßen bin … Wie auch immer, eine kleine Untersuchung, in der gefragt wird, inwieweit Web 2.0-Technologien und -Applikationen in der Hochschulpraxis angekommen sind. 183 Teilnehmer aus drei Veranstaltungen an der TU Graz haben geantwortet. Sind die Ergebnisse überraschend?

“(1) Computer science students have surprisingly little knowledge about the basic technologies, such as AJAX, SOAP and REST, and consequently they also apply these techniques very seldomly in their development projects.
(2) The subjects’ interest in Web 2.0 applications given by frequent passive usage and active content contributions is also surprisingly low. Only media sharing and mashup applications seem to be well established by our subject group. Given the fact, that Web 2.0 is not another bubble in the new economy, curricula need to be adapted in order to educate students accordingly to industry’s needs.”

Christian Safran, Christian Guetl und Denis Helic, Institut für Informationsssysteme und Computer Medien an der TU Graz, 2007 (pdf)

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Open Source Learning Management Systems

Posted on 23 November 2007 by jrobes

Open Source ist mehr als nur Moodle: “There are at least five credible open source substitutes to commercial LMS solutions, each of which we feel is good enough to recommend to our customers.” Diese Fünf sind Atutor, dotLRN, Ilias, Moodle und Sakai. Der Autor gibt einen guten Überblick über Stärken und Schwächen von Open Sourcen-Systemen, schaut auf die wichtigsten Märkte und zeigt für jeden, welche Open Source-Systeme sich jeweils am besten präsentieren.

In Großunternehmen, auch das wird hier noch einmal festgehalten, liegt die Messlatte für Open Source immer noch am höchsten, da hier oft integrierte ERP- oder HR-Lösungen gesucht werden. Abschließend schreibt Mark Aberdour Open Source-Plattformen noch zwei ToDo’s auf die Agenda: “Competency management” und “lesson planning”. Dann würde die Wahl zukünftig (noch) leichter fallen.
Mark Aberdour, Epic, Oktober 2007 (pdf)

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GfWM-Newsletter

Posted on 23 November 2007 by jrobes

Natürlich sprengen 26 Seiten das Format. Dafür enthält der aktuelle Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) nicht nur die üblichen Hinweise auf Aktivitäten und Termine, sondern auch Substanzielles. Zum Beispiel kurze Beschreibungen der Ideen-Provokations-Methode TRIZ sowie der wissenszentrierten Geschäftsprozessanalyse (gleich als kompletter Leitfaden). Dem Interview mit Erich Riess, Vorsitzender des Arbeitskreises Wissensmanagement, kann man einige interessante Hinweise zu aktuellen Bewegungen in der deutschen Wissensmanagement-Landschaft entnehmen. Angesprochen auf das 5. Karlsruher Symposium für Wissensmanagement sagt er, was ich auch unterstreichen würde:
“Wissensmanagement erhält derzeit eine größere Bandbreite von Themenfeldern (z.B. im Bereich Wissensbilanzierung, Blended Learning, Innovationen, Web 2.0, Wiki), sodass dadurch neue Personenkreise (z.B. Controller, Personalentwickler) angesprochen werden. Eine Tendenz, die wir vor allem auf unseren Arbeitskreissitzungen feststellen.” By the way, ich bin übrigens GfWM-Mitglied!
GfWM-Newsletter 5/2007 (pdf)

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Lebenslanges Lernen in Österreich - politische, organisatorische, finanzielle und didaktische Anforderungen

Posted on 22 November 2007 by jrobes

erwachsenenbildung2007.gif
Ich weiß gar nicht, wo derzeit in Deutschland die Diskussion um das “Lebenslange Lernen” geführt wird? Okay, es gibt die “offiziellen” Seiten des BMBF und der Nationalen Agenturen im EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen in Deutschland, aber sonst?

Das Magazin erwachsenenbildung.at widmet diesem Thema jedenfalls bereits die zweite Ausgabe und im Editorial ist die Rede von der “aktuell breite(n) Diskussion in Österreich”. Der Grund: Man ist unzufrieden mit dem Stand der Bemühungen und dem Mittelfeldplatz Österreichs. Einige Artikel habe ich kurz überflogen: Sie bilden ein breites Spektrum ab. Grundsätzliches mit Verweisen auf Michel Foucault steht neben konkreten Fragezeichen, z.B. hinter den Institutionen der Erwachsenenbildung und ihrem Auftrag. Es geht um höhere Beiträge der öffentlichen Hand und die emanzipatorischen Potenziale veränderter Lernkulturen. Und vieles mehr - und das in einem Format, das viele Möglichkeiten des Internets hervorragend nutzt!!
MAGAZIN erwachsenenbildung.at, Nr. 2, Oktober 2007

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The Use of E-Learning is Up

Posted on 21 November 2007 by jrobes

Tom Werner hat die Zahlen zweier aktueller Reports - ASTD’s “2007 State of the Industry Report” und Training’s “2007 Industry Report” - studiert und fasst für den amerikanischen Markt zusammen:

“The two reports, taken together, give us a snapshot of delivery methods that looks like this:
- Face-to-face classroom is 65% of current training.
- Online self-paced is 20% of training.
- Virtual classroom is 6-10% of training.
Both reports show online self-paced increasing its share of learning hours over past years.
So very roughly, two-thirds of workplace learning is currently face-to-face and one-third is e-learning.”

Weitere Einzelheiten finden sich in der November/ Dezember-Ausgabe des Training-Magazines, auf die Tom Werner verweist.
Tom Werner, Weblog, 19 November 2007

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Mobile Learning 2.0

Posted on 20 November 2007 by jrobes

Irgendwann, wenn ich mein erstes Smartphone oder iPhone besitze, werde ich in das Thema einsteigen. Bis dahin schaue ich mir gerne Videos wie das vorliegende an, in dem Anja Wagner und Fabian Topfstedt darlegen, was aus ihrer Sicht Mobile Learning 2.0 ausmacht. Stichworte sind u.a. RSS, user-generated content und geo-tagging. Ein interessantes Format. (via Martin Ebner)
Anja Wagner, eduFutureBlog, 13 November 2007

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Unlocking the DNA of the Adaptable Workforce

Posted on 19 November 2007 by jrobes

ibm2007.gif
Über Richard Straub’s Vortrag auf der “Corporate Learning”-Konferenz bin ich auf IBM’s umfangreiche “Global Human Capital Study 2008″ gestoßen. Für alle, die ihre Learning- und HR-Aktivitäten in einen größeren, strategischen Zusammenhang einordnen wollen, liefert diese Studie viele entsprechende Anker. Über 400 HR Experten in über 40 Ländern haben die IBM Researcher dafür interviewt.

Nun sind die vier zentralen Themen, die IBM der Management-Community ans Herz legt und die im Mittelpunkt der Studie stehen, auf den ersten Blick zwar wenig überraschend:
“- Developing an adaptable workforce – A critical capability
- Revealing the leadership gap – Future growth at risk
- Cracking the code for talent
- Driving growth through workforce analytics”

Workforce, Leadership, Talent, Analytics - an dieser Gliederung kommt schon seit Jahren kein Strategie-Report vorbei. Das Weiterlesen lohnt sich dennoch, denn die Empfehlungen der Autoren bieten einige wichtige Anknüpfungspunkte, wenn man sich näher mit Skill/ Knowledge Management und Enterprise 2.0 beschäftigt. Dazu einige Zahlen aus dem Kapitel “Developing an adaptable workforce”:

“Only 13 percent of organizations interviewed believe they have a very clear understanding of the skills they will require in the next three to five years.”
“Only a small minority (13 percent) believe they are very capable of identifying individuals with specific expertise within the organization.”
“Only 15 percent of those interviewed are using technology that enables
the automatic profiling of skills, expertise and relationships.”
“Yet, only 8 percent of companies interviewed believe they are very effective at
fostering collaboration across the enterprise.”

ibm2007b.gif
Was schlagen nun die IBM-Autoren vor? Ganz konkret auch den Einsatz von Web 2.0-Technologien und Social Networking-Diensten; dann informelle Communities of Practice, “a leading practice in maintaining the flow of knowledge across the organization and serve as a vehicle for preserving organizational memory” (14); daneben Suchergebnisse, die nicht nur Dokumente, sondern auch Experten und ihren Online-Status anzeigen.

Im Kapitel “Cracking the Code for Talent” nimmt dann das Thema “Qualifizierung” etwas Raum ein. Nur soviel: Es gibt eine schöne Übersicht, auf der allerdings e-Learning nicht gut wegkommt. Denn die “klassischen” Bildungsangebote wie “On-the-job-training” und “Classroom instruction” werden nach wie vor (und durchaus im Widerspruch zu anderen Zielen der Befragten) als weit effektiver eingeschätzt. “… companies relying on resource-intensive learning strategies … may find themselves struggling to keep up with demand”, meinen dazu die IBM Researcher mit viel Einfühlungsvermögen.
IBM Global Business Services, Oktober 2007 (pdf)

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Trends im Wissensmanagement 2007 bis 2011

Posted on 16 November 2007 by jrobes

Pünktlich zur KnowTech 2007 am 28./ 29. November hat der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) ein Positionspapier veröffentlicht, in dem 10 Trends skizziert werden, die “Meilensteine der künftigen Jahre beleuchten”. Der Ausgangspunkt des Autorenteams ist ein “Comeback von Wissensmanagement”, das eng mit der Entwicklung von Web 2.0 und Social Software verknüpft wird.

Ich will die Trends hier nicht im Einzelnen aufführen. “Transformation zum ‘Unternehmen 2.0′” lautet z.B. der erste Trend, der die zukünftige Rolle von Web 2.0-Technologien in den Unternehmen selbst herausstellt. Der dritte Trend (”Wissensmanagement unterstützt Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels”) “enthält” eine gute Auflistung wichtiger Fragen, die mit dieser Entwicklung verbunden sind. Und mit dem neunten Trend (”Lebenslanges Lernen findet zunehmend dezentral in sozialen Netzen und selbstorganisiert statt”) wird die Brücke zwischen e-Learning und Wissensmanagement geschlagen. : “E-Learning Angebote werden zunehmend mit informellen Web 2.0-Diensten integriert werden, und Lernmaterialien werden vermehrt durch die Nutzer selbst in “Social Learning Networks“ entstehen.”

Insgesamt eine hilfreiche Einordnung verschiedener aktueller Entwicklungen und Stichwörter aus Sicht einer Standesorganisation!
BITKOM 2007

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E-learning initiatives that did not reach targeted goals

Posted on 16 November 2007 by jrobes

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Die Autoren haben sich die Mühe gemacht, uns an eine Reihe von e-Learning-Projekten zu erinnern, die ihre Ziele nicht erreicht haben. Die Auswahl ist zufällig, die Liste alles andere als vollständig, wie einleitend angemerkt wird. Trotzdem werden zehn Projekte aus Großbritannien, der USA, Norwegen und Ungarn beschrieben. Der bekannteste Fehlschlag dieser Aufzählung ist dabei sicher die UK E-University (UKeU), die 2004 ihre Tore schloss. Die Autoren merken an, dass zwar viele Projekte überhaupt nur mit dem “dot-com Hype” entstehen konnten. Trotzdem sind die Fehleinschätzungen der beteiligten Manager nicht allein mit dem Platzen der E-Blase zu erklären. Oft fehlten Erfahrungen in der Sache, wurde auf wacklige Allianzen und Konsortien gesetzt, wurde auf halbwegs solide Businesspläne verzichtet und eigene Kompetenzen und Möglichkeiten gnadenlos überschätzt. Was vielleicht alles “business as usual” wäre, wenn nicht auch in großem Ausmaß öffentliche Gelder verschwendet worden wären! Gut, dass so etwas in Deutschland nicht passiert ist!

Die Publikation ist übrigens eine von vier Veröffentlichungen, die im Rahmen des Leonardo da Vinci-Projekts “Megatrends in e-learning provision” entstanden sind.
Desmond Keegan u.a., MegaTrends in E-Learning Provision, 22 Oktober 2007

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Social Learning und betriebliche Weiterbildung – ein Widerspruch?

Posted on 16 November 2007 by jrobes

Am Mittwoch und Donnerstag war ich auf dem VIWIS e-Learning Forum in Billerbeck (für alle Nicht-Westfalen: das liegt etwa 25 km von Münster entfernt). Über 70 Teilnehmer, vorwiegend aus der Versicherungsbranche. Ich habe über “Social Learning und betriebliche Weiterbildung – ein Widerspruch?” gesprochen und versucht, in meinem Vortrag eine Entwicklung nachzuzeichnen – von der Einführung des Lernens mit dem Computer, das sich zu Beginn der 1990er Jahre in Trainingscentern und vor multimediafähigen Lernstationen abspielte; über das Web-based Training und die kurz aufkeimende Hoffnung, mit Tutoren und Foren das Präsenzlernen am Computer doch noch nachbauen zu können; bis zur Gegenwart, in der wieder neue Möglichkeiten diskutiert werden, Kommunikation, Erfahrungsaustausch und Lernprozesse im Arbeitsalltag wirkungsvoll zu unterstützen. Die Stichworte meiner Agenda waren “Kompetenzen”, “informelles Lernen”, “Communities”, “Web 2.0″ und “digital natives”.

Auch die anderen Referenten haben sich mit neuen Entwicklungen und Trends auseinandergesetzt. Hermann Maurer (TU Graz) hatte seinen diesjährigen LEARNTEC-Vortrag wiederholt, aber um ein kontroverses Web 2.0-Kapitel erweitert. Es war wohl sein Bestreben, hier einen Kontrapunkt zur aktuellen Web 2.0-Euphorie zu setzen. Anders waren seine kritischen Anmerkungen über Wikipedia und Weblogs nicht zu verstehen. Zitate wie: “Die gegenwärtigen Affen sind die hundert Millionen Blogger und Wikipedia-Autoren, nur ein Meisterwerk haben sie noch nicht verfasst”, lieferte ihm dabei Andrew Keen (”The Cult of the Amateur”).

Am zweiten Tag präsentierte Gernold P. Frank (FHTW Berlin) einen runden Überblick zum Stichwort “game based learning”. Und Michael Kerres (Uni Duisburg-Essen) fragte, ob Web 2.0 “praxistauglich für betriebliches Lernen” ist. Es war allerdings nicht ganz einfach, sich e-Learning 2.0 und die Beispiele aus dem Hochschulbetrieb hinter einer Unternehmens-Firewall vorzustellen. Vielleicht ist es hier passender, weniger über e-Learning und mehr über Wissensmanagement und Unternehmen zu berichten, die z.B. Wikis und Portale mit Web 2.0-Komponenten einsetzen.
Jochen Robes, Slideshare, 16 November 2007

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Social Network Sites: Definition, History, and Scholarship

Posted on 13 November 2007 by jrobes

jcmc2007.gif

Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe des Journals of Computer-Mediated Communication sind Social Network Sites. Danah Boyd und Nicole Ellison haben dazu eine informative Einführung geschrieben. Sie enthält u.a. eine Definition:
“We define social network sites as web-based services that allow individuals to (1) construct a public or semi-public profile within a bounded system, (2) articulate a list of other users with whom they share a connection, and (3) view and traverse their list of connections and those made by others within the system.”

Die Autorinnen betonen anschließend die Vielfältigkeit bestehender SNS, bevor sie die kurze, aber bewegte Historie aufarbeiten und dabei vor allem die Angebote von Friendster, MySpace und Facebook etwas detaillierter nachzeichnen. Wichtig ist aus meiner Sicht auch der folgende Hinweis: “The rise of SNSs indicates a shift in the organization of online communities. While websites dedicated to communities of interest still exist and prosper, SNSs are primarily organized around people, not interests. Early public online communities such as Usenet and public discussion forums were structured by topics or according to topical hierarchies, but social network sites are structured as personal (or “egocentric”) networks, with the individual at the center of their own community.”

Für jeden, der sich mit Communities im beruflichen Umfeld bzw. in Unternehmen beschäftigt, ist diese Unterscheidung ein guter Ausgangspunkt.
Danah Boyd und Nicole Ellison, Journals of Computer-Mediated Communication (JCMC), 13/1, 2007

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Everything Is Miscellaneous: The Power of the New Digital Disorder

Posted on 12 November 2007 by jrobes

An diesem Wochenende habe ich endlich das neue Buch von David Weinberger zu Ende gelesen. Seine Botschaft ist so einfach wie weitreichend: Unser Denken ist noch nicht beim Internet angekommen. Denn das Internet eröffnet uns das, was Weinberger “the third order of order” nennt. Aber der Reihe nach:

“In the first order of order, we organize things themselves – we put silverware into drawers, books on shelves, photos into albums.” (S.17/18)

In der “second order of order” versuchen wir mit Hilfe von Metadaten, die Dinge zu ordnen und zu sortieren. Ein typisches Beispiel sind Katalogsysteme: “The catalog separates information about the first-order objects from the objects themselves … A code on this second-order object, the catalog card, points to the physical place where the first-order photo [sein Beispiel] is stored in the back room.” (18)

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How creativity is being strangled by the law

Posted on 09 November 2007 by jrobes

Lawrence Lessig, Stanford-Professor und Streiter für Creative Commons, hat im März dieses Jahres eine wundervolle Rede in Monterey, Kalifornien, auf der TED gehalten. Es geht um digitale Kultur, um user-generated content und wie das bestehende Copyright diesen Entwicklungen hoffnungslos hinterherläuft. Unbedingt anschauen!! Schon allein, um die drei Videoclips nicht zu verpassen, die Lessig zeigt!
Lawrence Lessig, TED Talks, November 2007

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A Q&A with Catherine Casserly, Program Officer, Open Educational Resources

Posted on 09 November 2007 by jrobes

Zum besseren Verständnis: Catherine Casserly ist Program Officer bei der William and Flora Hewlett Foundation, die seit ihrem Engagement bei MIT’s OpenCourseWare-Projekt zum maßgeblichen Treiber der Open Educational Resources-Bewegung geworden ist (siehe auch den Bericht von Dan Atkins, John Seely Brown und Allen Hammond aus dem Februar). In diesem Interview geht Catherine Casserly u.a. auf die Qualität von Open Resources, die veränderte Rolle der Lehrenden sowie Fragen des Copyrights ein. Und auf die Frage “Describe the current state of the movement” gibt sie einen interessanten Ausblick:

“Now we have many thousands of people across the world looking at this material every month, so people have access to knowledge that they previously didn’t.

What might be even more interesting is that people are contributing quality content who aren’t associated with an institution of learning. So in some ways we’re beginning to change the notion of who owns knowledge in a university and how it gets shared. It begins to create a culture of sharing. That’s a fundamental shift.

Then, too, people are generating and sharing knowledge as communities that are not part of a university, in places like Wikipedia. We’re doing what we can to help build those models as well using the values of open educational resources.”
“Foundations”, Foundation Newsletter, November 2007

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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