Hallo Herr Robes,

ich finde den Satz (der ja nicht von Herrn Frost erstmals formuliert wurde, sondern sich mit der Einschätzung der Wikipedia-„Betreiber“ um eine Qualitätsverbesserung deckt), dass zukünftig insbesondere Experten für die Mitarbeit gewonnen werden müssen, ebenfalls sehr interessant. Zeigt er doch besonders deutlich, wie sich erfolgreiche Communities voraussichtlich langfristig entwickeln: sie „professionalisieren“ sich. Dabei stellt die Geschichte von Enzyklopädien in den letzten 2000 Jahren ein gutes Vorbild dar: waren in der Antike die meisten Enzyklopädien eher die Arbeit Einzelner und oft auch thematisch noch eingeschränkt, wurden sie später insbesondere ideologischgeprägt (mittealterliche Enzyklopädien hatten eine der Kirchenlehre angemessene Struktur), um sich in der Aufklärung allmählich zu einem Werk von Expertengruppen zu wandeln. Wie seinerzeit bei teuren Fortsetzungswerken üblich wurden diese Veröffentlichungen über langfristig geschlossene Subskriptionsverträge finanziert. Doch da auch dies nur bedingt funktionierte und die Autoren der Enzyklopädien immer Gefahr liefen, sich beim Erarbeiten eines Artikels oder Buches in dem durch